(Schiefer-)Bruchsteinfundament verputzen

08.09.2020

(Schiefer-)Bruchsteinfundament verputzen

Hallo zusammen,

ich habe ein Haus um 1925 mit einem Bruchsteinfundament (Hunsrück). Die Fachwerk-Außenwände wurden in den 60ern abgerissen und durch Bimsstein ersetzt. Auf der Rückseite, die nie Verputzt war habe ich jetzt 60mm Steinwolle aufgeklebt und verdübelt.
Das Bruchsteinfundament ist nur der Sichtbare Bereich zwischen Dämmung und Beton. Das Fundament wurde vor Jahrzehnten vom Nachbarn untergraben..

Gibt es einen Brauchbaren Belag für den Bruchstein, den man bis zu 60mm auftragen kann um ein einheitliches Bild zu schaffen?

LG Michka



keller



gibt es einen Keller hinter der Bruchsteinwand? Das einfachste wäre ein perimeterdämmung und als Sockel ausbilden. So wird auch die Wärmebrücke ins gedämmte Mauerwerk verhindert.



Bruchstein Fundament



Hallo,
Danke für dir Antwort.
in diesem Bereich gibt es keinen Keller. Der Bruchstein liegt hier max. 10 unter der oberen Betonkante auf "gewachsenen Boden".
Der Bruchstein ist sehr uneben, teilweise ragt er auch über die Dämmung hinaus. Ich möchte ihn aber auch nicht dicht machen, weil ich mir so vielleicht Probleme ins Haus nehme.
Diese Wand ist auch die einzige, die keine Horizontalsperre zwischen Bruchstein- und Bimsmauer hat.

Wie soll die Perimeterdämmung aussehen? Ich kenne diese jetzt nur aus jackodur. Ich hätte wegen der Unebenheiten an etwas putzähnlichen gedacht.

LG Michka



Bruchsteinsockel



aha, der Bruchsteinsockel muss ja auch nicht bündig mit der Dämmschicht sein, er kann ja deutlich als Sockel ausgebildet bleiben und hinter den Rest der Fassade zurückspringen.
Ja, Jackodur wäre so eine Dämmung. Dass der Sockel so unregelmäßig ausgebildet ist, war auf dem Foto nicht zu erkennen.
Ist der Sockel recht spritzwasserbelastet ? Ein Putz aus hydraulischem Kalk NHL 5 als Bindemittel oder ein Kalk-Zementputz der MG II sollte das gut erledigen. Was meinst Du mit " dichtmachen" ? Ein Bruchsteinsockel ist schon dicht. Welche Probleme befürchtest Du ?



Bruchsteinsockel



Du könntest Holzlatten aufschrauben und nivellieren, zum Boden ca 5 cm Luft lassen,
dann mit zementgebundenen Platten, Cetris, Betonyp, H2O-Platten o.ä. verkleiden und ggf mit Perlite dämmen



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Meine Befürchtung ist, dass ich irgendwie ein feuchtigkeitsproblem bekomme wenn ich das falsche "draufschmiere"
Meine Schwiegermutter, 2 Häuser Weiter, hat bei einer ähnlichen Wand innen und außen alles mit "dem guten" Putz und Mauermörtel verputzt.
Man bekommt nicht nur keinen Nagel in die Wand, sondern auch den Schimmel nicht mehr raus.
Zudem sieht es aus, als stünde die Wand einen halben Meter im Wasser.


Hier noch 2 Bilder von der Seite. Falls man da mehr erkennt. Das MGII liest sich erstmal interessant.
Ich wollte den Sockel eigentlich nicht breiter werden lassen, da das Haus schon eine Grenzbebauung ist.

Müsste die zementgebundene Platte auch von der Betonoberkante 5cm Abstand halten oder könnte ich das schließen? So dass die Wand bis zum Betonsteifen einfach gerade flüchtet

Lg Michka



Bild 2


Bild 2

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Mauer bei der Schwiegermutter



das liegt mit Sicherheit nicht am Putzmörtel, übrigens ist Kalk-Zement-Putz auch ein Putz der Mörtelgruppe 2.
Der Sockel muss überhaupt nicht vor der Dämmung überstehen, besser ist sogar, wenn er etwas zurückspringt, das verhindert Kanten, in die Wasser eindringen kann. Es wäre sinnvoll die Betonkante unten zu verblechen, mindestens aber abschrägen ( das kann man auf dem Foto nicht so gut erkennen, obs schon der Fall ist), damit auch dort kein stehendes Wasser sich bildet.
Was mir noch auffällt, dass Du unter der 1. Reihe Dämmung kein Sockelprofil verwendet hast. Das ist nicht systemkonform, die Platten haben keinen sauberen Abschluss, Mäuse können dort hinein, spätestens beim Spachteln wirds Du merken, dass die Putzkante zum drüber abziehen fehlt. Auch über dem Fenster, der schmale Dämmstreifen ist ungünstig, dort besteht Rißgefahr des Putzes, dort lieber 2 Armierungsstreifen kreuzweise drüber legen, in den Ecken einen diagonal einspachteln.
Vielleicht erläutert Herr Teich Dir noch ergänzend, wie die Perlite im Detail eingebracht werden und wie der Abschluss nach unten umgesetzt werden kann.



