Dielen anschleifen

13.12.2005



Hallo !

Wir haben kürzlich einen neuen Dielenboden aus nordischer Kiefer verlegt. Die Dielen sind gehobelt und somit sehr glatt. Ein bekannter Bodenleger meinte es wäre sinnvoll die Dielen vor dem Ölen noch einmal anzuschleifen, damit ich an der Oberfläche offene Poren habe und das Öl besser eindringt.

Nun möchte ich aber nicht mit so einer riesigen Schleifmaschine auf meine nagelneuen Dielen.

Die Frage ist nun ob ich auch mit einer Tellermaschine und einer 100er oder 120er Scheibe die Dielen anrauen kann. Würde das funktionieren und die Oberfläche "öffnen". Die wichtigste Frage wäre allerdings, ob ich danach das kreisförmige Schleifbild auf meinen Dielen habe. Oder macht das bei der feinen Körnung nichts bzw. sieht man es nach dem Ölen (Livos-Öl mit Wachsanteil) nicht mehr?

Für Tipps wäre ich dankbar.

MfG

Gerd Kohlstedt



nicht schleifen



glatte neue Hobeldielen (werksmässig geschliffen?) würde ich auf keinen Fall noch mal schleifen, und schon gar nicht mit einem teller, denn die kreisförmigen Spuren sind in jedem fall hinterher sichtbar. Das sieht nicht schön aus.

Im übrigen halte ich den Rat für sehr zweifelhaft. Schleifern ist nicht dfür gedacht, das Holz aufzurauhen. Eine rauhe Oberfläche nimmt zwar mehr Öl an, die Eindringtiefe des Öles wird dadurch aber nicht gefördert, sondern das Öl bleibt in den aufgerissenen Fasern. Es geht doch eher darum, die Hölzoberfläche zu glätten.

Ein Schleifen emfpielt sich dann, wenn die Dielen nur gehobelt sind und sich der Hobelschlag, also die Spuren der Hobelmesser (gleichmässige Querrillen in der Oberfläche ) zeigen. Das sieht nicht so gut aus, und um diese zu glätten würde ich den Boden schleifen, und zwar mit einer Walze oder einem Band.
Erst grob, dann fein.

Gutes Gelingen wünscht,



Hallo, Jan Hülsemann !



Vielen Dank erstmal für die schnelle Antwort. Sie meinen also ich sollte die Dielen (die im Übrigen keine Spuren von Hobelmessern oder ähnliche mechanische Auffälligkeiten haben) einfach nur ölen. Zieht anhand der glatten Oberfläche das Öl denn auch ordentlich in das Holz ein oder ergeben sich dadurch irgendwelche Nachteile?

Die Sache mit dem Öl in den aufgerissenen Fasern erscheint mir einleuchtend. Ich wäre natürlich froh, mir den Aufwand mit vorherigem Anschleifen etc. zu ersparen. Ich denke mit dem Ölen und Polieren hat man genug zu tun.

MfG

Gerd Kohlstedt



Jan Hülsemann hat tatsächlich Recht !



Da Sie schrieben, daß die Dielen fein gehobelt sind
und keinerlei " Hobelschläge " ( Fräsmarken - leicht wellig erscheinendes Bild - quer zur Faserrichtung ) haben,
besteht die beste Voraussetzung für ein tiefes Eindringen
des Hartwachsöles.
Die Holzporen müssen Sie sich wie kleine Krater vorstellen.
Nach dem Hobeln in Faserrichtung - egal ob mit einem
durch Muskelkraft bewegten Handhobel - oder durch eine
Hobelmaschine ( in beiden Fällen sind scharfe Werkzeuge
wichtig )sind die winzigen Krater offen und aufnahmefähig für Öle bzw. flüssige Wachse.
Würde man jetzt schleifen, setzen sich diese winzigen Krater mit Schleifstaub zu und die Porenränder werden
zusätzlich umgedrückt.
Somit sind die Poren nicht mehr vorhanden und der Anstrich
liegt nur noch wie ein Film auf der Oberfläche.
-
Meine Bemerkungen beziehen sich auf den Erstanstrich einer Holzoberfläche.
Also um die u.U. idealsten Voraussetzungen.
-
A. Milling



Leinöl?



