Hausmittel gesucht




Irgendwie, so genau wissen das meine Kinder auch nicht, sind diese tollen Filzstiftstreifen auf den Tisch gekommen. Nicht, dass es mir nicht gefällt, aber vorher hatte er (der Tisch) sowas, na, rustikales. Jetzt hat er etwas, hm, poppiges. Gibt es da ein einfaches Hausmittel (Zahncreme, Salzsäure, o.ä.) mit dem man das wieder abbekommt? Oder muß ich doch schleifen?



dunkel oder helles Holz, Furnier oder Vollholz



Das Problem sind die Pigmente. Der erste Schritt wäre wahrscheinlich eine Möbelpolitur. Bei Vollholz ist, wie im Fußbodenbereich, eine Lauge und das ausbürsten mit Seifenwasser erfolgreich. Das darf bloss nicht partiell geschehen, sonst wirds fleckig.



Die Streifen...



deuten übrigens auf eine hohe graphische Qualität hin. Ach da fällt mir noch Spiritus ein. Viel Glück und keine Gewähr!





erstmal den topfschwamm mit spüli, dann topfstahlwolle, dann schleifen,...oder ist`s lakiert? sieht aus wie buchefurnier oder massiv?



Die Platte ist aus Vollholz



Also ich probiere das erstmal mit Lauge (Danke, Peter).

Wie lange muß denn, im zweiten Versuch, der Spiritus auf dem Tisch brennen ;-).



Buche, massiv,



2,5 m², 4 cm. Da ist noch genügend Platz zum Schleifen.



Den Kindern die Filzer wegnehmen dürfte wohl das sicherste Mittel sein!



Wachsstifte sind einfacher wegzuwischen.
Aber Alkohol (Spiritus oder Klinischer Alkohol) müßte auch gehen.



Scheuermilch auf Kreidebasis



... da geht wirklich alles mit ab, auf den empfindlichsten Oberflächen (z. B. auch Teer auf dem gelben Autolack). Soll ich ein "Tütchen" voll schicken (mach ich gerne)? Grüße Annette *immernochlachentu*



@Annette



Gerne! Ich schreibe dann auch einen "Anwenderbericht".



Post



gut, ich schicks morgen früh weg. Gutes Gelingen :-). Grüße Annette



woher



kommt denn die Scheuermilch?



Ist...



das ein Geheimrezept?



Die Scheuermilch...



soll ich das jetzt wirklich verraten? Aber wenn jetzt jemand sagt, ich mach Schleichwerbung, dann... na gut, die ist von der Firma HaKa. Das ist sowas wie HaRa. "Hausfrauen" kennen das... :-). Vermutlich sind jetzt alle Männer überfragt... Aber das Zeugs ist unheimlich gut, da kann man Badfliesen mit schrubben, Küchenschränke (unsere hochglänzenden auch), Autos *räusper*... (na ja, hatte mal so nen gelben Flitzer mit "Teerbelag"...), eben alles geht eigentlich damit ab ohne irgendwelche Kratzer zu hinterlassen und ohne Krafteinwirkung. Grüße Annette



mein Tipp



50kg Sand, Kompressor, Sandstrahlen. DANN sieht er vielleicht
wirklich rustikal aus. Oder Hobeln.

*grins*
torsten

PS: ...hatte mich schon gewundert, dass auf eine nicht fachwerkbezogene Frage 12 Antworten kamen, aber als ich den
Verfasser gelesen hatte....so sieht das halt aus mit den
kleinen Privilegien...



Nix Privilegien



Die Tischplatte befindet sich in einem Fachwerkhaus und ist fest an einer Wand von 1750 verschraubt. Somit gilt diese Tischplatte als statisch relevantes Bauteil und - Achtung! - fällt auch unter die Denkmalschutzverordnung §08/15.





