Fußbodenaufbau auf der Erde die 1001 Frage :)

Hallo

Es geht um Fußboden im sozusagen Halbkeller! Das Haus steht am Hang und ist auf einer Seite kommplet unter der Erde (der Keller) und ca. ab der hälfte des Hauses ist es kommplet frei.

Grundsetzlich zum Keller: Es gibt in den Räumen die unter der Erde sind feuchtigkeits Sorgen die aber sich nur auf die Räume begrenzen. An diesem Problembin ich zur Zeit bei!

In den zwei Räumen wo der Fußboden erneuert werden soll ist was die Feuchtigkeit angeht) alles i.O!

Jetzt zum aktuellem Fußbodenaufbau:

1.Teppich
2.Bretter/Dielen
sind alle heile aber sind es nicht wert erhalten
zu werden (sind eher Bretter als Dielen)
3.Balken (sind i.O.)
4.Erde (ist Trocken)

Die zwei Zimmer sollen demnächst bewohnt werden, daher wollte ich da eventuel neue Dielen Verlegen und eventuel zwischen der Erde und den Dielen etwas dämmen!
Dabei dachte ich an Holzfaserdämmung
=> https://www.bausep.de/steico-flex-wls-039-holzfaserdaemmung-1220-x-575-mm-100-mm.html?gclid=Cj0KEQjwkdHABRCHiZ2gs6yGh50BEiQAA91Wll_vsu0MS_aPbd_h4RjHSZ1tiswe0AiipRg0g2BJeCgaApN98P8HAQ

Ich weis nicht ob das so klappt?
Ein großer Umbau (Kies Beton Estrich oder sonstiges) lohnt sich da nicht da es grundsetzlich keine großen Probleme in den Räumen gibt (man muss nicht viel mehr heizen als sonst wo).

Fals wer anderen Vorschlag hab, bin für alles offen!
Wen man es nicht selber macht, macht es niemand!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 30.10.16

Hat jemand einen Tip?


Oder einen anderen Vorschlag wie ich es machen sollte?
Wen man es nicht selber macht, macht es niemand!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 30.10.16

build nice, or build twice...


Bitte keine falsche Sparsamkeit.

Ohne eine geeignete Abdichtung gibt das sonst eine wunderbare Pilzkultur.
Ich habe einen einfachen Geschmack - ich bin mit dem möglichen zufrieden. (frei nach Oscar Wilde)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 31.10.16

Erhaltenswert


Warum sind die Dielen nicht erhaltenswert, wenn sie doch in Ordnung sind? Dielen sind auch nur Bretter mit Nut und Feder, hat der jetztige Fußboden nur Glattkantbretter? Man kann Dielung auch Abschleifen und neu behandeln.
Leben ist das was passiert, während Du eifrig dabei bist andere Pläne zu machen. (J. Lennon)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 31.10.16

Fußbodenaufbau


Bloß mit dem Dämmmaterial entsteht noch kein funktionierender Fußbodenaufbau.
Noch nicht mal damit, das Material wird empfohlen für den Einsatz im Wand,- Decken und Dachbereich.
Hier meine Alternative:

http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/mediapool/88/885822/data/Fu_b_den_im_Altbau_Teil1.pdf

Seite 14 bis 20
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 31.10.16

Das klingt ganz gut!


Hallo Herr Böttcher!

Ich hatte einiges durchgelesen und diese Variante erscheint für mich die passende zu sein:
"Eine bessere Methode für Dielenfußboden über Erdrei
ch ist folgende Bauweise:
Sauberkeitsschicht, ein paar Tage später die Abdich
tung. Wenn man frühhochfesten
Zement der Sorten 32,5 R oder 42,5 R einsetzt und e
s nicht zu kalt ist kann man schon
einen Tag später die Abdichtung einbauen. Darauf da
nn eine mehrlagige
Dämmung aus trittfesten Holzfaserplatten, Stärke ca
. 100mm, eingebaut werden. In
die obere Lage wird die Traglattung für die Dielung
eingebettet und zwar so, dass
die Oberfläche der Lattung in der gleichen Höhe lie
gt wie die Oberfläche der
Dämmung. "

So sieht mein Plan aus (korregieren sie mich fals etwas nicht geht):
1. 5cm. Sauberkeitsschicht (Estrichbeton)
2. Abdichtung (Schlämme oder Folie)
3. Holzfaserplaten mit Lattung für die Dielen(https://www.bausep.de/holzfaserdaemmplatte-fuer-boeden-wls-040-1350-x-600-mm-100-mm.html)
Hier würde ich gern wissen ob es problematisch währe kanthölzer zu nehmen die bis zum Estrich reichen?