Guten Tag zusammen,

ich bin auch zur Zeit dran, neue Dielen zu kaufen.
Kann man diese auch mit Leinöl einlassen? Bringt das was?
Was sind Alternativen? Hartwachs?

Danke
schonmal
Tom Gnoll



zu A. Milling



Der besagte Bodenleger meinte aber das gerade durch das Hobeln die "Krater" geschlossen werden und ich dadurch eine weniger poröse und damit aufnahmefähige Oberfläche erhalte. Er meinte irgendwas, das sich die Fasern umlegen und das irgendeine Flüssigkeit beim Hobeln verwendet wird (?) die ich dann auf der Diele habe.

Im Forum wird mir nahe gelegt nicht zu schleifen, was mir natürlich lieber wäre, der Bodenleger meint nun aber genau das Gegenteil. Schwierig. Im Zweifelsfall würde ich allerdings nicht schleifen, sondern direkt ölen.


Gerd Kohlstedt



Bei stumpfen Hobelmessern --



ist es schon so, daß die Porenränder zugedrückt werden.
In den Hobelwerken wird aber i.d.R. darauf geachtet,
daß immer wieder frisch geschärfte Messer eingezogen
werden.
Der Bodenleger sprach eventuell vom Hydrohobeln.
Das bedeutet jedoch, daß die Maschinenmesser in den
Hobelköpfen hydraulisch festgespannt werden.

Daß aber direkt beim Hobeln eine Flüssigkeit verwendet
wird , ist mir nicht bekannt.

Er meint vielleicht ein Gleitmittel, welches ab und zu
hauchdünn auf den Maschinentisch aufgebracht wird.

Andreas Milling
39. Lehrjahr



zu A. Milling



Danke, Herr Milling, für Ihre schnellen Antworten. In Anbetracht Ihres 39. Lehrjahres werde ich Ihrem Rat folgen und die Dielen doch nicht schleifen. Werde mit einem Probeanstrich auf einem Verschnittstück mal testen wie gut das Öl eindringt.



Mit freundlichem Gruß

Gerd Kohlstedt



Fachkenntnissen glauben oder nicht !?



