Hausschwamm




Hallöchen, hoffe ihr habt einen Rat!Wir wohnen zur Miete in einem Mehrfamilienhaus.(saniert vor 1,5 Jahren,allerdings nicht durch Firmen, sondern Kumpel in Freizeit) Der Keller ist feucht und seid August 2012 mit echtem Hausschwamm befallen.( Befreundeter Gutachter bestätigte dies). Unser Vermieter hat den Schwamm bisher nicht gemeldet (wohnen in Sachsen-daher meldepflicht) hat auch keine Firma beauftragt oder Sachverständigen hinzugezogen, sondern kommt ab und zu mit ner Sprühflasche Kobasal M vorbei (wenn wir neuen Befall sehen) und behandelt ab und zu die sichtbare Stelle. Die Kellerräume sind mit Holzlatten verkleidet, welches er nur Lattenweise entfernt,an der Stelle wo Schwamm auftaucht. Bin mitlerweile am Ende mit meinen Nerven um zu betteln, das er endlich was unternimmt. Ich habe sogar alles Wissenswerte zum Hausschwamm ausgedruckt, markiert und ihm mitgegeben. Keine Reaktion. Keine Ahnung wie weit der Schwamm im Mauerwerk sitzt, aber in einem Kellerraum ist noch alte Holzdecke vorhanden, die sehr zerstört aussieht und in den Ritzen zwischen den Balken sieht man Schwamm und Fruchtkörper. Unsere Wohnung liegt darüber. Wie sollten wir uns nun verhalten???? Wir dh. Hausgemeinschaft wollen nun selbst das Bauamt informieren, in der Hoffnung das Haus zu retten. Aber zwingt das Bauamt dann wirklich unseren Vermieter fachgerecht zu sanieren? Was sollen/können wir noch tun?

MfG



Kopf im Sand



Hallo Anke
Ich bin ja froh, dass wenigstens Sachsen und Thüringen noch die Meldepflicht haben, denn genau aus solchen Gründen macht dies auch Sinn.
Wenn der Echte Hausschwamm schon in der Holzbalkendecke sitzt, was ja ein wichtiges tragendes Bauteil darstellt, so ist hier eine Gefahr für Leib und Leben gegeben. Daher dringend den Befall melden und auf die drohenden Gefahren hinweisen. Der Bauherr riskiert hier nicht nur seinen Besitz, sondern gefährdet auch die Gesundheit seiner Mieter mit den entsprechenden rechtlichen Folgen

Grüße

L. Parisek



Bauordnungsamt und Hausschwamm



Hallo.

Wenn Gefahr im Verzug ist, ist die Bauaufsichtsbehörde/Bauordnungsamt (früher auch Baupolizei genannt) zuständig. Diese kann bei Gefahr für Leib und Leben eine Sperrung der betroffenen Wohnflächen oder auch eine Notsicherung anordnen. Eine verfaulte Holzbalkendecke wird hier sicher Anlass dazu geben. Eine fachgerechte Sanierung kann aber nicht erzwungen werden.

Ich empfehle Ihnen den Gang zum Bauordnungsamt, auch wenn dies mit Nutzungseinschränkungen für Ihre Wohnung verbunden sein kann. Daraus würden aber auch geringere Mieteinkünfte für den Eigentümer resultieren. Evtl. kann dies den Vermieter zur Einsicht "zwingen".

Denn eins ist klar: die Schäden an seinem Haus, und damit die Kosten für die notwendige Sanierung steigen von Woche zu Woche.

Grüße aus Braunschweig
Boris Blenn

PS: Wie Sie schon richtig vermuteten, ist das Einspritzen des Luftmycels mit Schwammsperrmittel nur kosmetischer Natur und hindert den Echten Hausschwamm nicht wirklich an der weiteren Ausbreitung.



Parallel...



zu den empfohlenen Maßnahmen würde ich nach einer neuen Wohnung suchen. Ein Befall tragender Bauteile ist nicht mit Skalpell und Sprühflasche machbar. Unter bestimmten Bedingungen können Sie fristlos kündigen, und dem Vermieter einige Ihrer zusätzlichen Kosten übertragen.

Grüße

Thomas



Wechsel der Wohnung steht an.



Wir wissen zwar nicht, wo Ihr da in Sachsen zur Miete seid und wie schwer es in Eurer Gegend ist, eine neue Wohnung zu finden. Aber die konkrete Suche nach einer Wohnung würde ich beginnen. Es macht auf Dauer keinen Sinn. Wenn ein Vermieter so unverantwortlich mit seinem Eigentum umgeht, dann ist auf Dauer keine Besserung zu erwarten. Das mit dem Hausschwamm ist das nun offensichtliche Problem. Es werden weitere kommen.

