Mauer aus Vulkanstein - Fragen zur Erstellung

09.04.2008 Marcel


Hallo liebe Fachwerkgemeinde,

wir planen nun den Bau einer Mauer als Abgrenzung zu unserem Hof.
Stand der Dinge:
Wie Ihr auf dem Bild sehen könnt, habe ich den Verlauf der Mauer rot eingezeichnet. Zur Zeit steht dort noch eine Bushaltestelle vor unserem Stallgebäude. Diese soll natürlich weg und der komplette Bereich hinter der Mauer soll Gartenteil werden.
Die Mauer soll damit es einheitlich aussieht aus den gleichen Vulkansteinblöcken gebaut werden wo unser Fachwerkhaus draufsteht.

Zur Info:
Die Bushaltestelle ist kein Gemeindeeigentum mehr und die Grundstücksgrenze verläuft von der Ecke unseres Hauses bis zur Ecke des Nachbarhauses.

Meine Fragen:
1)Kann man die Mauer direkt auf die Grundstücksgrenze setzen oder nicht?
2)Die Mauer soll ca. 1,90m hoch werden. Gibt es diesbezüglich irgendwelche Auflagen oder muß sogar ein Bauantrag für diese Maßnahme gestellt werden?
3)Da ich in Sachen Baustatik etc. absolut keine Ahnung habe noch eine Frage zu diesem Thema: Wie muß der Aufbau ausschauen? D.h. die Bushaltestelle wirkt ja momentan als Stütze für unser Stallgebäude. Obwohl der Stall wohl vorher gestanden hat, und da gab es noch keine Bushaltestelle...
Denn das "Loch" soll ja dann wieder mit Erde gefüllt werden.

Vielen Dank im voraus für Eure Antworten.

Viele Grüße aus dem schönen Hessen,
Marcel



Ich würde doch



vorschlagen, dass sie mit ihrem Vorhaben mal bei ihrem örtlichen Bauordnungsamt vorstellig werden. Bei uns in NRW sind Grenzwände bis 2,0 m genehmigungsfrei. Allerdings müssen hier auch noch diverse Ortssatzungen u.ä. Festlegungen berücksichtigung finden.
Einen Statiker würde ich in jedem Fall hinzuziehen. Erst recht, wenn sich der Schuppen oder Stall an die Bushaltestelle anlehnt.



ich würde



die planungen grundsätzlich noch mal überdenken: mit knapp 2m mauer wird das ein vollschattengarten...jedenfalls sieht das für mich vom foto so aus. vielleicht lieber eine "grüne" mauer, damit das ganze ein bißchen freundlicher wird? einen hainbuchenhecke beispielsweise wird genauso dicht wie eine richtige mauer...
was sie wie dürfen richtet sich z.b. nach ihrem landesbaugesetzbuch, dem nachbarschaftsrecht ihres bundeslandes und - so vorhanden - nach eventuellen regelungen eines b-plans oder einer gestaltungssatzung (z.b. für vorgärten o.ä.)...
mauern müssen übrigens i.d.r. auf die Grenze gebaut werden.





@Bettina Ingenkamp:
Ist auf dem Bild vielleicht ein wenig schlecht zu erkennen, aber unsere Hoffläche liegt in Höhe des Daches der Bushaltestelle. Ist also nichts mit Schattengarten. Deswegen muß das Loch welches dann entsteht, ja auch gefüllt werden, um die Höhe unseres Grundstücks zu erreichen.
Der Grund für die Maßnahme liegt darin begründet:
Die Gemeinde hat das Recht an der Bushaltestelle verloren.
Unser Grundstück ist aber nicht vor der Bushaltestelle zu Ende, sondern geht noch bis ungefähr zur Hälfte des Bürgersteigs. Wir könnten nun die Bushaltestelle zumauern und als Abstellraum nutzen. Brauchen wir aber nicht, da wir mit Scheune und Stall genug Platz zur Verfügung haben. Da kam uns dann die Idee unseren Garten zu vergrößern, indem die alte Mauer und Bushaltestelle wegkommt und die neue Mauer weiter vorgezogen wird. So gewinnen wir einen großen Teil Garten hinzu!



Mauer



Hallo Marcel,

In Hessen sind Einfriedigungen bis 1,50m Höhe genehmigungsfrei , müssen aber der Gemeinde mitgeteilt werden. Ohne bei dem Bauaufsichtamt und der Gemeinde zu fragen , würde ich nicht anfangen.

viel Grüße aus Nordhessen
PS. Steht Ihr Haus in einer geschützten Gesamtanlage?
Wenn Ja , brauchen Sie noch eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung.



Hallo,



hier geht es gar nicht mehr um eine Grenzwand, sondern um eine Böschungswand. Hier ist in erster Linie ein Statiker gefragt, damit sich die Wand nach dem Verfüllen nicht auf dem Bürgersteig wieder findet. Möglichkeiten sind eine Schwergewichtswand z.B. aus Naturstein, oder eine Winkelstützwand aus Beton, die man dann natürlich mit dem "Vulkanstein verblenden kann. Oben drauf muss eine Absturzsicherung vorgesehen werden, oder die Mauer muss entsprechend hoch geplant werden. Dies alles sieht nach größerem Aufwand und vor allem nach einem Bauantrag aus.