Feuchte Wand - liegt es wirklich am Dach?

09.01.2013 Christian.Ka



Hallo zusammen,

seit längerem haben wir ein paar dunkle leicht rötlich/lila Flecken an der Wand, genauso wie die Farbe des Halbkreises auf dem Bild (deswegen hatten wir sie anfangs als Fehler beim Streichen abgetan). Nun sind sie ab definitiv größer geworden. Großes Bild:
http://www.pic-upload.de/view-17649146/IMG_4506-bearbeitet.jpg.html


Um Fotos zu machen, wollte ich ein Bild abhängen, aber siehe da, der Reisnagel zieht sehr feuchten Putz mit ab!

Auf dem Dach habe ich folgende etwas rissige Stelle gefunden:
http://www.pic-upload.de/view-17649142/IMG_4496.jpg.html
Hier die Position der Stelle: http://www.pic-upload.de/view-17649137/IMG_4503.jpg.html

Mich macht das ganze etwas stutzig! Müsste die Feuchtigkeit bzw. die Flecken nicht verstärkt weiter oben und eher punktuell auftreten, wenn an dieser Stelle Wasser eintritt?
Könnte es auch über die Außenwand durch das Fachwerk eindringen? http://www.pic-upload.de/view-17649139/IMG_4464.jpg.html

Ich möchte mich diesmal unbedingt etwas mehr Informieren, bevor ich einen Handwerker damit beauftrage! Deswegen würde ich mich freuen, wenn ihr mir, soweit das mittels Bildern möglich ist, eure Meinung dazu sagt!

Nachtrag: Erschrocken musste ich gerade feststellen, dass der Reisnagel stark an Angerostet! war!





Hallo,

im Internet auf lecksuche gehen zu wollen ist etwas aussichtslos. Wenn Sie einen Riss gefunden haben, ist der auch wahrscheinlich die Eintrittsstelle. Das Wasser kann unterhlab überall austreten.
Also rate ich dazu, schnellstmöglich abzudichten.
Was ist das für ein Gerät an der Wand ?

Grüße





Danke für die Antwort. Ja ich weiß, das über Bilder zu versuchen könnte schwierig werden ;)
Aber ein paar weitere Ideen, gerade was die Ursachen Forschung angeht, kann (mir) nie schaden.

Das auf dem Bild ist das Splitgerät einer Klimaanlage.

Ich bin am überlegen ob ich das, an der Stelle noch selber hin bekommen würde.



Einiges deutet...



... auf systematischen Nässeeintrag von außen hin, durchaus über den festgestellten Spalt in der Kehle. Derart feuchter Innenputz, der Drahtstifte zum rosten bringt, ist nicht alltäglich und besorgniserregend.
Die alleinige Belastung über die Außenwand durch Regen möchte ich ausschließen, wenn einigermaßen "normal" geheizt und gelüftet wird, selbst wenn einige Stellen außen Risse aufweisen. Stellt doch mal die Luftfeuchte im Raum via Hygrometer fest.

Bleibt noch das Klima-Gerät...
Wie wird denn eigentlich das Kondensat der Splitanlage abgeführt? Evtl. liegt ein Defekt vor.

LG,
sh





>>Derart feuchter Innenputz, der Drahtstifte zum rosten >>bringt, ist nicht alltäglich und besorgniserregend.

Oje, das hört sich nicht gut an! Das Wasser wird durch einen Schlauch nach draußen abgeführt. Aber das Klimagerät ist, seit dem die Flecken aufgetreten sind, nicht mehr an gewesen. Die Bohrung ist nach außen hin gut mit Silikon abgedichtet, werde das morgen trotzdem mal aufmachen und das Mauerwerk genauer Inspizieren. Feuchtemessgerät bekomme ich leider erst am Freitag. Ach und der Raum ist gut geheizt.

Liebe Grüße
Ka.





>>Derart feuchter Innenputz, der Drahtstifte zum rosten >>bringt, ist nicht alltäglich und besorgniserregend.

Oje, das hört sich nicht gut an! Das Wasser wird durch einen Schlauch nach draußen abgeführt. Aber das Klimagerät ist, seit dem die Flecken aufgetreten sind, nicht mehr an gewesen. Die Bohrung ist nach außen hin gut mit Silikon abgedichtet, werde das morgen trotzdem mal aufmachen und das Mauerwerk genauer Inspizieren. Feuchtemessgerät bekomme ich leider erst am Freitag. Ach und der Raum ist gut geheizt.

Liebe Grüße
Ka.



Nee...



... erstmal zu lassen und nicht rumstochern.
Ich tippe auch eher auf den Riss in der Dachkehle (oder auch weitere nicht entdeckte Undichtigkeiten).

MfG,
sh



Ist



der Putz ein Gipsputz ? - das würde das schnelle Rosten erklären !



Feuchte Wand



Hi,
die Kehle sieht nicht gut aus.
Da ist wohl mal Asphaltlack o.ä. über einen Riss geschmiert worden.
Und die beiden Rinnen sind auch nichtfachgerecht entwässert.
Also unbedingt zeitnah begutachten lassen.
Viel Erfolg.
SG
Paul



Kehlblech sieht nicht mehr gut aus



Hallo,

das Kehlblech sieht nicht mehr gut aus. Es kommt häufig vor das die Bleche an den Knickstellen durchkorrodieren bzw. brüchig werden. Von dem Raum über der Wohnung sofern zugänglich müßte man den Wassereintritt beobachten können.

Gruß





Vielen, vielen Dank für euren zahlreichen Antworten!!

>> Und die beiden Rinnen sind auch nichtfachgerecht entwässert.
Was müsste hier gemacht werden?

>> Von dem Raum über der wohnung sofern zugänglich müßte man den Wassereintritt beobachten können.
Leider kommt man, außer auf dem obersten Dachboden nirgends an das Dach.



Kehlenentwässerung



Hi,
die Rinnen sind beide zu lang, die obere wird in die untere entwässert. Dieser Punkt sollte geändert werden.
Und dann nicht über eingelötete Stutzen sondern über einen Rinnenkasten entwässern.
Es handelt sich schließlich um eine Kehlentwässerung und da fällt deutlich mehr Wasser an, als an einer normalen Dachfläche.
Im übrigen sind eingelötete Stutzen nicht mehr "state of the art"; man verwendet Einhangstutzen, die bei gleicher DN eine größere Wassermenge aufnehmen können.
Aber das wesentliche Problem für die Feuchtigkeit innen scheint mir die Kehle zu sein.
Aber, wie ich schon sagte, das sollte sich ein Fachmann vor Ort ansehen.
SG
Paul





Ich hab gerade eben 54% Feuchtigkeit gemessen... der Fachmann kommt heute oder am Montag, ich spreche Ihn auch mal auf die Rinnen an. Danke für eure Hilfe!!

Grüße
Christian



Feuchte Wand



Was meinen Sie genau mit 54%?
Was ist das für ein Wert?

Viele Grüße





Ich habe ein Gerät, dass die Feuchtigkeit mittels Widerstandsmessung in % angibt.

Ich hoffe es ist hier in Ordnung, wenn ich den Link poste. Folgendes Gerät besitze ich:

http://www.amazon.de/dp/B00485QJXK



feuchte Wand



Hallo Christian,
so etwas ähnliches höre ich immer wieder.
Das ist ein HOLZFEUCHTEMESSGERÄT.
Selbst dafür müssen Sie erst eichen bzw. die gemessenen Werte mit einer Tabelle für die jeweilige Holzart umrechnen.
Mit dem Gerät können Sie maximal feststellen wo ein Punkt auf einer Wandoberfläche etwas feuchter oder etwas trockener als ein Punkt daneben ist, mehr nicht. Diese Messungen sagen auch nichts aus woher die Feuchte kommt, ob sie z.B. hygrisch, also durch Salze bedingt oder Kondensat ist.
Außerdem ist eine Prozentzahl nur aussagefähig wenn man weiß welcher Basiswert= 100 denn nun gemeint ist.
Massebezogene Feuchte?
Volumenbezogene Feuchte?
Der Durchfeuchtungsgrad?
Anteil zur Gleichgewichtsfeuchte?
Porenfüllungsgrad?
Vergessen Sie das Ding und die gemessene Zahl, das verwirrt nur und kann zu falschen Schlußfolgerungen führen.
Wenn Sie einigermaßen brauchbare Informationen erlangen wollen dann schlage ich Ihnen folgende Vorgehensweise vor:
Nehmen sie eine Bohrmaschine und einen langen, dünnen Steinbohrer.
Bohren Sie einmal in einen dunklen Bereich und dann daneben in einen hellen, trockenen Bereich als Kontrolle.
Bohren Sie langsam und ohne Schlagbohrmodus, die Schneide sollte nicht zu heiß werden.
Prüfen Sie das geförderte Bohrgut. Dunkel und krümelig heißt feucht. Wenn sich das Bohrgut als Paste um den Bohrer wickelt ist es nass. Heller Staub der sich fortblasen läßt bedeutet eine trockene Wand. Beobachten sie den Zustand je nach Bohrtiefe. Wenn die Wand immer feuchter wird je tiefer Sie bohren ist die Quelle irgendwo außen zu suchen.
Das ist primitives Lowtec ohne bling-bling Dioden aber dafür einigermaßen aussagekräftig.

Viele Grüße