Schüttung gesundheitsschädlich? Aufbau sinnvoll?

01.05.2011



Hallo liebe Forumsmitglieder,
wir haben uns unseren Traum erfüllt und einen Altbau BJ 1922 gekauft. Jetzt sind wir an der Sanierung. Zum Glück wurde an der alten Substanz noch nicht viel kaputtsaniert. Da wir allerdings totale Laien auf dem Gebiet sind, hoffen wir hier auf wertvolle Tipps. Unsere aktuelles Thema ist der Boden über dem Gewölbe. Darunter befindet sich eine Sandsteinkeller. Momentan liegt darauf eine lose Schüttung (trocken), in der die Latten (Abstand ca 90cm) und Stahlträger liegen. Es befinden sich allerdings große Hohlräume in der Decke.
Unser Idee war nun, diese mit einer losen Schüttung (Liapor, Liaver) aufzufüllen, und die alte Schüttung zu belassen, den Abstand eventuell durch zusätzliche Latten zu verkleinern und darauf entweder gleich die neuen Dielen oder erst Rauhspund und darauf dann dünnere Dielen? Wäre das okay? Kann es Bedenken wegen der alten Schüttung geben? Kann sie nach dieser Zeit noch gesundheitsschädlich sein? Wir wissen nicht genau, aus was sie besteht, deshalb ein Bild. Wir wollen nicht mit Gewalt alles Alte entfernen, so wie andere uns das eigentlich raten. Es soll eine sinnvolle Erneuerung sein, die aber auch noch bezahlbar ist.
Ich würde mich über Antworten und Anregungen freuen.
Mirjam



Moin Mirjam,



auf dem Foto kann ich nix erkennen.

Was sollte deiner Meinung nach an der Schüttung unterm zukünftigen Boden gesundheitsschädlich sein?

Gruss, Boris



...



Wenn man hier im Formum sucht findet man die Eine oder Andere Diskussion zu diesem Thema. Die Überlegung bezüglich Schadstoffen ist nicht zwangsläufig abwägig, bei Sand oder Bauschut aber eher übertrieben. Auch ich habe mich vor meinem Umbau mit diesem Thema auseinander gesetzt, bin aber kein Experte.

Versuchen wir's mal mit Logik! ... Probleme könnte es bei Hochofenschlacken geben, die z.B. Schwermetalle enthalten könnte. Flüchtige Schadstoffe wie Formaldehyd sind nach Jahren eher nicht mehr das Problem, da über die Jahre längst verflogen. Das Thema wird also dann akut, wenn die Notwendigkeit besteht die alte Schüttung zu bewegen. In der Regel geht das nicht ohne viel Staub. Im Staub enthaltene Schwermetalle würden dann überall im Raum verteilt und sich an Decken, Wänden und allen möglichen Ritzen ablagern. Die zu erwartenden Konzentrationen sollte aber in den meisten Fällen eher unerhebich gering sein. Anderenfalls würde dieses Thema wohl viel heftiger diskutiert.

Wenn Sie hierin wirklich ein Problem sehen und Gewissheit haben wollen, sollten sie eine Probe der Schüttung an ein Analyselabor schicken (z.B. Dekra). Mit oder ohne wäre dann aber immer noch das Problem, wie damit umgehen (Abdecken, Entsorgen). Ein Patentrezept hätte ich dafür nicht und die Kosten dafür wären enorm.

Veruchen Sie bei Schlacke wenn möglich das Bewegen der Schüttung zu vermeiden und sorgen Sie mit dem Bodenaufbau für eine möglichst geschlossene Abdekung der Böden. Dann sollte das Problem (sofern vorhanden) wohl hinreichend unter Kontrolle sein.

Gruß aus Berlin



Hrmpf



mein Beitrag ist nicht durchgekommen.

VOn der Farbe her sieht mir das nach Schlacke aus, die ist prinzipiell ungefährlich, man könnte sie aber auf Schwermetalle testen lassen.

Auf jeden Fall sollte man beim Neuverlegen eines Holzbodens eine staubdichte Ebene einbringen, sonst kommt immer beim Gehen Staub durch die kleinsten Fugen. Hier in Wien hat ein heller Teppich oder Teppichboden auf Parkett nach einiger Zeit auf der Rückseite das Parkettmuster in Form dunkler Linien :-)

Wir haben bei der Neuverlegung des Parkettbodens darunter Packpapier bzw. soweit wir hatten übergebliebene Tapete ausgelegt.





Rein vom viuellen Eindruck her, würde ich die Hauptbestandteile eher als Bauschutt oder Sand interpretieren, mit vielleicht wenigen Anteilen nicht zu grober Schlacke. Wobei bei Letzterer immer noch zu klären wäre - Steinkohleschlacke (unbedenklich) oder Hochofenschlacke (evl. bedenklich).

Da die Pixelgröße des beigefügten Bildes aber ungefähr der der Körnung entspricht ist das eher geraten.
Gruß aus Berlin,