Fußbodenheizung ohne Bodenaufbau ?




Im Zuge meines Dachausbaues überlege ich in das Ganze Dachgeschoss ca100qm eine Fußbodenheizung einzubauen. Anschluss an die Zentralheizung ist vorhanden. Da ich keinen Fußbodenaufbau machen will, überlege ich gerade ob es nicht möglich wäre die Heizung zwischen den Balken zu Verlegen und mit einer Bohrung durch den Balken in den nächsten Zwischenraum zu kommen. Darauf wieder Dielenboden verschrauben.
Was meint Ihr zu meiner Idee?

Grüße aus Reutlingen





Es gibt am Markt fertige FBH-Systeme zum Einbau zwischen die Balkenlage. Wir haben bei und das System von Ripal verbaut und sind bisher sehr zufrieden. Dieses System hat auch den Vorteil, dass man den Großteil der Arbeit selbst ausführen kann.

Viel Erfolg
Dietmar



Ripal...



...ist, was besonders vorteilhaft ist, sehr leicht. Den Statiker wird's freuen...

Außerdem bestens für die Verlegung massiver Dielen darauf geeignet.

Grüße

Thomas



Danke für die Infos



Hab mir das Ganze angeschaut. Sieht gut aus! Was für einen Boden kann man darauf verlegen. Würde gerne mit Holz arbeiten? Dielen? Welche Art von Dielen. Hab in meinem Treppenhaus Masive Eichendielen verlegt die Dielen hatten eine Nut und waren 2m lang. Oder wären durchgehende Dielen besser?

Danke und Grüße aus Reutlingen



Die Dielen...



sollten wenigstens 20mm stark und können massiv sein. Eiche ist gut geeignet.

Als Länge ist Raumlänge optimal oder ein Mehrfaches von 56cm (Achsmaß der FBH).

Grüße

Thomas





Wir haben raumlange Pitch-Pine-Dielen in 21mm darauf verlegt. Hat sehr gut geklappt und sieht super aus. Nur in einem Bereich mussten wir stoßen. Mehr als 6m lange Dielen sind kaum zu bekommen.

Ich habe die komplette FBH mit 4 Kreisen auf ca. 75qm übrigens fast komplett alleine verlegt. Nur der Anschluß an den Heizkreis hat ein Installateur gemacht.



Lärche ?



Was haltet ihr von Lärche?



Douglasie sieht...



...sehr ähnlich aus, ist härter und, vorallem, harzt weniger. Außerdem liegt sie ruhiger als die meisten anderen Hölzer.

Grüße

Thomas



Fußbodenaufbau im Dachgeschuß-Dielen-Fußbodenheizung



Welche Holzsorte im Dachgeschoß verwendet wird ist mehr Geschmackssache und natürlich abhängig davon was du bekommst und ausgeben willst.
Lärche hat sowohl eine höhere Rohdichte, Härte und Druckfestigkeit gegenüber zB Douglasie,jedoch auch einen höheren Harzanteil, meistens aber auch mehr Äste.

Die Unterschiede sind aber nicht gravierend und viel mehr abhängig davon, wo es gewachsen ist,welche Breite die Jahresinge haben, wie es eingeshcnitten wurde etc.

Die Belastung im Dachgeschoß ist ohnehin nicht so hoch wie im Erdgeschoß.

Eine Fußbodenheizung mit jede Menge Aluminiumblech wäre mir persönlich nicht sehr sympatisch.

Sinnvoller wäre eher eine Wandheizung, da der Dielenboden ohnehin fußwarm ist, eine Wandheizung nicht so abhängig ist von niedrigen Vorlauftemperaturen, keine Wärmeleitbleche benötigt und es angenehmer ist, die eher kühleren Wände als wärmeabgebenden Flächen im Hauptbereich des Körpers zu haben.

Du mußt bei der Fußbodenheizung unter den Dielen dafür sorgen, daß eine genaue Regelung die max Oberflächentemperatur von ca 26-27 Grad einhält und diesbezüglich keinerlei Überschreitung möglich ist.

