Wohnung in Haus von 1906 renovieren / sanieren - ganz viele Fragen (Kalkputz, Silikatfarben, Dielenboden...)

29.04.2012



Nachdem ich bei meiner letzten Renovierungs-Aktion hier ganz tolle Tips bekommen habe, versuche ich es dieses Mal einfach wieder.

Diesmal geht es um eine Wohnung in einem Haus aus dem Jahr 1906, wieder in Berlin, nur anderer Bezirk.

Wieder ist einiges zu tun und wieder habe ich einige Fragen:

*** Fußböden ***

Es lag ein ganz gruselig-siffiger Teppich, darunter aufgespaxte Spanplatten.

Ich würde am liebsten die Dielen freilegen und abschleifen. Nur - die Spaxschrauben wehren sich standhaft gegen das Herausgeschraubtwerden. Ich habe schon extra einen perfekt passenden Schraubenzieher besorgt, hilft auch nicht wirklich.

Gibt es da irgendwelche Tricks?

Ohne zu wissen, was unter den Spanplatten ist, kann ich überhaupt nicht weiterplanen in Sachen Boden...

*** Wände ***

Die Tapete im Wohnzimmer löste sich sowieso schon fast von der Wand, also habe ich etwas nachgeholfen und sie abgezogen. Der Untergrund macht einen ganz passablen Eindruck, allerdings sind viele unverspachtelte Löcher an allen möglichen Ecken.

In den übrigen Räumen werde ich die Tapete auch noch beseitigen, allerdings handelt es sich hier teilweise um relativ frische, direkt auf den Putz geklebte Rauhfaser. Das wird also noch einiges an Arbeit geben...

Da der Mietvertrag ungefähr Taschenbuch-Format hat und etliche Seiten davon über Schimmel-Vermeidung sind (Möbel nur in der Zimmer-Mitte aufstellen und so...) würde ich gerne ganz dünn Kalkputz aufspachteln und darüber mit Silikatfarbe streichen. (Das mit dem dünn Spachteln hat meine Schwester in ihrem Wohnzimmer erfolgreich mit Rotband veranstaltet, nur möchte ich den wegen der Schimmel-Problematik nicht nehmen.)

Im Bad (modernes Fenster...) gibt es bereits eine Schimmelstelle unter dem Waschbecken, aber diese scheint auf einem Wasserschaden zu beruhen. Die Hausverwaltung hat mir zugesagt, dass diese noch vor meinem Einzug fachmännisch beseitigt werden wird.

Aber hier ist natürlich besonders auf Schimmel-Schutz zu achten.

Hierzu folgende Fragen:

* Womit verspachtele ich die vorhandenen Löcher?

* Was mache ich mit Rissen? (Gibt z.B. einen vom Türkwinkel zur Decke.)

* Wie finde ich heraus, ob ich die Wände vorher noch irgendwie grundieren sollte?

* Dass man vorwässern und ca. 1 Woche feucht halten sollte, ist bekannt, ebenso dass man nach dem ersten "Anziehen" filzen sollte. Aber wie merke ich den richtigen Zeitpunkt zum Filzen?

* Womit kann ich die offenen Stellen zwischen Fensterrahmen und Fensterlaibung spachteln, und zwar so dass sich keine Risse bilden?


*** Silikat-Farben ***

* Gibt es Rezepte zum Selber-Rühren? Ich konnte bisher keine finden, nur die Mischung von Kreidezeit. (Gibt es damit Erfahrungen?)

* Mit welchen Pigmenten kann man Silikat-Farben abtönen? Es gibt hier zum Glück einen netten Pigmente-Laden, in den ich es aber seit der Wohnungs-Zusage noch nicht geschafft habe, sonst hätte ich direkt dort nachgefragt.

* Wie sieht es mit der Reproduzierbarkeit der Farben aus? Aufbewahren kann man die fertige Mischung ja wohl nicht mehr als einige Tage. Was ist wenn ich beschließe, dass das angeschraubte Regal an dieser Stelle doch nicht so toll aussieht und etwas verspachteln und überstreichen muß? Darf ich dann die ganze Wand oder gar das ganze Zimmer neu streichen, damit es nicht auffällt?