Also lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Bei dem nächsten Mietobjekt nicht nur die Wohnung, sondern auch den Vermieter genauer anschauen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Es gibt...



...wohl eine Gewissheit in Sachen Hausschwamm: Es sieht fast immer viel harmloser aus, als sich der Befall dann bei genauerer Betrachtung darstellt.

Unlängst erst habe ich in einem Freilichtmuseum an einem Türrahmen gekratzt, der im Bodenansatz etwas aufgeworfenen, rissigen Lack zeigte. Das "Kratzen" zeigte in der Konsequenz eine Tür, die fast von allein aus den Angeln brach, weil der gesamte Türrahmen der Bandseite massiv schwammbefallen war, hinter intaktem Lack wohlgemerkt. Noch in Brusthöhe habe ich mit dem Schraubenzieher einfach durchgestochen.

Grüße

Thomas



War die Museumsleitung...



... danach dankbar oder verärgert?





Hallo Anke,
beherzigen Sie die o.g. Hinweise, um Leib und Leben zu schützen.
So weit sollte es nicht kommen:
http://community.fachwerk.de/index.cfm/ly/1/0/image/a/showPicture/9362$.cfm

Bernd Kibies



Die Museumsleitung...



...hat erfreulicherweise zwischen Boten und Botschaft trennen können. Wir arbeiten weiter zusammen...

Grüße

Thomas



Vielen Dank schon mal



für die schnellen Antworten. Bauordnungsamt haben wir heute informiert,nun warten wir auf einen Termin zur Besichtigung. Schau mich schon nach einer anderen Wohnung um, allerdings ist dies eine begehehrte Lage und Wohnraum dünn. Ich kann auch nicht nachvollziehen warum er nichts unternimmt. Aber so geht er mit allen Problemen um. Unsere Wohnungseingangstür wurde falsch eingebaut.Der Rahmen ist größer wie das Türblatt (Spalt von ca 3cm) und es zieht rein. Nachdem mehrmals "rumgebastelt" wurde, ist am Scharnier das Türblatt rausgebrochen und der Rahmen gerissen.Aber es gibt keine neue Tür ,sondern jetzt wird eine erhöhte Schwelle eingebaut um die Tür dicht zu bekommen. Das ist nur ein Beispiel wie unser Vermieter arbeitet. Aber der Schwamm ist halt jetzt das größte Problem. Schade um das Haus.

Grüße aus Zwickau-Oberplanitz



Zum



Bild von Bernd: jjjaaaa, so in etwa sieht das vor meinem geistigen Auge auch aus, was sich da anbahnt! Ehrlich gesagt ist der Balken auf dem Foto in einem derartigen Zustand, dass ich persönlich die Wohnung nicht mehr betreten würde.



Mietzahlung einstellen.



Hallo Anke,

meistens geht es den Eigentümern um ihre Geldbörse.
Wenn Mieter unter Verweis auf die Gesundheits- und Sicherheitsgefährdung die Zahlung einstellen, kommt Bewegung in die Sache. Parallel bei der Kommune oder dem Landkreis vorstellig werden oder den Mieterschutzbund einschalten.

LG



immer noch nicht besser :(



Fortsetzung folgt:
-Bauordnungsamt informiert.....noch nichts neues
-Decke im 2.Kinderzimmer muss komp. raus
-folglich Sperrung des Zimmers
-soll jetzt im Jan. erfolgen......ich glaub noch nicht dran
-Holz in der Decke sieht original aus wie das Foto von Mutabor
-wir kürzen Miete um 15% (vom Mieterschutzbund festgelegt)
-Vermieter zahlt Guthaben unserer Betriebskostenabrechnung nicht aus ,da wir Miete kürzen
-noch keine neue Wohnung in Sicht ,aber wir bleiben dran



Bei der nächsten Wohnung ...



... nicht nur die Wohnung, sondern auch den Vermieter genau ansehen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Das grenzt an...



Körperverletzung.

