Feuchte Aussenwand, Nordwand

23.10.2011



Hallo,

ich besitze ein massiv gebautes Haus von 1865. Ziegelmauerwerk, innen verputzt. Die Aussenwände sind 46 cm dick. In diesem Bereich ist kein Keller. Es gibt nur einen Kellerraum am anderen Ende des Hauses und der ist trocken. Auch bei steigendem Grundwasser ist dort keine Wasser. Das Haus wurde 2001 renoviert und neue Fenster und Türen eingebaut. An der Aussenwand liegen jetzt Flur, Wohndiele und Schlafzimmer. Früher wurde dieser Bereich nicht für Wohnzwecke genutzt. Haben damals auch keine Feuchte festgestellt. Ca. 2003 stellte sich die Feuchtigkeit ein. Jetzt hatten wir einen Gutachter, der durch Aufmessen der Bereiche aufsteigende Feuchtigkeit und Salze festgestellt hat. Das Gutachten habe ich zwar noch nicht, aber im Gespräch fielen die Schlagworte Sanierputz und Horrizontalsperre.
Da mir nicht ganz klar ist, wie man durch Aufmessen aufsteigende Feuchtigkeit feststellen kann, habe ich bei den Terrassentüren dieser Wand die Aussenfensterbänke entfernt und festgestellt, das Mauerwerk, Holz der Fenster und Leibungen total trocken sind. Nach 10 Jahren aufsteigender Feuchtigkeit wären meine Kiefernfenster wohl schon angefault oder? Im Schlafzimmer hat der Gutachter gesehen, das der Trockenestrich noch nicht nass ist. Müsste er das nicht nach 10 Jahre.

Ein Gedankenaustausch mit Euch könnte mir vielleicht weiterhelfen. Mir fehlen einfach konkrete Beweise für die Annahmen des Gutachters.



Feuchte Wand



Hallo Bettina,
ich glaube die Lösung Ihres Problems liegt im Status des Gutachters, der bei ihnen war. Können Sie darüber etwas mehr schreiben?
Ist er von einer Trockenlegungsfirma geschickt worden nach dem Motto: Gutachten unverbindlich und kostenlos? Wie hat er diese Feuchte festgestellt? Ein kleines Gerät an die Wand gehalten das dann rot blinkte?

Viele Grüße



War der Gutachter



von einer Firma, die auf Trockenlegung spezialisiert ist?
Bei mir war mal so ein Vogel, der mit einem angeblich einzigartigen sündhaft teuren Wundergerät meine Wände untersuchte und zu einem Ergebnis kam, das ich vorher schon durch Handauflegen rausgefunden hatte. Nämlich, dass meine Wände feucht waren. Angeblich war er unabhängiger Gutachter, aber er empfahl mir in jedem Satz eine Spezialfirma. NUR DIE könnten das Trockenlegen. Das hätte dann um die 350,-€/m gekostet.
Drei andere Firmen lagen bei um die 100,-€. (+-20,-€)Diese einzigartige Spezialfirma schaltet in unserer Gegend ganzseitige Anzeigen in denen sie Panik verbreitet. Den Namen der Firma mag ich hier nicht nennen. Nachher verklagen die mich noch.
Fazit: Vorsicht! Mehrerere Fachleute zu Rate ziehen!
Gruß aus Nordvorpommern
Ralph



Herr Böttcher,



Ihre Fragen erinnern mich ganz arg an den Typen der bei mir war. Ich glaube dem sein Gerät blinkte auch rot:-)
Ralph Schneidewind



Hallo Bettina



Sie "glauben" dem Gutachter nicht.

Irgend was kommt Ihnen "spanisch" vor.
Warum den Gutachter?
Da werden Sie EINE Meinung auf Grund von Wissen, Erfahrung, Normen, Vorschriften und Lehrbüchern bekommen.
Fundiert und kostenpflichtig!
Und Sie zweifeln!

Irgend was muss ja die Feuchte verursachen oder der Grund für die Feuchte sein, sonst hätten Sie ja nicht nachgehakt mit dem Gutachter.

Sanierputz und Horizontalsperren sind immer und einfach zu verschreiben - wie die Antibiotika vom Onkel Doktor.
Aber helfen die Sachen da wirklich.

Selbst bei Ihnen regt sich Unglaube und Ungläubigkeit.

Bei der Therapie würde das bei mir auch aufstossen.

