Bruchsteinwand Keller trockenlegen

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Sebanou

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Hallo Allerseits,

wir sind dabei, ein altes Fabrikgebäude zu sanieren. In diesem sollen mehrere Wohneinheiten geschaffen, werden, darunter zwei Souterrainwohnungen im Keller. Der Keller ist zu einer Seite hin Hanglage. Durch defekte Fenster und Dachrinnen ist über mehrere Jahre Wasser in den Keller gelaufen. Im Vorfeld zu den anstehenden Arbeiten wurde bereits eine Nachgründung mittels von Mikropfählen durchgeführt.

Jetzt soll die Kellerwand nach außen hin abgedichtet werden. Diese ist etwa 100 cm stark und besteht aus Bruchsteinen (Granit). Hat hier jemand schon einmal Erfahrungen mit einer Abdichtung für eine solche Wand gemacht?

Außerdem sind wir am überlegen, eine Horizontalsperre gegen eventuell aufsteigende Feuchtigkeit einzubauen, da bisher noch nicht vorhanden. Wir überlegen eine Creme im Abstand von 12 cm in die Steine bzw. Fugen zu spritzen. Macht dies überhaupt Sinn, da der Granit ja wenig Wasser aufnimmt und die Feuchtigkeit alleine in den Fugen hochsteigen könnte.

Über eine kompetente Antwort würde ich mich sehr freuen
 

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Wenn du die bisherigen Beiträge zum Thema chem. Horizontalsperre durch geackert hast. , wirst du festgestellt haben, dass es sehr umstritten ist. Wenn überhaupt, dann lasst es von einer renommierten Firma machen, die es in 10 Jahren noch gibt und lasst euch von denen eine Erfolgsgarantie für ihre Arbeit geben.
Da sich viele Abdichtungsfirmen bei Mißerfolg damit raus reden, dass ja die vorgegebenen Begleitmaßnahmen nicht oder falsch ausgeführt wurden, lasst euch von den von euch beauftragten auch gleich die Vertikalabdichtung mit machen.
Und lasst euch von denen auch eine Freigabe für die Perimeterdämmung geben, die ihr drauf machen wollt.
 
Da Sie für das gesamte, sehr anspruchsvolle Projekt einen Architekten und einen Statiker benötigen, wird dieser in der Bauaufnahme, die einer Sanierungs- und Umbauplanung immer vorausgehen sollte, auch alle Feuchtebelastungen und sonstigen Bauschäden aufgenommen haben, die vor einer Sanierung behoben werden müssen.

Im Sanierungskonzept werden dann dauerhaft funktionierende Lösungen entwickelt, die von Fachfirmen realisert werden können. Von improvisierten Spontanmaßnahmen ist bei Feuchtebelastungen jedweder Art dringend abzuraten. Eine (nachträgliche) Bauwerksabdichtung ist nach DIN 18195 auszuführen. Chemische Wundermittel kommen darin nicht vor.

Eine nachträgliche (mechanische) Horizontalsperre in Bruchsteinmauerwerk halte ich für nicht machbar, da durchlaufende Lagerfugen fehlen. Ohne diese Sperre ist eine funktionierende Innenabdichtung kaum machbar. Es gibt verschiedene Anbieter von Innensanierungsysteme für Putz/Innendämmung, die für diese Situation Lösungen anbieten. Ob sie dann wirklich funktionieren, ist ungewiss.

Den Ausbau des UG zu Wohnzwecken sehe ich unter diesen Bedingungen kritisch. Fragen Sie Ihren Architekten, der für den Bauantrag den Wärmschutznachweis beauftragen muss, wie er die Bauwerksabdichtung herstellen will. Nur trockene Bauteile können gedämmt werden.
 
Generell sind auch Innenabdichtungen mit Dichtschlämmen möglich. Dabei ist aber immer eine gute Planung der Abdichtung notwendig, damit später nicht die Feuchtigkeit an Wand/Bodenplatte oder anderen Problemstellen durchdringt. Zusätzlich kann die Feuchtigkeit im Mauerwerk durch die Abdichtung der Innenwand dort nicht mehr austreten und daher weiter nach oben steigen.
 
Thema: Bruchsteinwand Keller trockenlegen

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