Außenfassade überarbeiten

02.08.2009



Hallo Foris :-)

ich möchte in ca. 3 Woche die Außenfassade meines Bruchsteinhauses in Angriff nehmen. Derzeit ist außen ein stark sandender Putz drauf der mit einer scheinbar nicht unbedingt guten Fassadenfarbe gestrichen wurde. Ein zweiter punkt ist, dass das Haus vom Vorbesitzer im Zuge der Dacherneuerung aufgestockt wurde und oben nun Bimsmauerwerk verbaut wurde. Dabei besteht das Problem, dass links das Mauerwerk ca. 5cm von der der darunterstehenden ursprünglichen Fassade zurückliegt und auf der rechten Seite ca. 4cm vor der Fassade.

1. Frage wie überarbeite ich den vorhandenen Putz so, dass ich da ein vernünftiges Bild hinbekommen? Welches Material sollte man am besten verwenden usw.

2. Frage wie gehe ich oben bei dem Aufgestockten Teil vor? Wir bekomme ich die Fassadenunterschiede ausgeglichen?

Für eure Tips und Anregungen bin ich dankbar.

Gruß aus dem Hochwald

Jan





Meine Meinung: Komplett abklopfen und neu Verputzen ! Beim oberen Teil vielleicht auch über eine Verkleidung nachdenken, um auszuschließen das beim Übergang alt/neu ein Riß sichtbar wird. Aber dazu können sicher die Maurer und Putzer was schreiben.
Wieso habt ihr drei verschiedene Fenster- und Türarten ?



Hallo Jan



Also wir haben hier so ein ähnliches Problem.
Werde den alten Verputz komplett abklopfen und dann einen Kalkverputz verarbeiten.
Das ist zwar jetzt mehr Arbeit, aber dann habe ich in Zukunft keine Probleme mit dem alten Verputz , der vielleicht weiter reißt.
Bei deinen Fenster und Türen hat sich ja jemand verewigt.
Waren die schon so drin, als du es gekauft hast ?

Am Abluftschlauch geht ein Riss durch den Verputz von neuen Mauerwerk nach unten. Geht der "nur" durch den Verputz, oder ist der tiefer?

Der Übergang von altz zu neu stellt bei uns auch ein Problem da. Haben zwar nicht aufgestockt, aber einen Ringanker aus U-Bimssteinen bekommen.

Hier gibt es aber wirklich top Maurer und Verputzer.
Da sollte dir geholfen werden :-)

Schönen Sonntagabend aus dem Saarland,
Juergen



in einemZug



würde ich über eine Außenisolierung nachdenken...spart an Heizkosten und die unterschiedlichen Putzstärken sind zu vernachlässigen... obendrauf Putz (links der Anbau in gleicher Optik)...hübsches Haus übrigens...Gruß j.



hmmmmmm



naja... mit dem abschlagen, daran habe ich auch schon gedacht aber die stellen wo risse drin sind ist der putz noch absolut fest wieso dann abschlagen???

JAAAAAAAAAAAA die Fenster waren schon drinne und sowas bei nem Vertriebler für Fenster *kopfschüttels* Wie sieht das denn aus wenn mal Kunden bei mir zu Besuch sein sollten....
So ist es aber und ich kanns nichtmehr ändern...

WDVS werde ich auf keinen Fall außen drauf machen....

Habt Ihr vielleicht noch weitere Ideen??



Guten Morgen Jan



Also ich habe beim ersten Haus den Verputz auch darunter gelassen. "Eigentlich" war der , wie hier, bei unserem zweiten Haus noch gut fest.
Allerdings haben sich doch einige Stellen später aufgetan, wo ich nun sagen würde, die Arbeit des abklopfen mache ich mir beim zweiten Haus. Man kann natürlich jetzt überlegen, hängt das mit dem alten Verputz darunter zusammen oder nicht.
Wenn er aber weg ist, zum Glück ist unsere Fassade nicht sooo groß, dann kann der Aufbau von Grund auf neu erfolgen.
So schlimm war das abmeißeln mit dem Druckluftmeißel aber auch nicht . Geht ruck zuck . Unser Verputz ist zwar hart, aber dafür fällt der dann in großen Stücken ab, wenn man mit dem Meißel mal darunter fährt.
Ist aber eben immer eine Entscheidung , die man vor Ort treffen muss. Sicherlich geht das auch ohne Abklopfen.
Aber so viel ist es ja bei dir auch nicht mehr. Hast ja viele Fenster und Türflächen , und dann kommt ja schon das neue Mauerwerk.
Mal schauen , was die Fachleute sagen, wenn Sie aus dem Wochenende kommen :-)

