Diffusionsgeschlossene Unterspannbahn???

05.01.2008



Hallo, ich bin Melanie aus MD. Sehr schönes und vor allem informationsreiches Forum.
Mein Problem ist folgendes: Mein Mann und ich haben uns vor etwa einem Jahr eine Wohnung ausgebaut. Nun soll noch ein Teil des Dachbodens in ein Arbeitszimmer für meinen Mann verwandelt werden. Doch dann sagte uns der Dachdecker, die angebrachte Folie ist nicht für den Ausbau gedacht. Der Dachboden sollte eigentlich nicht ausgebaut werden. Anstelle einer diffusionsoffenen Unterspannbahn haben wir eine geschlossene. Wir haben uns Ratschläge eingeholt aber wir sind zu keiner befriedigenden Lösung gekommen. Nun hoffe ich hier guten rat zu bekommen.
LG Melanie



So genug Platz ist,



könnten Sie das Kämmerlein ohne Kontakt zum Dach ausführen, sozusagen ein Haus im Haus.

Damit umgehen Sie einige Probleme.

Grüße

Thomas



Wo liegt das Problem?



Dann ist halt nur eine Vollsparrendämmung nicht möglich...

Zwischen diffusionsdichter Unterspannbahn und Innendämmung muß eine min. 2cm dicke Luftschicht verbleiben, welche nach außen hin an Traufe und First regelgerecht belüftet ist, um eindiffundierte Feuchtigkeit abzuführen. War bis vor einigen Jahren noch die bauphysikalisch korrekte Standartvariante!!!

Sollte, (falsch: MUß) der Dachdecker aber wissen, auch wenn man heute i.d.R. die Variante mit diffusionsoffener Unterspannung verwendet, da sie in der Ausführung einfacher ist und eine dickere Dämmschicht erlaubt. Lediglich eine Einblasdämmung (z.B. Isofloc) ist dann nicht möglich, außer man zieht eine zweite Folie/Holzfaserplatte als äußere Begrenzung ein.



Wie gesagt,



zwischen Unterspannbahn und Dämmung muss eine belüftete Luftschicht verbleiben, und zwar so bemessen, dass es keinen Kontakt zwischen Dämmung und Unterspannbahn gibt. Die nötige Dämmstoffstärke kann man durch auffüttern der Sparren an der Unterseite erreichen, das dürfte auch den kleinsten Raumverlust ergeben.
MfG
dasMaurer



Ferndiagnosen



Diese lassen trotzdem stets Fragen offen!
Hier sollte trotzdem ein gut bewanderter Fachmann einmal einen Blick in die Boderkammer werfen, um die bereits angesprochenen Anregungen zu prüfen.
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Bei der Wahl der Ausbaustoffe sollte man dann außerdem einen kühlen Kopf bewahren und nicht den Massenlösungen der Postwurfsendungen verfallen. Naturdämmstoffe, Lehmtrockenbauplatten oder auch Fermacell sind hier sicherlich geigneter.
Auch zu weiteren Fragen sind wir mit der Variante Telefon erreichbar (035936-45398).

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Udo Mühle