Einbau von Fenstervorreiber

29.08.2009



Hallo,

eine kurze Frage zum richtigen Einbau der Vorreiber habe ich. Werden diese direkt auf den lackierten Rahmen verschraubt oder ist eine/mehrere spezielle Unterlegscheibe/n erforderlich, um beim Betätigen des Vorreibers nicht den Lack des Fensterrahmens zu beschädigen? Worauf deutet eine auf den Vorreiberfuß eingeschlagene Nummer -z.B. 14- hin?
Vielen Dank für Ihre Hinweise.

Mit freundlichen Grüßen
Johannes

P.S. herzlichen Dank für die Informationen bzw. der Verwendung des richtigen Kalkputzmaterials



Vorreiber



Der Verschluss ist einfach, aber gut - einfach mal an einem montierten Beispiel anschauen.
Auf dem beweglichen Teil des Fensters wird ein Eisenbeschlag eingeschlagen, worauf der Vorreiber gleitet und das Fenster anpresst. Den kann man, wenn er fehlt, behelfsmässig auch aus einem Nagel 3.1 x 80 basteln. Fehlt dieser Beschlag, wird der Rahmen des Fensterflügels beschädigt.
Der Vorreiber selbst wird mit einer Holzschraube mit Halbrundkopf und Schaft am Fensterrahmen befestigt. Man sollte eine Unterlegescheibe verwenden und, falls da schon ein ausgeleiertes Loch im Rahmen ist, dieses vorher ausdübeln, damit die Schraube hält.
Diese Schrauben sind nicht mehr so einfach zu finden, da heute fast nur noch Schnellbauschrauben verwendet werden. Diese sind aber von der Form her ungeeignet. Vielleicht in der Grabbelkiste auf dem Flohmarkt, oder bei einem alten Eisenwarenhändler - solche soll es noch geben.

Die Nummer dürfte etwas mit der Grösse zu tun haben; die Dinger gibts in verschiedenen Grössen. Die aus Temperguss sind besser als die aus Alu.



Vorreiber



die 14 ist das Maß für den "überstehenden" Fensterflügel - also der Überschlag. Einen Nagel nehmen - Vorsicht, der rostet, besser ist Kupferdraht, der vorn etwas erhaben ist als Stopper
Unterlegescheibe ist gut und notwendig, die Schraube RoKo, Form B (nur Teilgewinde) war meines Wissens etwas kleiner als die Bohrung im Vorreiber, um etwas Spiel zu haben. Wenn Du das genaue Maß brauchst, müsste ich mal eine ausschrauben und messen.
Man hatte mich in dieser Runde schon mal ausgelacht - aber DDR-Tischler haben in der Regel noch Altbeständen in Ihren Lagern.
Versuch es also mal bei den Tischlern auf den Dörfern in den neuen Bundesländern.