Hallo Anke,

Der Umgang Eures Vermieters mit Sicherheit und Gesundheit seiner Mieter (apropos: ist das Kinderzimmer auch für die Benutzung in der Wohnung darüber gesperrt?) spottet jeder Beschreibung.
Die Miete würde ich (nach Info des Vermieters und ordnungsgemäßer Fristsetzung) tatsächlich komplett einbehalten und separat ansparen.
Die wissentliche Inkaufnahme der Gefährdung Eurer Gesundheit (Schimmel + Einsturz) riecht nach strafrechtlicher Relevanz. Prüf doch mal, ob das nicht schon ein Fall für den Staatsanwalt ist, dann seid Ihr aus der Streit-Nummer erstmal raus und braucht nur noch etwas Neues zu suchen.

LG



Erstes Google-Ergebnis:



Hier darf bei Schimmel in der Wohnung schon 20% gekürzt werden. Bei so einer massiven Hausschwammgefährdung mit Sperrung einzelner Räume wie in diesem Fall ist das jedoch ein Witz. Eigentlich sollte man die Mietzahlung komplett einstellen und Schmerzensgeld verlangen. Eigentlich sollte der Vermieter auch für weitere Folgekosten der Wohnungssuche (Umzug, Verdienstausfall, Abstandzahlungen, Maklergebühren etc.) aufkommen.



ich denke zwar, das ich hier niemanden mehr schocken kann



ich denke zwar, dass ich hier niemanden mehr schocken kann, aber ich versuch es mal ;-)
-nachdem wir das Bauordnungsamt im Nov. informiert hatten und unseren Vermieter den Ernst der Lage verdeutlicht hatten, kam dieser mit DEM GUTACHTER
Herr Kießewetter ist eigentlich ein renommierter, bekannter und anerkannter Gutachter für solche Fälle, hier allerdings auch der „Kumpel“ meines Vermieters.
Er besichtigte einen Kellerraum (!):“Hausschwamm – alles klar, die Decke muss raus“…“wenn die Holzdecke zum Bad rüber geht, muss das auch raus“.
Mein Vermieter wenig begeistert:“ Denkste ich bau ich noch ein neues Bad rein??“
Gutachter: „Kein Ding! Schreibste mir nen Zettel „auf eigene Gefahr“…hab ich schon oft so gemacht!“
Und das Gespräch fand in Gegenwart von Mietern statt. Mir als Mieter fehlen immer mehr die Worte. Was tun, wenn alle unter einer Decke stecken? Der Gutachter meinte auch ich solle aufhören mich im Internet schlau zu machen, da würde alles überdramatisiert.
Unds seid diesem Tag (ca. 11.Dez rum)ist nichts weiter passiert, außer das im Kellerraum gegenüber (2.Kinderzimmer) die Decke langsam runterkommt. Aus eigentlich Gewölbekeller wurde eine hängende Decke ,die sogar Stahlträger verbiegt. Es gab wohl ein Statikproblem wegen der Sanierung)Mittlerweile wird sie etwas abgestützt.

Ja , ich weiß wie sich das anhört und wir suchen ;-) kann nicht jemand schnell eine passende Wohnung für uns bauen ?? ;-) MfG Anke



Ganz spontan:



klingle doch 'mal direkt durch:

0351 2685949

An und für sich genieße ich gerade das "forums-fasten", aber hier ist ja Gefahr im Verzuge. Wo genau steht denn das Problemhaus?

Grüße

Thomas



Da



ist wirklich Gefahr im Verzug...
Mein Vater hat solche Wohnungen früher baupolizeilich gesperrt.
Wenn sich bereits im Keller die Decken absenken würde ich die Räume darüber äußerst ungern betreten....
Solch Vermieter gehört nach allen Regeln der Kunst der Marsch geblasen

Ich drück euch die Daumen daß Ihr schnellstmöglich was besseres findet, Wohnung als auch Vermieter...



Wohnung bauen...



bauen: ja, schnell jedoch ist relativ. wie immer.



Räuberpistole



Das Ganze klingt für mich immer unglaubwürdiger, angefangen von der Empfehlung des Mieterschutzbundes nach nur 15% Mietminderung bei einer derartig massiven Einschränkung des Wohnwertes über den dubiosen aber offensichtlich trotzdem renommierten und anerkannten Gutachter (für mich ein Grund mehr, mit Gutachtern bzw. wie Konrad Fischer sagt "Schlechtachtern" in meinem Leben hoffentlich nie zu tun haben zu müssen), bis hin zur ungeklärten baupolizeilichen Rechtslage.