Lieber Gerd Kohlstedt,
rohes Holz,ob geschliffen oder gehobelt ist immer "offen".
In geschliffenen Oberflächen sind die Holzfaser in Schleifrichtung "gelegt" und die Poren sind eher mit Staub oder den Holzfasern bedeckt.Gehobelte Flächen sind "geschnittene" Flächen. Stellen sich den einfach vor, Sie könnten Holz mit einem scharfen Messer durchschneiden.Die Schnittflächen wären sehr glatt, d.h. auch die Holzporen(die im Grunde nichts anderes darstellen als die Austrittsöffnungen der in Richtung der ehemaligen Baumspitze wachsenden Holzzellen)sind scharfkantige Öffnungen. Wenn das Holz einen üblichen Restfeuchte von 9-12% hat, hat das Holz natürlich nach wie vor die Tendenz, Feuchtigkeit auf- und wieder abzugeben.
(Das merkt man unter anderem daran, daß bei hoher Luftfeuchtigkeit die Fugen in Dielen eher kleiner sind oder sogar zugehen und bei niedriger Luftfeuchtigkeit oder bei Fußbodenheizung die Fugen eher größer sind. Das Holz "lebt" weiterhin.) Holz nimmt das aufgetragene Öl also gerne auf, weil es seinen physikalischen Bedingungen entspricht. Ob nun geschliffen oder gehobelt ist insofern nicht das Hauptkriterium.Man ölt das Holz bis zu seinem Sättigungsgrad. Ölen sollte zügig vonstatten gehen, denn es gibt einen Nachteil beim Ölen: Ist eine Stelle geölt und wird etwas später nochmal geölt, wird es an dieser Stelle etwas dunkler als an der Stelle,wo nur einmal geölt wurde.Normalerweise ölt man mit einer speziellen Rolle mit kurzen Borsten. Beim Hin- und Herrollen überlappen sich logischerweise die Rollbewegungen. Und da muß man zügig arbeiten, denn es kann zu Fleckenbildung kommen.Am besten arbeitet man zu zweit.Das Öl schüttet man in einen halben aufgeschnittenen,ausgewaschenen Kanister (es gibt so 10 l-Kanister für z.B. Reinigungmittel,die eignen sich dafür ganz gut). Die Rolle befestigt man an einem Stil, tunkt es gut ein und los gehts. Der Helfer wischt mit einem gut geölten Lappen die Ränder ab, Sie rollen mit der Rolle, immer wieder Öl nach holen nicht vergessen. Satt auftragen. So zügig durch den Raum arbeiten. Wenn alles geölt ist, halbe Stunde warten und dann überschüssiges Öl ( der Boden ist an diesen Stellen bis zu seiner Sättigungsgrenze mit Öl "gefüllt") mit sauberen, unbenutzten Baumwolllappen(alte Handtücher oder Putztücher aus dem Baumarkt)vom Boden entfernen. Boden trocknen lassen. Wenn Boden getrocknet ( Herstellerhinweise beachten)den Boden nochmal einölen und gleichzeitig mit einem weißen Schleifpad(fein)(gibt es im Baumarkt,auch die entsprechenden Maschinen) polieren, entweder von Hand( und dann auf den Knien) oder mit besagten Maschinen.
Das Öl sollte ein gutes sein, z.B. gibt es ein exzellentes von Junckers,aber auch Trip Trap, Osmo oder Pallmann haben gute Produkte und Pflegemittel. A propos Pflege: geölte Böden brauchen Pflege durch spezielle Holzbodenseifen.Diese sollten bei jedem Reinigungsvorgang benutzt werden. Sie enthalten Wachse, die die Oberfläche vor oberflächlichem Schmutz schützen. Das läuft sich aber naturgemäß runter und muß deswegen regelmäßig erneuert werden, indem man es mit dem Reinigungsvorgang benutzt. Tut man dies nicht,"vergraut" der Boden, d.h. gelöste Schmutzteilchen werden mit zunehmender Zeit und Benutzung des Bodens in die Oberfläche " eingearbeitet und sorgen dann für das grau erscheinende Oberflächenbild. Dieses ist durch Reinigen oder Wischen nicht mehr zu entfernen. Hier hilft nut ein erneutes Schleifen.
Einmal im Jahr sollte ein geölter Boden nachgeölt werden. Hierzu wird ein leichtgängiges Pflegeöl benutzt. Vor dem Nachölen muß der Boden mit einem Intensivreiniger (vom gleichen Hersteller wie das Öl) gereinigt werden, d.h. alles, was an losen Bestandteilen auf der Oberfläche liegt, wird runtergeholt, die Poren des Holzes werden aufnahmefähig gemacht und dann wird nachgeölt. Das geht bei kleineren Flächen ganz gut mit der Hand ( Handschuhe anziehen), dazu Baumwolllappen mit Öl tränken und den Boden in gleichmäßigen Bewegungen einölen. Überschüssiges Öl wiederum mit zweiten Lappen( in der anderen Hand) aufnehmen.Das erfordert etwas Übung,aber Übung macht ja bekanntlich den Meister. Die gebrauchten Öllappen nach Gebrauch in Plstiktüte tun und mit Wasser feucht machen, erst dann in den Hausmüll tun. Achtung:Eingeölte Lappen neigen zur Selbstentzündung!!).
So, das war jetzt das komplette Programm. Wenn man dann trotzdem nicht weiterkommt, keine Heldennummer machen, sondern einen Fachmann oder eine Fachfrau fragen. Das kostet dann meistens weniger als der Mist, den man sich aus Unkenntnis selbst eingebrockt hat.Und wer will sich schon jahrelang über schlecht gemachte Eigenarbeiten ärgern?
In diesem Sinne, alles Gute
G.Wurch



Fachkenntnissen glauben oder nicht !?