Aber aber, Herr Stöpler, in diesem Falle greift der Bestandsschutz, und Sie dürfen nicht einfach irgendwelche Malereien einfach so entfernen ohne denkmalrechtliche Erlaubnis. Also erst mal schön einen Maßnahmenplan aufstellen, Zuschussantrag stellen und um die Erteilung der Erlaubnis zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn bitten sowie um einen Ortstermin mit dem Referenten des Denkmalamtes, einem Kunstsachverständigen der Landesbehörde für Filz und Stifte sowie dem Leiter des örtlichen Ferienprogramms. Vielleicht lässt sich die Kreativität Ihrer Sprösslinge ja auch für friedliche Zwecke nutzen? Ansonsten fällt mir nur noch Salmiak ein. Putzt alles weg, und wenn man die Platte hinterher ölt, dürften fast keine Spuren mehr zu sehen sein vom Filzstift, höchstens vom Salmiak ... Öl ist übrigens sowieso ein doller Schutz gegen Graffity jeder Art!
Gruß Günter Flegel (und dickes Lob für Ihre Seite und die Heidenarbeit mit der Anlage und Pflege. Macht Spaß!) Gegenfrage: Mein Junior hat eine Tapete in unserer Wohnung (hurra, am 1. September gehts ins Wagenhäuschen!) mit Zuckerwasser dauerhaft fixiert. Wie krieg ich das Zeug runter unter Schonung der Tapete und der Wand dahinter?



Mittelalterreflektionen



...und früher baute man ein solches Fachwerkhaus mit Dreck
und Matsch und allem, was man so finden konnte. Es stank in
allen Strassen nach Sch...e, die Leute froren in ihren
Häusern, Lebenserwartung um die 30. Ich schwörs euch, hätten
die damals Glaswolle gehabt, die hätten Tonnen davon unters
Dach genagelt. Heute stehen ein paar einzelne Fachwerkhäuser
arm und alleine, wie Pandas in einem Zoo, umgeben von
350PS Limousinen, Rentenkürzungen und Zivilisationskrankheit.
Allergie, Fengshui, Erdstrahlenunsinn und eine Gruppe Wichtel
von irgendwelchen Ämtern gibt seinen Senf dazu. Selbst wohnen die natürlich in neuen Energiesparhäusern und
haben meist noch nie einen Eichenbalken ins Dach gesetzt.
In einer ganzheitlichen Betrachtung sind unsere Häuser
letztlich nur traurige Zeugen einer längst vergangenen
Zeit, aus ihrem Kontext gerissen, oftmals Vorzeigeobjete
irgendwelcher Yuppies. Nicht immer so ganz einfach aus seinem Haus von 1600 zu gehen, die Klimaanlage anzustellen
und per Navisystem in die Firma zu fahren, oder?
Ich weiss auch nicht, warum ich das alles erzähle...
...aber es ist ja Freitag...und es regnet über den
Pyrenäen.

gruss
Torsten



Ja, ja.



Ach, ja. ;-)





??? Der Ausflug in die Pyrenäen scheint mir keine brauchbare Lösung für das Tischproblem. Ansonsten: Hätten die Mittelalterstinker schon gewusst, wie schön der Schimmel in Miwo- und Styroporhäusern wächst, hätten sie das Zeug ganz schnell wieder in die Gosse zur übrigen Sch... geschmissen. Auch recht provokativ, zugegeben, tut mir leid. Es ist Freitag im Büro, und die Heizung streikt.
gf



...hier schein ich ja Wunden aufgerissen zu haben...



es tut mir leid, herr flegel, aber fühlen sie sich
provoziert? Dabei habe ich ja niemanden persönlich
ansprechen wollen, eher eine kleine, nicht ganz
ernst zu nehmende Sozialkontextanalyse unserer
bzw eurer/ihrer täglichen Realität skizzieren wollen,
und eventuell einen kleinen "human touch" in die
Diskussion einflechten wollen.
Ich finde diese Webpage auch exzellent, habe nichts
zu kritisieren und bin dankbar über die kostenlosen
Expertentips. Ach ja, nochmals, es stimmt, der Ausflug
in die Pyrenäen ist keine brauchbare Antwort auf das
Fachwerk-Tischproblem, sollte es auch nicht sein.
Übrigens, wo ich jetzt so nachdenke, könnte der Ausflug
in die Pyrenäen doch vielleicht eine Lösung sein :-)