Meist liegt der Hund auf mehreren Friedhöfen begraben.

Neben ungeschickter Auswahl von Heizsystemen sind oft die konventionelle Arten der Baumaterialien und deren Verarbeitung der Grund hierfür.
Meist versteht man das Bausystem der Altvorderen nicht richtig und macht's mit dem Slogan: Modern, neu, gut und günstig!

Aber wem soll man glauben?

Mir?
Dem?
oder dem Onkel der so was schon lange macht?
oder dem anderen aus dem Internet?

So Absperrerei würde ich nicht machen - ich gehe da ganz anders ran!

Aber

Gutes Gelingen

FK



Schön



dass manche noch ein Gerät haben. So etwas hatte meiner gar nicht. Er ist in die Wohnung gestürzt, Zollstock gezückt, geguckt und gemessen. Im Schlafzimmer Teppichboden an der Wand hochgehoben, nichts gesagt, und immer weiter gemessen. Nur auf meine Frage, ob der Trockenestrich nass ist sagte er nein noch nicht.
Im Bad sind an der Decke kleine braune Flecken. Haben wir Ihm gezeigt. Reaktion Gutachter: Ansehen, rauß Wand ansehen (nicht die feuchte Wand) wieder rein, wieder raus, wieder rein. das war alles. Äußern wollt er sich dann im Gutachten. Hat er aber vergessen, reicht er nach.

Also ich möchte dieses Haus verkaufen. Dem evtl. Käufer habe ich über die feuchte Außenwand informiert. Der hat dann den Gutachter bestellt. Der Käufer hat auch das Gutachten bekommen, kann ich mir aber erst übermorgen holen. Dann kann ich auch mitteilen was das für einer war.
Mit dem Käufer bin ich gut bekannt. Er benutzt das Gutachten nicht, um den Preis zu drücken. Er würde es so gar nicht kaufen.

Gruß Bettina



Feuchte Wand



Hallo Bettina,
dann warten Sie in Ruhe das Verkaufsgespräch ab. Falls Sie sich bis dahin mit etwas Hintergrundwissen zu dem Thema versorgen wollen:
Auf meiner Homepage steht ein neuer Beitrag, Titel: Wann ist eine Wand nass?

Viele Grüße



Hallo Herr Böttcher,



habe Ihren Artikel gelesen und mein schlechtes Gefühl für solche Maßnahmen bestätigt gesehen.



Hallo FK,

auf welchem Friedhof könnte mein Hund denn begraben sein und wie würden Sie nun vorgehen?

Bettina



Hundefriedhof



Hallo

so oben beschrieben:

Neben ungeschickter Auswahl von Heizsystemen sind oft die konventionelle Arten der Baumaterialien und deren Verarbeitung der Grund hierfür.
Meist versteht man das Bausystem der Altvorderen nicht richtig und macht's mit dem Slogan: Modern, neu, gut und günstig!

Ist meist mehr als ein Grund, warum was passiert!

Genau kann man nur vor Ort erkennen.

FK





Folgende Bemerkungen bzw. Anregungen:
Sie schreiben nicht, ob dieser Gutachter von einer Firma kam, die Feuchtesanierungen anbietet, oder ob der Honorar nimmt und nicht an der Saniernung nochmals verdient.
Wenn das Haus bis zur Renovation keinen Feuchtigkeitsprobleme hatte, muss damals etwas falsch geplant oder ausgeführt worden sein.
Wenn das Feuchteproblem durch die Umnutzung bedingt ist, was sich aufgrund Ihrer Beschreibung vermuten lässt (neu Wohnbereich, neue Fenster Nordwand betroffen), müssen Sie dafür sorgen, dass die betroffene Wand sich an der Innenseite nicht unter den berühmten Taupunkt abkühlen kann und dass der Wandaufbau von innen nach aussen wasserdampfdiffusionsoffener wird.
Bei Räumen im Altbau, wo viel Feuchtigkeit anfällt (Bad, Küche), kann eine Ventilation hilfreich sein, um die feuchte Luft nach draussen zu befördern. Bitte nicht der Bequemlichkeit halber in die Wohnung Lüften statt nach draussen!
c) renovieren oder sanieren, um besser verkaufen zu können, lohnt meistens nicht - man holt die Mehrkosten über den Verkaufspreis nicht rein und als Käufer hat man das Risiko, dass das rasch und billig, aber nicht gut gemacht worden ist.