Es bringt wenig bis gar nichts, wenn sich irgendwelche Leute, die möglicherweise Ahnung oder Erfahrung in Sachen Sanierung haben, das Malheur anschauen, es sollten schon Personen sein, die amtliche Befugnisse haben, denn der Schaden an sich ist ja bekannt. Inwiefern beispielsweise ein öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Holz- und Bautenschutz, Fachgebiet Holzschutz die Angelegenheit beschleunigen kann, dürfte fraglich sein, s.o.

Habt Ihr dem Vermieter gegenüber vorher erklärt, dass Ihr trotz bekannter Vorschäden die Wohnung unbedingt haben wolltet, beispielsweise weil sie so schön ist oder vielleicht der Mietpreis so attraktiv?

Sachsen scheint, zumindest hier vom Großraum Düsseldorf/Köln aus, ein Paradies in Sachen Wohnungen und Immobilien, was Angebot und Kosten betrifft, zu sein. Da dürfte doch seit August sicherlich etwas zu finden gewesen sein, oder?

Gibt es bei Euch keine Rechtsberatung jenseits des luschenhaften Mieterschutzbundes, habt Ihr noch keinen Anwalt konsultiert? In anderen Fällen von quasi unbewohnbaren Wohnungen sind Familien komplett ins Hotel gezogen, haben ihre Möbel etc. kostenpflichtig einlagern lassen, auf Kosten des Vermieters selbstverständlich.
Den Schritt würde ich natürlich nur dann wagen, wenn er gerichtlich abgesichert ist.



Ab ins Hotel?



Ich habe den Eindruck, dass Ihr fundierte Rechtshilfe braucht. Schaut Euch schon mal nach einer günstigen Pension oder Hotel um. Wenn die Baubehörde prüft, könntet Ihr u.U. sofort ohne Wohnung sein.

Die Frage, wer welche Kosten zu tragen hat, muss Eure Rechtshilfe für Euch vertreten. Die Frage ist auch, wie solvent der Vermieter ist. Könnte ja sein, dass die Gründe für den zulassenden Verfall des Hauses bei seinem Kontostand zu finden sind.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Mietzins



Die ursprüngliche Definition des Mietzinses beläuft sich darauf, dass der Mieter dem Vermieter die Abnutzung des überlassenen Mietobjekts und anteilige Herstellungskosten des Mietobjekts (plus ein bisschen mehr, damit der Vermieter nicht am Hungertuch nagen muss) zahlt.

Viele Vermieter haben das offensichtlich vergessen. Wer als Vermieter derart insolvent ist, dass er das Mietobjekt trotz laufender Mieteinnahmen nicht mehr in bestimmungsgemäßem Zustand erhalten kann betreibt etwas, das im sonstigen Geschäftsleben als Konkursverschleppung bezeichnet wird und begibt sich somit in juristisch äußerst unsicheres Fahrwasser



Was muß der Vermieter tun???



Hallo Anke,
mir ist da etwas begegnet:

http://www.holzfragen.de/seiten/recht.html#sachsen

Klick mal auf Sachsen, da steht klar, daß der Vermieter !!umgehend!! tätig werden muß!

Viel erfolg



mehr



Hallo AQnke,

ich hab noch mehr gefunden:

http://www.helmholtz-muenchen.de/fileadmin/FLUGS/PDF/Themen/Innenraeume/Hausschwamm.pdf

http://www.masid.de/pdf/Der%20Hausschwamm-Mythos%20und%20Wahrheit/Der%20Hausschwamm-Mythos%20und%20Wahrheit.pdf

und von meinem eigenen (bevorzugten) Gutachter/SV, mit dem wir schon mehrfach und erfolgreich gearbeitet haben.

http://www.jochenwiessner.de/news/lebt-der-hausschwamm-noch

Ich finde er hat einen erfrischend realistischen Blick auf die Dinge.

LG

Malte



für De Meinweg:



