Fussbodenheizung in Balkenlage




Hallo zusammen,

nach dem Kauf eines alten Hauses (ca. 1924), steht die Sanierung der Böden bevor. Das Haus hat ein zweischaliges Mauerwerk aus Kalksandstein. Es hat einen Keller, der einen Meter über und einen Meter unter der Erde ist. Der Keller ist trocken. Die unteren 60 qm werden mit zwei Öfen beheizt, wobei ein Raum nicht richtig warm wird, da er "um die Ecke liegt". Die nach oben ziehende warme Luft des großen Ofens heizt hingegen die obere Etage gut mit. Holz habe ich genug :-)

Nun möchte ich in einem Raum (5 mal 4 Meter) eine Fussbodenheizung in der Balkenlage verlegen. Fussbodenaufbau (Keller nach oben) IST: Putz auf Schilfmatte, Schalung, Luftraum, Schalung, Schüttung, Luftraum, Dielen.
SOLL: Die Schüttung aus dem ersten Fehlboden möchte ich rausnehmen. Es entstehen somit 6cm Höhe bis Balkenoberkante. Es soll eine Dämmung nach unten hin verlegt werden. Darauf die ALU-Verbundrohre. Darauf Schüttung, Trockenestrich-Platten (oder vergleichbares) und darauf Fliesen.

Nun die Fragen:
wie Dick sollte die Dämmung nach unten hin sein? Ich würde PUR-Hartschaum mit W/(m ? K) von 0,025 verwenden wollen.
welche Schüttung kann verwendet werden? Soll bis Balkenoberkante abschliessen.
Welche Platten können verwendet werden, die auch die Last abtragen auf denen die Fliesen verklebt werden können? Fleisen würden 20x20cm sein, um die Bruchgefahr zu mindern.
Habt ihr eine Alternative? Oder rät jemand gänzlich von dieser Methode ab?

Vielen Dank im Voraus.



Störrisch



Ich habe 2 Anmerkungen dazu, PUR passgenau in die Balkenfelder zu bringen halte ich für schwierig. Bei mir war das Styropor auch nie passend und dann strömt die Luft daran vorbei, Zum anderen der große Unterschied zwischen den Isolationswerten von PUR und Balken. Ich habe immer wieder gelesen, dass es bei großen Unterschieden an den Flanken eher zu Kondensation kommen kann. Auch bei mir steht im Gutachten, dass keine Probleme an den Flanken (Innenwände, Boden und durchgehende Balken) zu erwarten sind, weil meine Wanddämmung (HWP) nur gemäßigt. ist.



Komische Lösung!



Erstens muss man sagen, dass es immer am Objekt genau analysiert werden sollte!!
Hier können sie nur Hilfestellungen zu ihren Gedanken und Machbarkeiten abrufen.
Trotzdem erscheint mir ihre Lösung etwas suspekt.
Warum belassen sie nicht die alten Massefüllungen in der Decke und Verlegen das System von Fermacell incl. Heizrohrsystem und darauf dann die Befliesung?



Fussbodenheizung in Balkenlage



@Historia: ist es nicht so, dass ich dann jetzt auch schon ein Problem mit der Kondensation hätte haben müssen? Das Haus ist überall trocken. Ich habe auch die Balkenköpfe überprüft - einwandfrei. Ihren letzten Satz verstehe ich nicht ganz: je weniger Dämmung, umso weniger Kondensat?

@Udo Mühle: ihr Vorschlag ist gut. Ich versuche jedoch so wenig Höhe wie nur möglich aufzubauen. Deshalb will ich die Heizrohre in die Balkenlage einlassen. Welches System meinen Sie genau? Uaf der Fermacell-Seite heisst es :"Können Fermacell Estrich-Elemente bei einer Holzbalkendecke direkt auf den Holzbalken verlegt werden?
Nein, das ist nicht möglich. Die fermaell Estrich-Elemente benötigen eine vollflächige Auflage, die ausreichend tragfähig, eben und trocken sein muss."