gruss und nichts für ungut
Torsten





Stimmt, auch ich habe schon öfters ans Auswandern gedacht. Bin übrigens gar nicht beleidigt und fühle mich auch gar nicht angegriffen. Wenn ich heute vor der Wahl stünde, eine alte Burg zu kaufen oder fürs gleiche Geld ein tipptopmodernes schön geplantes Haus mit viel Glas und doller Dämmung zu bauen, ich würde schwanken ... Und wenn ich in die Berge gehe, ziehe ich Goretex an und Polyesterunterhosen, und in der Rucksckapotheke ist Aspirin. Zurück ins Mittelalter? Nein danke! Aber: Bauen mit Verstand. Daran hapert's heute eher als vor 300 Jahren, wenn ich mir so die Siedlungsgebiete anschaue ...
Schnee-Gruß nach Fronk-Reisch (ich koche heute abend französich, Hühnchen scharf ...)
Günter Flegel





...soooo hört sich das schon viel besser an...
Ich glaube, sehr viele der aktiv restaurierenden (und dazu
gehöre ich mit Leib und Seele) können ihre Schwankungen
voll nachvollziehen. Die Kosten- und vor Allem Zeitbilanz könnte bestimmt zugunsten des Neubaus gehen, auch vielleicht
der Komfort. Und dann die alten Türen, an denen man sich
immer den Kopf anhaut. Und die Lehmwände, in denen kein Nagel
oder Dübel hält. Wenn einer schon mal einen Heizkörper in
eine bröckelige Lehmwand von 80cm Dicke angebracht hat, weiss er wovon ich spreche. Ich persönlich habe mich
bewusst zu einem Leben ohne Kohle entschieden, habe recht
viel Zeit für meine Bauten, aber ich merke auch, wie
das Ganze an Sysiphusarbeit grenzt. Zum Thema Auswandern:
ich kenne viele nette Deutsche, die hier runter gezogen
sind, für viele ist leider die Sprach- und vor Allem
Mentalitätsbarriere ziemlich gross. Ich selbst habe mein
halbes Leben (auch schon in der Kindheit) hier in F verbracht, und meine Frau fühlt sich hier pudelwohl.
Zum Thema: zurück in die Steinzeit: völlig richtig,
tauschen will ich auch nicht. Aber so ein bisschen nostalgisch werde ich schon, wenn ich sehe wie die "Alten"
gebaut haben und was für einen Dreck wir heute anstellen.
Aber man muss sich auch mal klar machen, dass früher ein
Haus in einem kleinen Dorf von den gesamten Dorfbewohnern
in mehrjähriger Arbeit GEMEINSAM gebaut wurde, selbst die
Kinder und Jugendlichen steckten kleine Steinstückchen in
die Bruchsteinwände, jeder hatte seine Rolle, alle halfen
sich gegenseitig. Heute KANN doch keiner mehr sein Haus
gut bauen, alles ist zerstört worden, kein Zusammenhalt etc.
Wie oft habe ich das Bild vor mir, als ich diesen 250kg
Eichenbalken in meine Ruine im Larzac (Nähe Montpellier)
schob, 2 kräftige Männer im guten Alter (mit leichtem
Bierbauch, aber wer hat den denn nicht) daneben standen
und nichts anderes zu sagen wussten als "aber da haben Sie
ja viel Arbeit"...
Gestern und vorgestern abend habe ich Stopfentenleberkonserven gemacht, letzte Woche ein halbes
Schwein in Terrinen konserviert, der Schinken liegt im Salz, der selbstgebrannte Schnaps vom Bauern wird verköstigt,
und ich fahre gleich nach Hause mit der Frage "sind Holzhackschnitzel + Sägemehl + Weisskalkhydrat die richtige
Iso in 12 cm Dicke für mein Dach oder nicht".

gruss zurück nach D
Torsten





Klingt toll!

gf



Jede Zeit hat da wohl seine Eigenarten



Man hat früher mit den Materialien gebaut, die zur Verfügung standen. Thorsten hat es in Mittelalterreflektionen bereits geschrieben: Wenn sie andere Materialien (z.B. Glaswolle) gehabt hätten, wären sie auch zum Einsatz gekommen. An Baubiologie, Bauphysik, usw. haben unsere Ahnen selten gedacht; der Nutzen stand im Vordergrund, das Überleben war das höchste Ziel. Romantik und Zierrat für die meisten „Bauherren“ unerschwinglich und häufig auch gar nicht erlaubt.