Ich hoffe das es so geht.

Ach ja noch eine Frage: Sollte ich in den Estrich Bewährung mit reinlegen?

Gruß
Wen man es nicht selber macht, macht es niemand!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 08.11.16

Fußbodenaufbau


Schade, Sie haben das Grundprinzip nicht verstanden.
Die Dielung liegt vollflächig auf den trittfesten Holzfaserdämmplatten auf, nicht linienförmig auf Kanthölzern. Die eingelegten Latten dienen nur der Fixierung der Dielen, sie tragen nicht.
Es gibt bei diesem Aufbau keinen Estrich, nur eine Sauberkeitsschicht. Die muß nicht bewehrt werden.
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 09.11.16


Die Sauberkeitsschicht soll bzw. kann doch aus Estrichbeton gemacht werden? Das mit der Latung hab ich verstanden. Man kann auch sagen dass die Dielen dann schwimmend verlegt währen und dadurch wesentlich bessere Wärmedämmung vorhanden währe. Ist es soweit richtig?
Wen man es nicht selber macht, macht es niemand!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 10.11.16

Fußbodenaufbau


Noch mal zur Verdeutlichung:
Ein Estrich liegt OBEN, er ist der Träger für den Fußbodenbelag und dient zur Verteilung von Punktlasten auf der Dämmschicht.
Eine Sauberkeitsschicht liegt UNTEN, sie dient als Arbeitsplattform und zur Aufnahme und als Träger der Dichtung und Dämmung.
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 11.11.16

Bodenaufbau im Keller und Holzbodenverlegung


Der Boden unter der Feuchtigkeitssperre muß nur tragfähig und verformungssicher sein.
Es könnte theoretisch auch gestampfter Lehm sein, wie früher teilweise in Scheunen, die auch mit Heuwagen befahren wurden.

Boden vor Auffbringen der Betonschicht/ des Estrichs, (6-8 cm genügen dabei),
gut verdichten und nivellieren, ggf durch eine dünne Sandschicht,
PE-Folie 0,2 mm auflegen, damit das Anmachwasser des Betons nicht zu schnell entzogen wird.
Den Estrich/Beton gut nivellieren wenn der Boden nur auf Dämmplatten liegen soll, da später kein Höhenausgleich mehr erfolgen kann.
Bei Unebenheiten können diese vor der Plattenverlegung zB mit Perlite ausgeglichen werden-kleine Unebenheiten ausspachteln.

Feuchtigkeitssperre am Rand bis zur Oberkante Fußboden hochziehen.

Wärmebrücken durch Unterkonstruktionshölzer wirken sich bei Kellerböden nur wenig aus wegen geringen Temperaturunterschieden von im Normalfall max 10 Grad (Bodentemperatur + 10 Grad, Innenraumtemperatur max 20 Grad). Bei Außenwänden sind dagegen bis 40 Grad Unterschied möglich!

Bei größeren Dämmstärken und genauer Höhenanpassung verwende ich
lieber Holzbalken aus KVH, die durch Unterlegen genau nivelliert werden können. Als Dämmung in dem Fall Zellulose, Perlite, Hanf etc

Bei Holzdielen darauf achten, dass diese vor Verlegung die Ausgleichsfeuchtigkeit des Raumes angenommen haben- also Holzfeuchte der Bretter und Luftfeuchtigkeit des Raumes überprüfen und Bretter ggf solange lagern bis diese die Ausgleichsfeuchtigkeit angenommen haben.

Andreas Teich

Erde-Bilder aus der Bilddatenbank: