Fußbodenheizung zwischen Deckenbalken bzw. bei Balkendecke

28.03.2011



Hallo,

wir sanieren gerade ein Dreifensterhaus. Das Haus hat zum aktuellen Zeitpunkt noch überhaupt keine Heizung und in den Geschossen sind Balkendecken verbaut.

Wir würden nun gerne eine Fußbodenheizung einbauen. Ursprünglich hieß es, Fußbodenheizung wäre nur im EG möglich, in den Geschossen müssten wir zu Heizkörpern greifen. Grund: Die Heizung könnte nur zwischen den Deckenbalken eingebaut werden, da keine Flexibilität bezüglich des Fußbodenaufbaus besteht. Dies wäre allerdings nicht möglich.

Am Wochenende habe ich nun einmal recherchiert und zwei Systeme gefunden, die sich im Trockenverfahren zwischen den Deckenbalken installieren lassen. Da hier eh alles losgenommen werden muss, wäre dies eine Möglichkeit.

Einmal das System der Firma Janssen und das System der Firma Ripal. Hat jemand hier aus der Community mit einem der Systeme Erfahrungswerte? Anbei auch einmal die Links zu den Unternehmen:

http://www.janssen-heizungssysteme.com
http://www.ripal.de/

Ich vermute einmal, das der Wunsch nach Fußbodenheizung im Altbau nicht so selten ist, bin über die Suche aber nicht wirklich fündig geworden. Würde mich über Rückmeldungen und Meinungen freuen.

Grüße aus Köln



...



Hallo,

... da sich offensichtlich keiner traut ( … ;) … ), versuch ich hier mal meinen Senf dazu zu geben.

Habe mich vor ein paar Monaten mit dem selben Gedanken herum geschlagen. Hintergrund war und ist, daß wir im Erdgeschoss alle Böden erneuern mussten, und somit ohnehin freie Bahn für Fußbodenheizung hatten. In Hinblick auf Energieeffizienz und Wohnkomfort waren wir mit dieser Entscheidung auch soweit durch. Fragestellung blieb, was im Obergeschoss tun? Rückgriff auf Heizkörper und damit möglicherweise einen zweiten Heizkreislauf mit höheren Vorlauftemperaturen (… damit schlechtere Effizienz der Heizungsanlage … ) oder aber ebenfalls FBH. Eine Wandheizung als Alternative schied bei uns aus, wegen Mangels an geeigneten Flächen:

Auch im Obergeschoss mussten wir die Böden aufnehmen um sie konstruktiv zu verstärken. Die halbe Arbeit hin zu einer FBH wäre also ohnehin gemacht gewesen. Wir werden nun dennoch keine FBH in den Holzbalkendecken einbauen. Folgende Argumente waren dafür ausschlaggebend:

- Räume werden vorrangig als Schlafräume genutzt (niedrigere Raumtemperatur), für die es zudem nicht auf
eine schnelle Aufheizzeit ankam.

- fehlende Aufbauhöhe für Installation auf entsprechender Unterkonstruktion oberhalb Balkenlage

- Somit Vielzahl Wasserführender Teile in tragender Holzkonstruktion mit komplizierten Anschlussdetails
(Leitungsführung über die Balken hinweg als Übergang zwischen den einzelnen Balkenfeldern.

- ebenfalls erforderliche, relativ hohe Vorlauftemperaturen wegen Dielen

- Frage der Einbringung von Heizung + Dämmung ohne erhebliche Reduktion der eingebrachten Masse
(Schwingungsneigung der Decke)

Nicht zuletzt waren da noch die hohen Kosten.


Über eine detaillierte Heizlastberechnung für betreffende Räume läst sich leicht herausfinden, ob der Aufwand gerechtfertigt ist oder nicht! In unserem Fall waren entsprechend große Einplattenheizkörper ausreichend um mit gleicher Vorlauftemperatur wie in den unteren Räumen arbeiten zu können. Das Problem des kalten Fußbodens ergibt sich hier ohnehin eher nicht, so daß auch in punkto Wohnkomfort sich kaum ein Nachteil ergeben sollte. Einzig die Optik leidet ein wenig!

Zu den von Dir ins Auge gefassten Systemen findest Du bestimmt über die Suche noch die eine oder andere Meinung. Wird aber oft sehr kontrovers diskutiert, insbesondere bei Dielung!


Hoffe dies konnte ein wenig helfen.

Gruß aus Berlin,
Stephan



Lösungen gibt es...



...die meisten sind aber eher undiskutabel, weil einmal ungesund und zweitens vom Kostenfaktor und drittens vom Faktor der Sicherheitsbelange (Konstruktionsverbindungen, Leckagen usw.).
es gibt einige Lösungen, die wir auch mehrfach bereits gemeinsam mit Fachbetrieben umgesetzt und bis heute Mängel frei verbaut und konzipiert haben.
Fußbodentemperierungen mit geringer Aufbauhöhe und im OG kann man mittels Ripal-System ein Holzboden verlegbar.
Ansonsten würden wir in Ihr Haus eine komplette Wandheizung empfehlen, da diese mit Niedertemperatur ein wohliges Klima in Ihrem historischen Gebäude erzeugt.
Und das Temperierungssystem in der gleichen Temperaturebene liegt.

Freundliche Grüße,
Udo