Schimmel oder Feuchtigkeitsflecken



Schimmel oder Feuchtigkeitsflecken

L,iebe Experten. Beim letzten Hochwasser ist in meinem Badehaus an der Donau auch der Holzufussboden betroffen gewesen. Das Wasser ist ein bis zwei Tage gestanden. Habe aber alles sehr gut trocknen lassen. Jetzt hätte ich die Frage ob die schwarzen Flecken nur Verfärbungen oder Schimmel sind. Reicht es wenn ich den Holzboden Schleifen lasse und dann streiche. Muss der Handwerker besondere Schutzvorkehrungen treffen falls es Schimmel ist. Darf dann z.B. der Eiskasten im Raum beim Schleifen stehen bleiben. Ich habe leider eine richtige Schimmelphobie. Ich hoffe auf dem Foto kann man was erkennen.



Ein Pilz durchaus,



wenn mich meine Augen nicht täuschen, aber ein harmloser. Nämlich der Bläuepilz, kurz "Bläue" genannt, der für das Vergrauen oder Verblauen des Holzes sorgt. Es gibt eine Reihe von Arten, die besonders Kiefern- aber auch, wie Sie hier sehen, Fichtenholz und andere Nadelhölzer, manchmal auch Buche befallen. Bläuepilze ist gesundheitlich und statisch absolut unbedenklich. Soweit die guten Nachrichten, und jetzt die schlechten: Er ist gekommen um zu bleiben! Genauer: er ist in dem getrockneten Holz inaktiv, aber die Pigmente bleiben. Abschleifen ist also vollkommen zwecklos. Wenn Sie mit dem Schönheitsfehler leben können, können Sie mit den Dielen alt (und grau) werden.

Nebenbei, ist so ein Hochwasserschaden nicht u.U. ein Versicherungsfall? Ich hatte unlängst Kunden, bei denen es so war.

Schöne Grüße, Erik Heinrich.



Pilzbefall?



Bläuepilz ist IM Holz und nicht oberflächlich AUF dem Holz.

Versuche doch die Verfärbung abzukratzen/abzuwischen.

Wenn's nicht geht und tatsächlich eine eher bläulich-schwarze
Verfärbung bleibt ists tatsächlich höchstwahrscheinlich Bläue, die bei Feuchtigkeit/schlechter Dürchlüftung und Wärme entsteht bzw davon begünstigt wird.

Ohne Pilze ist ein Leben auf der Erde möglich, also keinerlei Grund denen nicht freundlich gesonnen zu sein- nur im eigenen Haus und Holz sind die nicht ganz so gern gesehen....

Du kannst ja auch versuchen die Verfärbung mit einer Schleifmaschine zu beseitigen- aber erst nach vollständiger Trocknung.
Es bleibt dann immer noch der Weg, die Dielen so mit pigmentiertem Öl einzufärben , daß es nicht mehr auffällt.

Kästen kann man gerne stehen lassen.
Feuchtigkeit, die wieder abtrocknen kann ist für Holz völlig unproblematisch, wie man an uralten ständig draußen im Regen stehenden Fachwerkhäusern, Brücken,Stegkonstruktionen etc sieht.

Dunkle Verfärbungen können auch Pilze sein, die teilweise für Fassadenverfärbungen bei Verbretterungen verantwortlich sind- oft durch Schmutz/Ablagerungen zusammen mit Feuchtigkeit und langsamer Abtrocknung.

Andreas Teich





Vielen lieben Dank.



Das ist...



...kein Schimmel.

Vielmehr Verfärbungen, die durch Schmutz entstanden sind, der durch die schadhafte Oberfläche (Lack oder dickeres Wachs?)in's darunterliegende rohe Holz eingedrungen ist.

Das wird wohl schon beim oberflächlichen Anschleifen verschwinden.

Grüße

Thomas



Liebe Karin,



bin gespannt! Bitte machen Sie den Schleiftest und berichten Sie!

Schöne Grüße!





Ich danke Euch vielmals für Eure Antworten. Ich bin da jetzt beruhigt. Uch halte Euch auf dem Laufenden bezüglich Abschleifen. Eine Frage habe ich noch. Das Erdgeschoss des Badehauses ist immer wieder von Hochwasser betroffen. Da ist es auch etwas feucht. Es ist dort aber nur Dusche und Wc also keine Wihnraeume untergebracht. Kann sich dort auch unsichtbarer Schimmel gebildet haben und einen Stock in die Wihnraeume aufsteigen oder wuerde ich den Schimmel sehen. Gedaemmt ist Gott sei Dank nix. Vielen dank.





