Wetterseite mit Holzverschalung - suche ein Bild

18.02.2012 Jan



Hallo Community,
vor ein paar Tagen habe ich ein Bild entdeckt von einem Fachwerkhaus, das an einer Seite eine neue Holzverschalung (ich meine mit Dämmung) bekommen hat. Die Farbe von der Verschalung etwa silbergrau.
Heute wollte ich das Bild weiterschicken und finde es nicht mehr. Kennt vielleicht jemand von euch das Bild (möglich, dass ich es hier im Forum gesehen habe) oder ein ähnliches?

Danke!



Hier, bitte...



...vermutlich ist es nicht das Bild was du suchst, aber ebenfalls Wetterseite, Schalung aus Lärche, hinterlüftet, aber mindestens 30 Jahre alt.

[pubimg 12734]

Funktioniert aber noch ;-)

Kannste auch gern weiterschicken.

An wen eigentlich??

Grüße
Martin



ganze Wetterseite



Genau, nicht was ich suche. Was ich suche war ein Haus, dessen komplette Seite verschalt wurde und mit einem silbergrauen Anstrich versehen worden ist. Auf dem Bild war die Wetterseite/Verschalung auch auf der rechten Seite.
Das ganze sah irgendwie NRW aus oder Umkreis.

Aber schonmal danke für das weitere Bild :-)
Immer her mit sowas. Ist immer gut fürs Bilderarchiv.



Noch keine 5 !!!



Hallelullja, es ist noch keine halb 5 morgens und ich habe das Bild bereits *hüstl* gefunden.

Kann denn auch einer ahnen, dass es in einem Artikel von der LBS-Seite alias Das HAUS steht. Hier der Artikel:

http://hausideen.haus.de/community/hausideen/schmuckstueck-abriss-kandidat-wird-denkmal.htm

@Martin: das Bild ist für eine Fachwerkhausbesitzeren, der ich versuche zu helfen ihr Haus zu retten, sofern es in meinen Kräften liegt (schlimme Geschichte). Eine Hausseite wurde bereits so verschlimmbessert durch einen möchtegern-Heimwerker, dass das Holz der Witterung nicht lange Stand halten wird (die neuen Holzverbindungen sind eine Regensammelstelle). Also bleibt nur, entweder alles neu machen ... oder Schalung drüber ;-)
Ist eh besser - ist Nordseite und Zweite Wetterseite.



Mach aber nicht den Fehler....



...die Schalung zu streichen. Insbesondere auf der Wetterseite wirst du dann in Zukunft "hinterher" Streichen müssen.

Ich würde sie "roh" belassen und grau werden lassen.
Das tut dem Schutz keinen Abbruch, spart aber Arbeit und ist optisch sicher ansprechender als eine Schalung mit abblätternder Farbe.

Grüße
Martin



fehler machen



Ich werd wahrscheinlich eben diesen Fehler machen und streichen. Das Ergebnis wird wahrscheinlich sein, dass zumindest im Unteren Bereich die Bretter recht schnell grün werden. Aktuell sind die "neuen" Gefache bei Regen alle durchfeuchtet und nach einem Jahr bereits Rasengrün. Das hängt teilweise aber auch wohl am Spritzwasser.

Aber einmal eine Frage zu unbehandelten Holz - ich hörte Weisstanne wäre da besser als Lärche weil die gleichmäßiger vergraut.

Und dann eine Frage zur Streichvariante - was nehme ich am besten für Farbe, dass ich möglichst lange etwas von der Farbe habe?

Un wie gesagt ist bei uns die 2te Wetterseite - die gegenüberliegende Seite ist die Originale, die ist aber trockener. Muss mit der Lage des Hauses zu tun haben. Und natürlich trocknet die Nordseite auch schlechter ab weil keine Sonne.





Hmmm,ich habe die Bilder von dem Haus noch im Kopf....warum möchtet ihr jetzt schon eine Holzverschalung anbringen,die einiges an Geld kosten wird,wo der Rest doch noch Vollbaustelle ist.
Macht den Giebel doch hinterlüftet mit Folie zu ,ich kenn die aktuelle Situation nicht ,aber im Kopf hab ich da jede Menge kaputte Ständer,Riegel,Streben ,da würde ich eher ansetzen.

Und warum möchtest du die Verschalung streichen,vorallem wenn du das selbst für einen Fehler hälst?

Grüße Martin



Kurz ......,



...nach der Fertigstellung!!
Giebelverschalung aus sägerauher Lärche und "roh"belassen.
Nur die oberen "Augen"müssen mal nochangepasst werden.



