Dach- und Wändedämmung

18.07.2006



Hallo Experten!

ich habe versucht mich über die vorhandenen Beiträge schlau zu machen, bin es aber nicht geworden (es liegt nicht an mir?)
Also: ich habe ein schönes Haus aus 1962 gekauft. Mauer aus Zementhohlblocksteinen, der Giebel verklinkert, grosse Fenster aus dem Jahr 1985, grosse und teilweise defekte Glasbausteineflächen, grosse Eingangstür mit Null Dämmung, die Heizung aus aber wieder auf Vordermann gebracht. Das Steildach soll später ausgebaut werden (inkl. Gaube und Giebelfenstern) hat unter den Pfannen Teerpappe. Ich heize mit viel Oel, zuviel würde ich sagen. Und möchte sparen und den Wohnkomfort erhöhen. Der Dachboden ist im Sommer heiss und im Winter kalt also dachte ich, eine Dämmung zwischen den Sparren muss her, richtig oder falsch? Der Giebel (und vielleicht nicht nur der) müssen von aussen gedämmt werden, richtig oder falsch? Die Haustüre soll mit einer "dickeren" ersetzt werden, richtig oder falsch? Die Glasbausteine zunächst einzeln austauschen, später mit neuen Fenstern austauschen, , richtig oder falsch? Die Fenster auf aktuelle Werte bringen, richtig oder falsch?Und schliesslich eine neue Heizung aber nicht unbedingt als letzte Massnahme, richtig oder falsch?

Ich wäre den vielen guten Beratern in diesem Forum unendlich dankbar, wenn man mir bei diesen Fragen aushelfen könnte!



richtig oder Falsch:





richtig oder falsch!!?



-zuerst würde ich ein Strahlungs-Heizsystem im ganzen Haus einbauen
-dann das Dach dämmmen
-dann die Eingangstür ,gut wärmegedämmt neu bauen.
Dann würde ich erstmal 1-2 Jahre das Haus bewohnen,den Energieverbrauch gut im Auge behalten und evtl. im dritten Jahr den Giebel wärmedämmen.Die Fentser würde ich getrost in Ruhe lassen.
viel Erfolg wünscht Ihnen
Klaus Schillberg



ein Tip zur Dachdämmmung:



verwenden Sie hierzu Zellulose im Einblasverfahren, eingeblasen mit hoher Rohdichte. Dann wirds im Sommer schön Kühl bleiben unterm Dach.
Bedenken Sie bei allen Wärmedämmüberlegungen,daß wir ein schnelles Klimaerwärmungszeitalter haben. Die Winter werden kürzer,die Sommer so richtig heiß und lange heiß wie in diesem Jahr!



Richtig oder falsch



Guten Tag,

es ist wie bei Radio Eriwan: Im Prinzip ist das alles richtig, aber es ginge auch anders. Nämlich so:
Energieberater (Architekt oder bauing.) anheuern und mal vorrechnen lassen. Mit 300 bis 600 € dürften Sie für ein EFH dabeisein.
Denn was nützt die schönste Heizung, wenn die Warmluft durch zugige Fenster verschwindet, oder wenn sie falsch geregelt ist.
Giebel außen dämmen ist gut und richtig, aber was, wenn eine stehende Luftschicht in der Wand ist ?
Bei der Dachdämmung unbedingt auf absolute Luftdichtigkeit achten und vielleicht eine geregelte Lüftung einbauen.
Billig ist die Dämmung der Kellerdecke von unten.
Und 30er HBL sind sicherlich nicht die Wucht in Ihrer kalten Heimat. Hier täte es vielleicht eine richtig gemachte Innendämmung.

Regenerative Energien lassen sich einbinden, mindestens für die Warmwasserversorgung (6-9 m² Kollektorfläche).

Und vor allem: Hören Sie bitte bei gut gemeinten Rezepten weg ! Besonders wenn diese ein bestimmtes Produkt anpreisen.

Gutes Gelingen



habe zu oft erlebt, wie bei Kunden der Energieberater



aus einem historischen Fachwerk-Lehmhaus mit eindrucksvollen Software-Grafiken auf viel Papier eine "hypergedämmte Bauruine" machen wollte, weshalb ich mit gutem Gewissen von "Energieberatern" abraten muß, auch wenn einige der Herren sogar einen Doktor-Titel tragen.