Wir dürfen nicht vergessen, was heute das Bauamt oder die Denkmalschutzbehörde ist, war früher der Landvogt, Fürst, Lehnsherr, der Abt des Klosters, .... Einfach mal so bauen, dass gab es früher auch nur selten. „Gehen wir mal in den Wald und holen uns ein paar Eichen“, kam häufig dem Todesurteil gleich. Ich würde mal behaupten, die „Baugenehmigung“ von 1500 war erheblich teuer als heute, aber das sollte man mal recherchieren. Gut beschrieben ist das Bauvorhaben von anno dunemals im Buch „Der Fachwerkbau in Deutschland“, G. Ulrich Großmann. Großmann geht auf den Bauwunsch, die Finanzierung, die Planung, usw. ein.

Auch die Vorstellung, früher hielten alle zusammen und bauten fröhlich gemeinsam ein Haus sollte doch mal realistisch überprüft werden. Zunächst muß man wohl differenzieren: Land und Stadt. Dann, über welche sozialen Schichten sprechen wir. Welche Vorteile hat jeder der Helfer wiederum aus seiner Hilfe gezogen, was waren die Gegenleistungen.

Ich wage mal zu behaupten, aber das ist sehr, sehr subjektiv, wer heute wie früher lebt, lebt immer noch bequemer als der größte Bauer zur Zeit der Erbauung seines Hofes. Frei von Angst, frei in der Berufsausübung, frei in der Wahl seiner Lebensumstände, ....

Ach ja, noch kurz zum Thema Nachbarschaftshilfe: Ich glaube, heute wie früher, dass man die „Helfer“ ansprechen und bitten muß. Von alleine kam damals keiner und heute tun es auch nicht mehr.

Heute ist Freitag und Udos Bier (lecker, beim nächsten Mal noch ne Kiste ;-) ) neigt sich dem Ende.





salute, also wenn wir irgendetwas abekommen wollen , was sonst nicht abgeht ( zb. VWS-Kleber auf Autos) Extoll hat immer geholfen. gibt es in LKW Waschanlagen. haben damit sogar grafittis von den eigenen autos locker runterbekommen. ist ein spay.
mfg. the dermaßen LehmputZÄHR



...ist man wirklich so frei?



welche ängste hat man heute? ich denke man kann solche vergleiche nicht ziehen.
wecher einfache mensch hat sich den im mittelalter aus seiner "vorhersehung" rauslösen können? das bewustsein war grundlegend anders geprägt. irgenwann kam die aufkärung und, und, und... aber frei von angst- sind wir das heute wirklich? ich denke eine wirkliche wertung/vergleich kann von uns nicht ohne berücksichtigung der sozialisation, des wissensstandes und der dominanz und ergebenheit in die klerikale allgegenwertigkeit in der damaligen zeit nicht gefällt werden.
wir sind nicht frei von den erwartungen, wenn auch selbst auferlegte, irgendwelcher bilder und werte.
ist ja auch nicht schlimm! wenn wir uns dessen bewusst sind.
und was unsere häuser anbelangt, ob Fachwerk oder niedrigenergieholzständerhaus (...gilt nur für die dies haben), wichtig ist meiner meinung nach, dass man sich nichts vormacht und stets eine gewisse autentizität bewahrt, nichts schafft indem man sich verkrümmt um etwas darzustellen was man nicht leben kann. und hier hab`ich das gefühl, die meisten hier können es, sich wohlfühlen, auch wenn sie sich zwischendurch mal, und das tut jeder, mal nach was anderem sehnen.
immer noch freitagabend...
gruss christian



@christian



Antwort kommt heute, denn heute ist Samstag. Aber später.



