Richtiger Klinker für Schwellbalken

Diskutiere Richtiger Klinker für Schwellbalken im Forum Keller & Fundament im Bereich - Guten Abend allen, Wir werden ab nächster Woche neue Sockelfundamente für eine Hausseite bekommen. Geplant war das Fundament wie im Bild anbei...
In Rücksprache mit meiner Frau haben wir uns jetzt gesagt, dass es bei dem in Post #36 gemachten Ausführungen bleiben kann. Der 1 cm genügt dann sicherlich in Zusammenspiel mit Kalk und Klinker. Zumal wir ja am Süden eh nicht so viel Wasser an der Wand haben.
An der Westseite müsste man sich das dann nochmal überlegen, wobei wir da noch überlegen müssen wegen offen lassen.
Der Denkmalschutz will Süd und Westseite identisch haben. Nur wenn wir am Süden unten den Bereich offen lassen, dann muss im Westen der untere Bereich auch offen bleiben. Da soll zwar ne Wandheizung rein, aber mit einer Lehmwand und vollem Wetterbeschlag ist das vielleicht nicht ganz optimal.
 
Die Firma hat uns die Auswahl ihres Lieferanten geschickt. Der Denkmalschutz war mit folgender Variante zufrieden, die wir auch nehmen würden als Normalklinker Olina.

Die Wasseraufnahme wird mit bis 10% beschrieben. Im Produkt PDF wird der Stein bzgl. Mörtelverbund als stark saugend beschrieben (siehe Bild).

Nur der Preis ist echt hoch finde ich. 364 Steine für 1200€. Wir würden die jetzt von der Firma bestellen lassen, weil das die Bedingung dafür ist, dass die die Rollbahn mit erstellen. Aber bekommt man vergleichbare Steine die man auch mischen kann, später auch woanders?
 

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Es gibt was neues. Ich hab jetzt die Mail mit den zu bestellenden Putzen bekommen.
Dazu folgende Formulierungen der Firma:
Zusammen mit dem Lieferanten wurde sich bzgl. Kalkmörtels unter der Fußschwelle ausgetauscht. Dazu kommen wohl ein historischer Werksteinmörtel ohne Zement sowie ein Trasskalkmörtel mit Zement in Betracht (Datenblätter als Link im Fettdruck).

Bezogen auf die Erstellung der Rollschicht heißt es: Dafür kann ein normaler Vormauermörtel VK01, abgestimmt auf das Saugverhalten des georderten Verblenders genommen werden.

Wobei ich nicht ganz verstehe was mit geordnetem Verblender gemeint ist. Der Vormauermörtel soll vermutlich zwischen Klinkerziegel und Betonfundament genommen werden bzw. zwischen den einzelnen Ziegeln, oder?
Ich bin mir nun doch nicht ganz sicher, ob man dort auch besser Kalkmörtel nutzt? Oder ist es egal, wenn der Zementmörtel unter und zwischen den Klinkern sitzt?
Sonst liest man ja auch immer, Kalktrassmörtel ist eher die Wahl bei mehr Belastung im Altbau? Aber der oben genannte ist ja auch mit Zement. Ganz schön kompliziert wieder bei eigentlich wenig Arbeit.

Was ist eure Meinung? Ich würde wohl dann doch eher zu der zementfreien Werksteinmörtelvariante tendieren. Oder spricht da was gegen? Ist zwar weniger belastbar, aber ein Fachwerk hat ja entsprechend weniger Gewicht wie es immer heißt.
 
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So... musste jetzt doch etwas schneller gehen. Nun hab ich mich in Rücksprache mit der Firma und dem Architektenbüro wie folgt entschieden: der Vormauermörtel kommt jetzt unter und zwischen die Klinkerrollbahn. Die wird am Montag schon mal erstellt. Der Betonsockel wurde diesen Montag gegossen und sieht im größten Zimmer wie folgt aus. Was mich verwundert ist, dass die keine Stahlbewehrung haben rechts überstehen lassen. Denn dort soll es weitergehen und nach etwa einem Meter gehts dann um die Ecke auf die Westseite.

Für unter die Schwelle wird dann - obwohl es jetzt keiner so richtig empfohlen hat - der historische Kalkmörtel genommen. Das Architektenbüro war scheinbar wegen der Tragfähigkeit besorgt und meinte, man sollte den Sockel ggf. als ganzes (also auch unter den Klinkern) mit zumindest Kalktrassmörtel auf Zementbasis erstellen. Da ich unbedingt jetzt eine 0-Zement unter der Schwelle Lösung haben wollte, hab ich die Firma dann gefragt, ob man nicht alles um den Klinker mit Kalkmörtel erstellen könnte. Da hieß es dann, dass würde zwar gehen, bräuchte aber ewig, da man alle Steine anfeuchten müsste und am Ende 2 Monate aufs trocknen warten müsste, bis der Kalkmörtel dann belastbar wäre.

Die Lösung mit dem Vormauermörtel zwischen und unter dem Klinker und dem hist. Kalkmörtel oben drauf war für die Firma soweit kein Problem. Auch bzgl. der Belastung geht das wohl, da diese dünne Schicht nicht so lange trocknen müsse.

Ich hoffe, dass diese Variante jetzt kein Fehler war. So weit reicht meine Baustoffkenntnis auch nach viel Infos aus Büchern und von hier nicht.

Soweit so gut. Mal sehen wie es dann aussieht, wenn das Haus wieder auf eigenen Beinen steht.
 

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