Energieberater



lassen sich ebenso wenig über einen Kamm scheren wie Architekten oder Naturbaustoffhändler. Dann nehmen Sie eben den ohne Doktortitel !

Grüße vom heute ziemlich heißen Niederrhein



dann möchte ich nochmals hier im Forum anregen, eine Adressliste



von intelligenten Energieberatern zu erstellen, die sich mit Strahlungswärme und Bauphysik auskennen und keinen K/U-Werten aus "Laborversuchen" hinterherreden.





Hallo Experten,

herzlichen Dank schon mal an alle Ratgeber! Das Strahlungsheizsystem ist mir völlig unbekannt, ist es denn nicht teurer als alles andere? Bei den Energieberatern muss ich sagen, bin ich zwiegespalten. Ich hatte mehrere Bauunternehmer, Architekten und Handwerker für diverse Gewerke und Meinungen befragt. Es gab kein Nachdenken (wieso, warum, woher) sondern immer ein enstprechendes Angebot. Ich werde trotzdem eine/n EnergieberaterIn zu Rate ziehen, dann kann ich wenigstens direkt alles hinterfragen.

Im Übrigen wohne ich schon seit zwei Jahren im Haus.

Beste Grüsse

M.P.



Der Weg...



...ist das Ziel und den haben Sie in Ihrer letzten Antwort selbst gegeben, Herr Papadopoulos.
Wichtig wäre auch zu beachten, daß Sie sich Referenzen geben lassen sollten, um diese auch abzufragen, wie zufrieden und wie funktionsfähig die erforderlichen beratenden Maßnahmen ausfielen. Persönlich abfragen und eventuell ohne Beisein der ausgewählten Fachleute.
So können Sie sich ein präziseres Bild davon machen und besser entscheiden.
Wir bieten unseren Kunden bzw. Interessenten dies extra an, damit ein objektives Bild unserer Fachlichkeit beim entsteht.
Auch sollte eine präzise Wärmedurchgangsberechnung erstellt werden, um die erforderlichen Maßnahmen genauer definieren zu können.

Grüße Udo Mühle



Dämmen



So ist richtig.
Höhren sie nicht auf den erst besten, sonst fluten sie nachher noch ihren Dachboden mit Zellulose.
MFG
Juergen





Hallo Jürgen,

die Idee mit der Zellulose fand ich eigentlich ganz gut, denn ich komme sonst nicht an die verbauten Dachschrägen, welche Einwände bzw Vorschläge hätten Sie denn?

Gruss

M.P.



Dämmen



Hallo
Wenn sie das Dach Dämmen wollen, egal wo und wie, werden sie um eine Dampfsperre nicht umhinkommen, denke mal, die wird es bei ihnen nicht geben. Also müßen sie die Aussenwänd, bzw Dachschrägen sowieso von innen neu gestalten. Darum würde ich die, wenn vorhandene, Verkleidung in den Schräge entfernen. Dann eine Zwischensparrendämung aus Glaswolle mit 5cm Abstand zu der Schalung mit Teerpappe einbringen. Ev. die Sparren aufdoppeln, weil alles unter 20cm Dämung ist in meinen Augen halber kram. Dann Dampfsperre, Lattung, Konterlattung und Gipsplatten. Den Raum zwischen Glaswolle und Schalung über den Dachüberstand und First belüften. Ausser der Abfuhr von ev. vorhandener Feuchtigkeit in der Isolierung hilft es ihnen im Sommer die Wärme die sich unter den Pfannen bildet abzuleiten. Habe ich bei mir im Haus genauso gemacht. Ich schlafen im moment, Südseite Grüße Fenster, bei 23' Cedlsius, bei aussen bis zu 37'.
Gruß
Juergen



Dachdämmung



Hallo Jürgen,

vielen Dank für die detaillierte Schilderung. Genau die Dämmung des nicht mehr zugänglichen Daches hat mich vor Rätseln gestellt und zu kreativen Gedanken geführt, die ich jetzt nicht unbedingt ausbreiten möchte. Wenn ich jedenfalls die Dämmung nicht komplett anbringe, dann muss ich das Dach neu decken lassen um dann eine Aufsparrdämmung herszustellen. Ich habe jetzt verstanden und viel gelesen und gelernt dank all der wissenden und freundlichen Menschen.

