Einfluss Dachdeckung auf sommerliche Dachbodentemperatur

25.07.2013



Hallo,

die Dachneueindeckung in meiner kleinen Stadtvilla steht immer noch bevor.

Unlängst war ich auf dem Dachboden meiner ehemaligen Wohnung nachdem dort das Dach neu gedeckt wurde. Das Gebäude ist von Bauform und Alter (ca. 100 Jahre) mit meinem vergleichbar. Es war ein sommerlicher Tag mit leichtem Wind und auf dem Dachboden war es deutlich kühler als vor der Dachneudeckung.

Die alte Dachdeckung waren Betondachsteine, die sorgfältig verschmiert waren. Die neue Dachdeckung ist eine aufwändig verklebte Unterspannbahn und ein glatter Falz-Tondachziegel von Creaton.
Der Dachboden fühlte sich mindestens 5 Grad kühler an als früher und deutlich besser durchlüftet. Die Unterspannbahn wurde vom Wind leicht hin und her bewegt, so dass alles irgendwie in Bewegung erschien.

Mein Haus hat eine vermörtelte Bieberschwanz Doppeldeckung und der unbewohnte (das soll auch so bleiben) Dachboden ist zur Sommerzeit genau so unerträglich heiß, wie der Dachboden im vorherigen Wohnhaus vor der Neudeckung.

Eigentlich hatte ich eine Rauspund-Schalung als Unterdach geplant. Nun bin ich aber im Zweifel, ob die nicht zu einer deutlich höheren sommerlichen Dachbodentemperatur führt als nur eine Unterspannbahn.

Gruß Erwin



Dachboden



In Sommer heiß im Winter kalt - der Dachstuhl wird 100 Jahre alt!

Mein Haus hat mörtelverschmierte Doppelfalzziegel. Der Dachstuhl ist nun fast 60 Jahre alt und gut in Schuß. Im Sommer ist es unterm Dach heiß, im Winter kalt. Da fühlen sich auch Insekten nicht wohl. Eine Undichtigkeit fällt bei Begehung sofort von innen auf. Defekte Ziegel können auch von innen gewechselt werden.

Wollen sie den Insekten eine besseren Lebensraum bieten oder weshalb die Überlegungen?

Gruss Sascha





Bei meinem Dach ist leider Handlungsbedarf angesagt.

Die ca. aus den 30er oder 40er Jahren stammenden Industriebiber brechen zusehends, so dass schon einige gebrochene Ziegel vom Dach gerutscht sind.
Dann ist das Dach so hoch, dass man nicht eben mal auf eine Leiter steigt und an die Mansardbereiche kommt man auch nicht von innen heran. Teile des Dachstuhls sehen auch nicht mehr gut aus.

Mit der Variante, wieder eine vermörtelte Dachdeckung erstellen zu lassen, habe mich mich bisher nicht ernsthaft auseinandergesetzt, da das voraussichtlich nicht im Kostenrahmen bleiben wird, der mir vorschwebt.

Also läuft es auf eine moderne Dachdeckung hinaus und die ist zwangsläufig mit einer zweiten wasserabführenden Ebene verbunden.

Einen Biber will ich aus Kostengründen auch nicht wieder unbedingt machen. Glatte Falzziegel sind m.E. ein guter Kompromiss aus Optik und Kosten.

Von einem weniger warmen Dachboden verspreche im mir eine geringere Temperatur in den Wohnräumen des OG oder eine bessere Nutzbarkeit des Dachbodens für Hobbyarbeiten.
Wegen einer verbesserten Nutzbarkeit des Dachbodens wurde mir eine Rauspundschalung empfohlen.