Na dann hole ich mal etwas weiter aus
Mietvertragsunterzeichnung fand zu einem Zeitpunkt statt, als das Haus noch mitten in der Sanierung war, es standen lediglich die Wände
Versprochen wurde uns eine Wohnung mit „Luxusaustattung“, ein 8m langer Balkon und vieles mehr.
Bekommen haben wir:
-nicht mal verpachtelte Wände (damit meine ich wirklich bucklig)
-das selbe bei den Fußböden (hier kippelt alles und muss dann von der Höhe ausgeglichen werden
-aus dem 8m Balkon wurde bei den anderen Mietparteien ein 3m Balkon und uns wurde festgelegt, dass wir eine Terrasse selber bauen (Baumaterial wurde vom Vermieter übernommen)
-aus Laminatboden wurde PVC und Teppich
-Türen zerkratzt und alle zu kurz
-Fenster zerkratzt und in einem Kinderzimmer Eis zwischen Fenster und Bank
-Heizkörper offensichtlich aus einem älteren Haus ausgebaut, oder vor der Sanierung aus und dann wieder ein
-Wohnungseingangstür allgemein beschädigt und zu kurz
- Briefkasten steht bei Regen unter Wasser
-und unsere Verkleidung der Heizrohre in der gesamten Wohnung ist ein Thema für sich, es wurden große Holzkästen selber gebaut um die viel zu hoch und zu weit von der Wand entfernten Rohre zu verstecken. Die Konstruktion hält aber nicht und fällt gern mal in sich zusammen.
Es gibt noch einiges mehr und wir haben von Anfang an die Mängel beanstandet, allerdings ohne Erfolg. Und dann kam der Schwamm und die anderen Mängel rücken erst mal in den Hintergrund.
Sachsen mag von Düsseldorf aus ein Mieterparadies sein, habe keinen Vergleich Mieten/Einkommen in Eurer Gegend. Für uns ist unser Stadtteil sehr schön und das geht mir nicht alleine so. 4 Raumwohnungen sind selten, den Stadtteil wechseln kann ich jetzt auch nicht, da das kleinere Kind sonst den 4 Schulwechsel auf sich nehmen müsste. Dies möchte ich unbedingt vermeiden. Und nein sooft sind wir nicht umgezogen, Schulen wurden geschlossen.
Zu dem Gutachter Herr Kießewetter, das Bauordnungsamt teilte uns mit, das dieser es sich nicht leisten kann zu „Schummeln“, da er ein staatlich anerkannter Gutachter ist und unter anderem unser Rathaus saniert hat. Allerdings hat mein Vermieter die Sprühflasche Kubasal von ihm-ich solls nur keinem verraten.
Das alles mag für Sie unwahrscheinlich klingen, aber wir erleben es. Und ich denke auch, dass Ihm das Geld ausgegangen ist, oder er einfach nur zu geizig ist. Übrigens hat er beim letzten Mal gemeint in 5 Jahren will er die Wohnung Verkaufen für 70 000€ .Und ich bin wirklich dankbar, dass hier so viele sich dazu äußern, jeder Tipp kann helfen.
LG Anke



nicht allein...



Ich erwähnte meine Bedenken übrigens nur, weil ich selber einige Jahre in einem Fachwerkhaus zur Miete wohnte, bei dem fast alle der o.g. Punkte ebenfalls zutrafen, danach dachte ich, so blöde wie ich könne niemand anderes sein.

In unserem Fall war das Haus auch vor einigen Jahren erst "auf Optik" saniert worden, hat es damals sogar in eine Wohnzeitschrift geschafft. Der Ausbau der Bäder war ein "Projekt" der örtlichen Waldorfschule, die Besitzer/Vermieter des Hauses Prominente und Vorzeigebürger der Stadt, die über jeden Zweifel erhaben waren.

Nach etwa 2 Jahren wurden wir der ersten Mängel gewahr, weitere 2 Jahren nach Anzeige der Mängel (alle Decken hingen wegen Pilzschädigung bedenklich durch, im Bad wuchsen quasi über Nacht Pilz-Fruchtkörper aus dem Spalz zwischen Dusche und Boden, muffiger Geruch im ganzen Haus, sichtbare Fachwerkbalken innen wie außen, die zuvor dick deckend schwarz gestrichen waren, ließen sich mit dem Daumen eindrücken etc.) wurde seitens des Vermieters halbherzig eine Sanierung angeleiert, die allerdings vorerst nur daraus bestand, dass das ganze Haus in hellblaue Folie eingepackt wurde.

Das Ganze endete damals in einem unschönen Rechtsstreit, in dem uns eine "Teilschuld" dahingehend angelastet wurde, dass wir schon viel früher alle rechtlichen Mittel hätten einsetzen müssen, um nicht länger mit diesen Baumängeln zu leben. Blöderweise gefiel uns das Haus; in der Lage und mit dem Grundstück war und ist dort nichts zu bekommen. Erst recht blöderweise hatte uns der Vermieter mit einem verbal erwähnten Vorkaufsrecht geködert, für den Fall, dass er sich für einen Verkauf entscheiden sollte.

Kurzum: Wir haben damals viel zu lange gezögert und uns auf vage Versprechungen und gelobte Besserung eingelassen, die letztendlich alle nicht eingelöst wurden. Davor würde ich Euch gerne bewahren.