Deckenbalken sollten nur im mittleren Bereich der Balkenhöhe durchbohrt werden, da bei Bohrungen und Aussparungen im oberen Bereich(in der Zugzone) die Tragfähigkeit abnimmt.

Wenn das nicht möglich ist und du keine Erhöhung des Fußbodens haben möchtest kann dein Installateur selber gerade oder leicht schlangenförmig verlegte Rohre im Abstand von 10-15 cm zwischen den Balken Verlegen und diese nach Tichelmannsystem im Bereich der dann breiteren Fußleisten nach oben führen und oberhalb der Dielen miteinander verbinden.Dann kommst du mit sehr wenigen Heizkreisen aus.
Die Rohre könnten bei tragfähigem, stabilen Unterboden in einer dünnen Lehmschicht eingebettet werden, die über die Oberkante der Balken abgezogen werden und die Dielen berühren sollte.
Dielen erst nach vollständiger Austrocknung der Lehmschicht verlegen.

Andreas Teich



Bei Dielen ...



... kommt freilich auch Kiefer in Betracht. Auf einem nährstoffarmen Boden langsam gewachsen kann Kiefer sehr dicht und hart werden. Nicht so hart wie Eiche, aber sehr hart für ein Nadelholz. Und dann natürlich Fichte. Die solltet Ihr auf der Alb und Richtung Alpen als langsam gewachsenes Bergholz eigentlich in guter Qualität haben. Merkwürdiger Weise wird die aber nicht so oft in guter, massiver, raumlanger und ordentlich breiter Ausführung angeboten.

Bei Heizung käme, wenn wenig Platz an den Wänden vorhanden ist, u.U. auch eine Fußleistenheizung in Betracht.

Toi toi toi und viel Freude beim Bauen!

Erik Heinrich.



Sockelleistenheizung ???



Habe mir das Sokelleistenheizsystehm angeschaut. Das Das ganze sieht sehr interessant aus. Aber kann ich damit ein offenes Dachgeschoss (Raum) mit ca 90 qm heizen ? Wäre in jedem Fall einfach zu installieren und einfach an den vorhandenen Heizkreislauf anzuschließen.

Danke für die vielen Antworten



In jedem Falle ...



... hat eine Sockelheizung gegenüber einer Fußbodenheizung klare Vorteile, vor allem in Hinblick auf Effizienz und die allergene Belastung ist bei der Erzeugung von Strahlungswärme sicher deutlich geringer. Gegenüber einer von mir aus Erfahrung sehr geschätzten Wandheizung spart die Sockelheizung Platz, besonders wenn das Dachgeschoss sich aufgrund schräger Wände nicht gut für eine Wandheizung eignet.

Wieviel laufende Meter Sie bräuchten, lässt sich ja über eine Wärmebedarfsrechnung leicht ermitteln.

Schönen Gruß!



Sockelleistenheizung-Fußleistenheizung



Das kann natürlich eine Möglichkeit sein.
Voraussetzung ist ein relativ geringer Heizwärmebedarf und ein normaler Heizkessel.

Wärmepumpen und Brennwertgeräte werden nur im Ausnahmefall effektiv zu betreiben sein, da die Wärmeabgabe relativ gering ist bzw die Vorlauftemperaturen anderenfalls hoch sein müssen.

Z.B.(je nach Hersteller evt auch anders)
40 Grad Vorlauftemperatur- Wärmeabgabe je Meter 45 Watt
50 Grad Vorlauftemperatur- Wärmeabgabe je Meter 95 Watt
60 Grad Vorlauftemperatur- Wärmeabgabe je Meter 145 Watt

Zumindest haben die den Vorteil, relativ günstig zu sein und auch später noch die Installation einer Wandheizung zu ermöglichen, falls ein reines Niedertemperatursystem gewünscht wird oder durch Heizungsumstellung erforderlich wird.

Eine Wärmedarfsberechnung sollte ohnehin bei Installation einer Heizung erstellt werden.

Andreas Teich