Grüße,

Juergen

PS: Sooooo schlimm sind sind die Fenster ja nun auch nicht :-)



Putz abschlagen und erneuern



Ich würde mal die EnEv beachten, wenn grössere Putzflächen entfernt und erneuert werden sollten.



§25 EnEV: Befreiungen



Hallo Jan,

falls dich einer doof von der Seite anmacht von wegen EnEV einhalten und so und behauptet, daß Du dämmen mußt, dann verweise bitte auf §25 EnEV, dort steht drin:
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§ 25 Befreiungen

(1)Die nach Landesrecht zuständigen Behörden können auf Antrag von den Anforderungen dieser Verordnung befreien, soweit die Anforderungen im Einzelfall wegen besonderer Umstände durch einen unangemessenen Aufwand oder in sonstiger Weise zu einer unbilligen Härte führen. Eine "unbillige Härte" liegt insbesondere vor, wenn die erforderlichen Aufwendungen innerhalb der üblichen Nutzungsdauer, bei Anforderungen an bestehende Gebäude innerhalb angemessener Frist durch die eintretenden Einsparungen nicht erwirtschaftet werden können.
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Für die Befreiung braucht man eine Sachverständigen-Bescheinigung (kriegt man z.B. vom Forums-Mitglied Konrad Fischer), die die "unbillige Härte" nachweist . Die Bescheinigung kostet zwar was , ist aber immer noch wesentlich günstiger als die Dämmung , die du ja gar nicht haben willst und die auch nie und nimmer wirtschaftlich ist.

Mit freundlichem Gruß



Außenputz



Bei diesem Materialmix hilft nur ein Neuverputz.
Ich empfehle dafür einen Dämmputz als Unterputz.
Damit kann man die Unterschiede in der Ebenheit ausgleichen und den Oberputz von den zu erwartenden Rissen entkoppeln.
Eine Verbesserung der Dämmung gibt es noch als Draufgabe.
Eine Befreiung von der ENEV wird es für dieses Gebäude nicht geben, auch nicht mit einem Gefälligkeitsgutachten.
Wozu auch, Dach und Fenster sind neu, die Fassade ist ohnehin fällig.

Viele Grüße



EnEV



Hallo

Jetzt hätte ich aber doch nochmal eine Nachfrage.

Schreibt denn die EnEV eine Aussendämmung vor?
Könnte ja auch von Innen gedämmt werden , wie bei uns.
Oder habe ich da nun einen Denkfehler?

Bedanke mich schon mal für die Aufklärung.

Grüße,
Juergen



Neuverputz, EnEv usw.



Hallo,

vielen Dank noch einmal für die Zahlreichen Antworten!

Mit der EnEv das wusste ich bereits! Vielen Dank aber für das Erwähnen! Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass ich keinen kompletten Neuverputz anstrebe. Ich kann es mir aus Kostengründen auch einfach nicht leisten die gesamte Fassade vom Putz zu befreien und neu zu verputzen. Es ist eine deutlichste Geld und Zeitfrage bei uns.

Ich möchte einfach nichtmehr, dass es so aussieht wie es aussieht. Für mich hieße es Lose Farbe runter, der Putz der lose ist runter, Laibungen und Stürze beiputzen, Oben im Bereich der Aufstockung ein Gesims oder ein Gesimskasten aufbauen, neu Streichen und Ende!

So war zumindest mein erster Gedanke! Das dann immer noch Risse entstehen können ist mir schon klar nur der Kostenfaktor ist mir für eine solche Komplett Aufarbeitung einfach zu hoch.