Kulbasal



Hallo Anke,

die Firma Kulba Bauchemie (www.kulba.de) hat unter dem Namen "Kulbasal" mehrere Holzschutzmittel im Programm.
Keines dieser Mittel ist in der Lage oder dafür vorgesehen (geschweige denn zugelassen) einen bestehenden Befall mit Hausschwamm zu bekämpfen.
Hier geht es nur um vorbeugenden Holzschutz gem DIN 68800 oder Verwendung als Schwammsperrmittel. Diese Mittel können nicht töten, als auch nicht helfen, sind also reine Augenwischerei!
Ich würde verraten, dass Herr Kiesewetter dieses Mittel geliefert hat, er unterstützt damit einen Betrug an Euch. Solche Gutachter braucht kein Mensch, sie gehören verboten!!

LG

Malte



Ein Herz für Gutachter



Was will denn so einer machen, der früher immer schon als der Brigadetrottel gehänselt wurde, oder dem bald die harte Arbeit auf dem Bau zu anstrengend war? Mit den richtigen "Freunden" und Seilschaften bekommt er jetzt Renommee und Rathausjobs.

Hoffentlich gehören Richter und Staatsanwalt nicht auch zu Herrn K.s Freunden.



Guten Abend!



Nicht allein :-) ,das tröstet etwas. Dieser Bericht hört sich wirklich so an, als würde es sich um denselben Vermieter drehen. Hier wurde mir ja auch schon öfters geraten einen Anwalt aufzusuchen und wir denken schon eine Weile darüber nach. Allerdings weiß man halt nie, wie die Sache dann ausgeht. Die Vorschläge Hotel, Einlagerung der Möbel oder Umzug auf Kosten des Vermieters halte ich alle für sehr gut, würde das auch auf jeden Fall versuchen. Bedenken habe ich aber in Bezug auf seine finanzielle Situation. Er hatte immer Helfer bei der Arbeit am Haus, seit einem dreiviertel Jahr werkelt er nur noch alleine rum, wenn er überhaupt vorbei kommt. Nicht das ich dann auf den Kosten sitzen bleibe.
Die Links von Malte waren auch sehr interessant! Ab und an kann ich nur noch den Kopf schütteln, zB. soll befallenes Holz fachgerecht entsorgt werden. Bei uns wird das in der Einfahrt und in den Kellerräumen weiter gelagert.
Zu den 15% Mietminderung muss ich anmerken, diese wurden vom Mieterschutzbund auf die Gesamtheit der Mängel vor dem Schwamm. Danach meinten Sie, solang es im Keller und nicht in der Wohnung ist, gibt es keine Erhöhung. Was jetzt in der Küche „wächst“ ist laut Gutachter Salpeter.
Das Kinderzimmer in dem die Decke raus muss ist noch nicht gesperrt (wird im Keller von 2 Stützen gehalten), laut Mieterbund erst Kürzung wenn Sperrung. Und dies sollte ja jetzt Anfang Januar erfolgen, aber mein Vermieter hat sich wieder mal unsichtbar gemacht.
Sehr wahrscheinlich wäre eine fundierte Rechtshilfe der beste Weg.
Ich danke allen die sich mit dem leidigen Thema und mir beschäftigen ;-) !



Rechtsberatung



Hallo Anke,

um der Gefahr von Kosten auf denen Ihr sitzen bleiben könntet vorzubeugen, würde ich einen Anwalt konsultieren, der beurteilt und/oder beurteilen kann (vielleicht auch noch vorher einen Gutachter wie J. Wiesner - - vielleicht weiß der etwas aus Erfahrung mit ähnlichen Fällen) ob das Handeln bzw. die Untätigkeit Eures Vermieters bereits strafrechtlich relevant ist. Wenn Strafanzeige gestellt werden kann, ermittelt die Staatsanwalt, ohne dass es Euch einen Cent kostet.
Möglicherweise ist es sinnvoll, wenn dieser Weg lt. Anwalt denkbar ist, vorher den Vermieter mit dieser Variante zu konfrontieren. Vielleicht kommt dann schon ohne Anzeige Bewegung in die Sache.
Obwohl ich ihm diese Möglichkeit nicht gönne, der Typ ist einfach zu unterirdisch und gehört nicht freundlich behandelt.
Kulba hat übrigens sehr aufschlußreiche .pdf-downloads auf der Homepage, die Alles zu Kulbasal M sagen.

LG

Malte Kornfeld