Hallo Bettina,


ich sehe das wie Herr Kurz, solch ein Problem kann verschiedene Ursachen haben. Der Sanierputz und die Horizontalsperrung führt häufig eben nicht zum Erfolg, weil augenscheinlich eine Ursache bekämpft wurde, die nicht ursächlich war.

Wenn ich mir die Fragestellung anschaue, fällt folgendes ins Auge:
- Das Haus wurde 2001 renoviert und neue Fenster und Türen eingebaut.
- An der Aussenwand liegen jetzt Flur, Wohndiele und Schlafzimmer. Früher wurde dieser Bereich nicht für Wohnzwecke genutzt.
- Haben damals auch keine Feuchte festgestellt. Ca. 2003 stellte sich die Feuchtigkeit ein.


Wenn an diesen Stellen seit 1865 die Wände trotz fehlender Horizontalsperre trocken blieben, drängt sich mir die Frage auf, weshalb diese seit 2003 nötig sein sollte?
Ins Auge fällt die Renovierung und die folgende Nutzungsänderung. Räume die nie beheizt wurden werden beheizt, es kann beispielsweise zu Kondensatbildungen kommen. Interessant wäre der genaue Wandaufbau vor und nach der Renovierung mit Angaben, welche Materialien verwendet wurden. Wurde die Dachentwässerung untersucht? Bilder wären hilfreich.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Hallo Herr Kornmayer,



der Wandaufbau (weiß nicht wie das 1865 gemacht wurde) ist nicht verändert worden, außer losen Putzt an manchen Stellen ersetzt. Es wurde keine zusätzliche Wand mit Dämmung etc vorgesetzt. Es sind natürlich Tapeten an der Wand. Was das für welche sind weiß ich nicht. Hat der Mieter gemacht.
Beheizt werden diese Räume vielleicht 2 Stunden am Abend. Gelüftet wird gar nicht.

Gruß Bettina





Hallo Bettina,

"Gelüftet wird gar nicht" ist schon mal ganz schlecht. Feuchtigkeit, die durch die Bewohner eines Hauses durch atmen, schwitzen, kochen, duschen, waschmaschinentrocknernutzen, etc. verursacht wird, muss auch auf einem Wege das Gebäude wieder verlassen. Üblicherweise geschieht die durch das regelmäßige Lüften der Räume.
Luftfeuchtigkeit in ungeheizten Räumen wird sich im Winter an den kühleren Außenwänden niederschlagen. Je nach Wandbelag (und eben Lüftungsverhalten) kann sich so eine Situation über die Jahre hin "aufschaukeln". Schlafzimmer, Bäder, Nordwände und Hausecken sind sozusagen Klassiker.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer





Hat der Gutachter zur Horizontalsperre erklärt wie diese eingebracht werden soll? Möglicherweise durch Injektage?



Hallo Herr Kornmayer,



ich glaube auch , dass das Verhalten meiner Mieterin nicht dazu beiträgt die Situation zu verbessern. Jetzt ist sie für eine Woche weg und in dieser Zeit ist die Heizung abgestellt.

Ich hatte vom Gutachter erwartet, dass er diese Situation mal erfragt, aber für ihn stand gleich fest "aufsteigende Feuchtigkeit und Salze". Auf meine Frage, was man da machen kann hat er erklärt, das er gute Erfahrungen mit Injektion als Horizontalsperre und Sanierputz hat.
Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit könnte ich nach noch nachvollziehen, aber bei mir ist die Wandtiefe ja nicht komplett durchfeuchtet. Von außen sind Anschlag und Fenstertiefe ( weiter kann ich von außen nicht sehen und fühlen)ja trocken. Oder sagt sich Wasser: Ich steige nur die halbe Wanddicke hoch.
Sanierputz zieht der die Feuchtigkeit und die Salze aus der Wand? Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen.
Er hat auch noch vorgeschlagen, die Wand von außen mit irgendetwas zu behandeln. Soll wohl auch die Salze entziehen.
Bei all diesen Maßnahmen hätte ich das Gefühl meine Wand ordentlich eingekleistert zu haben. Dadurch ändere ich aber nicht das Verhalten meiner Mieterin und nach einiger Zeit treten die Probleme erneut auf.
Wo finde ich einen Experten, der zu mindestens alles in Betracht zieht?

