Dämmung zwischen Geschossdecke und Dachboden - Vorschläge

22.10.2011



Hallo liebe Community,
durch gewisse Umstände ist es mir möglich in ein sanierungsbedürftiges Haus aus dem Jahr 1950 zu ziehen. Insgesamt werden sehr viele unterschiedliche Baustellen zu bearbeiten sein, allerdings möchte ich mich zunächst auf die Dämmarbeiten konzentrieren.

Konkret möchte ich gerne die Decke zwischen Erdgeschoss und Dachboden dämmen. Wohlmöglich sind folgende Informationen hilfreich:
* Deckenzusammensetzung (von unten nach oben):
- Putz, Strohmatte, Konterlattung, Dielen, Koksasche,
Dielen
* der Dachboden wird definitiv nicht bewohnt sein und muss
nicht unbedingt begehbar bleiben
* leider ist der Dachbalkenabstand nicht überall identisch
* das Dach selbst ist überhaupt nicht gedämmt

Zunächst möchte ich euch die Situation vor Ort visualisieren:







Wir haben uns bereits Gedanken gemacht und tendieren zum Einsatz von PUR WLS 024 Platten in 8 cm Stärke. Mögliche Verwendungsmöglichkeiten sind der Skizze zu entnehmen. Auf dieser Skizze habe ich 3 Szenarien erstellt und jeweils anhand von Aufwand (Kosten, Zuschnitt) und Effizienz (von mir VERMUTETE Luftströmung) bewertet. Falls das alles Mumpitz ist, lasst es mich wissen und unterbreitet mir bitte Verbesserungsvorschläge. Bzgl. der Skizze steht rot für Dämmung und blau für Rigips- bzw. OSB-Platte.



Weiterhin machen wir uns über die Dämmung der Wände Gedanken. Momentan war die 38 cm starke Wand lediglich verputzt. In einigen Räumen haben wir zwecks späteren Elektroinstallation den Putz komplett entfernt und planen den Einsatz von Rigipsplatten nach folgendem Beispiel (entweder mit Kanthölzern oder mit Ansetzbinder). Hier besteht das Problem, dass sich hinter der Rigipswand (aufgrund der nicht planen Mauer) eine Luftkammer bildet. Von einem bekannten wurde mir gesagt, dass Luft ein ausgezeichneter Isolator ist (kostet nichts und ist mit ca. 0,02 W/mK sehr gut). Mir fehlt leider das entsprechende Fachwissen um die Aussage zu verifizieren. Im Internet findet man zwar schon Hinweise darauf, dass Luft eine geringe Wärmeleitfähigkeit hat, allerdings selten in Bezug auf Bauen bzw. Dämmen. Das Problem (oder auch nicht) wird in der Skizze hoffentlich deutlich.



Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass wir zunächst ohne Außendämmung einen Winter "testen" möchten und ggf. im übernächsten Sommer von Außen dämmen.

Unser Aufenthalt in dem Haus ist zunächst für 10 Jahre geplant, dementsprechend sind auch die Kosten zu kalkulieren.

So ich hoffe ihr könnt alles erkennen und übt fleißig Kritik.

Vielen Dank im Voraus,

Matthias





Luft dämmt nur dann gut, wenn sie sich nicht bewegen kann. Siehe den Artikel zum Stichwort "Wärmedämmung" in der Wiki.
Wenn der Zeithorizont 10 Jahre ist, legen Sie die Decke von oben her mit Dämmplatten aus. Wenn Nasszellen drunter sind, brauchen Sie eine Dampfsperre.
Noch besser wäre es, die Dämmung mit dem Hausbesitzer abzusprechen und von diesem (mit)finanzieren zu lassen; nachher sollte 30 Jahre oder länger Ruhe sein.
Es hängt sehr viel davon ab, wie durchdacht und sorgfältig die Anschlüsse Wand-Decke, Fensterlaibungen usw. ausgeführt werden.