Holzfassade mit Farbe behandeln



Wenn Du auf die Holzfassade farblich lasieren willst, dann würde ich dafür die Holzlasur von Natural empfehlen. Sie besteht aus Naturölen, die in die Holfaser einziehen und dort aushärten. Z.T. ziehen auch die Farbpigmente mit ein. Zusätzlich halten Naturharze die Pigemente auch auf der Oberfläche.

Die Lasur blättert nicht ab - eher staubt sie ab. Ein Nachpflegen ist ohne Anschliff möglich.

Veralgung kannst Du mit und ohne Farbe erleben. Wenn Du Hobelware hast und die Holzlasur filmbildend aufgetragen wurde, dann können sich die Algen nicht so schnell ansetzen.

Weißtanne neigt eher zu Bläuepilz und hat nicht die Resistenz wie Lärche. Die natürliche Vergrauung kann heller sein, aber nur dann, wenn kein Anstrich erfolgt ist.

Die natürliche Vergrauung wird nicht überall gleichmäßig stattfinden. Es gibt auch die Möglichkeit, zuerst die ganze Fassade mit der Natural-Holzlasur im Farbton Silbergrau zu streichen und dann das Holz der Vergrauung zu überlassen.

Generell wird aber die Vergrauung nach einem Anstrich mit Naturharzöl (=Lasur von Natural) dunkler ausfallen als bei einem unbehandelten Holz.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Antworten



Mein "Problem" ist, dass gerade auch die ersten beiden Etagen verschalt werden müssen. Bei einer reinen Giebelverschalung würde ich das Holz wahrscheinlich auch nur mit schwarz pimentierter Leinölfirnes (oder was nimmt man da?) streichen. Dann sieht es Ortsüblich aus. Wird wahrscheinlich so bei der "anderen" Wetterseite gemacht (nicht wundern, bei uns wechselt der Wind häufig, so dass beide Giebelseiten bewittert werden, die Nordostseite sieht jedoch schlimmer aus).

@Martin: Eine naturbelassene Holzverschalung ist bei uns nicht ortsüblich. Das sieht nicht aus, vor allem, da das Haus in einem (Stift)-Esemble steht. Bei uns (Grenze Sauerland-Ruhrpott) werden Wetterseiten üblicherweise mit Schiefer verkleidet, oder (häufiger!) gemauert, oder mit Blech verkleidet (im letzten Jahrhundert seeeehr häufig, auch unseres - ist in den 80ern abgemacht worden. Seitdem fault das Holz extrem weg), oder das Haus bekommt eine ganz-Verschalung, üblicherweise in Kasettenform. Eine Holzverschalung in den "üblichen" ortsüblichen Farben bekomme ich bei der Denkmalbehörde durch, eine naturbelassene im Erdgeschoss nicht. Die hätten sowieso lieber KEINE Verschalung, egal ob das Holz in 5 Jahren wieder Faul ist - Hauptsache sieht wie in Fachwerk-Disneyland aus. :-(

@Ogi: Tolles Bild. Nur jetzt mal eine dumme Frage - wo bekomme ich solche Fenster her (die unteren)

@Frank: Wie sieht denn die Standzeit bei einer Holzlasur von Natural aus? Bekomme ich denn mit der Lasur eine Farbe hin wie bei dem Haus in "Noch keine 5"?
Was natürlich allgemein toll wäre, wäre eine Farbe, die man, einfach immer wieder überstreichen kann, wenn es Not tut, wie die schwedischen Schlammfarben.



Ortsüblich verschaltes Fachwerk



Hier einmal ein Bild von einem Ortsüblich verschalten Fachwerk. Früher wurde das hier mit Blechplatten gemacht (Mir ham die Walzwerke vor Ort), "modern" war dann sowas wie Eternit.
Irgendwann im letzten Jahrhundert wurde man romantisch und hat viel heruntergerissen und auf Sichtfachwerk gemacht. Seidem faulen die Häuser vor sich hin. Dazu dann noch die Gefache-Reperatur mit Bauhausmörtel.
Am besten sind die hässlichen Häuser in Schuss, wo man alles dran gelassen hat.



Naturharz Holzlasur in Grau



Hall Jan,

ich habe mal ein Foto beigelegt, dass uns unser Anwendungstechniker zur freien Verfügung überlassen hat.