* Dass man besonders gut abkleben muss und auf Schutzkleidung usw. achten, weil die Farbe stark alkalisch ist, habe ich schon gelesen. Wie bekommt man denn mit Silikatfarben präzise Kanten hin? Hält normales Kantenklebeband oder gibt das auf? (Ordinäres Kreppband wird ja schon von normaler Farbe unterlaufen...)


*** Küchendecke ***

An der Küchendecke klebten unsägliche Styroporplatten, die ich gerade dabei bin zu beseitigen. An einigen Stellen kommt der Kleber mitsamt oberster Putzschicht relativ widerstandslos herunter (die Platten hingen auch schon halb lose herum), an anderen hängen noch Kleberbatzen mit Styropor-Resten.

Unter den Platten kommt eine beige, leicht glänzende Schicht zum Vorschein, die nicht mehr allzu stabil scheint. (Foto folgt.)

* Wie bekomme ich den restlichen Kleber möglichst schnell und nervenschonend ab?

* Wie erziele ich eine glatte und wenig schimmelgefährdete Deckenoberfläche? Normal wäre die Lösung vermutlich Rigips drauf und beispachteln. Aber blüht dann nicht evtl. der Schimmel? (Die Küche hat ebenfalls ein neues Fenster...)


Das war's erst mal mit den Fragen.

Budget: ziemlich begrenzt.

Womanpower: es solte möglichst alles im 1-Frau-Freizeit-Betrieb zu bewerkstelligen sein. Mit handwerklich begabten HelferInnen sieht es schlecht aus im Bekanntenkreis und ich habe schon für den Umzug (Hausrat steht derzeit im Selfstorage) die Leute genügend strapaziert.

Vielen Dank im Voraus für alle sachdienlichen Tips, Tricks & Hinweise!



Schrauben



Die PGH Fußbodenbau hat im damaligen Karl-Marx-Stadt /Chemnitz die Schrauben mangels eines Schraubers auch eingeschlagen ! Da wirst Du wohl ein Problem haben !





Und dann drehen die sich nicht richtig wenn man sie wieder rausbekommen will?



Das ist...



...eine Mietwohnung.

Was Sie hier beschreiben, hat z.B. in Sachen Fußboden nicht ansatzweise etwas mit Mieteraktivitäten zu tun. Ich würde mit dem Vermieter klare Regelungen zur Kostenübernahme treffen; oder gar nicht erst einziehen. Momentan sind Ihre Verluste begrenzbar.

Was passiert z.B., wenn die Dielen unter den (formaldehydbelasteten?) Spanplatten nicht in einem schleifwürdigen Zustand sind?

Was passiert, wenn beim Deckenplattenentfernen dem bröseligen Putz die Lust abhandenkommt, weiter an der Decke rumzuhängen?

Silikat-Rezepte finden sich bei Kremer-Pigmente. Ob sich das selber mischen lohnt? Im übrigen helfen auch Silikatfarben nicht wirklich gegen Schimmel. Wenn eine Wand durch z.B. Kondenswasser feucht wird, schimmelts dort auch.

Grüße

Thomas



Ja, das ist eine Mietwohnung.



Und zwar eine solche, die trotz der aktuellen Lage auf dem Berliner Wohnungsmarkt noch bezahlbar ist.

Da ist dann schon eine gewisse Eigenleistung gefordert.

Wenn die Spanplatten nichts Brauchbares freigeben, kommen sie halt wieder drauf. Ich hebe *eine* davon ab und schaue was drunter ist.

Dann muss ich eben irgend einen Plan B entwickeln.

Und wenn der Putz nicht hält an der Küchendecke kommen eben doch Rigips-Platten drauf.

Irgendwas geht immer...


Für Berliner Verhältnisse ist der Zustand der Wohnung übrigens jetzt nicht soooooo ungewöhnlich.

Meine letzte Berliner Wohnung war auch nicht dramatisch harmloser - dafür damals halt noch 15 qm größer, deutlich besser geschnitten, dadurch Wohn- und Schlafzimmer ungefähr doppelt so groß wie in der aktuellen Wohnung und außerdem hatte ich noch eine "Kammer" mit Fenster, die ich als Arbeitszimmer nutzen konnte. Und die Miete war auch noch günstiger.

