Massiv oder Holz?

11.08.2016 Hoffie



Hallo alle zusammen!
Wohnen in einem ca 150 Jahre alten Fachwerkhaus das wir Schritt für Schritt sanieren möchten.sind gerade dabei das Wohnzimmer zu machen beim rausreisen der Dielen haben wir feststellen müssen das die bodenschwelle sowie die Ständer bis 1,5 m marode sind lange Rede.... Einmal neu hab mir Angebote machen lassen einmal Hälfte Haus Fachwerk raus und massiv 36 er Ziegelwand und zweites Angebot wieder halbes Haus neue Ständerwände außen 4cm Holzfaser und innen 16 er osb zwichenraum mit Zellulose ausblasen 160 mm. Außen hinterluftete Fassade sibirische Lärche Boden Deckel. Nun die Frage was soll ich nehmen preislich ist Holz bissel teurer danke im voraus.



Was soll diese Frage?



Ein Fachwerkhaus sollte meiner Ansicht nach fachgerecht repariert werden. Wenn ich das richtig verstehe soll rausreisen und durch eine andere Wand ersetzen oder rausreisen und durch eine andere Wand ersetzen gewählt werden. Wo ist da die Alternative?

Vielleicht mal einen Zimmermann fragen der sich damit auskennt?

Gruß Herbert



Fachwerkhaus "fachgerecht" sanieren....



Auch wir empfehlen hier eine fachgerechte "Sanierung" nach Vorschlag eines qualifizierten Zimmerers um die raumklimatischen Vorteile eines Fachwerkhauses unbedingt zu erhalten!

OSB Platten sind dabei sicherlich keine Alternative, da sie unter anderem möglicherweise zu einer langfristigen Geruchsbelastung führen würden: http://www.eggbi.eu/tabbed-sidebar/news/#c827



Radio Eriwan sagt



Im Prinzip ja...

Wäre die 36er Ziegelwand EnEv konform (Dämmziegel) ? Sonst braucht es noch ein WDVS.

Wie sieht das Haus heute von aussen aus ? Sichtfachwerk ? Verputzt ?

Wie viel von den alten Schwellen und Ständern ist wirklich hinüber ? Warum - Wassereintritt von aussen, Feuchtigkeit von unten, ???

Ich würde das OSB nicht gerade sichtbar lassen, aber wenn da auch noch Gipskarton oder Gipsfaser drüber kommt, sehe ich kein Problem.



Fachwerk...



hallo Hoffie,

wie bist Du zu dem Fachwerkhaus gekommen? Gekauft geschenkt vererbt?

Normalerweise wenn man sich ein Fachwerkhaus kauft möchte man auch in einem leben. Das was Du vorhast oder abwägst ist in meinen Augen Bosselei - das heisst Stückwerk wo es nicht sein muss. Ich möchte Dir nicht zu nahetreten und weiß auch das Geld ein großes Thema ist und auch nicht auf Bäumen wächst - ausser beim Obstbauern vielleicht - mach wieder ein funktionstüchtiges Fachwerkhaus draus. 150 Jahre haben es nicht verdient zweckentfremdet zu werden.

Steht es wohlmöglich vielleicht unter Denkmal dann kannst Du es eh so nicht machen. Es gibt sicherlich adäquate Lösungen für Dein Anliegen die für Euch auch akzeptabel sein werden.

Der Rahmen Deiner Grundkonstruktion(Schwellen)ist ein elemtares Teil der Fachwerkkonstruktion. Auch wenn Du nun aufmauerst solltest Du dann wieder eine Schwelle einbauen lassen - was Du dann aber nur sparst wären die senkrechten Rahmen und die ersetzt Du dann durch Mauerwerk?!

Vieleicht hast Du Möglichkeiten durch ev. Denkmalschutz Förderungsmaßnahmen mitzunehmen - geht aber nur durch historische korrekte Konstruktionen.

Ich gebe die Hoffnung bei Deinem Namen nicht auf ;)
VG Hüpenbecker