Holzbock bei Erneuerung des Dachausbaues entdeckt

06.08.2015 Manuela



Moin, Moin,

Ich wühle mich grad durch die vielen Beiträge zum Holzbock, der vermutlich auch bei uns vor sich hin arbeitet - nur leider nicht für uns, sondern gegen uns (;>).

Weiß jemand einen empfehlenswerten Sachverständigen im Raum zwischen Bremen und Hannover? Das Ganze scheint mir eine etwas komplexe Angelegenheit zu sein, und ich habe mich schon mit einem Stethoskop ausgerüstet, um den Tierchen erst mal nachzustellen. Aber ein kompetenter Fachmann wäre schon gut...



Sicher?



Hallo,

Versuchs mal mit Joachim Wiesner. Ein sehr kompetenter Holzschutzgutachter. Stell mal ein Paar Bilder von Ausfluglöchern und Holzschäden ein, denn wenn der Ausdruck Holzbock fällt, werde ich recht skeptisch. Ein Holzbock ist nämlich nach Mundart eine Zeckenart und kein Holzschädling. So werden oftmals alle möglichen Holzschädlinge in der Laienwelt als Holzbock betitelt. Der Hausbockkäfer (Hylotrupes bajulus), wie er genau genommen bezeichnet wird, wird öfter auch mit diversen Frischholzschädlingen verwechselt (Scheibenböcke etc. etc.). Dem Schädling mittels Stethoskop hachzustellen ist nicht sehr hilfreich. Wenn die Larve quer zur Holzfaser frisst hört man das auch so, sonst nicht und da muss man schon viel Glück haben eine Larve mit einem Stethoskop zu orten. In Bereichen von Ausfluglöchern kann mann das Holz aufbrechen und nachsehen wie Tief der Befall bereits vorgedrungen ist. Also bitte aussagekräftige Bilder bereitstellen. Dann kann ich sicherlich etwas zum Befall sagen und wie man damit umzugehen hat.

MFG
Emzet



Sicher?



Hallo,

Versuchs mal mit Joachim Wiesner. Ein sehr kompetenter Holzschutzgutachter. Stell mal ein Paar Bilder von Ausfluglöchern und Holzschäden ein, denn wenn der Ausdruck Holzbock fällt, werde ich recht skeptisch. Ein Holzbock ist nämlich nach Mundart eine Zeckenart und kein Holzschädling. So werden oftmals alle möglichen Holzschädlinge in der Laienwelt als Holzbock betitelt. Der Hausbockkäfer (Hylotrupes bajulus), wie er genau genommen bezeichnet wird, wird öfter auch mit diversen Frischholzschädlingen verwechselt (Scheibenböcke etc. etc.). Dem Schädling mittels Stethoskop hachzustellen ist nicht sehr hilfreich. Wenn die Larve quer zur Holzfaser frisst hört man das auch so, sonst nicht und da muss man schon viel Glück haben eine Larve mit einem Stethoskop zu orten. In Bereichen von Ausfluglöchern kann man das Holz aufbrechen und nachsehen wie Tief der Befall bereits vorgedrungen ist. Also bitte aussagekräftige Bilder bereitstellen. Dann kann ich sicherlich etwas zum Befall sagen und wie man damit umzugehen hat.

MFG
Emzet



Holz(Haus-)bock bei Erneuerung des Dachausbaues entdeckt



Ich habe Joachim Wießner gleich kontaktet, nachdem ich mir seine website angesehen habe. Danke für den Tipp!
Ich schau mal wegen Fotos; ich vermute schon, daß das ein Hausbockkäferbefall ist. Der unverbaute, größere Teil des Dachstuhles wurde vom Vorbesitzer in 2005 von einer Fachfirma (Handwerkerbetrieb) abgebeilt und mit Adolit behandelt. Der Dachstuhlausbau (ca. 70 qm)von ca. 1970, der jetzt erneuert werden soll (neue Dämmung) ist damals - logisch, da eingebaut - nicht abgebeilt und behandelt worden. Ich kann tatsächlich leichte Nagegeräusche hören, und die Balken sehen auch entsprechend vermulmt aus. Die wesentliche Frage wird sein, mit welcher Methode gegen den Hausbockkäfer vorgegangen werden sollte. Wießner spricht auf seiner website zB von Heißluft bzw. Mikrowelle; und dann bleibt noch die Frage nach dem vorbeugenden Holzschutz. Da eigentlich unter dem Dach gewohnt werden soll, dürfte Permethrin nicht so günstig sein.