Aber so etwas ist heute leider nicht mehr zu bekommen und dazwischen lag eine Zeit des Exils in Süddeutschland. (Mit Wohnklo in der Platte, auch nicht wirklich besser...)



Mietwohnung



Hallo,
da stimme ich Herrn Böhme zu!
Die von Ihnen genannten Arbeiten sind definitiv nicht Mietersache!
Zunächst hat der Vermieter sich um den ordnungsgemäßen Zustand der Mietsache zu kümmern. Über den Mietvertrag kann er zwar sogenannte Schönheitsreparaturen auf den Mieter abwälzen (sofern die Klausel im Mietvertrag gültig ist und den Mieter nicht unangemessen benachteiligt), aber die genannten Arbeiten gehen wohl etwas darüber hinaus.
Eventuell haben Sie ja mit Ihrem Vermieter eine Vereinbarung getroffen, dass sie diese Arbeiten durchführen und dafür eine vergünstigte Miete zahlen. Aber auch hier wäre ich vorsichtig, denn wenn die Arbeiten nicht fachgerecht ausgeführt werden, dann kann der Vermieter Schadenssersatz fordern. Und wenn der Mietvertrag schon ein halbes Buch ist .....
Und gerade Altbauten bieten so manche (böse?) Überraschung, wenn man beginnt Böden oder Deckenverkleidungen zurückzubauen, da sollte man schon genau wissen was man tut.
Die dann eventuell auftretenden Schäden sind schon im Eigenheim ärgerlich und teuer, aber in einer Mietwohnung?!

Viel Glück

Gruß
Volker



Schrauben



Hallo nochmal,

nochwas zu den Schrauben:
Versuchst Du die mit der Hand rauszuschrauben?
Falls ja, besorg Dir einen halbwegs guten Akkuschrauber und einen sehr guten Bit. Damit geht´s besser, wenn die Schraubenköpfe nicht gerad extrem ausgenudelt sind.
Mit einem Schraubenzieher kommst Du da nicht weit.

Gruß
Volker





Ja, ich mußte händisch schrauben.

Der Akkuschrauber reißt nicht mehr allzu viel und liegt außerdem irgendwo ganz unten im Selfstorage verbuddelt.

Ich werde es jetzt mal ganz vorsichtig mit Bithalter und Bit in der Bohrmaschine probieren.



Wenn Sie...



Miete, Sanierungskosten in Material und Arbeitszeit, Nutzungsausfall der zu sanierenden Räume etc. zusammenzählen, sollte es auch für eine sanierte Wohnung reichen.

Den Fußboden würde ich jedenfalls nicht anfassen. Textil 'raus. 2mm Trittschallbahn verlegen, Laminat oder Fertigparkett nach erfolgreicher Jagd nach einem guten Sonderangebot einbauen, fertig. Vermieter bezahlen lassen.

Grüße

Thomas





Die Arbeitszeitrechnung wäre vielleicht realistisch, wenn ich hochbezahlte Freiberuflerin wäre. So aber kostet es mich nur Zeit und die Zeit würde mir sonst auch niemand bezahlen.

Eine sanierte Wohnung gleicher Größe wäre ungefähr doppelt so teuer - während ich die inverstierten Materialkosten in wenigen Monaten wieder drin habe.

Außerdem ist Dielen Abschleifen und nachbehandeln günstiger als ein halbwegs ordentliches Laminat.

(Mal ganz abgesehen davon, dass ich nicht unbedingt Fototapete auf Preßspan auf dem Boden haben, wenn ich auch Echtholz haben könnte.)



Tatsächlich?



Mit einem Klick habe ich Parkett für 14 EURO brutto gefunden. Das geht sicher noch billiger, und Laminat ist noch 'mal viel preiswerter. Nicht, daß ich letzteres sonderlich mag oder gar verlegen würde. Die Schönheit von Holzböden ist mir schon bewusst.