Ich danke Euch vielmals für Eure Antworten. Ich bin da jetzt beruhigt. Uch halte Euch auf dem Laufenden bezüglich Abschleifen. Eine Frage habe ich noch. Das Erdgeschoss des Badehauses ist immer wieder von Hochwasser betroffen. Da ist es auch etwas feucht. Es ist dort aber nur Dusche und Wc also keine Wihnraeume untergebracht. Kann sich dort auch unsichtbarer Schimmel gebildet haben und einen Stock in die Wihnraeume aufsteigen oder wuerde ich den Schimmel sehen. Gedaemmt ist Gott sei Dank nix. Vielen dank.



Schimmel



Hallo Karin,

es gibt keinen unsichtbaren Schimmel- außer er gedeiht im Verborgenen hinter irgendwelchen Verkleidungen.

Aufsteigen kann er nicht, wie es zum Beispiel bei Hausschwamm der Fall ist.
Er kann nur überleben bei Vorliegen von entsprechenden Bedingungen wie Feuchtigkeit und Wärme.

Also keine Panik- ständige Angst davor ist gefährliche als der Schimmel selbst und es sind keineswegs alle Schimmelsorten der Gesundheit abträglich.

Andreas Teich



Schimmelsporen...



sind überall, immer.

Eine problematische Sache ist das erstmal nicht. Sollte der bewusste Dielenboden aber im Erdgeschoß sein, würde ich über einen Austausch nachdenken. Nicht der oberen Verfärbungen wegen, das sind oberflächennahe Verschmutzungen.

Im Hohlraum unter den Dielen könnte aber auch Schlimmeres als Schwarzschimmel gedeien. So sehr ich auch ein Freund der Holzböden bin, im Hochwasserbereich haben diese nichts zu suchen.

Grüße

Thomas





Schoenen sonnigen guten Morgen wuensche ich Euch. Der Dielenboden ist im 1.stock. Dort wo das Hochwasser bis jetzt in den letzten 10 Jahren nur zweimal und hoffentlich nie wieder hinkommt. Der Boden geht zum Erdgeschosses durch. Heisst das jetzt das Schleifen nicht reicht. Jetzz habe ich ein bisschen Angst. Was waere schlimmer als Schwarzschimmel. Fuer die Gesundheit oder das Haus schlimmer. Wenn ich den Boden rausreissen wuerde haette ich ja keine Abtrennung zum Erdgeschoss mehr. Holzboeden haben in dem Gebiet alle Haeuser. Ich hoffe auf Eure Antwort. Liebe Grüße



Liebe Karin,



Schlimmer als Schwarzschimmel? Es gibt viele holzschädigende Pilze.

Ob das für Dich ein Problem werden kann? Das kann ich nicht einschätzen. Grundsätzlich sind Holzkonstruktionen immer gefährdet, wenn sie überflutet werden. Kann alles schnell wieder abtrocknen, bleibt das Ganze bis auf eventuelle Verfärbungen und vergrößerte Fugen i.d.R. folgenlos. Hast Du aber unter der Dielung irgendwelche Dämmungen / Holhräume; stark saugendes Mauerwerk u.s.w., gibt es ein größeres Schadenspotential.

Ich kann mir nicht vorstellen, was Du unter Badehaus verstehst (Heiz- und Lüftungssituation u.s.w.), und ich kenne den Bodenaufbau nicht.

Ich bin selbst in den letzten 13 Jahren 2x landunter gewesen und ich gehe NICHT davon aus, daß es keine Hochwassergefahr mehr gibt. Meinen Holzboden habe ich der Heizung zugeführt. Jahrhunderthochwasser können leicht viel öfter passieren und sind statistisch nicht prognostizierbar.

Also einfacher: Liegen die Dielenbretter allseits frei, oder gibt es darunter Dämmungen etc.? Dann beschreibe bitte den Aufbau konkret.

Grüße

Thomas



Feuchter Fußboden?



Das heißt dann, daß der Holzboden selber nicht überflutet worden ist?

Wenn du nur die Deckenbalken hast und darauf die Dielen befestigt wurde wäre es ja kein Problem.
Wenn die Decke unterseitig auch verkleidet ist, wäre die Frage ob der Hohlraum ausgetrocknet ist.

