Holzbalkendecke schalldicht machen ohne Zemetestrich usw.

19.03.2005



Hallo Freunde, ich habe ein Problem mit dem Schallschutz!

In meinem Wohnhaus befinden sich grundsätzlich Holzbalkendecken, die wohnungstrennend gegen Schall gedämmt werden müssen. Gewicht kann ich kaum einbringen !

Bisher war es nicht so störend, wenn man sich vom Dachgeschoß bis in die Erdgeschoß-wohnung „unterhalten“ konnte. Da aber jetzt die Kinder ein Alter erreicht haben, wo man als Eltern nicht unbedingt alles mithören will, entsteht, wie gesagt, mein Problem.

Geplant habe ich, und das Material liegt überwiegend schon bereit, von oben gesehen, zunächst Teppichboden oder Parkett und dann
2 OSB- Platten über Kreuz miteinander verleimt und verschraubt, schwimmend verlegt auf
Rockwool- Trittschalldämmung und 80 mm Steinwoll-Ausgleichsschicht. Darunter befindet sich ein 22 mm Holzdielenboden aufgenagelt auf 180 mm Deckenbalken. Die bisherige Kokos-Dämmung zwischen den Balken werde ich entsorgen. Unter den Balken will ich wieder
OSB Platten schrauben und an Federbügeln sollen dann evtl. Rigips- oder Farmacellplatten oder vielleicht gebundene, mit Fertigputz versehene Steinwollplatten, angebracht werden.

Nun kommt meine 1. Frage: Was würde man mir empfehlen in den entstehenden Hohlraum von 180mm zwischen den Deckenbalken als wirksamen Schallschutz einzubringen?

Und dann wäre hier noch meine 2. Frage: Weiß jemand, ob es Probleme gibt, wenn man nur 2 und nicht 3 OSB Platten über Kreuz aufeinander verleimt?

Ich freue mich schon auf Eure Anregungen und sage vorab auf diesem Weg
herzlichen Dank

John F. W.



hauen



sie da nicht etwas durcheinander? nämlich Trittschall und luftschall? letzter geht ganz andere wege (fenster leitungen, alte kamine, wände)
wenn ich bei meinen neubaubewohnenden eltern bin, höre ich aus der obigen wohnung keinen schritt - wohl aber den fernseher.
*grübel*
in meiner jetzigen wohnung (balkendecke mit schüttung, Diele oder parkett) höre ich natürlich von oben ab einer gewissen trittstärke auch einiges, geräusche dagegen nur, wenn sie in einer gewissen ecke produziert werden - dort ist eine alter, nicht verschlossener Kamin - und in den bädern, die übereinander liegen - etlang der abflussrohre quasi.
das ihre derzeitige Holzbalkendecke so schlechten luftschall bieten soll,mag ich nicht recht glauben, da spielt sicher anderes eine rolle.



Holzbalkendecke schalldicht machen ohne Zemetestrich usw.



Hallo, vielen Dank für den Hinweis!
Natürlich habe ich vergessen zu sagen, daß meine Bedenken den Luftschall betreffen; den zu erwartenden Trittschall bekomme ich wohl spielend in den Griff.
John F. W.



Nicht nachvollziehbar!



Wie Sie schreiben, wollen Sie Kokosdämmung entsorgen und dafür Mineralwollesysteme integrieren.
Ist geistig nicht nachvollziehbar!
Erklärend wäre hierzu abzufragen, wo die Kokosdämmung sich befindet oder ob es sich nur um Streifenauflagen unter den Holzbodenflächen zur Balkenauflage handelt.
es gibt wesentlich bessere Systeme, als Ihre bisher gewählte Lösung und dazu kommt man auch noch mit geringeren Aufbauhöhen hin.
Des Rätsels Lösung sind Holzweichfaserplattensysteme mit integrierten Holzleisten zur Aufnahme der Holzböden.
Hoher Schallschutz und gute Fußbodendämmwerte.

Luftschall ist ein anderes Thema und kann bei Holzbalkendecken auch nicht komplett ausgeschlossen werden.
Als Lastfüllung zwischen den Decken können Lehmbaustoffe eingesetzt werden, die einen guten Schallschutz sicherstellen und eine gute Feuchteregulierung absichern.

Grüße aus der frühlingserwachenden Oberlausitz.



Holzbalkendecke schalldicht machen ohne Zemetestrich usw.



Hallo in die Oberlausitz und den Rest der Welt!
Die bisherige Deckendämmung bestand aus einer Kokoswollpackung zwischen den Balken. In die , nach dem Entfernen der Kokospacklage, entstehenden Hohlräume möchte ich eine Dämmung einbringen, die den Luftschall bremst. Daß Gewicht, also z.B. eine Lehmpackung eigentlich ideal wäre, weiß ich, aber das ergäbe „Gewichtsprobleme“. Darum suche ich einen leichten Baustoff, der trotz „Leichtgewicht“ eine möglichst hohe Luftschalldämmfähigkeit besitzt, und meine Deckenbalken nicht zu sehr belastet.
Es grüßt
John.F.W.