Wer aber wenig Geld hat, sollte damit haushalten und dazu gehört auch die Risikeninimierung. Wenn Ihr Dielenboden wirklich schleifbar sein sollte (was beim Baudatum ja wahrscheinlich ist, da damals Dielenstärken von 24mm aufwärts üblich waren), so entstehen doch nicht unerhebliche Kosten für Entsorgung, Miete, Schleifmaterial, Öl. Sie sollten aber zusätzlich davon ausgehen, daß breitere Fugen mit Leisten geschlossen werden müssen. Zusätzliche Zeit, weitere Geräte erforderlich.

Sicherlich ist auch in Berlin der Boden (Farbe und Wachs im üblich bunten Mix, Nägel müssen versenkt werden, kleinere Reparaturen am Dielenboden) von einer Firma aus der billigsten Hausmeisterecke nicht unter 24 EUR brutto zu schleifen, und nicht unter 8 EUR mehrfach zu Ölen, zzgl. Abriss, Entsorgung, Ausspanen auf Nachweis.

Geschätzt um 40 EUR brutto, und das wäre der Wert, den Sie realistischerweise ansetzen sollten, weil Sie sonst Ihre Arbeitsleistung dem Vermieter schenken. Vielleicht zieht Sie Ihr nächster Job in 12 Monaten wieder nach Süddeutschland - nehmen Sie die geschliffenen Dielen dann mit?

Nun, wie auch immer. Es gibt halt verschiedene Betrachtungsweisen. Ich bin selbst einerseits Vermieter, andererseits Holzfußbodenspezialist. Mit meinen Mietern würde ich jedenfalls so nicht verfahren.

Gutes Gelingen wünscht

Thomas





Beim nächsten Job würde ich nicht wieder komplett nach Süddeutschland ziehen, sondern Wochenend-pendeln. Dauerhaft Provinz bekommt mir einfach nicht gut, das habe ich empirisch ermittelt... ;-)

Daher hoffe ich, auch länger etwas von meinem hoffentlich bald wieder naturhölzernen Boden zu haben.

Darüber, was meine Arbeitsleistung dem Vermieter spart, denke ich erst gar nicht nach.

Ich brauche eine Wohnung, ich möchte mich darin möglichst wohl fühlen und ich habe nur ein begrenztes monatliches Budget.

Ergo muß ich meine Arbeitskraft einbringen. Aber das ist schon in Ordnung, da habe ich kein Problem mit.



Zur Putzgeschichte:



Kalkputz wird da nicht das ideale Mittel sein, der bietet sich eher für richtige Löcher an. Zum Glätten sollte man denke ich Kalkglätte nehmen, die kann man wirklich spachteln, ähnlich wie die ewige Gipsspachtelmasse.

Ebenso würde ich mit der Küchendecke vorgehen - Kleberreste notfalls mitsamt Feinputz abstoßen und dann ganze Decke überglätten.

Der Boden... tja. Verschraubte Spanplatten sind was ganz ekelhaftes, aber solange die Köpfe noch zugänglich sind ist die Sache nicht ganz so schlimm. Bei meinem letzten Patienten war der Teppich so verklebt, dass die Schraubenköpfe nicht mehr zu orten waren, geschweige denn die Schlitze zugänglich. Letzten Endes haben wir die Platten mit zwei Kuhfüßen und einem 2m-Stück dreiviertelzölligem Stahlrohr (vor 10 Jahren hier bei der Gasinstallation übergeblieben) beseitigt, das hat die Schrauben durch die Spanplatten gezogen und wir konnten sie dann mit einer Zange drehen. Manche sind leider abgebrochen.

Prinzipiell halte ich eine Bohrmaschine mit Drehzahlregelung für diesen Zweck für durchaus geeignet, würde ich also versuchen. Ich hab letztens einen ganzen Dielenboden mit der Bohrmaschine geschraubt.



Kalkglätte?



Ok, dann werde ich versuchen, dass ich die hier irgendwo auftreibe. Bisher hab ich die nur bei Kreidezeit gefunden.

Ich vermute aber zum Verspachteln der Löcher brauche ich trotzdem etwas Anderes?

Die Bohrmaschine hat Drehzahlregelung, ist was halbwegs Brauchbares von Metabo, von meinem Vater geerbt.



