Fachwerk und Zementmörtel?

17.02.2003



Verträgt sich Fachwerk bzw. Holz allgemein mit Zementbaustoffen wie Mörtel, Putz, etc.?
Wenn nicht, warum nicht?
Wissbegierig, Tine



ja



...aber der Einsatz, die Konstruktion und die Funktion machen die Musik.



Ja sicher.....



... was "Musik" betrifft gehen wir konform. Nur hatte ich irgendwo im Hinterkopf, dass sich Zement im Laufe der Zeit das Holz schädigt. Dem ist also nicht so wenn ich das richtig verstanden haben??? Grüße, Tine



zement



Zementmörtel ist ein starres Material, dass in Konflikt steht mit dem flexiblen Holz. Zwischen Zement und Holz bilden sich Fugen, in welche Feuchtigkeit eintreten kann und sich im Holz verteilt. Nach einer gewissen Zeit verrottet das Holz weil der Zement diese Feuchtigkeit nicht aufnehmen und in der Luft verteilen kann. Kalk und Kalderivaten sind dagen etwas flexibler. Lehm und Holz vertragen sich am besten, weil Lehm mehr Feuchtigkeit als Holz aufnemen und verteilen kann. Er "entfeuchtet" sozusagen das holz. Bei Kalkputzen auf Lehmausfachungen, nicht den sog. Kellenschnitt vergessen. Er bildet eine dauerhafte Fuge durch welche Feuchtigkeit eintreten kann aber auch wieder austreten kann.
Das in kurzfassung
mfg
J.E.Hamesse



nein



Zement schädigt nicht das Holz, es ist eben nicht so flexibel und feuchtigkeitsregulierend wie z. B. Lehm.



Zement und Fachwerk.....,



ist keine gute Hochzeit, da ein Holzgebäude immer in einer Bewegung ist und bei zementhaltigen Baustoffen sich immer eine Starre ausbildet (hydraulische Abbindung). Nun ist dies bei Kalkbaustoffen zwar auch der Fall, doch sind die Materialstrukturen nicht so hart und fest. Also schon besser bei der Entscheidungsfindung. Doch der Lehmbaustoff ist nun eben einmal in seiner Verträglichkeit mit dem Holz unübertroffen, da er eben einige Eigenschaften mehr besitzt, gegenüber den starren Baustoffen. Natürl. Holzschutz, Beweglichkeit, Feuchteregulierung usw. usw. Fachgrüße aus der OL