Gruß Bettina



Moin Bettina,



"Wo finde ich einen Experten, der zu mindestens alles in Betracht zieht?"

Morgens, beim Blick in den Badezimmerspiegel....;-)

Mein Vorschlag: Mieterzimmer 2 Wochen lang volles Rohr durchheizen und regelmässig querlüften, Hygrometer besorgen und die ganze Geschichte beobachten.

Hört sich nach nicht artgerechter Zimmerhaltung an....

Gruss, Boris





Schauen Sie mal hier Injektionsabdichtung, hier Sanierputz
und hier flankierende Maßnahmen

und vergessen Sie den Gutachter.

Grüße



Der Hammer und der Nagel



Wenn hier nicht regelmäßig geheizt und gelüftet wird ist das Problem nur schwierig in den Griff zu bekommen. Als erdberührendes Bauteil wird der Wandfuss immer etwas kälter sein als der Rest der Wand. Daran würde auch eine Injektage nichts ändern. Abschließend kommt nach den Arbeiten wieder eine Tapete drauf und die Feuchtigkeit sammelt sich dann dort.

Wenn Gutachter gute Erfahrungen mit Injektagen haben, hat das häufig damit zu tun, dass sie diese selbst Verkaufen oder mit einem Verkäufer zusammenarbeiten. Wenn das einzige Werkzeug ein Hammer ist, wird das Problem immer ein Nagel sein.
Zur Injektage werden Ihnen meist die sogenannten "flankierenden Maßnahmen" erklärt, in der Regel heizen und lüften.

Es handelt sich um ein klassisches im Herbst/Winter auftretendes Problem.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Hallo an alle,



ich habe jetzt das "Gutachten" von der Bausanierungs- und Abdichtungstechnik GmbH. Alles klar?
Ob noch ein Verkaufsgespräch kommt? Mal abwarten. Auf jeden Fall habe ich schon mal die Kosten für Saniertputz und Horizontalsperre : 21.134 €
Es fehlen aber noch die Kosten für das Feinstrahlverfahren um die Salzaustritte zu entfernen und das anschließende Fluatieren der Fasssade. Um die Kosten berechnen zu können muss er Substanzeingriffe vornehmen. Und überhaupt sind ja alle Längs- und Innenwände und die Sohlenplatte nicht gegen aufsteigende Feuchtigkeit geschützt.
Bei so viel Feuchtigkeit wundert es mich ja, dass mein Holzfußboden im hinteren Bereich, der auf Lagern im Sand liegt nicht durchgefault ist.
Ich werde erstmal die Tapeten runterreißen und dann heizen und lüften lassen. Mal sehen was passiert.
Erstmal vielen Dank für Eure Hilfe. Ich werde berichten, ob ich mit meiner Maßnahme Erfolg hatte oder ob ich doch mein Haus anheben lassen, um den "See" darunter zu beseitigen.

Gruß Bettina





Sie verwechseln da was, Sie haben ein Preisangebot kein Gutachten.



gutes Geschäft



Hallo

mit Angst
Unwissenheit
und
Aufschneiderei

werden die meisten Geschäfte gemacht!

Ist ja fast ein Schnäpchen!
Und auf jeden Fall: Einer vom Fach!!!

FK



Hallo Leute,



also ein reines Preisangebot ist dies nicht. Es kostet immerhin 374,49 €. Gut, dass ich das nicht bezahlen muss.

Würde ich für jedes Angebot so viel Geld bekommen, bräuchte ich gar nicht mehr zu arbeiten. Müsste wahrscheinlich dann meinen Wirkungskreis vergrößern, um noch Anfragen zu erhalten.

Gut, das ich Euch hatte, so kann ich wenigstens drüber lachen.

Gruß Bettina





Und die 374,49 € würden im Fall der Auftragserteilung sicher gleich wieder mit verrechnet?
… nehme ich mal an.





na, dass ist ja wohl das Mindeste. Könnte aus Spaß ja mal nachfragen.

Und noch etwas zum Schmunzeln:
Für die Beurteilung der braunen Flecke an der Badezimmerdecke, die durch unzureichende Lüftung kommen, berechnet er nochmal 89,25 €.
Für eine DIN A4 Seite mit 3 Sätzen ist das ja spottbillig.