Noch mal Kalkglätte (Wasserkalk / Luftkalk)



Hab bei Amazon eine gefunden, die hauptsächlich aus Luftkalk besteht: http://www.amazon.de/Kalk-Gl%C3%A4tte-naturwei%C3%9F-5kg/dp/B004S6GV46/ref=sr_1_5?ie=UTF8&qid=1335796708&sr=8-5

Nun hab ich aber auf einer schlauen Seite im Web gelesen, dass Luftkalk für Kalkputz und Kalkfarben nicht das Beste ist, weil das gerne mal nicht lange hält. Wasserkalk wäre viel besser.

Wie sind da die Erfahrungswerte hier im Forum?



Meine Erinnerung:



für Putz sollte Luftkalk unproblematisch sein, nur für Farbe ist er wegen der Gefahr des Abkreidens nicht geeignet. Kann aber sein, dass ich da auch nur Sackware und Sumpfkalk verwechsle.

Frage am Rande... Heimwerkerinnen mag es in Berlin viele geben, aber hast du bei deiner letzten Renovierung einiges in de.rec.heimwerken geschrieben? Wenn ja kennen wir uns von dort :-)



Luftkalk / d.r.h



Danke für die Info!

(Und in Sachen d.r.h bekenne ich mich schuldig... ;o)

Hab diesmal ja auch ein paar Einzelfragen ausgekoppelt, aber mit Thunderbird als Newsreader macht es echt keinen Spass...)



Grade



gesehen und mich beteiligt :-D
Thunderbird hab ich kurz ausprobiert, aber irgendwie keine Vorteile gegenüber Google Groups gesehen - bekenne mich schuldig *ggg*

Manche Diskussionen dort lassen mich aber regelmäßig wieder überlegen, ob ich dem ganzen Zirkus nicht den Rücken kehren soll. Aber Leute, die Einbildung mit voller Überzeugung als alleinseligmachende Wahrheit verkaufen und beleidigend werden, wenn sie nicht von allen gehuldigt werden, gibt es wohl fast überall.



OT: Usenet



Naja, im Usenet bin ich seit 1993 und ich habe so einiges mit den dort Aktiven erlebt. Von daher will ich dem Ganzen nicht so ganz so komplett den Rücken kehren.

Gutes Filtern und selektives Lesen tut allerdings absolut Not...


Nachtrag: Ah, ok, jetzt habe ich auch die Usenet-Antwort gefunden und zugeordnet... ;o)



an die Frager:



Herr Winter: eingschlagene Schrauben dürften zu 50% krumm werden - keine Chance für einen Schrauber !

Das Foto ist nicht deulich genug Kreuz- oder Schlitzschraube ? Bei letzterer wird es bei der Handarbeit bleiben - viel Spaß und hoffentlich keine Sehnenscheidenentzündung :-))



Es ist Kreuzschlitz



Hilft aber trotzdem nix...

Krumm könnte jedenfalls die Erklärung sein.

(Und nein, ich lasse mich nicht umoperieren...)



Ach



sowas kommt bei schriftlicher Kommunikation halt vor. Mir ist letztens auch erst wieder eine Mail mit "Liebe Frau Bartuska" ins Haus geflattert... ich habe die Absenderin höflich aber bestimmt korrigiert. Ich verpasse nicht so gerne Uni-Betreuern einen Riesenschreck wenn die eine Frau erwarten und dann steht da ein 1,90-Kerl mit Vollbart :-)



Was



wer will sich umoperieren lassen ???????????



@Olaf aus Sachsen: Wer sich umoperieren lassen will?



Na ich nicht - und schon gar nicht damit das mit dem "Herr Winter" paßt... ;o)



Update



An einer anderen Platte ist es mir gelungen, alle Schrauben zu entfernen. (Die wollte ich eigentlich nicht nehmen, weil sie erstens eine der größeren ist und zweitens in der Ecke, wo der Ofen war, also mutmaßlich in der einen Ecke erst mal Beton drunter.)

Allerdings ließ sich die Spanplatte noch nicht widerstandslos abheben - und alle Versuche, den Widerstand zu brechen, musste ich erst einmal einstellen, da es an einem Sonntag war und ein Nachbar freundlich an die Tür klopfte...

Ich hoffe nur die Spanplatten sind nicht auch noch zusätzlich verklebt...

