Richtige Mörtelwahl im Kellerbereich

27.08.2008



Liebes Forum,

wir bewohnen ein schönes altes Pfarrhaus mit leicht feuchtem Keller. Ich habe begonnen den aufgetragenen Putz von den Innenwänden zu entfernen und auch die Fugen 2 cm tief auszutragen. Ich hoffe die versalzenen Bestandteile so gut entfernen zu können. Schließlich gehe ich noch mit einem Drahbürstenkopf auf der Flex über den Ziegel und möchte dann die Fuge wieder mit Mörtel füllen.

Nun, welchen Mörtel soll ich verwenden. Sanierputze sind sehr teuer und laut Konrad Fischer auch nicht unbedingt das Richtige. Ziel ist es nicht eine glatte, edle Oberfläche zu erstellen. Die Wand soll ohne Oberputz diffusionsoffen sein und evtl. gekälkt werden.

Neben Wänden aus Ziegeln gibt es auch welche aus Sandstein. Hier stellt sich auch die Frage nach der Wahl des Fugenmörtels?

Vielleicht hat jemand den passenden Ratschlag.

Vielen Dank





Ich würde Naturhydraulischen Kalk geringer Endfestigkeit nehmen und mit grobem Zuschlag vermischen, wenn Sie einen baustellengemischten Mauermörtel haben wollen, etwa Körnung 0/4-5, entspricht unserem "Rheinsand".
Werktrockenmörtel sind auch möglich.

Grüße vom Niederrhein
Dietmar Beckmann



Wenn der Keller



feucht bleibt, werden die Salzausblühungen wiederkommen. Sanierputze sind Opferputze, die alle paar Jahre erneuert werden müssen und lohnen sich nur bei entsprechender Nutzung des Kellers. Wenn die Feuchte tolerabel ist, ist die günstigste Lösung: Ausfugen mit Kalkmörtel, wie oben beschrieben und kälken. Auch das wird in einiger Zeit erneuert werden müssen, ist aber von den Kosten und vom Arbeitsaufwand wesentlich günstiger.
MfG
dasMaurer