Statik gezogener Schornstein

01.09.2016 pelvis



Hallo zusammen!
Ich habe da ein Problem bzw. eine Frage, die mir mächtig unter dem Nagel brennt. Mein Haus (Bj 1892, Aussenwände Backstein massiv, innen Fachwerk)besitzt zwei gezogene Schornsteine. Einer davon ist mir seit Jahren ein Dorn im Auge, ich traue der Konstruktion nicht mehr so recht. Ein Dachdecker hat vor 3 Jahren schon mal mit etwas Konstruktionsvollholz dran rumgebastelt, aber das Ergebnis überzeugt nicht. Ursprünglich lag das Schornsteinmauerwerk auf zwei Baumstämmen, die an die gegenüberliegenden Sparren anliegen. Hat 125 Jahre gehalten, schlecht kann das wohl nicht sein und ist wohl hier in der Gegen auch übliche Bauweise aus der Zeit. Nun ist es so, dass sich da vor Jahren schon mal irgendwas verschoben haben muss. Der untere Teil des Schornsteins liegt nicht mehr auf den Stämmen an, sondern hängt sozusagen in der Luft. Wie kann das denn sein? Dazu muss ich sagen, dass vor ca. 20 Jahren ein Keramikrohr in den alten Schornstein gezogen wurde. Dazu kommt, dass die Fugen des Schornsteins hin sind. Die kann man mit dem Finger rausholen, sofern sichtbar, da der größte Teil des Schornsteins sehr dick mit Lehm beschlagen ist. Ich habe mal versucht, einige aussagekräftige Bilder zu machen. Was ist von der Sache zu halten? Was für Maßnahmen ggf. zu treffen? Was für eine Last liegt hier an, wie funktioniert hier die Statik? Ich muss da jetzt dringend ran, unter dem Schornstein liegen WOhnräume, und die Decke ist nicht aus Beton...ein Fachmann muss auf jeden Fall ran, aber zunächst rufe ich mal die Kompetenz dieses Forums ab. Danke schonmal für die Hilfe



Noch ein Foto



Frontansicht



Und noch ein Foto



Der erwähnte Spalt. Das Mauerwerk hängt in der Luft



Ein letztes Bild



Andere Seite



Fachleute zur Rate ziehen !!



Guten Morgen,
das sieht ja wirklich übel aus !

Als erstes: Was hängt an dem Schornstein? Gas/Öl-Heizung oder ein Festbrennstoffofen (Kaminofen)?

Ich würde zur Erst mit dem örtlichen Schornsteinfeger kontakt aufnehmen das er sich das mal ansieht. (Ich drücke dir die Daumen dass das nicht so eine Pfeife ist wie bei uns in der Region :()

Anschließend würde ich mir einen guten Maurer oder Abgasanlagenbauer suchen die können den ggfs. neu mauern oder abfangen. Unter umständen gibt es noch ganz andere Möglichkeiten dazu.

Viel Glück und halt uns auf dem laufenden !!



An dem Schornstein...



...hängen drei Holzöfen, unter anderem ein Specksteingrundofen, der die gesamte untere Etage heizt. Deswegen habe ich ein Interesse am Erhalt des Schornsteins. Mein Schornsteinfeger sagt nur "der überlebt uns alle noch", wahrscheinlich deswegen, weil er die Dinger tag ein, tag aus sieht und da recht abgestumpft ist. Morgen rufe ich mal eine Baufirma an, die hier bei uns in der Ecke auf Altbauten spezialisiert ist. Mal sehen was die sagen. Trotzdem würde mich mal die Statik bei der ganzen Sache interessieren, wer kennt sich da aus?



Wow



drei Öfen an einem Anschluss?

Naja bei den immer stärker werdenden Stürmen würde ich mir schon gedanken machen, ob ich ihn mit Holz oder irgend einer kontruktion abfangen würde. Glaube ich würde ihn neu hochmauern lassen. Das Dach scheint mir nicht ausgebaut zu sein. Würde ihn gerade hochmauern lassen und gut ist.
Ist aber selnstverständlich auch immer eine finanzielle Entscheidung.
Aber wenn das Teil bis in den Keller knallt wird es auch nicht billiger :D



Drei Öfen ja,



aber nicht an einem Anschluss. Im EG steht ein Specksteinofen und ein kleiner Holzofen, damit meine Frau das Wohnzimmer frauengerecht auf 35 Grad aufheizen kann, im 1.OG ein weiterer Ofen der die Zimmer dort heizt. Insgesamt drei Anschlüsse. Heute war übrigens ein Maurermeister da zur Begutachtung. Der sagt zur meiner Überraschung, dass der Schornstein zwar für den Laien ziemlich übel aussieht, aber von der Substanz her noch gut sei. Der wurde mal mit Lehm gemauert. Die Fugen würde er auch so belassen, da er sagt, dass alles was härter sei (also zemetärer Fugmörtel etc) dazu führen würde, dass es aufgrund der Unflexibilität des ggf. neuen Mörtels zu einer Lastverschiebung kommen würde. Der Lehmmörtel verteile die Last viel besser im ganzen Mauerwerk. Macht irgendwie Sinn. Die Schwundstellen will er nun ausmauern, damit der Schornstein wieder gleichmaßig aufliegt. Kommende Woche kommen noch zwei weitere Firmen, mal sehen was die sagen, ausserdem hab ich meinen Schornsteinfeger noch mal gebeten vorbeizukommen. Mal schaun.