Entscheidungshelfer gesucht (NRW)

06.11.2006



Hallo und Ohje ;)

Ich weiß garnicht wo ich anfangen soll- ich lese hier schon einige Zeit mit, dieses und jenes, weil ich an einem Fachwerkhaus interssiert bin und auch bereits ein Haus im Auge und dieses auch besichtigt habe (ich habe überhaupt keine Ahnung, leide, bin aber schwer verliebt.)

Die Fakten:
das Fachwerkhaus (teilweise Massiv) (ca. 1760) wird über den Kachelofen und über eine Gasheizung geheizt (es ist noch bewohnt)
Die Wände sind alle Tapeziert- über einer Türe habe ich stockflecken gesehen, genau in der Kante Wand/Decke.(kann das ein Hinweis auf Feuchtigkeit sein?)
Der Bodenbelag: EG teilweise Teppich, teilweise Laminat, teilweise,Fliesen, OG Parkett. (nicht unterkellert)

Also , ich suche einen Fachmann aus dem Kreis Neuss und Umgebung, der mich bei meiner Entscheidung unterstützt.
Mir geht es im großen und ganzen darum festzustellen, ob das Haus größerer Mängel aufweist...und womit ich zukünftig, wenn ich mich entscheide, rechnen muss.
Ich meine damit nicht, so Dinge, wie Fenster , Türen us.w. sondern echte Mängel..

Mich hat die Aussage der Maklerin, auf meine FRage, warum die Eigentümer ausziehen, etwas irritiert:
Das Haus sei ihnen zu alt.
Was eventuell darauf schließen könnte, dass mehr zu machen ist, als es auf den ersten Blick den Anschein hat.

Also, ich bin blind und suche jemanden, der für mich sieht :-)

Übrigens, finde ich dieses Forum/diese Seite sehr gelungen.

Herzliche Grüße
Marion K.



Hauskauf



Guten Tag,

sollte seit 1760 nichts gemacht worden sein: schön so !
Sie können aber sicher sein, daß die Umbau- und Instandsetzungsmaßnahmen erheblich sein werden und natürlich "mehr los" ist, als man auf den ersten Blick sieht.
Noch reicht Ihr Blick bis zu den Tapeten, irgendwann will er aber in die Konstruktion.
Einstweilen würde ich davon ausgehen, daß das Haus - so wie es steht - nicht mehr bewohnbar ist und aktualisiert werden muß. In günstigen Fällen werden ca. 1.000 €/m² fällig, in anderen, so bei hohem Ausbaustandard, künstlerisch wertvollem Interieur oder bei desolater Bausubstanz, können es auch 1.800 € werden.
Wenn Ihnen jetzt noch nicht die Baulust vergangen ist, können Sie mich ja mal anrufen: 0203 5 18 72 36. Neuss ist noch im Sprengel.

Grüße aus Duisburg





vielen Dank für Ihre Antwort und natürlich haben Sie mich geschockt- das wären 170000 Euro für eine sanierung.
Angabe des Maklers : Das Haus wurde 1995 saniert und seitdem durchgehend modernisiert.
Gaszentralheizung 1995 erneuert
Elektroinstallationen 1995 erneuert
Wasserleitungen 1995 erneuert

Ich werde nochmal versuchen herauszufinden, was/wie genau saniert wurde, bevor ich mich mit Ihnen in Verbindung setze.

Grüße aus Neuss
Marion K.





