Richtiger Bodenaufbau über eine Tonnengewölbe?

02.01.2008



Hallo.
Ich habe mir von vier Jahren ein kleines Häuschen zu gelegt., in dem ich ein Jahr zuvor als Mieter wohnte.
So nach und nach ist mir erst bewusst geworden, was ich dort für ein Schätzchen mir an Land gezogen hatte.
Das Haus soll das älteste Steinwerk in unserer kleinen Weltkulturerbe Stadt sein.
Datiert auf 1280.
Nun ja der Vorbesitzer ist bei uns für seine schlampige Baufirma bekannt, die Wände mit Zementhaltigen Putz „beschmissen“ in jeder Ritze versteckt sich Bauschutt.
Das war es zur Vorgeschichte:
Also saniere / restauriere ich gerade mein ca. 10qm großes Bad. Die Giebelwand, sowie die Decke, waren mit Gipskarton verkleidete (schon mal merkwürdig). Es kamen ein Tor mit Eichenbalkensturz, ein Schornstein, eine Tür und ein zugemauertes Fenster und sehr schöne massive Deckenbalken zum Vorschein..
Da ich mich im Frühjahr mich an dem Fußboden bei machen will, stellt sich für mich die Frage nach dem richtigen Aufbau. Dachte an Fußbodenheizung mit Fliesen
Unter dem Bad befinden sich zwei kleine Tonnengewölbe. Der jetzige Fußboden ist mit ca. 30mm OSB –Platten beschraubt, darunter ist Steinwolle, darunter Bauschutt, darunter eine art Folie als Wanne.
Da der Keller immer durchlüftet bleiben muss, zieht im Winter die kalte Luft in den Schornstein durch ein Loch übers Gewölbe zwischen den Bauschutt. Der Boden ist extrem kalt
Nun meine Fragen:
Bauschutt raus?
Schüttung einfüllen ?
Folie zwischen.?
Schön wäre ein detaillierter Auf bau von Gewölbe über Fußbodenheizung bis zur Fliese


Schon mal besten Dank vorab.


Steffen Lutat



Fußbodenaufbau



Hallo,
wir haben auf unsere Kappendecke zum Keller direkt Liaporestrich aufgebracht. Darauf Lagerhölzer und Dielung. Bei den jetzigen Temperaturen ist es auf den Dielen sehr angenehm. Ich würde jeden Baschutt und jegliche Wolle entfernen. Über dem Keller ist unsere Küche.
Bilder in meinem Pofil.

PS:Melden Sie sich doch hier an und stellen auch Bilder ein. Der Gedankenaustausch gelingt dann besser.

Mit freundlichem Gruß
Uwe Gießling



Fußbodenaufbau



Der Liapor-Estrich ist schon einmal eine gute Sache. Für die Fußbodenheizung müssen Sie aber eine zusätzliche Wärmedämmung einbringen, um auf den vorgeschriebenen u-Wert von 0,35 zu kommen (Liapor ist anrechenbar). Darauf dann den Heizestrich nach Herstelleranweisung.
Es kann durchaus sein, daß das Paket dann zu dick wird und Sie dann lieber auf eine Fußbodenheizung verzichten.

Grüße





Wird die Schüttung dann sozusagen blank auf dem Gewölbe verteilt? Keine Folie? Ich habe etwas Angst,
dass die Seitenwände feucht sein könnten, wenn dass der Fall ist, wie gehe ich vor . Die Wände absperren mit Sanierputz oder Bitumen? ( hält ja nicht ewig)
Welche Schüttung dämmt gleichzeitig am Besten? So das ich für die Fußbodenheizung keine weitre Dämmung brauche? Kann ich bei ausreichender Höhe Trockenestrich-Platten auf der Schüttung verlegen. Darauf die 8mm Heizung, dann ca. 2cm Ausgleichmasse, dann Lastegum, dann die Fliesen.
S.Lutat



Ohne Folien!



Denn erst wenn Du diese Trennlagen einbringst, wird es Dir passieren, daß die Seitenwände sich überfeuchten.
Vergleich es wie mit einem Regenschirm, nur verkehrt herum.
Von unten kommt temperierte Luft gegen diese Ebene und kann jetzt nicht mehr hindurch (Difussion). Nun passiert folgendes, daß diese sich als Wassertröpfchen an der Unterseite der Folie niederschlägt und durch das Dampfdruckgefälle an die Außenbereiche wandert, weil genau dort die Möglichkeit der Entspannung "Entweichung" gegeben ist.
Und da befindet sich nun Dein Mauerwerk.
Und was passiert?
Antwort!

Grüße Udo Mühle