gefache-verankerungselement

23.01.2009



hat jemand von diesem gefache-verankerungselement schon gehört oder gelesen oder es gar angewandt:
www.stuck-kalk.de/FWA.htm
(statt der üblichen dreikantleisten)
was ist denn davon zu halten?
ist das eine erwägenswerte alternative für alle, die grad am ausmauern sind?
vielen dank für antworten wieder mal!
grüße, carmen



Preise!?



Hast Du Dir auch einmal die Preise angesehen?
Für dieses Geld kann ich Dir fast eine komplette Dreikantleistenpackung für's Fachwerk besorgen.
Und außerdem hätte ich Bedenken mit späteren Roststellen (bei Lehm z.B.!).
Und verarbeitungstechnisch gegenüber der Dreikantleiste auch ein wesentlich höherer Aufwand.

Lassen wir doch die Kirche im Dorf und bleiben bei der gut- und altbewehrten Dreikant-Holzleiste.

Grüße Udo



@ udo: was hältst du von



den angeführten argumenten "winddichtigkeit" und "schallschutz"?
es sind verzinkte stahlbleche, aber natürlich hast du recht: wenn man sie zuschneidet....(rost?).
und für die fälle, bei denen Sichtfachwerk außen UND innen vorgesehen ist?
schellengeklingel?
grüße, carmen





Vielleicht funktionert dieses Süstem, aber ist das unbedingt erforderlich.
Eine Dreikanntleiste oder Trapezleiste funktioniert auch!
Wir Fräsen bei Gefachen auch mal mit der Oberfräse eine Nut in die Innenseite des Gefaches und Nageln die Leiste nur an die Unterseite des Obeholzes, so das sich ( wenn die Ausfachung sich setzt) der Weg für die Luft immer noch ziehmlich lang ist.
Aber nichts desto trotz, auf der Seite von stuck-kalk gibt es viele Gute Sachen. Der Betreiber Herr Kenter ist ein Experte in Kalk, sehr zu empfehlen



Winddichtheit mit Verankerungselement?



@ Matthias

Mit der Nut und nur einer Leiste im Gefach ist es einfach fachlich nicht vernünftig ausgeführt und bürgt enorme Risiken hinsichtlich der Gefachfestigkeit nach Setzung und Trocknung!
In keinem Fachbuch habe ich bisher eine wirklich hohe funktionale Lösung gefunden und habe somit mir selbst einen Kopf gemacht und fahre seit Jahren sehr gut damit.

@ Carmen

Was soll es denn für einen Sinn machen, gerade in den Gefachausfüllungen eine Winddichtung mit "Heitech!" erreichen zu wollen und über sämtliche Holzverbindungen entweicht Warmluft?
Bezugnehmend auf Deine Sichtweise zu Durchgangsfachwerk.

Ich habe einmal eine Winddichtungsvariante an einem Objekt mir erarbeitet (also Kopf einschalten dürfen!), um eine gewisse Verbesserung der thermischen Situation zu erreichen. Dieses Objekt wird aber nicht als Wohnobjekt genutzt, sondern als Seminar- und Schulungsobjekt der Görlitzer Jugendbauhütte.
Es handelt sich um das Scharfrichterhaus in Görlitz und hat eben besagtes Durchgangssichtfachwerk.

Verleistende Grüße
Udo



Feuchtigkeit..



kondensiert am Zinkblech , Eiche gammelt , Fachwerk hin . Wenn was hülfe , entzinkte Bleche nehmen , rosten dann halt vor sich hin .Aber :Schallschutz Winddichtigkeit und Wärmedämmung durch Bleche mit Plastikabdeckung ???? naja
Gruß aus Minden Jürgen Kube



Nun



Carmen, man muss sich fragen ob es sinnvoll ist, ein Fachwerk innen und außen sichtbar zu lassen. Aus meiner Sicht ist dass nicht nur bauphysikalisch falsch, sondern auch gegen die derzeitige Gesetzeslage. Sieht man davon ab, dass man meiner Meinung nach Wohngebäude dämmen sollte, dass bei Wohngebäuden Außenwände von 14-18 cm nicht funktionieren können, sollte man darüber nachdenken, dass auch die Altforderen die Fachwerkhäuser von innen durchgängig geputzt hatten. Das wurde bestimmt nicht ohne Grund gemacht.
Und nun diese falsche bauphysikalische Planung durch den Einbau von Blechen zur Herstellung der Winddichtigkeit ausgleichen zu wollen, ... das wird nicht funktionieren!



@ Jürgen Kube



Mensch Jürgen, "no nüscht vun Edelstahl gehurrt"?

Bin völlig Deiner Meinung!
Mal sehen, was die Zeit noch so bringen wird.

Grüße zum Fachwerker,
Udo



vielen dank



für die vielen antworten, genau in diese richtung hab ich zwar auch gedacht, aber... ein ähnliches system wird bei moderner (hochhaus-)architektur angewandt, um einerseits die genannten anforderungen (winddichtigkeit, schallschutz etc.) zu erfüllen, andererseits den bewegungen des Gebäude standzuhalten. ich schätze, es kommt aus dieser ecke und es wurde versucht, das system auf alte bauweisen zu übertragen. gibt mir zu denken! so verkaufen sich "innovationen" mit fragwürdigen argumenten...
@ udo: das ist nicht MEINE sichtweise, sondern die des anbieters
@danke an jürgen. ist das nicht genau das, was man immer zu vermeiden versucht: zwei verschiedene materialien im fachwerk?
@ fred: das war mir auch nicht klar: fw-außenwände innen unverputzt (bei heutiger Nutzung als wohnhaus)
danke nochmal, und: holzauge, sei wachsam gegenüber nachbesserungen an altbewährtem!
grüße aus einem verzapften, zugigen und mit dreiecksleisten ausgemauerten fw-haus...!(nein :-), macht euch keine sorgen, ich sitz im warmen, innen gedämmt, verputzt und beheizt)
carmen



@carmen ,



dann ist es ja gut , wenn du innen gedämmt , verputzt und beheizt bist
8:)
feixende Grüße Jürgen Kube



@ jürgen



hast recht; kannst mal sehen, was eine gute Dämmung des sprachzentrums bringt...de.wiktionary.org/wiki/Schlafmütze
grüße, carmen



@carmen..



..ist ja nur das Schreibzentrum betroffen !
Gruß Jürgen Kube
Ps. Am Schlafmützen-Link gefällt mir sehr gut das italienische
berretto da notte



Interessante Sache...



...ich habe aber mal gelesen, dass Metall im Fachwerkbau nicht´s zu suchen hätte.
Argument war, dass Metallbauteile (Winkel z.B.) ein anderes Temperaturverhalten haben als das Holz und auch die Baustoffe mit denen ausgefacht wird.
Das würde dazu führen, dass sich die Metallteile recht schnell lockern.

Ich denke das wäre bei diesen Blechen ähnlich.

Das Argument des 20% Holzschwundes liese sich ja durch entsprechende Trocknungsphasen des Holzes vor dem Einbau lösen.

Ich stehe dieser Lösung auch eher skeptisch gegenüber.

Grüße
Martin