Zwischendecke

16.11.2010



Hallo...ich habe in unserem massiven Stallgebäude eine neue Holzbalkendecke eingezogen.Nun möchte ich diesen neu entstanden Raum nutzen...und möchte die Zwischendecke dämmen und mit Gipskarton von unten verkleiden.Der Dachboden oberhalb soll unberührt bleiben
Hier nun meine Frage...
Die Zwischendecke besteht aus 240er Holzsparren...die auch ziemlich gerade liegen.Welche Dämmstärke sollte ich hier verwenden,sollte der Zwischenraum komplett gedämmt werden?
Nach oben zum Dachboden wollte ich erstmal alles offen lassen.
Die nächste Sache...Dampfsperre/Folie von unten...Ja oder Nein?Kann ich dann mit einer Sparschalung oder Latten direkt auf die Sparren+Gipskartonplatten oder soll ich hier die Decke abgehängen werden.Meine Überlegung hier Schallübertragung (falls der Dachboden später noch genutzt werden sollte) bzw. Rissbildung Gipskarton.Oder vielleicht doch Metall-Profile oder es gibt doch auch diese Hutfederprofile.Wer könnte mir hier mit gutem Rat behilflich sein???

Großes Dankeschön...



hast



Du dich denn nach dem "rumlesen" im Forum schon für einen Dämmstoff entschieden. Der Aufbau der Decke richtet sich im wesentlichen nach diesem Fakt.



Dämmung



ich dachte an eine Dämmung von URSA...Dämmfilz





Hallo Gunnar,

Wie soll der Raum genutzt werden? Wohnraum, Garage, Bad, Werkstatt...
Wie soll er beheizt werden?
Wie groß ist der Raum, wie sind die Außenwände beschaffen?

Gipskarton auf Holzbalkendecke reißt häufig.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Wohnraum



Hallo...
die Grundfläche ist nicht ganz 100qm groß
Die Außenwände sind massive Klinkersteine 36cm,hier sollte eine Ständerwand davor gestellt werden +Dämmung(welche Stärke wäre hier ratsam???) + Gipskarton
Geplant ist...diesen Raum aus Partyraum,vielleicht später als Gästezimmer/Wohnraum zu nutzen.Hier sollen dann auch noch Trenwände gestellt werden...

Es sollen ausreichend Heizkörper aufgestellt werden...zusätzlich ist auch ein Schornstein für einen Kaminofen vorhanden.

Geplant war,die Holzsparren mit Dämmung auszulegen,dann von unten eine Folie,dann eine Sparschalung auf die Sparen,darauf dann die Gipskartonplatten.
Oder vielleicht doch Metallprofile/Hutprofile als Unterkonstruktion???Hier die Frage...diese dann direkt auf die Sparen oder in Verbindung mit Abhänger???
Viel Platz habe ich jedoch nicht,da ich ja noch etwas Raumhöhe behalten wollte.

Vielen Dank
MfG Gunnar





Hallo Gunnar,

bei nur temporären Raumnutzungen gibt es erfahrungsgemäß über das Jahr größere Temperaturschwankungen, nicht zuletzt, da solche Riesenräume im Winter nicht immer auf Temperatur gehalten werden (können). Temperatur- und Feuchteschwankungen führen dann sowohl an GK-Wand als auch in der abgehängten GK-Deckenkonstruktion zu Rissbildungen. Eine Kondensatbildung an der bisherigen Wandinnenseite ist zu erwarten.

Die Wände sollten besser verputzt werden.

Decke ebenso oder aber von unten sichtbar lassen und zwischen den neuen Deckenbalken Einschübe und eine Dämmung einbringen. Glaswolle ist nicht die erste Wahl, erst recht nicht, wenn später eine Nutzung oben angedacht ist und an die Decke Schalschutzanforderungen gestellt werden. Die Einschübe können von unten verputzt werden.

Heizung ist ein eigenes Thema, bei 100 qm grundfläche wird einiges an Heizleistung benötigt.

Das Beste wäre, das würde sich mal jemand ansehen, vielleicht findest Du jemanden oben rechts über die PLZ-Suche, wo steht denn das gute Stück?

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Dein



Vorschlag einer gedämmten Vorsatzschale hat einen Haken - dahinter könnte sich Kondensat bilden, wenn man nur den kleinsten Fehler macht. Besser ist da ein Kalkputz wie bereits geschrieben und einen großen Werkstattofen, der eine gute Strahlungswärme liefert. Oder ein Bullerjan. Bei einer abgehängten GK doppellagig aus Feuerschutzplatten dürften weniger Risse auftreten - und das mit dem Brandschutz sollte auch vorher abgeklärt werden. Vielleicht kommt sogar eine baurechtliche Umnutzung in Betracht.



Alles



nicht so einfach!!!
Das gute ist...das ich noch jede Menge Zeit zum planen habe,der der Umbau...wenn überhaupt erst für Ende nächstes Jahr eingeplant ist.
Man will sich halt vorher schonmal genau erkundigen bzw verschiedene Meinungen einholen...um dann später keine Fehler zu machen.

Also sollte ich die Dämmung und die Folie hinter der Vorsatzschale weglassen???

MfG Gunnar



um



es klarer auszudrücken: die Vorsatzschale auch weglassen und die Wand nur putzen.
Warum: mit einem kurzen Heizen schaffst Du es nicht, die Wand anzuwärmen (erst recht nicht hinter einer Vorsatzschale). Sobald aber die angewärmete und nun mehr Feuchtigkeit "tragene" Zimmerluft an die Außenwand gelangt, gibt es dort bei Überschreitung von Grenzwerten Kondensat. Wenn das hinter der Vorsatzschale passiert, hast Du ein Probelm, von dem Du erst etwas bemerkst, wenn es zu spät ist. Auf einer nur mit Kalkputz versehenen Wand reguliert sich das bei einer sonst trockenen Wand, entsprechender Lüftung usw von selbst. Und wenn es doch zu feucht wird, bemerkst Du es rechtzeitig. Du hast aber immer noch nichts zur Nutzung gesagt - ich selber gehe mal von einer Werkstatt aus (in einer Scheune nichts ungewöhnliches).
Soll es aber ein Wohnzimmer (100m2?) werden, sieht die Sache wieder etwas anders aus ....