Wandanschluss des Einschubes in der Holzbalkendecke

18.01.2020 uglyripper



Hallo!

Ich repariere gerade einen Schwammschaden in einer alten Holzbalkendecke (Keller-EG). Das Haus ist Baujahr 1905, Ziegelmauerwerk.
Die Decke musste partiell raus, die betroffenen Balken zurückgeschnitten und neu angelascht werden.
Den Einschub (Schlacke/Lehm/Schutt) im befallenen Bereich habe ich entsorgt (1,5m Radius), den Rest aufbewahrt. Ergänzt wird mit einer Lehm-Trockenschüttung.
Ursprünglich war die Schüttung bis gegen die Ziegelwand ausgeführt, was im Laufe der Zeit jedoch dazu führte, dass Teile des Einschubes durch den Spalt an der Wand herausrieselte.
Ich werde einen Rieselschutz unterlegen, aber wie führt man den Wandanschluss Einschub/Trockenschüttung an Ziegelaußenwand korrekt durch? Wieder einfach gegenschütten, oder mittels eines aufrechten Brettchens kurz vor der Wand eine Art Wanne für den Einschub schaffen, den Luftspalt zwischen Wand und Brett mit Dämmwolle füllen?

Vielen Dank im Voraus, Sebastian



Stille?



Moin!

Es müsste doch gerade hier den ein oder anderen geben, der eine Holzbalkendecke mit Schüttung schon mal von innen gesehen bzw. repariert hat. Bin ich der erste, der sich diese Frage stellt oder habe ich mich verquer ausgedrückt?

Dank und Gruß, Sebastian



Verquer ausgedrückt



also, der Einschub sind die (in der Regel) Bretter, die auf einer links und rechts am Balken angeschraubten Leiste sitzen bzw. in Nuten des Balkens eingeschoben wurden. Auf dem Einschub ist die Schüttung aufgebracht, als Wärmedämmung bzw. Lasteintrag, um Deckenschwingungen zu minimieren und den Balken eine Vorspannung zu geben.
Dein Problem ist nicht ganz klar: Die Einschubbretter werden doch bis an die Wand geschoben, Rieselschutz rein und Schüttung drauf. Wo liegt nochmal genau Dein Problem? Den Rieselschutz kannst Du an der Mauer bis auf Höhe der Balkenoberkante etwas hochziehen und mit einem Baukleber fixieren. Oder hab ichs immer noch nicht verstanden?



Danke



Nein, ich denke, richtig verstanden. Also Rieselschutz auch an der Wand etwas hochziehen und die Schüttung bis direkt an die Wand kippen. Genau das war die Frage, ob dies so noch heute die Standardprozedur ist.
Der Vorschlag, kurz vor der Wand ein Brett hochkant einzubauen und zur Wand eine Dämmmatte einzulegen eher ungewöhnlich, richtig?

Gruß, Sebastian



Dämmmatte an der Wand



welche Funktion soll die dämmmatte haben?



dämmen ;-)



Das hielte ich bei so einem "Rieselschutzbrett" schon für sinnig, da sonst die kalte Kellerluft durch den Spalt zwischen Brett und Wand direkt unter die Dielung zieht.



Doch verquer



ist denn die Wand so uneben, dass es einen Spalt gibt, wenn Du die Einschubbretter an die Wand schiebst? Dann ist es eher sinnvoll, die Wand ( Ziegel?) zwischen den Deckenbalken gerade zu verputzen, da hast Du dann auch eine gute Fläche, um den Rieselschutz anzubringen. Mach doch mal ein Foto von der Stelle.



bildlich



Eigentlich war ich nur verwirrt, weil mir die Version "Rieselbrett" vorgschlagen wurde. Ist unkonventionell, habe ich noch nie gesehen, deshalb nachgefragt. Ich denke, was 115 Jahre funktioniert hat, wird auch weiterhin funktionieren.
Anbei ein Bildchen.
So krumm ist die Wand nicht. Neu ist, dass die Balkenköpfe nun ein paar Zentimeter Luft bekommen haben. Etwas Mineralwolle in Verbindung mit dem Rieselschutz dürfte das Einrieseln der Schüttung in diesen Bereich jedoch verhindern.

Gruß, Sebastian