Aufbau einer Innendämmung




Liebe Gemeinde,
und wieder die so oft gestellte Frage eines Leien...Kann ich mein altes Fachwerkhaus in der vorgeschlagenen Weise dämmen, ohne Fäulnisbildung zu befürchten. Die Bauweise orientiert sich am Trockenbau, den ich aus dem konventionellem Bau kenne.

Aufbau von außen nach innen:

Fachwerk mit alten Ziegelsteinen
5 cm Lehm
Ständerwerk (Holz oder Metall)
dahinter bündig zum Lehm geklemmt 140 mm Thermohanf
Abschluss Trockenbau mit Holzfaserplatten (billiger)oder Lehmplatten (leider teurer).

Vielen Dank für eure Hilfe

Fleissige Biene



Innendämmung Fachwerk



So einfach sollte man sich das nicht machen.
Innendämmung ist eine komplexe, diffizile Maßnahme bei der eine Menge falsch laufen kann.
Bei Ihrer Idee sind es zwei z.B. kapitale Fehler, die (falls es Sichtfachwerk ist)sofort auffallen:
1. Ein Zuviel an Dämmung
2. fehlender Schutz gegen eindiffundierende Raumluftfeuchte.

Die Übergänge zu anderen Bauteilen, die ganze Art der Ausführung usw. können noch eine Menge weiterer Baumängel bringen.
Über die erhebliche Verringerung der Nettowohnfläche und den drastisch veringerten Tageslichteinfall haben Sie sich hoffentlich schon Gedanken gemacht.
Dann sollten Sie generell solche Maßnahmen nicht als Insellösung, sondern immer im ganzheitlichen Zusammenhang mit dem Haus und der Summe der jetzt und später geplanten Baumaßnahmen auch im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit betrachten.

Viele Grüße



Stopf-Hanf ans Fachwerk



Innen an ein Fachwerk machen sich maßgenaue Matten extrem schlecht, da man die Ständer nur sehr umständlich auf Maß halten kann. Und die Thermohanf Matten noch schlechte. Die lassen sich extrem schwer schneiden. Am besten Du nimmst Stopf-Hanf.



Ganau informieren!



Bei www.conluto.de findest du unter Konstruktion Vorschläge zur Innendämmung! Meine bevorzugte Variante:
Lehmausgleichsputz, Holzfaserwichplatte in den Lehm einbetten und verdübeln, vollflächig Armierungsgewebe, Lehmoberputz, Lehmfarbe oder Lehmedelputz!

Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik