Bruchsteinwände mit Solar aufheizen ?

26.09.2009



Hallo,

ich habe ein Mehrfamilienhaus mit einem Feuchtigkeitsproblem.

Das Gebäude ist von 1909. Die Kellerwände wurden in Bruchstein erstellt. Ab dem EG sind dann Ziegelsteine verbaut worden.

Wenn ich daß Forum richtig studiert habe gibt es bei Bruchsteinen ja keine aufsteigende Feuchtigkeit.

Im Sommer tritt verstärkt eine Schimmelbildung im EG im unteren Bereich zur Keller-Geschoßdecke auf.

Ich gehe mal stark davon aus, daß es Kondensationsfeuchtigkeit ist, die dafür verantwortlich ist.
In den 70ern wurden in regelmäßigen Abständen von außen Löcher in diesem Bereich gebohrt.
Diese wurden mit Gittern versehen.

Da ich selbst. Heizungsbauer bin, habe ich folgendes überlegt.
Wäre es nicht sinnvoll im Keller entlang der Decke im Bereich der Außenwände Heizschlangen zu Verlegen um die Bruchsteinwand aufzuheizen ?

Da ich zur Zeit das Dach erneuere, wäre es kein großes Problem einige Solarfelder als Energiequelle zu montieren.

Im Winter würde die Energie (wenn denn die Sonne scheint) allen Mietern im Form eines warmen Kellers bzw. den darüberliegenden Wohnungen zu gute kommen.

Ließe sich die Kondensationsfeuchtigkeit im EG damit verhindern ?

Grüße



wo kommt die Feuchte her,..



das bleibt die entscheidende Frage, Bruchstein- mit den dazugehörigen Mörtelfugen kann sehr wohl Feuchte transportieren, und Bruchstein ist nicht gleich kapillarsperrend. Diese Entfeuchterröhrchen könnten eine Funktion zur Belüftung einer Holzbalkenlage auf dem Rohboden haben, das kann man nachmessen, - ob der Aufbau denn so ist. Falls die Wand so kühl ist, das im Sommer " Verdunstungskälte" entsteht, so wäre die einzubringende Wärmemenge im Keller sehr groß, und Sie könnten den Mietern in diesem Bereich zusätzlich eine Sauna anbieten. Ich würde versuchen, die Feuchteverteilung an den betroffenen Wandabschnitten über die nächste Heizperiode zu notieren, alle zwei Wochen mal messen, dann können Sie sehen, ob die Feuchte im Winter bereits ansteigt. Wenn es so wäre, dann heißt es : Wand trocknen, Ursache beseitigen.
Bei geringer Feuchtebelastung hilft evtl. eine Fußleistenheizung/ -temperierung.



Kondensator



Selbst bei einer Außentemp von 28° C liegt die Wohnraumtemp. immer nur bei max 20° C.

Die Mieterin hat daher immer noch die Heizung an.
Im Schlafzimmer entstehen im Sommer daher Kndensationsstellen im Fußbodenbereich.

Die Außenwände sind wie gesagt im Abstand von ca. 30cm angebohrt.
Die Bohrstellen reichen ein Stück in die Wand hinein, dann ist Schluß.

Auf den kleinen 5cm runden Lüftungsgittern steht Kondensator.

Sie sind ca. um 1978 eingebaut worden.

Bringen die was ?
Bin am überlegen ob ich diese jetzt wo die Fassade neu gestrichen werden soll wieder verschließe.

Grüße



Die Röhrli



bringen warmfeuchte Sommerluft in unterkühlte Bereiche -> Kondensatbildung.

Aber wahrscheinlich kommt die Feuchte woanders her. Das sollte herausgekriegt werden, nicht gegen eine Havarie anheizen.

Und so sollte auch der Schimmel verschwinden. Sommerschimmel ist eher ungewöhnlich, da muß mit der Feuchte schon was Besonderes los sein ...