Aufbau Innendämmung/ Aussendämmung

29.01.2003



Hi Leute, hab mich gestern mal in einem Ökologischen Baumarkt hier bei uns über eine Innendämmung bezüglich des Fachwerkhauses informiert. Folgende Lösung wurde mir vorgeschlagen: 6-8cm Kanthölzer als Rahmen, dazwischen Flachs, Celluloseplatten oder Holzweichfaserplatten als Dämmung (empfohlen wurde mir Cellulose wegen Preis/Leistung), darauf eine Dampfbremse (keine Dampfsperre) in der Art eines Spezialpapiers und darauf dann Gipsplatten (das billigste), Lehmbauplatten (teuer) oder Schilfrohrmatten (das hab ich bevorzugt) mit 20mm stärke worauf dann der Lehmputz aufgetragen wird. Ist dieser Aufbau grundsätzlich so in Ordnung? Ich hab da irgendwie Bauchweh wegen dieser Dampfbremse...hab hier glaub ich gelesen dass das gar net so gut sein soll!!!
Noch dazu hab ich am Abend mit meinem Cousin telefoniert der sich ein 400 Jahre altes Bauerngehöft renoviert hat. Er hat gemeint Innendämmung sei immer nur zweite Wahl und er hat seine Wände Aussen gedämmt. KLingt gut, ist bei mir auch möglich....nur: Wie sieht der Aufbau einer Aussendämmung aus? LAttenrahmen oder mit Lehmmörtel verklebte Platten? Wie mache ich die Übergänge an den Fenstern? Putz oder Vertäfelung?
Wäre klasse wenn mir jemand genauere Infos zur Aussendämmung zukommen lassen könnte und/oder seine Meinung zu der oben beschriebenen Innendämmung abgibt. Wandstärke ca. 15cm...im Wohnbereich FW ausgemauert, im Altbau mit Lehm ausgefacht.
Bin wissbegierig und für alle Infos offen.
Mailto:Koe@stylehengst.de

Mfg

Markus



re:Aufbau Innendämmung/ Aussendämmung



hallo markus,
wir haben es wie folgt gemacht:außedämmung mit 60 mm holzweichfaserplatte, 25mm Schilfplatte und darauf 2-lagiger kalkputz. den Kalkputz besser noch armieren. fenster- und Türfutter lassen sich mit Stopfhanf "abdichten". billiger kann man mit weniger Holzweichfaser und stärkerer schilfdämmung kommen, die aufbaudicke wird bei gleichem Dämmwert unverhältnismäßig größer.

viele grüße aus dem grünem herzen



Aussendämmung!



Hallo,
ich würde 4*6 Kanthölzer in Kreuzlage anbringen und ausrichten. Bituminierte Weichfaserplatten mit Nut und Feder anbringen, Lattung und Lärcheschalung davor. Den Hohlraum zwischen den Kanthölzern mit Zellulose ausfüllen. Alternativ:
10cm Weichfaser/Putzträgerplatten und verputzen.
MfG
J. Frase



nicht ganz einfach



Die vorgenannten Vorschläge können klappen und hören sich ganz gut an, zugegeben. Ich hätte aber trotzdem Bedenken, die klimatischen Verhältnisse in einem Fachwerkhaus mit und ohne Dämmung, können auf einer großen Bandbreite variieren. Es sollte sehr vorsichtig mit Mutters Porzellankiste umgegangen werden! Innendämmung ist ein noch heikleres Thema. Sie ziehen hierdurch in den meisten Fällen den Kondenswasserausfallmoment (Taupunkt) nach innen. Und zwar soweit das der größte teil der Feuchtigkeit durch das Dampfdruckgefälles nicht mehr nach außen diffundieren kann und speichern dadurch die Feuchtigkeit im Wandbauteil. Was das heißt ist klar: Erhöhung der Bauteilfeuichte führt zur Verlust der Speicherfähigkeit und verursacht Pilzschädigungen an organischen Bauteilen. Nein, auch hier die Empfehlung einen versierten Energieberater oder Bauphysiker aufzusuchen. Viele der Energieberater wissen sogar noch zusätzlich über Fördermöglichkeit (KfW und Länderprogramme) für Energiesparmaßnahmen im Sinne der EnEv (Energieeinsparverordnung) Bescheid. Grüße aus Leipzig von



Aussendämmung



Hallo,
wenn wir Aussenfassaden und Aussendämmung machen, aufbringen von einer Lattung, Schilfmatten, anschliessend mit unserem reinen Kalk-Grundputz einen Anspritz und dann einen eingefärbten Wormser anspritzen, streiche erübrigt sich. Haben Sie Interesse, mit 100% naturreinen Kalkbaustoffen zu arbeiten, rufen Sie uns an wir beraten Sie gerne. MfG Veronika Klepac



Innendämmung mit Calcium-Silikatplatten



Moin,
wir standen vor einem ähnlichen Problem, allerdings nicht bei einem Fachwerkhaus. Nach langem Überlegen haben wir uns schliesslich für eine innendämmung mit Mineraldämmplatten entschieden, die können ohne Dampfbremse und -sperre angebracht werden, sind diffusionsoffen und sorgen nach Berichten von Anwendern für ein angenhemes Raumklima. Infos gibt es bei Fermacell (jetzt XELLA). Die Platte hiess früher (und z.T. noch jetzte Fermacell MD) und wird jetzt auch als Multipor vertrieben. Kostet hier etwa 12 Euro pro qm, dazu kommt 2 Euro für Mörtel. Mehr Infos gewünscht?

Gruß, Frank