Komplettrenovierung Wandheizung Innendämmung usw

22.07.2012



Nachdem ich nun Stück für Stück vorrankommen im Haus, steht nun das nächste große Projekt an. Wohnzimmer Küche Esszimmer zu einem Raum machen, Heizung installieren usw.
Den alten Schornstein habe ich vorgestern abgetragen und gestern und heute bis Spitzboden wieder aufgemauert, der alte war total im A..., und da ein Küchenherd zum Kochen gestzt werden soll(Wunsch meiner Frau) mußte ein neuer Schornstein her.
Aber zurück zu der Renovierung. Geplant sind, 2 Innenwände raus und aus 3 Räumen eine großen machen. Dabei soll endlich auch eine vernünftige Heizung inst. werden. Geplant ist eine Wandheizung. Diese wird ein Verwander inst. Er ist Heizungsbauer. Vor und Nacharbeiten werde ich erledigen.- Dazu sollen unter anderen evtl eine Innenwanddämmung, und nach der Verlegung der Heizung, Lehmputz. Innenwanddämmung dachte ich an sowas (Holzfaserplatten)http://baunativ.de/product_info.php?products_id=167

Oder doch lieber Hanfplatten? Wie werden die Platten an den alten Lehmfachwerkwänden befestigt? Aktuell ist eine Art Gipsputz drauf, darunter und darüber Tapete und auf dem Lehm direkt eine Art Ölfarbe.Muß das alles runter? Wie dann das weitere Vorgehen? Befestigung,
Der alte Oberflächenaufbau macht mir mächtig Sorge. Runterzubekommen ist das Zeugs fast nicht.



Vielen Dank im Vorraus.
PS:
Was kann auf Lehm dann für ein Oberflächenputz? Es sollte etwas in der Art Rustikalputz werden.





was spricht gegen einen Lehm Oberputz + Anstrich ?

Das ganze zeugs muss 'runter incl. Öl-Farbe wenn's ein sperrender Anstrich ist. Dann ggf. Dämmung aufbrigen, wie es der Hersteller empfiehlt, danach Lehmputz.

Hatten wir auch so, 200 qm, davon 70 qm über Kopf mit Ölfarbe, Tapeten usw.

War eine irre Arbeit, saumäßiger Dreck, hat sich aber gelohnt (siehe meine Bilder). Benutzt habe ich eine Scharre.

Gruß

Götz





Hallo,
ich kann Ihren Beiträgen nciht entnehmen, aus welcher Region Sie kommen.
Bei so umfangreichen Arbeiten finde ich es als Laie sinnvoller, Fachleute ins Boot zu holen.
Wir haben auch einiges in Eigenregie gemacht - aber vorher Fachleute gefragt, damit das ganze auch passt. Bei der Innendämmung ist zum Beispiel das Feuchteverhalten (Stichwort: Taupunkt-Verschiebung) zu berücksichtigen und davon abhängig die Stärke des Materials.
Befestigt werden die Dämmplatten mit Tellerdübeln, möglichst ohne Metall-Nagel (wegen des leitenden Materials).
Lehm kann auch als Oberputz / Finish verwendet werden - sieht klasse aus! -Fachleute können euch vor Ort zeigen, wie es funktioniert.
Viele gewerbliche Forumer stehen uns Eigenbauern aufgeschlossen gegenüber - die leiten an, wir beziehen das Material von ihnen und wenn dann Fragen sind, hat man einen Ansprechpartner.

Viele Grüße
S.





Danke für die ersten Antworten. region hatte ich glatt vergessen. Wir wohnen in Burkhardtsdorf, direkt neben Chemnitz.
Das mit dem Taupunkt wäre noch interessantg zu wissen, das stimmt. Es sollen schliesslich keine Spätfolgen entstehen.
Aktuell sind es ca 16 cm starke Lehmgefache.
Ansonsten bekomme ich die Bauarbeiten schon auf die Rolle.
Es wird interessant, das erste mal mit Lehm zu arbeiten. Darauf freue ich mich schon irgendwie.
Die Wände sollen innen wieder ein Blendfachwerk bekommen.
Alles soll bischen rustikal und zu unserem Häuschen passend werden.
Nur die Lehmpreise stören mich irgendwie. Ich hätte sollen von meinen beruflichen Baustellen paar Fuhren Lehm mit nach Hause nehmen. :-)



Wandheizung



Hallo,

Weichfaserplatten sind in Ordnung (Gutex, Pavatex u.ä.). Sie würden in Ihrem Fall in Lehm verklebt und durch die Schienen der Heizung hindurch mit dem Untergrund verdübelt. Empfehlenswert für Dübel dazwischen: Kunststoff-Tellerdübel, kein Metall. Sie sollten nicht auf den Ständern direkt befestigen, weil sich dann die Bekleidung mit bewegt. Der Verputz kann mehrlagig in Lehm- oder in kalktechnik erfogen.
Bilder dazu auf meinem Profil (Heizung von Roth).