Lieber Gerd Kohlstedt,
rohes Holz,ob geschliffen oder gehobelt ist immer "offen".
In geschliffenen Oberflächen sind die Holzfaser in Schleifrichtung "gelegt" und die Poren sind eher mit Staub oder den Holzfasern bedeckt.Gehobelte Flächen sind "geschnittene" Flächen. Stellen sich dann einfach vor, Sie könnten Holz mit einem scharfen Messer durchschneiden.Die Schnittflächen wären sehr glatt, d.h. auch die Holzporen(die im Grunde nichts anderes darstellen als die Austrittsöffnungen der in Richtung der ehemaligen Baumspitze wachsenden Holzzellen) sind scharfkantige Öffnungen. Wenn das Holz einen üblichen Restfeuchte von 9-12% hat, hat das Holz natürlich nach wie vor die Tendenz, Feuchtigkeit auf- und wieder abzugeben.
(Das merkt man unter anderem daran, daß bei hoher Luftfeuchtigkeit die Fugen in Dielen eher kleiner sind oder sogar zugehen und bei niedriger Luftfeuchtigkeit oder bei Fußbodenheizung die Fugen eher größer sind. Das Holz "lebt" weiterhin.) Holz nimmt das aufgetragene Öl also gerne auf, weil es seinen physikalischen Bedingungen entspricht. Ob nun geschliffen oder gehobelt ist insofern nicht das Hauptkriterium.Man ölt das Holz bis zu seinem Sättigungsgrad. Ölen sollte zügig vonstatten gehen, denn es gibt einen Nachteil beim Ölen: Ist eine Stelle geölt und wird etwas später nochmal geölt, wird es an dieser Stelle etwas dunkler als an der Stelle,wo nur einmal geölt wurde.Normalerweise ölt man mit einer speziellen Rolle mit kurzen Borsten. Beim Hin- und Herrollen überlappen sich logischerweise die Rollbewegungen. Und da muß man zügig arbeiten, denn es kann zu Fleckenbildung kommen.Am besten arbeitet man zu zweit.Das Öl schüttet man in einen halben aufgeschnittenen,ausgewaschenen Kanister (es gibt so 10 l-Kanister für z.B. Reinigungmittel,die eignen sich dafür ganz gut). Die Rolle befestigt man an einem Stil, tunkt es gut ein und los gehts. Der Helfer wischt mit einem gut geölten Lappen die Ränder ab, Sie rollen mit der Rolle, immer wieder Öl nach holen nicht vergessen. Satt auftragen. So zügig durch den Raum arbeiten. Wenn alles geölt ist, halbe Stunde warten und dann überschüssiges Öl ( der Boden ist an diesen Stellen bis zu seiner Sättigungsgrenze mit Öl "gefüllt") mit sauberen, unbenutzten Baumwolllappen(alte Handtücher oder Putztücher aus dem Baumarkt)vom Boden entfernen. Boden trocknen lassen. Wenn Boden getrocknet ( Herstellerhinweise beachten)den Boden nochmal einölen und gleichzeitig mit einem weißen Schleifpad(fein)(gibt es im Baumarkt,auch die entsprechenden Maschinen) polieren, entweder von Hand( und dann auf den Knien) oder mit besagten Maschinen.
Das Öl sollte ein gutes sein, z.B. gibt es ein exzellentes von Junckers,aber auch Trip Trap, Osmo oder Pallmann haben gute Produkte und Pflegemittel. A propos Pflege: geölte Böden brauchen Pflege durch spezielle Holzbodenseifen.Diese sollten bei jedem Reinigungsvorgang benutzt werden. Sie enthalten Wachse, die die Oberfläche vor oberflächlichem Schmutz schützen. Das läuft sich aber naturgemäß runter und muß deswegen regelmäßig erneuert werden, indem man es mit dem Reinigungsvorgang benutzt. Tut man dies nicht,"vergraut" der Boden, d.h. gelöste Schmutzteilchen werden mit zunehmender Zeit und Benutzung des Bodens in die Oberfläche " eingearbeitet und sorgen dann für das grau erscheinende Oberflächenbild. Dieses ist durch Reinigen oder Wischen nicht mehr zu entfernen. Hier hilft nut ein erneutes Schleifen.
Einmal im Jahr sollte ein geölter Boden nachgeölt werden. Hierzu wird ein leichtgängiges Pflegeöl benutzt. Vor dem Nachölen muß der Boden mit einem Intensivreiniger (vom gleichen Hersteller wie das Öl) gereinigt werden, d.h. alles, was an losen Bestandteilen auf der Oberfläche liegt, wird runtergeholt, die Poren des Holzes werden aufnahmefähig gemacht und dann wird nachgeölt. Das geht bei kleineren Flächen ganz gut mit der Hand ( Handschuhe anziehen), dazu Baumwolllappen mit Öl tränken und den Boden in gleichmäßigen Bewegungen einölen. Überschüssiges Öl wiederum mit zweiten Lappen( in der anderen Hand) aufnehmen.Das erfordert etwas Übung,aber Übung macht ja bekanntlich den Meister. Die gebrauchten Öllappen nach Gebrauch in Plstiktüte tun und mit Wasser feucht machen, erst dann in den Hausmüll tun. Achtung:Eingeölte Lappen neigen zur Selbstentzündung!!).
So, das war jetzt das komplette Programm. Wenn man dann trotzdem nicht weiterkommt, keine Heldennummer machen, sondern einen Fachmann oder eine Fachfrau fragen. Das kostet dann meistens weniger als der Mist, den man sich aus Unkenntnis selbst eingebrockt hat.Und wer will sich schon jahrelang über schlecht gemachte Eigenarbeiten ärgern?
In diesem Sinne, alles Gute
G.Wurch