An den Seiten sind die Platten an den Randleisten mit etwas befestigt, das mein Vater vermutlich als "dauerelastischen Kitt" bezeichnet hätte. Das habe ich schon mit dem Cutter entfernt.

Ich hoffe mal, die Aktion lohnt sich und darunter finden sich brauchbare Dielen...



Ich



wünsch dir, dass es dir besser geht wie mir beim letzten derartigen Projekt!

Da waren die Dielen unter den Spanplatten um locker 5mm aufgewölbt, hatten 30er-Borhlöcher, durch die jemand als Knarr-Verhütung Bauschaum injiziert hat und die Fugen waren teilweise so, dass die Feder aus der Nut gezogen war. Außerdem war die eine oder andere abgebrochene Schraube drin. Die Erneuerung war fix geplant, als der Bewohner (guter Freund) plötzlich einen Rappel gekriegt und Laminat verlegt hat, weils doch billiger und schneller war. Nach dem Anblick des Resultats hab ich mir endgültig geschworen, NIE wieder Laminat zu verlegen, selbst wenn mich jemand auf Knien drum bittet. Das Zeug war an allen Ecken und Enden abgesplittert, da war ein Schiefer Blick ausreichend und das hat sich zerlegt! Das kann ja unmöglich dauerhaft halten!



Laminat



Wäre bei mir wirklich nur die allerallerletzte Lösung.



Für mich



wäre Laminat inzwischen eigentlich gar keine Lösung mehr. Vorher lebe ich einige Zeit mit einem wie auch immer gearteten Rohboden und spare auf Parkett. Was hab ich von einem Boden, der nur 7 Euro pro Quadratmeter kostet, der aber in 5 Jahren im Eimer ist, so dass ich ihn mit viel Aufwand (ganzes Zimmer ausräumen) erneuern kann?



Parkett



würde ich in einer Mietwohnung nicht unbedingt auf meine Kosten legen.

Außer ich bekäme die Kosten vom Vermieter ersetzt oder irgend eine sonstwie geartete Gegenleistung.



Hm,



das wäre bei mir wohl von der geplanten Wohndauer und Art des Mietvertrags abhängig. Und von den Nachbarn, die einen direkten Einfluss auf 1) haben können ;-)

Wenn du unter dir einen Idioten hast, der wegen Trittschall beim normalen Gehen(!) mit der Polizei und wahlweise körperlicher Gewalt droht überlegst du dir Investitionen wohl auch gründlicher...

An sich war mein Gedanke bei Parkett aber sowieso an das günstigste 15-Euro-Eichenfertigparkett, da ist der Unterschied zu Laminat nicht so groß.



Unter mir



wohnt demnächst ein netter älterer Herr, der aber angeblich etwas geräuschempfindlich ist.

Wer am Sonntag vor der Tür stand war aber trotzdem der Nachbar von oben und nicht der ältere Herr von unten.

Kann also sonntags nur noch Sachen ohne jegliche Geräuschentwicklung machen beim Renovieren... :-/



Tja



gibts leider. Wir hatten schonmal Besuch aus dem Nachbarhaus, weil sich die einen Stock höher dort durch Geräusche belästigt gesehen haben. Hat ihnen nichts geholfen, unseren Informationen nach ist nur die Arbeit mit Maschinen verboten, Handarbeit aber auch am Sonntag zu akzeptieren. Und wir haben nunmal händisch gestemmt... die sind dann bald ausgezogen und durch kompatiblere Mieter ersetzt worden. Deren Tochter hat sich irgendwann mal beschwert, wieso wir nicht mehr im angrenzenden Zimmer Gitarre spielen, das hätte ihr so gefallen. So macht Wohnen Spaß *ggg*



Das mit den Lärmschutz-Bestimmungen



ist überall anders geregelt.

Die Unterscheidung händisch verursachter / maschinell verursachter Lärm scheint mir aber eine alpenländische Besonderheit zu sein.

In .de ist es jedenfalls so, dass Profis auch ohne Mittagsruhe usw. lärmen dürfen. Ich hatte mal mehrere Monate lang das zweifelhafte Vergügen einer Totalsanierung der Nachbarwohnung. Und auf Arbeit haben sie direkt neben meinem Büro Deckendurchbrüche etc. veranstaltet. *Das* war ein Spass...