Grüße vom Niederrhein





Also wäre auch Kalkputz möglich. Den könnte man ja, lt Forum, auch kostengünstig selbst mischen. Verhältniss 1-4?





Hallo,

genau, 1:4 wäre maximal mager, Sie müssen ein wenig probieren, bisweilen lässt sich ein etwas fetterer Putz besser verarbeiten.

Grüße





Da werde ich doch ein paar Probemischungen machen und etwas probieren.
Den Taupunkt habe ich mit u-wert net berechnet, und komme auf einen taupunkt direkt hinter der wärmedämmung(holzfaserplatte) im fachwerk.



Beratungsmischmasch



Hallo

verfallen Sie nicht den Tücken der "schnellen" Antwort, wie "praktisch" das auch erscheinen mag!

So ein Wandaufbau ist kein Versuchtkinderspielplatz für unausgelastete Doityourselfer und Hobbybaumeister sondern betrifft die tragende Struktur des gesamten Hauses.
Wenn Sie da zaubern, mischen und probieren wollen, könnte der Schuß auch nach hinten losgehen.
Auch ein "umsonst" U-Wert-Rechner bringt Ihnen gar nichts, wenn die "gerechneten" Taupunkte es eben im Realen anders machen als berechnet, und vor allem die propagierte Rücktrocknung auf Grund von anderen Verhältnissen nicht in der Form funktioniert und sich im Laufe von Jahren ein inneres Schadensbild aufbaut, das Sie dann erst zu Gesicht bekommen, wenn die Schäden eigentlich schon irreparabel sind.

Eine Sanierung von Wandbereichen, dann noch Kamin, Heizung, Fenster etc. sollte m.E. im System erfolgen und zusammenpassen und kein pseudo-optimiertes Konglomerat aus Halbwahrheiten, Halbwissen und geschickter Verkaufspropaganda von einigen Herstellern und "Handwerkern" sein.

Ob nun Kalkprodukten oder Lehmprodukte - die Wand wird es Ihnen entweder danken oder sich unerbittlich rächen.

Ich bin aus Erfahrung skeptisch geworden von den allzu modernen Versprechungen, die auch nicht anders klingen als die von vor 20, 40 oder 60 Jahren, dass JETZT der perfekte Baustoff erfunden wurde um den Bauherrn glücklich zu machen …

Also:
Vorsicht bei Versprechungen, die die Konstruktion des Hauses beeinträchtigen bzw schädigen könnten. Auch wenn's "alle so machen" muss es nicht "richtig" sein!

Gutes Gelingen

FK



Innendämmung



Hallo,

na ja, wo soll der TP auch sonst liegen ? Ich sage immer wieder, dass Taupunktberechnungen ein geometrisches Konstrukt sind und lediglich dem 2.Strahlensatz folgen. Die Realität ist meilenweit davon entfernt. Sie dürfen sich aber auf der sicheren Seite fühlen, weil die Konstruktion, wenn nicht mit dichter Farbe zugeschmiert, rücktrocknend ist. Und weil die kapillare Rücktrocknung schneller funktioniert als die langsame Diffusion, werden auch kleine Nässeschäden aus anderem Grunde sozusagen von selber geheilt, nämlich durch kapillaren Rücktransport und Verdunstung an der Oberfläche. Schaffen Sie nur keine Hohlräume oder Sperrschichten !
Trotzdem muss ich eine Lanze fürs Experimentieren brechen: Sonst kommt man nie zu neuen Ideen.

Viel Erfolg





Hallo,
wir sind ein Schreinereibetrieb aus Hattenhofen, genau zwischen München und Augsburg liegend. Benötigen Sie denn für Ihren Innenausbau einen Schreiner? Wenn nein, wir können Ihnen gern alles anbieten. Schauen Sie doch einfach einmal unsere Produkte und Leistungen auf unserer Hompage an: www.schreinerei-helmutwell.de
Wir können Sie gern beraten!
Mit freundlichen Grüßen
Helmut Well





Als erstes möchte ich betonen, ich bin weißgott kein Hobbyheimwerker. Zwar bin ich jetzt nicht Lehmbauer oder Maurer, aber doch in ähnliche Richtung. Techniker Galabau, und habe somit doch reichlich Erfahrung mit div. Naturbaustoffen.
Nur möchte ich, auch Aufgrund der Sensibilität beim Fachwerk nix falsch machen und mich hier entsprechend informieren bevor ich an`s Werk gehe.
Und dafür, denke ich, ist dieses Forum ja ganz gut geeignet.
Ich bedanke mich auch für konstruktive Beiträge.

Zurück zum Thema, der Taupunkt wäre so also ok (auch wenn es ein gratis Rechner ist)
Dann muß ich noch das richtige Mischungsverhältniss des Kalkputzes herausfinden.