Natürlich ist, wie bei allen Vergleichen,



eine 1:1 Übertragung nicht möglich. Zu den Ängsten: Frei von Ängsten ist niemand, richtig. Aber die Existenzängste von heute, in unserer Gesellschaft, unserem Sozialsystem, entberen der tatsächlichen physischen Gefährdung. Nicht, dass sie deshalb weniger dramatisch empfunden werden, aber die Grundlage dieser Ängste würde ich eher in den Bereich der anerzogenen Wertevorstellung bringen. Ich möchte nochmal betonen, dass ich hier über den Häuslebauer und nicht die gesamte (kranke) Gesellschaft spreche.



aengste *hhmh*



ich lehne mich vielleicht als neuling zu weit aus dem fenster, aber auch "lebensaengste" wandeln sich mit der zeit.

bin ich mit 20 noch dem ideal von versorgung durch familie/ehemann hinterherge"hechelt", beziehe ich mit ueber 40 doch eine ganz andere position und habe demgemaess auch andere aengste ...

einige aengste, die wir heute haben, kannten unsere altvorderen gar nicht, weil sie durch klerus und adel fremdbestimmt leben mussten und den launen der natur und der "oberen" als leibeigene ausgeliefert waren.

das komplizierte zusammenspiel mittelalterlicher gemeinden moechte ich lieber nicht weiter vertiefen ;)

im 19ten jahrhundert kommen dann gedanken auf, wie "besitz verpflichtet" (einige moegen auch schon frueher den knasus knaktus erkannt haben, ein beispiel http://www.abbegymnasium.eisenachonline.de/version2/geschichte4.htm ), ergo verpflichtet mich der besitz meines/unseres schmucktstueckes dazu es moeglichst der gemeinschaft zum nutzen einzusetzen *weitergruebel*

ein kleiner teil des gebaeudes ist vermietet an eine frau, der wohl niemand anderes noch einen Mietvertrag anbieten wuerde. ist unser/mein haus damit der gemeinschaft nuetzlich? oder ist es der gemeinschaft "mensch" dadurch nuetzlich, dass eine frau, die seit 50 jahren in diesem haus wohnt nicht mehr "verpflanzt" wird, auch wenn sie unter "betreuung" steht?

wie haben sich die aengste verwandelt? waehrend es dem leibeigenen im mittelalter vorgegeben war, als ebensolcher auch zu sterben (falls es ihm nicht gelang in eine stadt zu fluechten), war doch sein herr auch ihm gegenueber verpflichtet

ist mein lehnsherr (arbeitgeber) heute noch in solch einer position?

meine momentanen greifbaren aengste sind einfach in worte zu fassen:

das scheunendach bricht zusammen und/oder bernd stoesst etwas zu, beides waere im wahrsten sinne des wortes "existenzbedrohend"
@herr stoepler, wenns zu sehr daneben ist (bin aus der nachtschicht gekommen) einfach loeschen, wenns passt, dann einfach diesen satz deitieren :)

liebe gruesse an alle gruebelnden
heide



@Heide



Nur ganz kurz, sonst kochen die Kartoffeln über ;-): Ich bin kein Zensor!



@hartmut :)



dem himmel sei dank :)

aber schoen waere es z.b. solche saetze selbst editieren zu koennen (weil sie z.b. ueberfluessig sind), oder?

liebe gruesse von einer mueden heide,
hoffe die kartoffeln liessen sich retten?



Wir sollten erst einmal definieren,



was wir unter existenzbedrohend verstehen:

Wir diskutieren über früher/heute. Eine existensbedrohende Situation war früher durchaus auch lebensbedrohend. Heute meinen wir, dass der Verlust des erworbenen Eigentums eine Existenzbedrohung sei. Doch ist das so? Wenn ich heute, warum auch immer, meinen Job, mein Haus, meinen Partner verliere, ist das sicherlich eine Tragödie - aber ist die Existenz wirklich bedroht? Der erworbene Lebenstandard ist gefährdet, aber die Existenz?

Warum setzt Du Bernd der beschriebenen Gefahr aus? Welchen Gewinn habt Ihr vor Augen, wo Ihr das Risko doch kennt? Was ich meine ist, dass wir bewußt entschieden haben, ein altes Haus zu kaufen. Wir sind bereit den Preis dafür zu bezahlen - nicht nur monetär. Wir setzen uns bewußt einer "exitensbedrohenden" Situation aus, um unseren "Traum" zu verwirklichen. Denn mehr ist es nicht. Wohnen könnten wir auch einfacher, billiger, risikoloser, ....