Hallo,
jemanden, der sich wirklich mit Fachwerkhäusern auskennt, sollten Sie natürlich unbedingt einmal mitnehmen. Da machen Sie erst einmal nichts verkehrt.
Ein grober Rahmen kann in der Regel schon bei einer ersten Begehung abgesteckt werden. Dabei sollten alle Bauteile eingesehen werden, vom Keller bis ins Dachgeschoß. Wie es hinter der Tapete oder unter dem Laminat etc. aussieht, läßt sich natürlich nicht ohne weiteres sicher bestimmen.
Nach Einsicht der Bauteile lassen sich aber anhand der verbauten Materialien schon Schadensbilder
erahnen.
Leider ist das Haus noch bewohnt. Ein Käufer konnte den Makler und die Besitzer eines Hauses mal dazu überreden, daß neuralgische Punkte geöffnet und eingesehen werden. Dadurch konnten vermutete Schäden wirklich bestätigt werden.
Ein grober Finanzierungsrahmen für weitere Arbeiten, läßt sich vor Ort vielleicht schon einmal abstecken. Sind Sie danach immer noch interessiert, und besteht die Notwendigkeit
(z.B. wg. Bank, Denkmalbehörden, erforderlicher Instandsetzungsarbeiten etc.), sollten Sie eine Gebäudeuntersuchung mit Planerstellung, Schadensbild, Beschreibung (Bestand, Schäden und Instandsetzungskonzept) sowie einer detaillierten Kostenschätzung vornehmen lassen.
Ein Muster sende ich Ihnen bei Bedarf gerne per E-Mail zu.
Damit liegen Sie i.d.R. immer auf der sicheren Seite und Sie werden im nachhinein nicht unangenehm überrascht.
Ich hatte auch schon potentielle Kunden, die nach der genauen Schadensaufnahme und Kostenschätzung, Abstand vom Kauf des Gebäudes gemacht haben. Eine detaillierte Kostenschätzung ist auch immer Grundlage für mögliche Förderanträge.
Lassen Sie sich, wenn Sie es dann ernst meinen, nicht von den Kosten schrecken. Eine gute Vorplanung macht sich im nachhinein immer bezahlt. Meine Bauherren werden das gerne bestätigen.
Steht das Haus denn unter Denkmalschutz?
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Kibies





Vielen Dank Herr Kibies, für Ihren hilfreichen
Beitrag.

Viele Grüße
Marion K.





Hallo,
ich vergaß zu sagen, daß ich in Köln wohne. Ist nicht allzu weit weg. Bei Bedarf können Sie sich also gerne bei mir melden.
Grüße aus Köln
Bernd Kibies



Orstermin möglich!



Guten Morgen !,

falls Sie eine weitere Meinung hören möchten, so bieten wir hier ebenso Hilfe an.

mit Gruß Karl Schmitz





Hallo,

ich habe jetzt die Berater meines Vertrauens zusammen und nächste Woche den zweiten Termin. Wenn alles gut läuft kommt die Verhandlungsphase.. mein ziel sind 15 bis 20 % weniger- ist das Utopisch ?

Grüße
Marion





Guten Morgen,
fragen Sie doch den Berater Ihres Vertrauens, der das Objekt gesehen hat.
Für eine Einschätzung sind natürlich auch Kenntnisse der Örtlichkeiten, der finanziellen Situation der Gegenseite etc. erforderlich.
Für Ihr weiteres Vorhaben wünsche ich alles Gute.
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Kibies





Hallo,

werde ich.
Kommenden Samstag ist es soweit und da werde ich auch meine Entschedung fürs Leben treffen.
Ist grad alles ziemlich spannend.

Gruß
Marion





So :) um dieses Thema abzuschließen- innerhalb der nächsten 2 Wochen wird unterschrieben. Verhandlungen sind gut verlaufen. Mitte 2007 wird umgezogen.
Es wird einiges zu tun geben, aber das geht alles nach und nach ..
Ich freu mich sehr auf das "neue Leben"
Schluss mit der dümmlichen Gartenzwergmentalität meiner jetzigen Nachbarn im Haus.

Schluss damit, unbedachte Entscheidungen einer Wohngemeinschaft akzeptieern zu müssen.

Das einzige, was ich wohl ein bisschen vermissen werde ist die Fußbodenheizung *lach aber es gibt ja dicke Socken :)

.. also rein ins Vergnügen...

Marion