Bettina

Bettina





Nennt sich das Ganze denn Gutachten? Da würde ich ja gerne einmal einen Blick drauf werfen und Dir einen persönlichen Kommentar (per Mail) geben.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Hallo Herr Kornmayer,



Gutachten nennt sich das nicht. Kann es auch nicht, dass würde ich als rechtswidrig ansehen. Seit wann machen Gutachter oder Sachverständige gleich Angebote. "Besichtigung der Feuchteschäden und Ermittlung der Sanierungskosten" nennt sich das Ganze. Weiß gar nicht, ob meine Bekannnten das so in Auftrag gegeben haben. Für mich ist das nichts anderes als ein Angebot und dafür sollen die 374,49€ bezahlen.
Ich hatte ja schon ein komisches Gefühl, als der Mensch nur mit seinem Zollstock durch die Wohnung gelaufen ist und das hat sich jetzt bestätigt.
Ich kann Dir das gern mailen, aber willst Du Deine Zeit opfern, um das zu kommentieren?

Gruß Bettina



feuchte Wand



Hallo Bettina,
auch auf die Gefahr hin das dies wieder als Aquisition gegeißelt wird:
Wenn Sie noch mal auf meine Homepage schauen steht da ein Beitrag zur Baustellenetikette und zum Umgang mit Vertretern. Vielleicht kommt ihnen jetzt einiges bekannt vor.

Viele Grüße





Hallo Bettina,
fragen Sie doch den guten Vertreter gleich, ob er auch in Sachen Holzschutz aktiv ist - das ist auch so ein dankbares Tummelfeld für Firmen aller Art.
Hier wurden schon Jahrhunderte alte Holzhäuser wegen "dringendem Handlungsbedarf durch akuten Holzwurmbefall" unbewohnbar gemacht. Auch Termitenbekämpfung ist ein immer wieder beliebtes Thema, obwohl diese Tierchen in der Schweiz gar nicht vorkommen.





Irgendwie komme ich nicht ganz klar, es ist ihre Wohnung und Ihre Bekannten haben etwas in Auftrag gegeben, alles sehr konfus.

Das Rätsel raten geht heiter weiter

Wenn "Besichtigung der Feuchteschäden und Ermittlung der Sanierungskosten" beauftragt wurde muss "Besichtigung der Feuchteschäden und Ermittlung der Sanierungskosten" auch bezahlt werden.

Ganz egal übrigens welcher Schwachsinn dabei raus kommt.



Feuchte Außenwand



Hallo,

heute möchte ich Euch über die "Sanierung" meiner feuchten Außenwand berichten.
Nachdem ich bei meiner Mieterin umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an der Wand angekündigt habe, hat sie die Wohnung gekündigt und ist zum 31.Januar 2012 ausgezogen. Dann habe ich die Wohnung erstmal in Augenschein genommen: An allen Fenstern, auch an denen die nicht an der Außenwand liegen, waren die unteren, teilweise auch die senkrechten Silikonfugen komplett schwarz verschimmelt.Die Unterstücken von Blendrahmen und Flügel des Badezimmerfensters waren schwarz von Schimmel Sporen. Dasselbe am Fenster im Flur. An den Holzfüllungen der Dielentür gab es so komische braune Flecken.
2 Tage, viel Wasser und Stachelrolle habe ich gebraucht, um die wasserabweisenden Tapeten im Schlafzimmer zu entfernen.
Die anderen Tapeten gingen etwas leichter ab. Dann habe ich erstmal gelüftet und geheizt. Die Luftfeuchtigkeit steigt in den einzelnen Räumen nicht über 60%. Auch wenn mehrere Tage nicht gelüftet wird bekomme ich keinen höheren Wert. Das müsste aber sein, wenn die Wand so feucht ist, wie behauptet. Die Mieterin hatte, als die Probleme anfingen, einen richtigen Gutachter bestellt, der auch von aufsteigender Feuchtigkeit ausging.
Mein Fazit: Ich habe keine aufsteigende Feuchtigkeit , die dafür sorgt, dass meine 90 m² Wohnung so feucht ist, dass alles schimmelig wird.
Schlimm ist nur, dass es so viele Gutachter und Pseudogutachter gibt, die überhaupt nicht wissen was sie tun und damit so viel Schaden anrichten, wenn sie mal schnell aufsteigende Feuchtigkeit feststellen.

Ich wünsch noch einen schönen Restsonntag
Bettina