Jedenfalls dachte ich bei der Wohnung halt na gut, halte ich mich an die Ruhezeiten, die in der Hausordnung vorgesehen sind (vor 7, zwischen 13 und 15 und nach 22h), aber wenn ich sonntags was mache wird doch wohl hoffentlich vor Einzug jeder Verständnis für haben.

Tja, von wegen...



Die



Aussage mit dem Unterschied stammt von meinem Onkel, Haus-Miteigentümer und Hausverwalter, keine Ahnung wie weit die auf Tatsachen beruht. Auf jeden Fall gab es zumindest von Eigentümerseite eine geschlossene Front gegen die lärmempfindlichen Nachbarn :-)

Die Unterscheidung zwischen Firmen und Privatpersonen gibt es hier aber anscheinend auch, Firmen sollen von Mo-So 6-22 Uhr werkeln dürfen.



Ohje...



Gestern hat sich der "freundliche" Nachbar von oben wieder beschwert.

Und zwar als ich nur die widerspenstigen Tapeten in der Küche mit einer Stachelwalze behandelt habe, damit ich sie später leichter entfernen kann. Kein Bohren, Hämmer, E-Schleifen o.ä.

Samstag, nicht Sonntag. Und deutlich vor 22h.

Das war ein cholerischer Anfall der Sonderklasse. Ich solle mir gefälligst frei nehmen um zu renovieren und am WE wolle er seine Ruhe haben.

Dass Freinehmen in meinem aktuellen Job absolut nicht geht und dass Samstag ein regulärer Werktag ist, Renovieren erlaubt und nun einmal gezwungenermaßen mit Geräuschentwicklung verbunden - all das war dem Herrn nicht begreiflich zu machen.

Ich hätte nächste Woche meine erste Abmahnung und er habe mich bereits jetzt "auf dem Kieker".

Das kann heiß werden, es ist nämlich noch einiges zu tun, auch deutlich lautere Sachen... :-/

In Sachen Fußboden ist die Sache so, dass die Platte sich anheben läßt (von der Ecke aus), aber mit Nut & Feder so fest hängt, daß ich sie noch nicht herausbekommen habe. Rausschieben geht leider nicht - oder nur wenn ich auch die alten Fußleisten herausmachen würde. (Habe bisher nur die neuen entfernt, die in der Ecke wo der Ofen stand waren. Die paßten sowieso nicht so richtig. Die Fußleisten (alt und neu) liegen halb unter, halb über den Spanplatten.)



Ach



du Schande, das erinnert schon verdächtig an unseren meister Dachschaden in Meidling! Bei dem Choleriker ist eigentlich bloß die Hoffnung, dass ihn irgendwann der Schlag trifft... aber bis jetzt gilt wohl "Unkraut vergeht nicht".

Mein allerherzlichstes Beileid zu solchen Nachbarn! Der ruft wahrscheinlich noch wegen unerträglicher Lärmentwicklung die Polizei, wenn Montag 9:30 in deiner Wohnung ein Floh hustet.

Zum Fußbodenproblem: dann hilft wohl nur, mindestens eine ganze Plattenreihe abzunehmen oder Gewalt anzuwenden. Wäre nicht der Spezialist oben, dann würde ich eine Tauchsäge empfehlen, sofern die Dicke der Spanplatten bekannt ist.

Ansonsten erinnere eich nochmals an unsere Methode :-) 2 Kuhfüße und 2m zölliges Gasrohr (noch aus der Zeit, wo in Wien Gasleitungen exklusiv Stahlrohr waren, geschraubt oder geschweißt, inzwischen sind die ziemlich von verpresstem Edelstahl abgelöst). Ist aber alleine praktisch unmöglich, da braucht man mindestens 2 Mann/Frau.

Wenn du vor skurrilen Typen nicht zurückschreckst, kann ich dir eventuell einen handwerklich geschickten Bekannten in Köpenick vermitteln ;-) (vorausgesetzt der hat momentan Zeit).



Nageleisen / Kuhfuß



... war schon beim Anheben beteiligt.

Aber halt nur in kleiner Version und in 1-Frau-Bedienung.

