Wärmedämmung und Lärcheschalung auf alte Schieferwand

12.12.2005



Wir beabsichtigen bei unserem 100 Jahre alten Haus eine Wand neu zu verkleiden und zwar mit Lärchenschalung, außerdem soll eine Außendämmung angebracht werden.
Derzeit ist die Wand verschiefert, der Schiefer fällt aber solangsam ab, da die Nägel rosten.
Unter dem Schiefer befindet sich eine herkömmliche Holzschalung, darunter ausgemauertes Fachwerk. Von innen sind Aluprofile vor die Wände gestellt und mit Gipskartonplatten verkleidet, darauf befindet sich Putz bzw. Tapete.
Eine Dampfsperre existiert bisher nicht.
Meine Frage: 1. muß ich auf jeden Fall eine Dampsperre oder diffusionsoffene Folie einbauen, oder gibt es Außen-Dämmplatten bei denen ich darauf verzichten kann ? 2. Muß ich die bestehende Holzverschalung auf der der Schiefer befestigt ist entfernen, oder kann ich darauf weiterarbeiten ? 3. Muß ich zwischen ausgemauerter Fachwerkwand und Dämmung eine Dampfbremse einbauen, damit die Feuchtigkeit von Innen nicht in die Dämmung ziehen kann ? Wer hat Erfahrungen mit ähnlichen Konstruktionen und kann mir Tips geben ? Freue mich auf Antwort ! Vielen Dank !



Außenverschalung



Ich empfehle die Schalung zu entfernen und an der Außenseite vor dem Aufbringen einer Dämmung eine Dampfbremse aufzubringen, die gleichzeitig die erforderliche "luftdichte" Ebene bildet. Ich gehe davon aus, dass eine Fachwerkwand nicht in allen Fugen dicht sein kann, da es hier, selbst wenn die Wand von innen verputzt ist doch viele Durchdringungen wie Balkenauflager und einbindende Zwischenwände gibt.
Als Dämmstoffe kommen alle Naturdämmstoffe in Frage.



Faustregel



Guten Tag,
die spezielle situation sollte jemand ansehen, der von Baupysik ein Wenig versteht, voraussichtlich funktioniert das Vorschlag von Fred Heim, wenn der bestehende Wandaufbau nicht irgendo noch eine Tücke hat. Eine Faustregel sagt, dass die Dämmwirkung auf der Innenraumseite einer Dampfsperre maximal 20 % der gesamten Dämmwirkung der Wand haben sollte. Damit wird angestrebt, nicht schon auf der Innenseite der Dampfsperre Tauwasser zu bekommen. Das solllte man im Hinterkopf behalten, wenn man die Außendämmung dimensioniert.
Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold



Ob's 20 oder 30% sind



Man kann verschiedene Aussagen finden. Am besten, man weist es rechnerisch nach :-)



"jau"



Hallo Fred Heim, stimme völlig zu. Gruß Ulrich Arnold