Fachwerk mal anders.

Diskutiere Fachwerk mal anders. im Forum Sanierung allgemein im Bereich - Ich habe ein gemauertes Haus aus den 40gern und möchte die rückseitige Giebelwand mit einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade dämmen. Das Haus...
... muss leider sagen das dieses Forum sehr enttäuschend ist!
Hier wurde von Dirk eine Frage gestellt die in kleinster weise Thematisiert wird.
Naja, es würde dir auch nix nutzen, wenn es jemand thematisiert der die Sinnhaftigkeit einer solchen Maßnahme nicht sieht, bzw. in Frage stellt..
Eine Sichtfachwerkfassade ist nun mal eine der Pflege- und Wartungsintensivsten Fassaden überhaupt.
Da stößt die Begeisterung freilich an ihre Grenzen, zumal es ja viele Möglichkeiten gibt eine Fassade deutlich langlebiger zu dämmen und hübsch zu machen.
Meins ist ein Imitat auch nicht so wirklich.
Du kanst ja mal bei Olaf aus Sachsen hier im Forum oder unter Obo Olaf Bau auf Facebook vorbei schauen, der macht sowas.
 
Zuletzt bearbeitet:
Pseudo-Ziegel können mit gutem Fliesenklaber auf eine zementgebundene Platte geklebt werden.
Fachwerkbalken können aus ebensolchem Material als Fachwerkimitat geschnitten und bis zur gewünschten Dicke aufeinander geklebt/geschraubt werden.

Darauf mit Putz und Strukturwalze etwas Ähnliches wie Holzstruktur herstellen und dunkel streichen..


Alternativ das Fachwerk mit Eiche-Bohlen herstellen und dazwischen die Riemchenplatte befestigen
Das ist die Antwort. Untern der zementgebunden Platte befindet sich dann die Isolation inklusive Hinterlüftungsebene. Problematisch ist und bleibt jedoch die Fuge zwischen Riemchen und Bohlen, die vermutlich mit Zementkleber ausgeführt wird. Das ist recht problematisch, da die Feuchtigkeit nicht abtrocknen kann. Im Fachwerk lässt sich mit Kalkputz arbeiten. Bei dieser Anwendung kann ich mir kein entsprechendes Fugenmalerial vorstellen.

Ansonsten hat dieses Thema nichts mit Fachwerk zu tun wie ich es interpretiere. In einem Holz- und Waldforum wird wohl auch eher selten Laminat oder Vinyl in Holzoptik diskutiert.
 
Bei mir ist es so das ich einen alten Fachwerk Hof saniere. Die Wand zur Wetterseite wird mit Lehmstein neu ausgefacht und soll mit einer Verkleidung geschützt werden. Da ich die Fachwerkoptik gerne behalten möchte würde ich diese auf der hinterfüllten Fassade gern wieder nach stellen. Wenn das Fachwerk Imitat auf der Fassade durch das Wetter in 10, 15 oder 20 Jahren erneuert werden muss, dafür aber die Wand trocken und intakt bleibt bin ich damit fein.
 
Bei mir ist es so das ich einen alten Fachwerk Hof saniere. Die Wand zur Wetterseite wird mit Lehmstein neu ausgefacht und soll mit einer Verkleidung geschützt werden. Da ich die Fachwerkoptik gerne behalten möchte würde ich diese auf der hinterfüllten Fassade gern wieder nach stellen. Wenn das Fachwerk Imitat auf der Fassade durch das Wetter in 10, 15 oder 20 Jahren erneuert werden muss, dafür aber die Wand trocken und intakt bleibt bin ich damit fein.
Wie sieht es denn IM GROBEN mit diesem Fassadenaufbau aus: Traglattung in gewünschter Dämmstärke aufschrauben, dazwischen Dämmung einbringen ( Holzfaser, Zellulose, Hanf oder oder), darauf Rauspund und eine diffusionsoffene Unterdeckbahn, so wäre das originale Fachwerk vor Wind und Wetter geschützt. Darauf das Fake-Fachwerk mit möglichst starken Bohlen montieren, dazwischen verputzbare Holzfaserdämmplatten o.ä. schrauben, armieren und dann verputzen oder Klinker kleben. Da sind jetzt natürlich die Fachleute hier gefragt.
 
Da ich die Fachwerkoptik gerne behalten möchte würde ich diese auf der hinterfüllten Fassade gern wieder nach stellen. Wenn das Fachwerk Imitat auf der Fassade durch das Wetter in 10, 15 oder 20 Jahren erneuert werden muss, dafür aber die Wand trocken und intakt bleibt bin ich damit fein.
Diverse Möglichkeiten gibt es. Sie sind unter "Fachwerkern" in der Regel als Fake und Disneyland eher unbeliebt.
Die einfachste und meist auch ausreichend - weil 99% der Leute es als solches eh nicht erkenn - einfach ein diffusionsoffener Aufbau eines WDVS auf den der Maler das Fachwerk aufmalt.
An einem Gartenhaus haben wir auch mal 20er Eichendielen (Rift-Ware) aufgeschraubt und die "Gefache" mit einem Kalkputz verputzt. Bricht manchmal an den Ecken des Putzes etwas aus aber geht. Die Brettchen sind nach ein paar Jahren auf der Wetterseite auszutauschen.
Was Olaf da mit dem Nachbilden des Holzes macht ist übrigens beeindruckend und wirkt recht echt.
Ind er Beratung habe ich mal jemanden gehbat, der Holzbalken in GFK nachgebildet hat und als Fake auf das WDVS aufgebrahct hat. Geht auch - aber der Aufwand!
Vorhangfassade finde ich auch viel zu aufwendig wenn das nach ein paar Jahren wieder für die Tonne ist. Am Ende muss aber jeder mit seinen Entscheidungen leben und meine Oma hat immer gesagt "Es gibt kein größeres Leid, als das was man sich selbst antut"

Am Ende sitzt man vielleicht 20 Tage im Jahr im Garten und schaut da drauf - oder auf das Steak auf dem Grill und die hübsche Ehefrau/Ehemann (oder Nachbarin/Nachbarn). Ich habe noch nie gehört das sich alle Nachbarn versammelt haben und einen Schönheitspreis für eine Fake-Fassade mit Geldspende im fünfstelligen Bereich vergeben haben.
 
ZB die Fassade mit Multiporplatten dämmen, darauf das Fachwerkimitat und dazwischen die Pseudoriemchen-
ggf zum Dickenausgleich zusätzlich Putzträgerplatte ansetzen
 
Egal wie es optisch gemacht wird-
darauf achten, dass die Dämmung hinterströmungssicher montiert wird-
es darf keine Luftbewegung zwischen Dämmung und Hauswand geben.

Zellulose-Einblasdämmung ist in der Hinsicht am sichersten-
Holzfaser- und andere Dämmplatten müssen mit genügend Druck an die Fassade gepreßt werden.

Ob du darauf Fachwerlimitat oder sonst etwas anbringst ist relativ egal, es sollte nur diffusionsoffen sein.
 
Thema: Fachwerk mal anders.

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