Besten Dank an alle!

Gruss

M. Papadopoulos



erster Beitrag: Gaube Bj.1968 von innen dämmen- Dampfbremse ja/nein?!



Hallo zusammen!
Bin gespannt, da dies mein erster Beitrag hier ist!

Kann mich dem thread-Starter fast anschließen.

Aber: Wir haben Bj.1968 gekauft und mit Energieberaterin und KfW das Rundpaket gestartet: Neue Fenster, Wäremdämmverbundsystem 14cm, Kellerdecke, Dachbodendecke dämmen.
Ebenso gibt es eine relativ große Gaube, die wir von innen dämmen wollen, wir sind bereits dabei!

Die Gaube ist 3,60m breit und 2,50 hoch (innen).
Wir haben nun 2 Mal 4x6cm Latten gekreuzt angebracht und dazwischen je 6cm Mineralwolle, insgesamt also 12cm.

Jetzt (!! Ja, leider erst jetzt!!) kommt mir die Frage nach einer Dampfbremse!
Brauchen wir eine Dampfbremse?

Der Raum ist 25m² groß und hat 5 bodentiefe Fenster an zwei Wänden.
Die sonstige Raumdecke wird vom Dachboden gedämmt.
Die Dachschrägen werden nicht gedämmt. Dort drin befinden sich 5cm Schilf und 5m Glaswolle von 1968.

Wenn ich die Dampfbremse -nur im Gaubenbereich steht sie zur Debatte!- weglasse, muss ich dann mit Nachteilen rechnen? Feuchtigkeitsschäden??

Wenn ich sie einbaue, kommt sie dann auf die Dämmung (also raumseits, Innenseite)?

Lohnt es, nur die Gaube mit Dampfbremse zu versehen, die eh schon winddicht ist/war und oben auf dem Dach übrigens Teerpappe hat!?

Wir haben kein Lüftungssystem installiert!

Für Antworten wäre ich sehr dankbar, da wir täglich weiter machen wollen. ;-)

Mein alter Herr, der mir das alles technisch ermöglicht, meint, wir könnten darauf verzichten, aber er hat von Dämmung keine Ahnung und keine Lust auf die zusätzliche Dampfbremse.



Dampfsperre in Gaube



Hallo,

gönnen Sie Ihrem Vater mal eine Urlaubsreise. Danach ist dann alles fertig und er kann es genießen.
1. Auch die Schrägen müssen gedämmt werden, wie , das müssen Sie sich vor Ort einfallen lassen.
2. Selbstverständlich brauchen Sie hier eine Dampfsperre, die außerdem sorgfältig zu dichten ist. Wie ich das sehe, muß sie seitlich an die Fensterfolie angeklebt werden. Weitere Anpreßhilfen sind Kompribänder und Dachlatten.

Noch ein Tip: Wenn Sie Ihren Beitrag unter "neue Frage stellen" ins Forum stellen, erhalten Sie mehr Resonanz.

Grüße vom Niederrhein



OSB-Ebenen



Sind OSB-Ebenen nicht als dampfdicht anzusehen?
Da müßte doch aus unserer Sicht die Dämmung außenseitig eingebracht werden und innenseitig kommt dann nur noch die Nutzebene. Ob Fermacell oder Lehmtrockenbauplatten oder eben "Gipskarton", dahingestellt.

Wie aus Ihrer Bilddokumentation zu erkennen ist, würden wir leider nicht vorgehen und die MiWo-Dämmung aus dieser Konstruktionsbeschaffenheit entfernen.
Bautelanschlüsse sind ebenfalls sehr kritisch zu betrachten und für die spätere Winddichtungsebene herzurichten.
Eben so, wie es unser Herr Beckmann bereits angerissen hat.
Leider ist hier nicht zu erwarten, dass man eine komplette baubetreuende Lösungsunterstützung abrufen kann, sondern nur gewisse Herangehensweisen erhält.
Die Ausführungsspezifiken können nur mit guten Fachhandwerkern am Objekt erarbeitet und umgesetzt werden (Baubetreuung bzw. -begleitung).

Nach nochmaligen Betrachten Ihres Bildes, kommt ein weiterer Aspekt hinzu.
Wenn die Winddichtungsebene aufgebracht ist, kommt eine Kreuzlattung auf diese Ebene, die dann wiederum die Endbeplankung aufnimmt. Gehen dann Ihre Fenster noch auf?

Viele viele Fragen.

Grüße Udo Mühle



Danke!



Hallo Herr Mühle,
hallo Herr Beckmann!
Vielen Dank für ihre schnellen Antworten und die Bilder!


Vielen Dank!
Gruß Kaaa



Danke! Und weitere Fragen



Hallo Herr Mühle,
hallo Herr Beckmann!
Vielen Dank für ihre schnellen Antworten und die Bilder!

Leider kann ich meinen Vater nicht in Urlaub schicken, weil es mein Bau ist und ohne ihn kaum was vorwärts geht, weil ich voll arbeite... ;-)

Herr Mühle, Sie schrieben, Sie würden die MiWo nicht nehmen. Was würden Sie stattdessen nehmen?

Je öfter ich mir Ihre Antwort durchlese, desto klarer wird mir, dass sie keine Antworten auf meine Fragen enthält.
Das muss ich hier leider so deutlich feststellen.

Sicherlich ist es nicht so einfach.
Daher bin ich ja auch hierher gekommen um mich schlauer zu lesen. Von Handwerkern hab ich mittlerweile eine Menge (kennen)gelernt.
Daher mach ichs, wenns irgendwie geht, auch lieber selbst.
Die Energieberaterin ist/war auch keine Hilfe...
Theoretikerin, Architektin.

Doch nun zum Bau:

Die Zwischenräume zwischen den Fenstern, wo man die OSB sieht, sind schon gedämmt.

Nach oben über den Fenstern ist genug Platz, keine Angst! Das sieht man auf dem Bild bloß nicht gut genug. ;-)

OSB hat auch die Funktion einer Dampfbremse? Hätte man also auch OSB unter dem Gipskarton verbauen können???
(und alle Nähte abkleben)

Die Dampfbremse käme in unserem Fall aber jetzt raumseits auf die MiWO drauf, oder?!
Zwischen Gipskarton und MiWo?!

Würden Sie bestimmte Produkte als Dampfbremse empfehlen?

Vielen Dank!!
Gruß Kaaa



@ Kaaa



Wir setzen größtenteils Holzweichfaserplatten ein (an der Dachgaube zu sehen), Winddichtungsebenen aus Paupapier von pro clima (auf deren Seiten sehr viel zu finden dazu!), Einblasdämmungen etc.

Wichtig für uns ist, dass die Lösungen am Objekt erarbeitet werden und nicht über ein Medium als eventuelle Schadensbegrenzung anzusehen sind.
Die meisten Fehler entstehen durch falsches Herangehen und überschnelle Aktionen. Sorry!

Eine vernünftige Lösung kann nur durch aktive vor-Ort-Beratung erfolgen und erarbeitet werden.

Helfende Grüße
Udo Mühle



Bitte einen anderen Thread eröffnen



@Kaaa

Hallo,

da Sie eine neue Frage in meinem Fragethread formuliert haben, bekomme ich ständig emails, dass eine neue Antwort in meinem Thread eingegangen ist, dabei geht es um Ihre Themen.
Es wäre ganz nett und hilfreich dem Rat von Dietmar Beckmann zu folgen.

Danke und gutes Gelingen!

M. Papadopoulos



Bitte einen anderen Thread eröffnen



@Kaaa

Hallo,

da Sie eine neue Frage in meinem Fragethread formuliert haben, bekomme ich ständig emails, dass eine neue Antwort in meinem Thread eingegangen ist, dabei geht es um Ihre Themen.
Es wäre ganz nett und hilfreich dem Rat von Dietmar Beckmann zu folgen.

Danke und gutes Gelingen!

M. Papadopoulos



ok



Hallo zusammen!
Danke für die hilfreichen Zuschriften! Werde "umziehen" in einen eigenen Faden!
Letzte Meldung hier also.
;-)
Gruß Kaaa