Schimmel ist normalerweise durch den typischen Geruch feststellbar.

Wenn du im Zweifel bist einfach eine Luftprobe oder kleine Holzprobe untersuchen lassen.

Andreas Teich





Lieber Thomas.
So weit ich das beurteilen kann ist der Holzboden nicht gedaemmt. Ich kann sogar ein bisschen vom 1. Stock durch den Holzboden ins Erdgeschoß durchschauen. Aber was meinst du ist schlimmer als Schwarzschimmel. Was koennte noch entstehen. PANIK



Also...



siehst Du die Bodendielen des 1.OG vom Erdgeschoß aus, und zwischen den Balken ist nichts als Luft?

Das wäre gut. Dann kann die Holzkonstruktion zügig abtrocknen, wenn das Haus gut belüftet ist. In diesem Falle würde ich mit diesem Zustand leben. Schimmel und auch holzzerstörende Pilze brauchen dauerhaft höhere Holz- bzw. Bauteilfeuchten.

Im Erdgeschoß ist hoffentlich kein Holzboden?

Grüße

Thomas



Eine Luftprobe...



...untersuchen lassen? Jetzt denkt die Fragestellerin vermutlich, sie soll etwas Badehausluft in einem Fläschchen an ein Labor schicken.

Herr Teich, die Belastung der Raumluft mit Schwarzschimmelsporen wird anders gemessen. Auch davon haben Sie scheinbar keine auch nur näherungsweise Ahnung.

@ Karin

Auf dem Bild ist nichts zu sehen, was beprobt werden müsste. Schwarzschimmel an anderer Stelle würdest Du sehen. 30€ "Schimmel - Tests" aus dem Handel sind ohnehin Unsinn und Geldverschwendung.

Um über das erforderliche Maß hinaus sicher zu sein, lade gelegentlich einen Holzschutzsachverständigen zu einer Tasse Kamillentee ein. Die Fragestellung wäre, ob bauliche Korrekturen (diese können unaufwendig sein) sinnvoll sein könnten, um künftige Hochwasser besser überstehen zu können.

Und konkret für Deinen Boden im Obergeschoß: Schleifen bis Korn 120 und wachsfrei mehrfach mit einem Parkettöl eines Naturfarbenherstellers ölen, keinesfalls lackieren.

Ich habe mich mit dem Gedanken arrangiert, daß ggf. wieder Wasser kommen könnte. Mit der geeigneten Vorsorge ist es leichter.

Grüße

Thomas





Vielen Dank für Eure Antworten. Eins noch wieso darf der Boden keinesfalls lackiert werden. Das hatte eigentlich der Handwerker vor. Was kann da schon wieder passieren beim Lackieren. So ein Haus ist schon eine Kummerkiste.



Schimmeltests



Hallo Karin
Prüfung auf Schimmelsporen, sofern du dann beruhigter bist,
s.u. durch Labore, die österreichweit arbeiten.

Schimmeluntersuchungen werden durch Analyse von Luftproben vorgenommen.

Frage doch auch Nachbarn, falls die ähnlich wie du betroffen waren und falls ähnliche bauliche Verhältnisse vorliegen.

Wenn eine untere Deckenbekleidung nicht benötigt wird würde ich diese abreißen, damit eine genügende Auslüftung stattfinden kann.
Allerdings gibt es sehr viele Gebäude, auch solche aus Holz, die als Mühlen etc in feuchter Umgebung jahrhundertelang überlebt haben.
Feuchtigkeit allein ist also kein Problem.

"Normgerechte Messung von Schimmelsporenkonzentration

Wir messen die Sporenkonzentration in der Luft, zusätzlich können Oberflächen und Materialien auf deren Konzentration an Schimmelpilzbestandteilen untersucht werden. Bei der Analyse der Schimmelsporenkonzentration in der Luft werden die in der Raumluft vorhandenen Keime normgerecht nach ISO 16000 mittels eines Luftkeimsammlers auf unterschiedlichen Nährböden aktiv (vor Ort) gesammelt. Nach Bebrütung im Labor werden die Schimmelpilze im Hinblick auf die Konzentration und die Artenzusammensetzung bewertet. Unerlässlich ist ein Abgleich mit der Sporenkonzentration der Außenluft. Nur so kann geklärt werden, ob die Schimmelpilze Teil der lebendigen Umwelt sind, oder – im Fall eines Schimmelbefalles – ihren Ursprung in Innenräumen haben. Durch eine fachgerecht durchgeführte Untersuchung erhalten Sie Informationen zu Quellen von Schimmelpilzen im Raum und damit zu möglichen gesundheitlichen Folgewirkungen."