Hallo, Herr Wurch !



Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung.

Ich war nun auch zu dem Schluß gekommen die Oberfläche nicht noch einmal anzuschleifen. Vorgestern hatte ich aber interessehalber ein Verschnittstück mit dem Exzenterschleifer zur einen Hälfte angeschliffen und die andere so gehobelt gelassen. Dann habe ich das Hartwachsöl aufgetragen um zu testen wie das Eindringverhalten aussieht. Gestern habe ich mir das Brett dann angeschaut und folgendes festgestellt:
Die nur gehobelte Seite glänzte stellenweise und war noch klebrig. Das zeigt, daß das Öl also zum Teil noch auf dem Brett stand und nicht eingezogen war. Auf der angeschliffenen Seite war das Öl komplett eingezogen und die Oberfläche war matt.

Wenn ich nun die gehobelte Diele öle dann ziehe ich ja anschließend den Überstand ab. Da nicht alles einzieht müßte ich ja nun annehmen, daß das Holz gesättigt ist. Wenn ich es aber anschleife zeigt sich das Gegenteil. Also bestätigt sich am Ende doch, daß angeschliffenes Holz besser "saugt". Oder?


Mit freundlichen Grüßen

Gerd Kohlstedt



Hobeln oder schleifen?



Lieber Herr Kohlstedt,
bei geschliffenen Hölzern scheint es nur besser zu gehen.Wenn geschliffen wird, entsteht immer Staub, der sich auch in den Rillen und Poren absetzt.Dieser Staub nimmt auch Öl auf und es sieht tatsächlich so aus,als ob das geschliffene Holz mehr Öl aufnimmt.Wenn es das gleiche Holzbrett ist, halte ich es für unwarscheinlich, das physikalisch gesehen das eine Teil mehr aufnimmt als das andere.
Machen Sie sich keine Sorgen. Den Boden zu ölen war eine gute Maßnahme, das Holz kann "atmen" und für einen gutes Raumklima sorgen. Das Holz könnte rein theoretisch nur mit noch mehr Öl gesättigt werden, wenn Sie es druckimprägnieren lassen, aber das ist etwas, was Ihr Fußboden definitiv nicht benötigt. Lieber regelmäßig mit Holzbodenseife pflegen und nachölen, dann haben Sie und Ihre Familie lebenslange Freude daran.
Alles Gute,
G.Wurch