Nicht definierbarer Geruch in Altbau DG-Wohnung

25.12.2010



Frohe Weihnachten und Hallo zusammen ;)

Ich suche eine günstige Möglichkeit die Herkunft von Gerüchen festzustellen.

Folgendes:
Ich wohne seit 2 Wochen in einer renovierten DG-Altbauwohnung und komme an manchen Tagen mit den Gerüchen nicht zurecht.

Die Gerüche sind sehr schwer zu beschrieben.
Leicht chemisch, modrig und setzen sich stechend in der Nase fest.

Lüften hat bisher nichts gebracht. Nach spätestens 10 Minuten ist der Geruch wieder im ganzen Raum vorhanden.

Den Laminatboden, die Tapeten und die neuen Möbel würde ich ausschliessen.

Ich denke, dass ein Baubiologe der richtige Ansprechpartner wäre. Allerdings könnte ich diesen vermutlich nicht bezahlen.

Gibt es noch alternativen ?

Gruß



Gerüche



Hallo,
Auch ich wünsche Schöne Weihnachten und einen "Guten Rutsch" ins neue Jahr.
Den Laminatboden , die Tapeten und die neuen Möbel auszuschliessen ,halte ich für voreilig.

Als Rat kann ich nur geben : gut heizen und gut (sehr gut)
lüften.

viele Grüße





Formaldehyd riecht stechend oder?



Warum denn das?



"Den Laminatboden, die Tapeten und die neuen Möbel würde ich ausschliessen."

Das Zeug's stinkt doch am meisten. Neben Formaldehyd können Spanplatten und Co. noch einen Haufen anderer Stoffe emittieren.

Da hilft wirklich nur lüften und "aussitzen". Hölzerne Möbel und Fußboden ohne chemische Oberflächen sind ja vermutlich keine Option.

Grüße

Thomas



Moin Julian,



bei deiner DG-Wohnung werden maximal die senkrechten Wände diffusionsoffen sein, du wohnst also quasi in einer Plastiktüte. 2 Wochen reichen nicht, um die gesamten Ausdünstungen der Farben und Chemikalien zu ermöglichen.

Falls deine neuen Möbel aus Spanplatte mit Kunstfaserbezug sein sollten, kannst du dich freuen: Wenns brennt bist du wenigstens gleich tot.

Gruss, Boris

P.S. Mal ohne Flachs: Versuch' den Handwerker zu erwischen, der das gemacht hat und frag den mal, was genau er da gemacht hat und welche Materialien er verwendet hat.



Mal keine Panik



Eben.

Wenn's frisch renoviert ist (ist es das??), kann's ne ganze Menge sein - z.B.:

-Kleber für Fussbodenbeläge (riecht echt chemisch stechend!)
-Farben für Wände und Tapeten (riechen oft muffig, selbst die Ökofarben) oder Türen und Fenster (oft Lösemittelhaltig)
-Fliessenkleber (s.o.)
-neue Textilien (Vorhänge, Teppiche, etc.)
- Silikon (manchmal Geruch nach Essig, manchmal anders)
-Bauschaum (Isocyanat, lüften!)

usw. usw. usw.

Handwerker fragen ist schon mal ne gute Idee. Wird aber nicht nur einer gewesen sein. Lüften ganz sicher auch. Das meiste wird hoffentlich ganz rasch verschwinden.

Hätte man's selber gemacht, wäre man nicht ganz so skeptisch - aber stinken tät's genauso! Ehrlich.

stt



Mhhh...



Chemisch? Oder eher Biologisch??

Mal ganz böse... wenn da mal einer länger lag, riecht das auch etwas befremdlich...
Vom Geruch kommt man nicht drauf was das war. Es kommt schließlich ein ReinigungsTeam mit Chemikalien.
Es würde Flüssigkeit durch die Dielenritzen in den Boden, Schüttung laufen.

Mahlzeit



zusatz



Hey ;)
Danke für all eure Antworten.

Bei der Besichtigung im Juni konnte ich noch den Urzustand der Wohnung sehen. Für die Erneuerung der Elektrik mussten ein paar der Wände aufgerissen werden. Anschließend wurden diese neu verputzt.

Ende September konnte ich mit den Arbeiten beginnen.
Dazu gehörten :
Spachteln (Motofill), Tiefengrundieren (OK Tiefengrund) ,Tapezieren (Erfurth Vliestape, Metylan Kleister),Malarbeiten (Alpina) Tritschallschutz und Laminat Verlegen (Logiclick).

Vielleicht wäre noch zu erwähnen, dass ich teilweise in den Eckkanten kleine Aluminiumstreifen ??(ursprünglich Abdichtungszweck? ) entfernt habe.

Die Möbel würde ich ausschliessen, da ich nach dem Aufbauen die einzelnen Gerüche zuordnen konnte.

Das Laminat hätte ich jetzt ausgeschlossen, da dann der Geruch im Schlafzimmer doch theoretisch der gleiche seien müsste , wie der im Wohnzimmer...

Ich kann leider nicht sagen seit wann der Geruch vorhanden ist, da er mit längerer Aufenthaltszeit intensiver wirkt.
Es kann möglich sein, dass der Geruch schon immer vorhanden war und mir jetzt erst seit den letzten 2 Wochen auffällt.

Zum Schlafzimmer ist noch zu erwähnen, dass es eine kalte Ecke (Aussenwand) gibt. Wohl eine Wärmebrücke... Da diese Ecke nicht von mir verputzt wurde kann ich nicht sagen ob es schon einmal Schimmel-Probleme gab.
Mein Hygrometer meldet 30 % Luftfeuchtigkeit.Also von Innen sehe ich da im Moment keine Probleme...

Gibt es einen vergleichbaren Geruch für Schimmel oder Feuchtigkeitsschäden?

gruß



Gerüche im Haus



Hallo,

ohne ein wenig Systematik in die Sache zu bringen, kommen Sie nicht weiter.
Also bentworten Sie doch bitt mal folgende Fragen der Reihe nach:
- Baujahr des Hauses
- Bauweise (Massiv, Holzrahmen, Fachwerk, Beton)
- Fertighaus ?
- Bundesland.

Ist der Dachstuhl imprägniert ?
Wenn ja womit ?
Haben Sie freiliegende Hölzer, wie Dachbalken ?

Sind Spanplatten im Haus verarbeitet ?

Grüße vom Niederrhein



Moin Julian,



damit sind wir quasi genauso schlau wie vorher....

Moderig lässt auf Feuchte schliessen, hast du beim Spachteln und Verputzen alles gut durchtrocknen lassen? Es gibt lösemittelhaltigen Tiefgrund, der kann noch eine weile "nachstinken" - das müsstest du allerdings einigermassen zuordnen können.

Fies wirds bei der Mischung verschiedener eher subtiler Ausdünstungen, die einem beim Renovieren noch nicht auffallen, weil's eh überall staubt und riecht.

Worüber wir noch garnichts wissen, wären eventuelle Altlasten, wie moderige Glaswolle hinter der nicht angerührten Dachschrägenverkleidung etc. Sowas kommt dann gern erst in der Heizperiode zum Vorschein.....

Hast du mal die Vorbesitzer interviewt?

Gruss, Boris