massive dachdämmung ohne dampfbremse




hallo!
ich möchte ein altes sparrendach zum Wohnraum ausbauen, will aber nichts mit irgendwelchen dampfbremsen-sperren zu tun haben. mein ziel ist es mit massiven baustoffen eine wärmespeichernde, diffusions- und kapillaraktive, somit feuchtigkeitsregulierende Dämmung zu realisieren.der raumverlust durch größere wandstärken ist zweitrangig für mich.
wäre dankbar für alle erfahrungen und ratschläge in bezug auf statik, wand(dach-)aufbau, hinterlüftung, baustoffwahl, dachbegrünung...



Vorschlag



Es ist schwer dir zu folgen. Soll das Dach neu eingedeckt werden? Ich habe mal auf der Internetseite von Konrad Fischer hierzu etwas gelesen. Wenn ich mich recht erinnere hat er Backsteine in der Sparrenlage empfohlen. Die Zwischenräume waren wohl mit QuarzSand gefüllt. Sicher auch eine Frage des Sparrenquerschnittes! Am besten du siehst dich da mal um.
Ich habe in meinem Haus, jedoch im Bereich der Deckenbalkenlage, auch ohne Dampfsperre gearbeitet. Jedoch muss die Winddichtheit des Bauteiles gewährleistet werden und die Konstruktion muss an der Oberseite zu dem kalten Bereich in der Lage sein, mehr Feuchtigkeit abzugeben, als die untere Konstruktionsebene durchlässt Taupunkt! - Kondensatausfall! Dämmstoff in meinem Fall Zellulose. MfG Ray



@Ray Poschmann



Hört sich ein bisschen nach Supergau an.

„Ich habe in meinem Haus, jedoch im Bereich der Deckenbalkenlage, auch ohne Dampfsperre gearbeitet. Jedoch muss die Winddichtheit des Bauteiles gewährleistet werden und die Konstruktion muss an der Oberseite zu dem kalten Bereich in der Lage sein, mehr Feuchtigkeit abzugeben, als die untere Konstruktionsebene durchlässt Taupunkt! - Kondensatausfall! Dämmstoff in meinem Fall Zellulose.“

Beobachten Sie diese Konstruktion noch?



bevor ich jetzt



eine spaliergeschalte Strohleichtlehmdämmumg empfehle, wie denn Dachbegrünung...Flachdach?

Gruß...J.



danke fürs schnelle antworten



ja, das Dach soll neu eingedeckt werden und da wollt ich den Ausbau des dachbodens gleich mitnehmen.

bei konrad fischer war ich auch schon: "Und wer wirklich ein dichtes Dach und eine perfekt dämmende Wärmedämmung für den Dachausbau haben will:
Nach alter Väter Sitte: Massiv und störungstolerant ent- und hinterlüftet - also keineswegs luftdicht versiegelt."
das bekräftigt mein vorhaben,jedoch wüsst ich gern mehr details für Konstruktion und ausführung,die ich auf seiner seite bisher noch nicht finden konnte.

an Strohleichtlehm hab ich auch schon gedacht.haben sie da erfahrungen, welche Wandstärke ist für eine ausreichende Dämmung erforderlich?
aber grundsätzlich ist es doch richtig, dass ein mit Lehm gedämmtes dach,keine dampdfbremse braucht,da es entstehenden Wasserdampf bzw. kondensat aufnehmen und vor allem wieder abgeben kann, was z.b. bei einer mineralwolldämmung durch fehlende kapillarwirkung nicht der fall wäre,so dass man mit einer Dampfsperre den wassereintritt verhindern muss.oder?
trotzdem liegt doch dann der Taupunkt irgendwo innerhalb der lehmschicht, was dann im Winter zu frostschäden kommen kann!?ist das dem lehm egal?

an eine dachbegrünung hatte ich gedacht, um schon bei der außenhaut eine wärmedämmende/speichernde masse zu haben, wodurch man vielleicht die anderen dämmenden schichten minimieren könnte.(ein Flachdach ist es nicht)



sinnvoll



ist es wenn Sie eine Vollsparrendämmung (vorzugsweise mit z.B. Holzfaserdämmung) vornehmen und innen eine Dampfbremse anbringen um die Winddichtheit zu gewährleisten.
Der Aufbau sollte, wie schon tausendmal beschrieben, von innen nach außen diffusionsoffener sein - was mit einer Unterspannbahn außen und einer Dampfbremse innen erreicht wird.
Bei einer Dachbegrünung ist natürlich für eine Hinterlüftung zu sorgen aber dies ist auch problemlos machbar.

"Massiv und störungstolerant ent- und hinterlüftet - also keineswegs luftdicht versiegelt."
Dieser Satz ist doch totaler Quatsch, ich kann doch ein Dach "ent- und hinterlüften" und dennoch "luftdicht (winddicht) versiegeln" was übrigens sinnvoll ist wenn nicht sogar notwendig.

Sie können sicherlich Ihr dach bauen wie vor 100 Jahren
aber dann dürfen Sie auch die Ansprüche von heute nicht erwarten und die Heizkosten sollten dann auch nicht das Thema sein

frohen Weihnachten
Mirko Schlosser



Wenn Sie



mehr über Detail's wissen wollen kann ich Ihnen gerne eine Adresse zukommen lassen.

Grüsse



@oliver



was soll daran bedenklich sein. Im Konkreten von unten nach oben:
2,5 cm Lehmputz (Fein- bzw. Unterputz),
2,5 cm Heraklith (magnesitgebunden),
ca. 6 cm Luft,
Geotextil von unten an die Balkenlage als Rieselschutz und als Auflage der Dämmung mit Holz unterzogen,
ca. 25-30 cm Isofloc,
ca. 350 ccm unbeheizten Dachböden. Auf dem Isofloc befindet sich keinerlei Schalung etc.

Die Winddichtheit der Konstruktion ist sogar noch DIN relevant, auch wenn es keinen wirklich interessieren sollte. Wozu brauchst du da ne Dampfsperre! Tipps doch mal bei www.u-wert.net ein:
U-Wert: 0.13 W/m2K sogar EnEv 2009,
Feuchteschutz: gut
Ray



Für eine Dachbegrünung,



brauchst du nen Fachplaner: Erde + Wasser + Pappschnee kann ganz schön schwer werden...tragen deine Sparren das?
Oder verstopft dir der ganze Grünkram immer die Dachrinne, weil's doch n' büschen steil is'?

Aber die Idee is klasse - hab sogar mal auf einem Öko-Dach gezeltet.

Gruss, Boris



@Ray



Die Innenseitige 6cm Luftschicht halte ich für äußerst bedenklich.