Sockelprofil



Hallo,

danke für die Hinweise :)
Ich habe mich auf dieser Seite gegen ein Sockelprofil entschieden, weil der Bruchstein am Übergangspunkt zum Bims zu uneben war. Ich habe mir hierfür ein Tropfkantenprofil besorgt, welches nachträglich eingesetzt werden kann.
Plan A war den Bruchstein so zu lassen und den Beton wie Sie Beschreiben haben noch etwas stärker abzuschrägen. Nachdem ich die Dämmung drauf hatte kam mir die Idee hier mal zu fragen, ob es eine vernünftige Lösung gibt den Sockel zwischen Dämmung und Beton auf das gleiche Niveau zu fluchten, wie die Dämmung. Ich weiß nicht genau ob es klar ist wie ich das meine.
Wenn der Sockel so weit wie die Dämmung aufgeputzt wird, gibt es auch keine Kante mehr an der ein Sockelprofil oder eine Tropfkante stehen würde.

Ich war der Meinung, dass ich immer gelesen habe: Bruchstein + moderne Baustoffe (Zement, Dämmung, Bitumen uvm.) =Böse. Deshalb wollte ich ihn genau so lassen wie er ist, weil er so die letzten 10 Jahre keine Probleme gemacht hat. Meine Schwiegermutter hat definitiv erst das Problem seit dem der Mauermörtel aufgeputzt ist. Der unterschied zu meiner Wand ist, dass der Übergang Bruchstein/Bims bei ihr ca. auf Rasenkante liegt.

P.s. Der Pfusch am Fenster entstand als ich mich verschnitten hatte und zu trotzig war eine neue Platte zu nehmen... Die Fensterecken werden zusätzlich mit einem Armierungspfeil stabilisiert.

LG Michka



Bruchsteinsockel



du kannst ihn natürlich so lassen. Ich habe Dir nur geschrieben, wie ich es nach meinem jetzigen Kenntnisstand Deiner Situation machen würde.



Bruchsteinsockel verkleiden



Zumindest wird der Bruchsteinsockel eine Wärmebrücke darstellen.
Wenn zuerst ein Nivellierputz aufgetragen wird könnte anschließend zB mit Multiporplatten gedämmt werden, was wie der Vorschlag mit Perlite und Plattenverkleidung diffusionsoffen wäre.
Bei Perliteschüttung müßte zuerst der unterste Streifen zum Boden hin zB mit gebundener Schüttung oder einem Streifen Schaumglas oder XPS geschlossen werden, um das Herausrieseln zu verhindern.
Bei einer oberen Abdeckung kann der Sockel auch gegenüber der Fassade überstehen-
nur darauf achten, dass kein Wasser eindringen kann und schneller Ablauf gewährleistet ist.
Bei einer Sockelverkleidung wird neben der Dämmung zumindest auch die Schlagregenbelastung und ablaufendes Wasser von der Fassade reduziert.



Diffusionsoffen


Diffusionsoffen

Guten Morgen,

wenn es nur Diffusionsoffen sein muss hätte ich also auch die Steinwolle auch einfach bis auf den Beton runter ziehen können? Das WDVS mit Steinwolle sollte doch an sich Diffusionsoffen sein.

Ich habe vielleicht zu viel in Foren gelesen. Kapillaraktivität von Bruchsteinen, Zement der Putze "dicht" macht..
ich habe echt Angst, dass wenn ich den Bruchstein mit irgendetwas verschließe er in einer Regenperiode Wasser aus dem Erdreich in die Wände oder Dämmung "zieht" und ich ein Feuchtigkeitsproblem bekomme.
Zumal auch auf dieser Seite keine Horizontalsperre existiert.
Auf dem Bild nochmal der "Aufbau". Der Beton gehört quasi nicht zum Sockel. Er befestigt nur das Erdreich weil der Nachbar das Haus anno-dazumal untergraben hat.

LG Michka



dämmung über Sockel



das hättest Du machen können bzw. kannst Du ja immer noch, solange sichergestellt ist, dass kein Spritzwasser an die gedämmt Wand kommt, sonst säuft die Mineralwolle ab.