Natürlich kann hier niemand sagen, ob es bei dir ein Schimmelproblem gibt und wenn in welchem Ausmaß- nur von einem Foto läßt sich so etwas überhaupt nicht beurteilen.
Wahrscheinlichkeiten und Möglichkeiten schon eher.
Wenn jemand allergisch auf Schimmelsporen reagiert ist's wieder eine ganz andere Situation als bei normalen gesundheitlichen Verhältnissen.

Andreas Teich



Boden lackieren



Sooo ein Kummerkasten sind Häuser ja zum Glück nicht immer...

Lackieren hat den Nachteil, daß zB bei Hochwasser die Dielen von der Unterseite, wo sie nicht lackiert oder überhaupt behandelt sind, viel Feuchtigkeit aufnehmen können, diese aber bei einer oberseitigen Lackierung nicht nach oben abgegeben werden kann.

Die Austrocknung dauert also viel länger als bei einer diffusionsfähigen Oberflächenbehandlung.
Außerdem haben lackierte Oberflächen den Nachteil, nicht partiell repariert werden zu können- es muß im Schadensfall also immer die gesamte Oberfläche abgeschliffen werden.
Ich habe nur im Ausnahmefall Holzoberflächen lackiert- im Fußbodenbereich würde ich eher Ölen.

Andreas Teich



Nun,



was Herr "Niemand" sagen kann, sei dahingestellt. Der ist sowieso nie da.

Ich kann sagen, und zwar sicher, daß das Foto die typischen Einwirkungsspuren von Schmutz bzw. schmutzigem Wasser zeigt und daß das Foto keinerlei Vermutungen nährt, da könnte ein Schimmelproblem vorliegen.

Man kann Probleme auch herbeibeten.

Grüße

Thomas





So ihr Lieben. Jetzt habe ich nur mehr eine Frage. Ist leinoel okay und ausreichend. Und warum nicht wachsen. Schade dass Ihr nicht in Österreich ordiniert. Liebe Grüße aus Wien





So ihr Lieben. Jetzt habe ich nur mehr eine Frage. Ist leinoel okay und ausreichend. Und warum nicht wachsen. Schade dass Ihr nicht in Österreich ordiniert. Liebe Grüße aus Wien



Bodenbehandlung



hallo Karin

leinöl geht grundsätzlich- hat aber den Nachteil sehr langer Trockenzeiten.
Leinölfirnis wäre besser.
Zusätzlich Wachsen hat den Nachteil, das es immer wieder gemacht werden muß, wobei sich die Wachsschichten aufbauen und irgendwann der Überschuß aufwändig entfernt werden muß.
Wachs bindet auch eher Schmutz, wenn es nicht sehr gut einpoliert wird.
Ein gutes Öl ist einfacher und dringt besser ein, da es dünnflüssiger ist.

Ich bin übrigens in Österreich-
siehe meine hinterlegten Daten-
aber in der anderen Ecke von dir, wenn ich nicht doch mal nach Wien kommen sollte.
(mein Feuerwehr-LKW habe ich aber aus Klosterneuburg von der dortigen Feuerwehr abgeholt...
LG
Andreas Teich



Weder Leinöl,



noch Firnis. Beide Produktbezeichnungen lassen viel Luft für unterschiedliche Eigenschaften und Qualitäten.

Parkett - oder Fußbodenöl sollte auf dem Gebinde stehen und es sollte von einem Naturfarbenhersteller kommen. In Österreich bietet sich "Natural" regelrecht an. Auf dem Töpfchen steht auch, wie man das Öl verarbeitet. Sollte gar noch ein professioneller Verarbeiter in der Nähe sein, der das Heißverfahren beherrscht, mit speziellem Heißöl von Natural - dann wäre das ideal.

Wachs imprägniert das Holz nicht. Also liegt unter dem Wachs, wie beim Lack, rohes Holz. Und das sieht dann abgerieben und geflutet so aus wie auf dem Bild. Außerdem behindert Wachs die Austrocknung des Holzes. Eine gewachste Fläche nimmt durch Wasser viel mehr Schaden.

