fenster

28.03.2003



wir bauen in unserem Fachwerkhaus bei der geralsanierung Kastenfenster ein und haben auch einen schreiner gefunden, der die nach alter bauart fertigt, unter anderem mit filz- statt gummidichtungen und so richtig schön mit Kitt eingeglast. die spalten zwischen Fensterrahmen und Fachwerk werden wir auch nicht mit pu ausschäumen, sondern mit Hanf ausstopfen. ein wenig ratlos sind wir mit blick auf den aufsatzrahmen, den äusseren fensterabschluss also: wie bringen wir da die spalten dicht, aber halt auch nicht gerade im chemischen sinn? hanf oder ähnliches macht ja da wohl keinen sinn, weil bei regen durchnässung droht. wer hat einen guten Tipp?



fenster



Guten Tag,
meiner Meinung nach am besten mit eingnuteten Kompribändern. Machmal ist auch die "neue" Bautechnik nicht verkehrt.
mfG. Ulrich Arnold



kastenfenster



Diese Fensterumrahmung habe ich vor allem in den nordischen Bereichen gesehen, bis an den Holzhäusern Sibiriens. Man dichtet am besten nicht ab, damit die Luft zwischen Holzblende und Fachwerk zirkulieren kann. Es handelt sich um ein paar mm. Aber die eventuelle Schieflage des Fachwerkes mit berücksichtigen. Nicht versuchen zu begradigen. Ein Problem ist die obere horizontale Öffnung. Die Idee mit Kompriband ist gut, ich habe es auch mal (verzeihen Sie mir) mit einer dauerelastische Dichtung versucht, im Klartext: Silicon. Auch der Seitenschlitz der an der Wetterseite steht (aber dann nur der) kann so abgedichtet werden. Aber niemals die untere Öffnung. Falls der Seitenschlitz nur ein paar mm dick ist, dann offen lassen. Der Regen der sich darin "verrirt" tropft nach unten. Ich habe oft bei der Abnahme solche Holzblenden benerkt dass das Holz dahinter durch Fäule angegriffen war, der Rest des Holzes dass dem Wetter ausgesetzt war nicht.
m.f.g
J.E.Hamesse



Aussenbekleidungen von Fenstern im Fachwerk



Die Aussagen von Herrn Hamesse kann ich nur bestätigen.
Wie er, bin auch ich der Meinung, dass man durch
übertriebenen Dichtungswahn, nur Schaden anrichten kann.
Allerdings sollte man, bei ungenügendem Dachüberstand die obere waagerechte Fuge zwischen Gefach und Verkleidung so gering wie möglich halten.
( eventuell eine versteckte Verblechung )
ABER: senkrecht und unten einfach offen lassen,
damit die wenigen Wassertopfen schnell wieder verdunsten können.
( sie können es auch ohne Probleme, sofern man sie nicht in einer Siliconzelle einsperrt )
- Viele Grüsse - Andreas Milling



Außenabdichtung



Meister Milling und Meister Hamesse haben einfach Recht, doch eine weitere Alternative wäre die obere Verblendung vor dem Aufsetzen mittels Spritzkork zu belegen und anschließend sofort aufsetzen. Senkrechte und untere Blenden zirkulierend lassen, damit eingedrungene Feuchtigkeit schnellstmöglich wieder ausdunsten kann. MfG aus der Umgebindelandschaft5 OL.



Fensterabdichtung



Meister Mühle hat auch recht. Ich habe bereits in einem Bauvorhaben mit Flüssigkork durch den Bauherr Abdichten lassen. Der Tischler wollte partout PU-ausschäumen. Man braucht jedoch eine starke Pumpe dazu (Ein PU-Schaumbehälter reicht nicht aus). Es riecht zwar nach Uhu (ich meine der Kleber und nicht der Vogel), aber es verdampft schnell.
Dies als Zulage.
m.f.g.
J.E.Hamesse



fenster



liebe forumsschreiber. vielen dank für die guten tipps. ich sehe mich in meiner revolutionären haltung bestätigt: nicht alles was dicht ist, ist auch gut. mein Fensterbauer wird immer blasser, aber er hat jetzt ganz brav filzstreifen geschnitten und hanf gekauft ...
bis bald günter flegel, wagenhausen in franken



positives Endresultat!



Der Bauherr hat seinem Tischler die Treue gehalten, in dem er ihn fachlich unterstützte und nicht klugscheißerte und der Tischler hat auch noch gelernt und für die Zukunft sich weitergebildet. Hoffentlich wird er nun auch Plattformmitglied, um sich noch weitere gute Erfahrungen anzueignen. Tschüß und gesegnete Nachtruhe aus der Oberlausitzer "Überflugsregion" für B-52. Scheiße!!



Flüssigkork



..habe ich kürzlich auch eingesetzt...war ein voller Erfolg