Wandheizung im Fachwerkhaus ?

11.02.2003


Hallo Fachwerkfreaks,ich bin gerade dabei mein schönes Häusel zu sanieren. Dabei werden die Gefache neu mit Lehmsteinen ausgemauert und als Innendämmung wird eine 50 mm starke Schilfrohrdämmplatte aufgedübelt,die Hohlräume werden mit Lehm ausgefüllt. Nun meine Frage: Kann man auf diese Konstruktion eine Wandflächenheizung aufbringen, oder ist die Dämmung der entstandenen Wand zu gering. Angedacht ist noch das Aufbringen eines ca. 30 mm dicken Lehmputzes. Für Informationen zu diesem Thema wäre ich sehr dankbar.



re:Wandheizung im Fachwerkhaus ?



hallo michael,
wie stark deine dämmung sein darf/soll hängt vom Material und der stärke der wand ab. dazu solltest du dir lieber jemanden suchen der dir den Taupunkt errechnen kann. ein guter heizungsbauer der mit wandheizungen erfahrungen hat macht das mit der wärmemengenberechnung. wichtig ist bei der montage auf schilfplatten, das du an den stellen wo das cu-rohr auf einem bindedraht vom Schilf liegt ein stück Pappe o.ä dazwischen klemmst da die unterschiedlichen metalle sonst irgenwann mal miteinander reagieren.
grüße aus dem grünem herzen



Wandheizung auf Schilf



Ist machbar, letztes Jahr selbst eine Baustelle als Bestandswand gehabt und anschließend mit lehm verputzt. Doch warum mit irgendwelchen Bindedrähten und Papierzwischenlagen hantieren, denn da sind wir ja wieder beim "Rumwerkeln" und nicht bei fundierter Fachlichkeit! Die beste und einfachste Variante ist in Klippsleisten verlegtes Verbundrohr im etwaigen Rasterabstand von ca. 10 cm und anschließend unter Wärme eingeputzt mit einer Putzmaschine. Geht schnell und ist homogen. Berechnung Taupunkt sollte schon annähernd gemacht werden. Doch so eine große Gefahr sehe ich bei Deinem Wandaufbau nicht unbedingt. Oberlausitzer Lehmbaugrüße



re:Wandheizung auf Schilf





hallo udo, schade das auch du so einen übequalifiziertenfachhandwerkerspezialisten raushängen läßt. erklärs mir! schilfmatten sind mit draht gebunden. entweder du bringst erst Unterputz auf damit diese verschwunden sind oder du mußt die rohre mit etwas Abstand zu matte montieren weil sonst der draht mit den cu reagiert. und warum berbundrohr wenn cu doch so ein hervorragender wärmeleiter ist. mit freundlichen grüßen aus dem grünem herzen



Wandheizung



Hallo,
die Innendämmung muss unbedingt vollflächig eingesetzt werden.D.h in den noch plastischen Mörtel. Mit Wandheizung bzw.Temperierung gibt sicherlich keine Probleme, da die Heizung die nicht gedämmten Teile wie Zwischenwände Decke und Boden durch geziehlte Belgung tauwasserfrei hält. Spechen Sie uns an wenn wie geziehl weiterhelfen können. M.f.G. Gerd Meurer



Wandheizung Bilder



Anbei noch ein Foto dazu



Rückantwort zu Gerd Meurer's Erkenntnis



Bei einer vernünftigen Wandstärke (mind. 37 cm Wärmedämmziegel bzw. ab 70 cm Bruchsteinmauerwerk) kann ich auf eine innenliegende Dämmschale problemlos verzichten. Der anfängliche Wärmeverlust ist ja gewollt, welcher sich jedoch in den nächsten Jahren viollends amortiesiert. Bei nicht winddichten Konstruktionen (Fachwerk) sollte auf eine Dämmschale zurückgegriffen werden, doch die am besten funktionierende Variante ist eben immer noch die außenliegende Dämmung. Grüße miteinander aus der OL.



Rückantwort zu Udo Mühles Erkenntnis



Nicht die Wandstärke ist entscheident sondern der K-Wert. Wir haben unser Wohnhaus und die Büro und Ausstellungsflächen in einem Fachwerkhaus von 1679. Um die einzelnen Räume unterschiedlich bewerten zu können haben wir einen Raum ca. 70cm Bruchsteinwand nicht gedämmt. Zusätzlich kann ich den Energieaufwand raumweise abfragen. Diesen Raum nicht zu dämmen war der größte Fehler den wir bei der Restauration gemacht haben. Ich stimme aber Herrn Mühle auch zu das ein 36 Wärmedämmziegel keine zusätzliche Isolierung braucht.




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