Grüße

Thomas





Vielen Dank



Bei weitgehender Zustimmung,



vor allem auch was den Einsatz von Öl betrifft (Heißöl toll, aber hier vielleicht ein wenig überambitioniert), glaube ich nach wie vor, dass die Dielen nicht oberflächlich verschmutzt sind, sondern "verblaut" - der Schleiftest wird es weisen. Wie gesagt, Karin, weder statisch noch gesundheitlich, sondern nur optisch ein Problem. (Was heißt Problem, viele Leute finden inzwischen Verblauung janz toll, vintage chic und so ... ;-)



Information...


Information...

aus dem Fichtengebiet in das Land der Kiefer: Fichte verblaut nur sehr selten. Eine Stamm- oder Schnittholzbläue ist eh auszuschließen, und eine Anstrichbläue sähe anders aus. Und sie bedarf langanhaltender Feuchtigkeit. Die kann bei allseits belüftetem nicht gegeben sein.

Und: Eine Anstrichbläue bildet sich gerade unter halbwegs intakten Lackpartien, die das Wasser festhalten. Hier aber ist die Vergrauung genau da, wo Schäden im Holz sind, und das rohe Holz Schmutz aufnehmen konnte. Vermutlich war im Schmutzwasser Eisen aus Erdausspühlungen unterwegs, deshalb ist das ganze etwas grauer als üblich. Hier nebenan ein abgetretener und ehedem lackierter Fichtenboden. Die Ursachen für die Verfärbung sind die gleichen.

Grüße

Thomas

P.S. Auf beiden Bildern markieren sich die rollbedingt unterschiedlichen Lackstärken



Badehaus und Dielen



Das Foto zeigt auf alle Fälle eine Schicht unter der Feuchte eingezogen ist und gleichzeitig auch Schmutzwasser das Holz geschädigt hat.

Ein Problem ist nicht nur diese Verschmutzung, sondern auch die alte Beschichtung. Da braucht es schon ein grobes Korn bis alles geölt werden kann.

Da der Boden mindestens schon einmal abgeschliffen wurde, würde ich prüfen, wieweit die Dicke der Dielen noch ein weiteres Schleifen zulässt.

Evtl. wäre ein neuer Boden die günstigere Variante, der dann natürlich mit Parkettöl - Fußbodenöl behandelt werden sollte ;)

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Die



Donau ist lang, insofern kann ich auch nicht wirklich Firmen empfehlen. Im Raum Wien verarbeitet die Firma Wilde in Stockerau Natural-Produkte, die haben meinen Boden hier im Zimmer geölt. Allerdings nicht in Heißtechnik soweit ich das beurteilen konnte. Die haben das Öl auf den Boden geschüttet, auseinandergewischt und sind dann mit dem Pad drüber. Ob es eine Thermopadmaschine war kann ich nicht beurteilen, das Öl war jedenfalls sicher vor dem Auftrag nicht warm.

Den Eiskasten (schön dieses Wort noch ab und zu zu lesen, verwendet ja kaum mehr wer) beim Schleifen im Zimmer stehen zu lassen ist in doppelter Hinsicht - sorry - eine fetzendepperte Idee. Erstens staubt er komplett zu und zweitens steht er fürchterlich im Weg, wenn gehört der ganze Boden auf einen Sitz geschliffen und geölt!



Oha,



ein Eiskasten ist also ein Kühlschrank! Hatte ich vergessen zu fragen.

Grüße

Thomas



xylodecor laerchenoel



Jetzt habe ich schon wieder ein problem. Mein Handwerker hat den fussboden mit laerchenoel fuer aussen behandelt. Jetzt habe ich Angst dass durch die giftigen Daempfe das ganze badehaus vergiftet ist. Wie kriege ich das wieder raus. Reicht ausgiebiges lueften oder muss ich den boden nochmal schleifen. Oder verwendet ihr auch teilweise innen Oele obwohl auf dee Dose fuer aussen steht. Bitte um Hilfe



Was ist drin:



"Alkydharz, Pigmente, Lösemittel und Hilfsstoffe." Mehr gibt es nicht, weil nur Naturfarben voll deklariert sind. Das Öl ist nicht für Fußböden gedacht. Dieser Schmierfink kann wohl gar nicht lesen? Ich würde ihn Schleifen lassen, und das Produkt exakt vorgeben, das genommen werden soll.