Ich hatte auch versucht, Winkel unter die Platten zu bringen und dann mit Spanngurten durch die Löcher in den Winkeln und dann kräftig ziehen. Brachte auch nicht mehr als eine leichte Lockerung, dann sprangen die Winkel ab.

Im Moment tendiere ich dazu, die Ecke, in der der Ofen war, irgendwie zu zerlegen (da ist IDR sowieso nur Beton drunter) und dann von dort aus weiterzuarbeiten.

War übrigens ein niedriger Ofen, die verspachtelte Ofenrohr-Öffnung ist in ca. 1,30 m Höhe. Keine Ahnung, wie sich so etwas in Länge und Breite dann dimensioniert - bei einem Berliner Grundofen hätte ich ja eine ungefähre Vorstellung.

Naja, mal ganz vorsichtig in der Ecke anfangen. Evtl. auch mit Hilfe einer Säge.

Beschweren wird sich der freundliche Herr von oben sowieso, egal was ich wie mache.



Hmmm, ich hab da grad so eine Vision...



... mal schauen ob sich das realisieren läßt.

Schraubzwingen dran, leicht schräg, damit ich sie eingefädelt bekomme. Dadurch dann Gurte - und dann gibts ihm.

Könnte klappen.

(Aber geht erst am Montag, da habe ich zum Glück frei. Wer weiß - evtl. der Nachbar auch... )



Tja



zu zweit arbeiten war da enorm praktisch. Einer hat die Platte leicht angehoben und der zweite dann sofort nachgesetzt, so dass sich die Platte immer weiter gehoben hat. Alleine könnte man eventuell mit Klötzen oder Keilen arbeiten, damit die Platte nicht wieder absackt.

Zum Ofen: ich hab auch schon realtiv niedrige Kachelöfen gesehen, keine Grundöfen im klassischen Sinn, aber zum Transportieren am Stück immer noch verdammt schwer. Das Exemplar, an das ich mich erinnere, war ca. 60cm breit, vielleicht 40cm tief und 1,20 hoch.

Zu netten Nachbarn: ich hab gestern der Mutter von einem Freund geholfen, in deren Eigentumswohnung zu renovieren. Dort hat eine Nachbarin durch die geschlossene Tür mit der Polizei gedroht, weil einer unter Flüchen Küchenmöbel in den 3. Stock getragen hat. Samstag gegen 19 Uhr.



Vielleicht...



... sollten diese Leute einfach zusammen in eine eigene Siedlung ziehen?



Das



klingt allerdings nach einer genialen Idee!

Die richtige Lärmentwicklung kommt bei uns erst noch... wir müssen bei sämtlichen Schaltern und Steckdosen die UP-Dosen aus der Wand klopfen, die sind noch aus Blech und entsprechen nicht mehr aktuellen Vorschriften, im Bad sollen Fliesen samt 3cm Dickbettmörtel von der Wand und vom Boden usw.. Die Küchenfliesen sind schon runter, da muss "nur" mehr verputzt und neu verfliest werden. Das WC hatte nie Fliesen sondern am Boden lose aufgelegten PVC-Belag und an den Wänden altrosa PVC-Fliesen (sah auf den ersten Blick aus wie richtige Fliesen, war aber PVC, dünn wie ein Bodenbelag).



Aktueller Stand von gestern:



Keine cholerischen Ausbrüche von irgendwelchen Nachbarn, Küchentapete zu 2/3 runter, Schraubzwinge an der Spanplatte hat gehalten und war mit Gurt durch zum Ziehen zu verwenden - Spanplatte wippte nur freundlich und ansonsten passierte nix.

Jetzt geh ich mal mit der Säge ran, und zwar da wo der Ofen war. Hatte bloß keine passende da.

Ach, und Kalkglätte von Kreidezeit gibts in Wohnungsnähe zu kaufen - das würde aber eine Luxus-Sanierung bei den Preisen und der angegebenen Reichweite. Muß also schauen daß ich etwas Ähnliches nachgebaut bekomme für weniger Geld.

Die vorgesehenen Farben für Bad und Küche sind mit reinen Silikatfarben wohl nicht machbar, maximal mit Silikatdispersion. Da muß ich noch schauen was ich mache.