Neuer Fußbodenaufbau im Altbau




Hallo zusammen,

ich habe eine Frage zur Sanierung des Fußbodens im Erdgeschoss eines Altbaus. Ich hab die Suche bemüht und unzählige Beiträge gelesen, aber wirklich schlauer bin ich nicht geworden. Eher unsicherer.

Zur Ausgangslage:

- Siedlungshaus aus dem Jahre 1950
- Ein Zimmer ist unterkellert (Gewölbekeller)
- Ansonsten alte Dielen auf Holzbalken verlegt
- Unter den Dielen 40cm Platz

Schritt 1: Die Dielen haben wir hochgenommen um den Boden zu dämmen und neu aufzubauen. Die Querlüftung des Gebäudes hat augenscheinlich gut funktioniert. Es ist nichts nass oder schimmelig, aber es war doch sehr sehr fußkalt an den Füßen und die Dielen waren auch dank verklebtem Teppich nicht mehr zu gebrauchen. Daher der neue Aufbau.

Beim Aufnehmen der Dielen kam nun aber – nicht wie eigentlich vom Energieberater und Zimmermann erwartet … der Erdboden zum Vorschein sondern eine Betonschicht. Ich vermute, dass diese damals als Sauberkeitsschicht oder ähnliches gegossen wurde. Aber das ist nur geraten.

Die ursprünglich Idee zum neuen Aufbau auf das Erdreich war - von unten nach oben:

6. Erde
5. Trennlage (Geotextil)
4. Schaumglasschotter
3. Trennlage
2. Estrich mit Fußbodenheizung
1. Bodenbelag

Nun haben wir unterschiedliche Aussagen ob der Aufbau wie oben beschrieben noch möglich ist oder eben nicht. Die Alternative die vorgeschlagen wurde ist folgende:

6. Beton (ist ja vorhanden)
5. Trennlage
4. Fußbodendämmung (EPS / Styrodur)
3. Trennlage
2. Estrich mit Fußbodenheizung
1. Bodenbelag

Welchen Fußbodenaufbau würdet ihr bevorzugen oder würdet ihr noch einen ganz anderen vorziehen?
Danke für Eure Meinung schon im voraus.

Falls noch Informationen benötigt werden um das zu beurteilen liefere ich die natürlich gerne nach.

Danke und viele Grüße
Dominik



Fußbodenaufbau



Vorschlag:
- Lüftungsöffnungen verschließen
- Feuchtigkeitssperre verlegen, seitlich bis Oberkante Fußboden
hochziehen
- KVH Verlegen für Befestigung von Holzdielen,
- Dämmung mit Zellulose, Perlite oÄ.

Als Höhe genügen dafür 12-15 cm,
entweder den Boden tieferlegen für mehr Raumhöhe
oder KVH- Balken mit Steinen unterfüttern bis zur gewünschten Höhe.

Dielen sind ohnehin fußwarm und in dem Fall leichter zu verlegen.

Bei schlechtgedämmten 50-er Jahre Häusern ist eine Wandheizung mit Innendämmung sinnvoller.

Andreas Teich





Danke Andreas für den Vorschlag.

Noch als Hinweis zum Thema "schlechtgedämmt": Die Außenwand (2 schalig - 7cm Luftschicht) wird mittels Perlite gedämmt. Fenster & Dach kommen auch neu. Ändert dies etwas an deiner Meinung?



Fußbodenaufbau und Dämmung



Hallo Dominik
7 cm Perlite ergeben noch keinen phantastischen Dämmwert, sodass sich grundsätzlich nicht so viel an meiner Einschätzung ändert.

Welches System zur Wärmeverteilung verwendet wird hängt ohnehin von der Art der Wärmeerzeugung ab- bei Erdwärme oder Wärmepumpen und Brennwertgeräten sollten die Vorlauftemperaturen möglichst gering
sein, was gute Dämmung und Flächenheizungen voraussetzt.

Bei Fußbodenheizungen ist ungünstig, dass sie nur während der Heizperiode warm sind und und .gerade oft in den Übergangszeiten die Heizung nicht eingeschaltet ist

Holzböden sind wegen der Elastizität des Bodenaufbaus angenehmer zu begehen und orthopädisch günstiger-auch wenn kein gesundheitlicher Defekt vorhanden ist.
Zudem leicht selber kostengünstig zu erstellen, im Schadensfall leicht rückbaubar und paßt in aller Regel besser zu alten Häusern.

Statt Wandheizung könnten auch Flachheizkörper Typ 10 oder 11 verwendet werden, die einen größeren Strahlungsanteil haben als solche vom Typ 22.
Die Wärmeabgabe ist dabei geringer, das sollte aber ohnehin nach Wärmebedarfsberechnung und Wärmeabgabetabelle der jeweiligen Heizkörper ermittelt werden.

Andreas Teich



Bodenplaner



Hi Dodo,

bei der Planung könnte dir der Bodenplaner von Fermacell helfen: http://bodenplaner.com/

Der bietet dir viele Möglichkeiten unterschiedliche Aufbauen auszugeben. Schau doch mal dort vorbei.

Weiterhin viel Erfolg!



Was denn nun?



Nachhaltige Marketing-Kommunikation von der spezialisierten Werbeagentur.



Watt nu ?



Kerndämmung - warum Perlit (ziemlich schlechter WLG) und nicht eine EPS-basierte Einblasdämmung (im tiefen 030er Bereich) ? Man sollte aus diesen 7 cm das beste machen.

Wie ist das Haus sonst geheizt ? Heizkörper ? Wurde die Heizlast berechnet ?

Was ist als Bodenbelag gewünscht ?



Tatsächlich:



ohne die Festlegung des künftigen Bodenbelages ist kein Aufbauvorschlag möglich.

Grüße
Thomas





Danke für die Info mit der EPS-basierte Einblasdämmung. Werden wir mal mit unserem Energieberater besprechen.

Wieso ist der Bodenbelag ausschlaggebend für den Aufbau sein? Oberste Schicht mit Estrich & Fußbodenheizung soll gegeben sein und so viele Möglichkeiten gibt es dann ja nicht mehr.

Im OG wird das Haus mit Heizkörpern geheitzt.



Ich habe zum Beispiel...



...regelmäßig mit Bauherren zu tun, die alles "erstmal soweit fertigmachen" und dann zu mir kommen und massive Dielen wollen. Leider fehlt es dann aber an Aufbauhöhe. Sollten Sie also massive Dielen wollen, funktioniert dieser Aufbau nicht.

Für Teppichboden oder PVC freilich passt das.

Grüße

Thomas