Nach dem Trocknen soll das Öl geruchlos sein. Es werden sich aber durch die Pigmentierung beizeiten Laufstraßen bilden. Ob das Öl überhaupt für einen Fußboden geeignet ist, kann ich mangels Volldeklaration nicht einschätzen.

Am besten 'mal direkt an den Hersteller wenden, ob die da Probleme sehen: http://www.xyladecor.de/subpage.php?mid=55&pmid=8

Aber bitte nicht von einer Telefonmaus mit Halbwissen abspeisen lassen, die sollten zu einem Anwendungstechniker weiterverbinden können.

Grüße

Thomas



Lärchenöl im Innenbereich



Hallo Karin,

Dein Ärger hört scheinbar nicht auf...

Rechtlich gesehen wäre es ein Mangel, weil ein lt Hersteller ausdrücklich nur für Außenanwendung vorgesehenes Produkt im Innenbereich verwendet wurde.

D.h. du hättest einen Anspruch darauf, daß der Boden wieder abgeschliffen und mit einem für die Fußbodenbehandlung im Innenbereich geeigneten Material behandelt wird.

Ob du für diesen Zweck Lack oder Öl bevorzugst müßtest du vorgeben- ebenso wenn du ein bestimmtes Fabrikat verwendet haben willst.

Was hast du denn demjenigen mitgeteilt was genau er machen soll oder konkret zur Oberflächenbehandlung ?

Von den Inhaltsstoffen her ist es auf keinen Fall mit üblichen Holzbodenölen vergleichbar.

Eine Pigmentierung, die den natürlichen Holzfarbton verändert, hätte nur mit deiner ausdrücklichen Zustimmung erfolgen dürfen, da sonst immer der Holzfarbton als Endergebnis erwartet wird.

Eine Gesundheitsgefährdung dürfte nach längerem, gründlichem Lüften nicht zu erwarten sein.
Bei sensibilisierten, allergiegefährdeten Menschen kann das sich aber ganz anders verhalten.

Am Besten eine email an den Hersteller schreiben und fragen wie es sich bei Innenanwendung verhält, ob Sie auch bei empfindlichen Personen eine verbindliche Freigabe zusichern können und ob irgendwelche Bedenken für die Anwendung bei Innen-Fußböden bestehen könnten.

Andreas Teich



Nö,



die Außen / Innenproblematik ist so pauschal kein Mangel.

Wichtig ist, daß daß Öl vom Hersteller nicht für Fußböden vorgesehen ist. Und daß eine Pigmentierung mit Sicherheit nicht beauftragt war.

Offenbar hat der gute Mann draufgeschmiert, was er gerade 'mal noch von einer anderen Baustelle über hatte. Glücklicherweise war's kein Kaltbitumen, was ganz vorne in der Restekiste stand :-)

Ach ja, wenn Du schon mit dem Anwendungstechniker telefonierst, würde ich 'mal fragen, ob da überhaupt Öl drin ist. Im technischen Merkblatt steht ja nur: "Alkydharz, Pigmente, Lösemittel und Hilfsstoffe." Das Zeugs wird ja aber als "Lärchen - Öl" bezeichnet??? Möglicherweise hat der Mann unwissentlich gar nicht geölt...

Grüße

Thomas





Der Anwendungstechniker hat mir nur dass sicherheitsdatenblatt übermittelt und gesagt das ich bei beschwerden zum arzt soll. Ich habe mittlerweile große Angst. Meint ihr wenn ich den bereits bearbeiteten Boden nochmal Schleifen lasse dass dann die Giftstoffe rausgehen.





Der Anwendungstechniker hat mir nur dass sicherheitsdatenblatt übermittelt und gesagt das ich bei beschwerden zum arzt soll. Ich habe mittlerweile große Angst. Meint ihr wenn ich den bereits bearbeiteten Boden nochmal Schleifen lasse dass dann die Giftstoffe rausgehen.



Das würde ich...



den Mann nochmal gratis Schleifen lassen. Auch wenn er fluchen wird. Er hat ganz gewiss nicht gemacht, was er sollte. Vorher würde ich nicht zahlen.

Nicht, daß ich direkt ein "Gift" sehe, aber der Lack (auch wenn Öl draufsteht, weil sich das besser verkauft) ist für Fußböden nicht gedacht und ungeeignet, und eine pigmentierende Einfärbung war nicht bestellt.

Grüße

Thomas