Ein nötiges Nachpflegen hängt von vielen Umständen ab. Exposition des Hauses, Dachüberstand, Holzart, Holzoberfläche, Schichtdicke, etc. Z.B. erhöht der Endanstrich mit Natural-Wetterschutz den Pflegeintervall deutlich. Deshalb kann es da leider keine pauschalen Aussagen geben. Ich hatte auch schon Kunden, die nach acht Jahren völlig mit Ihrer Oberfläche zufrieden waren.

Unter normalen Umständen steigern sich die Intervalle. Z.B. erste Nachpflege in drei Jahren - die nächste dann in vier - die weitere in fünf, etc.

Gerne kann Dir nähere Infos schicken.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de





Solche Fenster bekommst vom Tischler/Fensterbauer deines Vertrauens. Hier im Forum gibt es einige fähige Handwerker die dies umsetzten können.
Die graue Umrandung an meinen Fenster ist nur ein Blendrahmen. Dieser Dient dazu,den Übergang zwischen Fachwerk und Fensterrahmen zu überdecken.
Ursprünglicher waren ja einmal Kastenfenster geplant. Aus finaziellen Gründen jedoch wurde diese Idee wieder verworfen.

VG

Frank



@Jan



Ob das, was auf deinem Bild zu sehen ist, wirklich das "ortsübliche" Erscheinungsbild von Fachwerkhäusern ist, vage ich irgendwie zu bezweifeln.

Findet das der Denkmalschutz bei euch auch "ortsüblich"?

So was gibt´s bei uns auch zu Hauf. Das sind aber die
Bausünden der 80´iger Jahre. Okay...wenn man so will ist das nun leider mittlerweile "ortsüblich".

Grüße
Martin



Ortsüblich



@Martin W.: Wie gesagt ist es bei uns chronologisch andersrum. In den 80ern hat man angefangen diese Verkleidungen abzureissen und alles Fachwerk sichtbar zu machen, sehr zum Nachteil des Holzes.
Auf den ältesten schwarzweiss-Fotos, die es hier in den Archiven der Stadt gibt, sind viele der nun-Sicht-Fachwerkhäusern "verblecht" oder halt mit Holz (Kasetten, als Steinimitat) verkleidet. Diese Konstruktionen waren hinterlüftet, funktionieren bis heute. Ob es schön ist, ist etwas anderes.
In den 80ern hat man dann angefangen statt dessen alles mit Dachpappe zu machen, was den Häusern in der Regel nicht so gut bekommen ist. Die hat sich natürlich bei Sonne sehr aufgeheizt, es hat sich Schwitzwasser gebildet, das konnte nicht entweichen. So ein Haus wollte ich auch mal kaufen, sollte 17.000 Euro kosten.

Hab mal im Online-Archive gestöbert, das Bild anbei ist das Fachwerk-Ensemble Im Stift (eines der Häuser existiert nicht mehr), muss so in den 40er/50er gewesen sein.

Was die Denkmalbehörde sagt ist nochmal was ganz anderes. Wie gesagt, dort hat man lieber Fachwerk-Disneyland, das den EINDRUCK von historisch macht, dabei es relativ egal, wieviel vom Originalbaustoff noch erhalten bleibt und ob die Zerstörung des Fachwerks (weil sichtbar), nur noch weiter vorranschreitet. Aber wenn man nachweisen kann, dass sich die Gestaltung an "historischer" Gestaltung orientiert, kann das die UD zumindest nicht so leicht ablehnen, auch wenn man es dort persönlich lieber anders hätte.

Aber um meine Aussagen zur historisch ortsüblichen Verschalung einzuschränken - je weiter du vom Ortkern und vom "gutbürgerlichen" weggehst, desto mehr war auch damals schon (so scheint es) das Fachwerk unverkleidet.

(Nachtrag: Und du hast nat. recht, denn ich habe etwas gemogelt, auf obigen Bild ist ja keine Blech-Verkleidung, die habe ich halt nur über Google nicht gefunden (scheint kein beliebtes Fotomotiv zu sein), aber es sah zumindest ähnlich aus. Aber hier mal ein Bild von echten FWHs mit echtem Blech)



Interessant!



Bei uns ist es tatsächlich eher anders herum.
Viele Häuser die auf historischen Fotos vom Ende des vorletzten oder Anfang des letzten Jahrhunderts fachwerksichtig zu sehen sind, sehen heute so aus wie das Haus auf deinem historischen Foto.

Kurios.

Grüße
Martin



Wetterschutz durch Holzverschalung



hier bauseits ausgeführt !
- schönste Grüße an Familie S. aus H. ;-)

die schönen Fenster dazu gibt's z.B. bei uns

Jürgen Kube
FensterEcke Brüggemann + Kube ZiMMEREi
www.fensterecke.minden.de