Fußbodenheizung auf Holzbalkendecke

12.09.2014 Heiko



Hallo,

wir sind mit unserem Ausbau jetzt soweit, dass wir uns um das Obergeschoss kümmern wollen. Wie im Untergeschoss geplant, soll ebenfalls eine Fußbodenheizung verbaut werden und dafür haben wir uns mal das Effidur-System angesehen.

Vorteil soll sein, dass das System unempfindlich gegen Unebenheiten in der Gerüstkonstruktion ist und statisch eine gleichmäßige Gewichtsverteilung auf die gesamte Fläche ermöglicht.

Beim Obergeschoss handelt es sich um eine Holzbalkendecke mit einem Balkenabstand von 50-60cm und einer Balkenlänge von 3,85m. Da wir einige der alten Holzdielen rausgerissen haben, sollen wir den Boden komplett durch 2x 15mm OSB-Platten ersetzen und darauf das System aufbauen. Aufbauhöhe spielt bei uns keine Rolle, Geld dagegen schon und da liegt der Nachteil bei Effidur.

Daher würde uns interessieren, ob die Fußbodenheizung so umsetzbar wäre, oder ob es andere (bessere) Alternativen dazu gäbe.

Vorab schonmal vielen Dank!



Fußbodenheizung



Wenn ohnehin eine tragfähige Ebene geschaffen wird braucht Ihr kein „teures“ Armierungssystem ála Effidur & Co.
Ein „normales“ Trockenbausystem wie z.B. Purmo TS 14 tut es genauso, wenn nicht besser, da durch den höheren Rohrdurchmesser vergleichsweise mehr Wärmeenergie transportiert werden kann.





Danke für die Antwort, aber ganz eben wird so eine OSB-Fläche ja wahrscheinlich auch nicht - welche Toleranzen hat denn so ein Trocken-System?

Der Grundaufbau mit zwei Ebenen 15mm ist aber ok? Die zweite Ebene soll verklebt und verschraubt werden - wird die erste Lage nur schwimmend verlegt?



Max. Toleranz...



… nach DIN 18202 ist grundsätzlich anzustreben, sei es durch Ausrichten/Unterfüttern der unteren OSB-Platte, sei es durch Aufbringen einer Ausgleichsschicht auf der oberen.
Das ist unabhängig von der Art der weiteren Gestaltung des Fertigfußbodens...

Auch die untere Lage wird fixiert/verschraubt.
Es läuft parallel ein ganz ähnlicher Thread, da hat Georg Böttcher die prinzipielle Arbeitsweise detailliert erläutert, deswegen spare ich mir die Wiederholung.





Danke für den Hinweis - leider kann ich den passenden Beitrag nicht finden :-(

Kannst du ihn hier verlinken?





Ich glaube, ich habe den passenden Beitrag gefunden:

http://community.fachwerk.de/index.cfm/ly/1/0/forum/a/showForum/228501$.cfm

Dabei stellen sich mir aber noch ein paar Fragen:

- In welchen Abständen sollten die Verschraubungen der ersten Ebene und der beiden Ebenen untereinander erfolgen?

- Wie unterfüttert man am Besten stärkere Unebenheiten?

- Fehlboden und Schüttung sind bei uns nicht mehr vorhanden, was durch den Flüssigestrich kompensiert werden sollte. Muss für Trockenestrich wieder eine Schüttung eingebracht werden?





Wir würden uns freuen, wenn noch jemand etwas zu den letzten Fragen schreiben könnte. Wir warten eigentlich nur noch auf ein paar Rollen Juteband als Balkenauflage und wollen dann eigentlich gleich mit dem Verlegen beginnen.



Was



willst Du denn jetzt eigentlich bauen?



Was wir bauen wollen:



Wir wollen auf unserer Holzbalkendecke eine Fußbodenheizung aufbauen. Die Balken liegen in einem Abstand ca. 65cm, sind 3,60m lang (liegen auf einer Zwischenwand auf) und sollen mit OSB-Platten abgedeckt werden. Schüttung, Dielung Ed. Ist nicht mehr vorhanden. Als Endbelang isind Fliesen geplant.



Ja klar...



Lesen und verstehen kann ich durchaus...
Wie „uneben“ wäre denn die OSB-Lage und was soll denn nun im Endeffekt oben drauf?



Wie „uneben“ wäre denn die OSB-Lage



Wir haben heute die erste Lage zur Hälfte vorerst schwimmend verlegt und ich würde das Ergebnis als durchaus Eben beurteilen, allerdings fehlen mir konkrete Anhaltspunkte um das warscheinlich richtig einschätzen zu können.

Von uns war eine Effidur-Fußbodenheizung geplant, die für Balkendecken besonders geeignet sein soll und mit Beton ausgegossen würde.

Allerdings wurde auch schon eine Fußbodenheizung im Trockenbau vorgeschlagen, was aus Kostengründen natürlich interessant wäre. Allerdings ist in unserer Decke keine Schüttung mehr vorhanden, so dass uns wohl etwas Ballast fehlen würde. Außerdem sollen die Balken von unten sichtbar bleiben und nur dazwischen mit Rigips abgehängt werden.



Weiter machen



Wir wollen am Samstag die zweite Lage verarbeiten.

Hat keiner mehr ein paar Tipps für uns, zu den erfragten Punkten?



Eben



Eben ist eben... dafür gibt’s 'ne Wasserwaage, zum grob peilen sogar mit Skala...
Wo ist das Verständnisproblem bei"schwimmend"?

FBH und Aufbau:
Mach die Trockenvariante! Falls das unklar gewesen sein sollte: Das Effidur-System kann die Tragschicht ersetzen, OSB-Tragschicht plus „Effidur“ ist i.d.R. nicht notwendig (Vorbehalt einer statischen Berechnung), Trittschall sollte auch bei dem von mir obeb genannten System, oder einem vergleichbaren, kein Problem sein.
So what?



Zum Verständnisproblem



Wir haben erstmal eine Lage 15mm OSB-Platten schwimmend mit einem Dämmstreifen auf den Holzbalken verlegt. Die Platten liegen durch den Dämmstreifen komplett auf den Balken auf, ohne dass ich "Luft" darunter entdecken könnte - was ich als "relativ" eben beurteilen würde.

Wenn diese Lage auf den Balken verschraubt werden soll, können sich hier und da aber sicher noch Unterschiede aufzeigen. Im genannten Beitrag wurde ja auf die Verschraubung der beiden OSB-Lagen eingegangen. Mich würden noch empfehlenswerte Verschraubungsabstände interessieren, zumal die letzte Verschraubung zwischen die Verschraubung der ersten Lage gesetzt werden muß.

Da uns die Masse in der Decke durch die Schüttung fehlt, wollte ich nochmal eventuelle Nachteile durch die Trockenbauvariante der Fußbodenheizung erfragen. Abgesehen davon wäre mir die Trockenbauvariante auch lieber ;-)