Das ist, meine ich, der Unterschied zu unseren "Vorfahren". Die bauten (meisten) zur Existenzsicherung. Entsprechend nutzenorientiert sind die Häuser entworfen und gebaut worden. Wir bauen "luxusorientiert". Selbstverwirklichung steht im Vordergrund und zwar unabhängig von der "Luxussanierung" oder dem "Wohnen wie früher".

Oder?



...und genau da ist der Knackpunkt!



luxusorientiertes und exklusiv seiner eigenen Verwirklichung nachtrebendes Sanieren verliert leider völlig an Authentizität. Wie ein 4wheel car Besitzer der nie in
den Dreck fährt. Aber wie, Herr Stöpler, erklären Sie sich,
dass dieselbigen Vorfahren Häuser konzipiert haben, die
hunderte von Jahren halten sollten (dies stimmt übrigens auch
nur bedingt, da ja die einzigen jetzt noch existierenden
Fachwerkhäuser eben diejenigen waren, die hunderte Jahre
überdauert haben, also ein reiner Selektionseffekt, es gab
auch viele Kaschemmen, Lehmhütten und "Papphäuser").
Aber ich finde Ihren Kommentar bezüglich der verschiedenen
Abhängigkeiten in damaligen Zeiten durchaus legitim,
glaube aber trotzdem, dass im Zeitalter unserer perversen
Anonymität die Tendenz zum selbstbezogenen Sichrealisiern
dazu führt, dass eben auch in Dorfgemeinschaften kein/kaum
noch gemeinsames Häuslebauen möglich ist, ausser vielleicht
in seltenen Einzelfällen. Schockieren tut mich trotzdem
immer noch die Diskrepanz zwischen ökologisch sanieren ohne
Budgetlimits auf der einen Seite (mit meineserachtens reichlich überzogenen Gesichtspunkten), und 300PS-in-die-Luft-Blasen-Kyoto-Protokoll-nicht-respektierenden-
Edelkarossen, Handysmog ohne Ende, und am Ende auch noch
Zigaretten rauchend und Bier schluckend. Letztlich wird
dann so ein Gebäude zum Spielbaukasten für Grosse, wo man
endlich ein bisschen heile Welt schaffen kann. Ich mach's ja
auch so.

nachdenkliche Grüsse,
Torsten



Und?????



Befreit? (von den Strichen mein ich)? Zeugs müsste ja schon angekommen sein... (vielleicht schrubbt Herr Stöpler ja noch *grins*)???? Grüße Annette



@Annette



Nö, noch nichts da - außer den Strichen, aber die sollen ja weg ;-).



@Thorsten



Ja, dass ist schon eine komische Entwicklung. Mit dem Porsche zu Aldi, Öko-Eier und Gummiwurst im Einkaufswagen, .... Mal sehen, wo wir uns hin entwickeln. Das war, ist und bleibt spannend.



:-(



Habbs Samstag weggeschickt... na vielleicht kommts heute... Bin mal gespannt, obs hilft.

Grüße Annette :-(



@Annette



Das Zauberpulver ist angekommen. Am Freitag, vorher wird das nichts, probieren wir es aus. Danke, schon mal vorweg.



Hurra! Annettes Zauberpulver wirkt!



Weg, der Filzer auf dem Tisch ist weg. Danke, Annette! Jetzt nochmal einölen und die Sache ist erledigt. Claudia (meine Frau und Anwenderin des magischen Pulvers) läßt ganz viele Grüße und Dankesworte schicken.



*straaaaaaahl*



das freut mich aber :-) :-) :-). Seit ich das Zeugs kenne, hab ich in meinem Schrank nur noch 2 Putzmittel - die Scheuermilch und Schmierseife von der selben Firma. Damit kriegt man alles sauber, es ist umweltfreundlich (ich hatte auch schon andere umweltfreundliche Produkte, damit hat man garnix sauber gekriegt...) und man kann auch Holzböden gut damit wischen... Wie auch immer... *grins*. Grüße Annette



@ Anette



hallo anette,hättest du mir vieleicht auch ne kleine probe,
hab auch nen künstlerisch veranlagten sohn ,
der seine kunst verewigt hat
A.Simon