Luftschallschutz



Guten Tag Herr Weidtmann,

den von Ihnen gesuchten Stoff hätte ich auch gerne mal gefunden. es gibt ihn leider nicht.
Folienabsorber würde so etwas leisten, man kann sie aber nicht in Holzbalkendecken spannen.

Die Dämmung in den Hohlräumen soll lediglich eine Hohlraumbedämpfung bewirken, daß dieser nicht zum Hallraum wird. Insofern kann die neue MiWo auch nicht mehr als die alte Kokospackung.
Den Trittschallschutz haben Sie mit Ihrer Konstruktion gut im Griff. Zwar hängen Trittschallschutz und Luftschallschutz miteinander zusammen, gegen Luftschall hilft aber nur
- Masse oder
- ein Material mit hoher innerer Reibung
- ein Helmholtzscher Resonator.
Letzterer ist bautechnisch unmöglich, weswegen man immer bei eins oder zwei oder einer Kombination hängen bleibt.

Masse kann man nur dann einbringen, wenn die Tragfähigkeit das noch hergibt, es eignen sich z.B.:
- aufgelegte Zementplatten
- Trockenestrichböden hoher Masse
- eine selbst gegossene Estrichschale auf lewis-Platten
- Glühsand.
letzterer vereint die innere Reibung mit hoher Masse.
Wichtig sind aber auch die Randanschlußdetails.

Viel Erfolg !



Holzbalkendecke schalldicht machen ohne Zemetestrich usw.



Hallo Herr Beckmann,
vielen Dank für Ihr Interesse an meinem Problem. Inzwischen bin ich auf eine Trockenschüttung aufmerksam geworden. Hierbei handelt es sich um Schiefersplitt, der irgendwie aufbereitet wurde. Soviel ich weiß, wurde ihm das Öl entzogen, entweder im Hydrierverfahren oder thermisch. Auf jeden Fall ist er relativ leicht, scharfkantig und vermutlich auch frei von allen möglichen negativen Begleiterscheinungen.
Haben Sie evtl. mit diesem Material schon einmal etwas zu tun gehabt?
Auf Ihre Antwort freut sich
John F. W.



Schiefersplitt



Hallo Herr Weidtmann,

Schiefersplitt, klingt gut, habe ich aber selbst noch nicht mit gearbeitet, wohl mit Sand. Funktioniert gut, wenn man es im Griff hat, daß der nicht verrutscht.
Leicht ist bei Schallschutz eher ein Nachteil.

Grüße
Dietmar Beckmann





Hallo alter Pfuscher!!

Also das Problem mit dem Schallschutz kenne ich sehr gut. Meine Alte laber den ganzen Tag nur mist und ich binn es mir leid ihr zu zu hören. Dagegen habe ich meine Wände Schall geschütz. In die Hohlräume kannste am besten die morgentliche scheisse aus dem KLO gut aufheben und etwas kondensieren so ca nach zwei wochen ist die Kacke ziemlich hart. So dann nimmste den Mist und steckst Ihn in die Höhlräume. Aber bitte diesen Trick nur bei Fachwerk häusern verwenden. Neubauten sollte man aber mit Styropor schützen.



Re zu Igor



Hier merkt man einfach einmal, was so in manchen Köpfen vorhanden ist!!
Es ist uns aller Leid, sich soetwas hier mit anzutun, dies sollte man von der Plattform versuchen vernzuhalten.
Aber die allgemeine Meinungsfreiheit sollte eben gewahrt bleiben.
Schade, daß es solche geistig niedere Geschöpfe immer noch gibt und Ihre nutzlosen Kommentare ablassen.

Grüße zur Nacht.



Glühsand bzw. gebrannter Quarzsand



Zu Reparaturzwecken in unserem alten Fachwerkhaus benötige ich Glühsand.
Die Baustoffhändler und auch unser Sandhändler kennen Glühsand überhaupt nicht. Nach der Erläuterung, daß es sich bei Glühsand um erhitztes Material handelt , das frei von organischen Schadstoffen - also Sporen, Schimmel u.ä. - ist, bieten sie mir ersatzweise gebrannten QuarzSand an. Sie wissen jedoch nicht, ob gebrannter Quarzsand auch frei von organischen Schadstoffen ist.
Kann jemand aus dem Forum mir diese Frage beantworten?
Ich danke Ihnen vielmals im voraus
Hans-Joachim Handel



Gebranner Quarzsand



Ja, können Sie nehmen.

Gruß
Dietmar Beckmann



Glühsand bzw. gebrannter Quarzsand



Vielen Dank, Herr Beckmann.
Das haben Sie prompt und prima gemacht
Ihr
Hans-J. Handel