Dünne Innendämmung aufbringen bevor Wandheizung verlegt wird?

17.01.2011



Hallo an alle!

Ich würde gerne eure Meinung zu folgendem hören.
Meine Aussenmauern (50cm NF Backsteinziegel) + Aussendämmung (8cm Kork - Aussenseitig) haben einen U-Wert von ca. 0,35 W/m²K.
Ich möchte nun eine Hüllflächentemperierung mittels innen angebrachter Wandheizung ausführen.
Ich habe schon Ausführungen gesehen bei der die Wandheizungsrohre direkt auf die Innenwand aufgebracht und dann darübergeputz wird (zb. Lehmputz). Allerdings habe ich auch schon die Variante gesehen, bei der innerhalb noch vor Aufbringen der Wandheizungsrohre eine dünne Dämmschicht (siehe Bild) zb. aus Kork oder Schilfmatten angebracht wird.
Ich bin mir nun nicht sicher was die optimalere Lösung ist.
Einerseits erreicht man mit der Zusätzlichen dünnen Innendämmung dass nicht soviel Wärme an die Wand abgegeben wird und die Heizung sehr träge wird andererseits ist das Aufbringen der Dämmung recht aufwendig (versetzten vieler Dübel) und ob der Putz dann noch so gut haftet ist dahingestellt.

Würde mich über Eure Meinung zu der Sache freuen.
Gruß, Max





Hallo,

ich zähle 5 Dübel auf die Platte. Mit welchen Sturmstärken rechnen Sie denn in Innenräumen ?
Eine Verklebung nach Werksanleitung hätte m.E. gereicht.

Grüße



Putzhaftung



Hallo Max,

eigentlich ist es eher umgekehrt. Das Aufbringen von z.B. Schilfmatten sorgt dafür, dass der Putz besser auf der Wand haftet.

Viele Grüße
Nici



Putzhaftung



sorry, war doppelt....



Innendämmung - Wandheizung



Erstmal danke für Eure Antworten,

Ich habe gestern die Innenseite meiner Aussenwand noch mal mit der Setzlatte geprüft, und dabei eine recht unebene Wand vorgefunden (mitte Wand Einbuchtung von bis zu 2cm)
Meine Idee ist nun, dass ich die unebenheit mit Lehmputz halbwegs begradige und dann einen Schilfputzträgermatte in den noch feuchten Lehmputz drücke. Diese Schilfputzträgermatte kann dann auch noch leicht an die Wand gedübelt werden.
Darauf dann die Befestigungsprofile für die Wandheizungsschlangen und diese dann mit 2 Schichten Lehmputz verputzen.

Sonst gehe ich einmal davon aus, dass oben angeführte Maßnahme mit der bereits vorhandenen 8cm Kork Aussendämmung in Verbindung mit dem 50cm Vollziegelmauerwerk genug dämmt um nicht zu viel Wärme zu verlieren (Heizung wird wohl träge sein, aber wenn die Wand mal warm ist wird sie auch lange warm bleiben).

Seht Ihr das ähnlich oder ist es doch besser innen eine zb. 2cm dicke Schilfrohrmatte unterhalb der Wandheizung anzubringen?

Gruß, Max





Hallo,

ich müßte jetzt mal rechnen, um zu sagen, ob das ganze EnEVkonform ist. Aber vernünftig ist es. Die zweite Lage Innedämmung würde ich weglassen.

Grüße vom Niederrhein



gleiche Frage, andere Konstellation



Hallo,
ich habe auch vor eine Wandheizung einzubauen. Es handelt sich hier um ein Sandsteinhaus mit 50cm dicken Wänden. Es ist jedoch keine Dämmung vorhanden. Eine Firma schlug mir nun vor, eine Wandheizung mit Rohren in Schamottensteinen und darunter noch eine etwa 4cm dicke Holzweichfaserplatte zu verlegen. Das Ganze sollte mit Kalkputz verputzt werden (lt. Firma: keine Lehm wegen dem erdigen Geruch im Raum, den manche Personen wohl als unangenehm empfinden)

Bei der Konstruktion mit der Holzweichfaserplatte zwischen Wand und Heizsystem ist mir irgendwie unwohl, zumal die Firma zugibt, dass das Ganze dann immer ein wenig temperiert sein müßte, um nicht viell. doch zu gammeln.

Ist denn so ein Sytem mit Schamottensteinen überhaupt zu empfehlen oder geht das nicht auch "konventionell" über die verlegbaren Rohrsysteme, die dann nurnoch mit Lehm oder Kalk verputzt werden? Mit welchen Systemen wurden gute Erfahrungen gemacht? Und wie könnte man noch eine gewisse Innendämmung zwischen Außenwand und Heizsystem erreichen, um Wärmeverluste gering zu halten? Viell. über Dämmputz zwischen Außenwand und Heizsystem?

Vielen Dank für die Infos vorab.