Nachträglicher Badezimmereinbau Holzbalkendecke

28.12.2011



Ich baue in ein rein baubiologisch errichtetes, maximal diffusionsoffenes Haus ein weiteres Badezimmer auf einer Holzbalkendecke ein. Kann die Wand mit Metallprofilen, die mit Holzleisten bestückt werden in Leichtbau-Holzständerbauweise diffusionsoffen errichtet werden, mit Fermacellplatten? Die Dämmung wollten wir aus Thermohanf machen. Wie muss diese Konstruktion eines Badezimmers hinterlüftet werden, wie genau schaut hier am besten der Wandaufbau aus? Der Fussbodenaufbau ist Sichtbalken-Sichtschalung-Rieselschutz-Quarzsandschüttung-Lagerhölzer-Trittschalldämmung-Dielen. Das alles hatten wir schon herusgenommen und darin sind nun die neuen Leitungen verlegt und die Dielen sind schon wieder drauf. Können wir die Badewanne einfach auf den Holzboden stellen, um diffusionsoffen zu bleiben? WEr hat Erfahrung mit dem Einbau diffusionsoffener Badezimmer? Danke!!! für jede Weiterhilfe.



Trittschalldämmung und Dielen?



Wie ist das genau aufgebaut?

Grüße

Thomas



Was hat denn



die Badewanne mit der Diffusion zu tun?
Seh sie einfach als Möbelstück oder offenen Wasserbehälter an. So lange sie "weich" mit dem Abwassersystem verbunden ist, kann sie auf jeden Boden gestellt werden (vgl. alte Zinkwannen um 1900).
Der Wandaufbau, wie angedacht, ist so in Ordnung, eine Hinterlüftung der Innenwand ist nicht notwendig.

Viele Grüße



Weich verbunden, das ist es vermutlich.



Hallo! Vielen Dank.
Zu Thomas: Es ist ein "normaler" streng baubiologischer und somit auch weitestgehend diffusionssoffener Fußbodenaufbau auf Holzbalkendecke gewesen. Den haben wir im ersten Stock aufgemacht und alle Leitungen verlegt. Dann wieder zugemacht, so dass er nun in der bewährten alten Form da ist. Aber nun kommen Fließen auf die Dielen, nachdem wir Fermacellplatten Verlegen werden und das Badezimmer. Ein daneben bereits bestehendes Badezimmer ergab im Lauf der Jahre Wasserflecken an der drunterliegenden Decke.
Zu Zimmerei Schobig:
Ja das würde ich auch am Liebsten so machen, da ich denke, dass die Wasserränder im Laufe von 20 Jahren im kleinen Bad daneben, ganz schlicht und ergreifend dazu führen sollten, dass das Badezimmer aufgemacht wird, und nachgesehen wird, was da los ist. Eine Kunststoffwanne unte dem gesamten Badezimmer würde ein auftauchendes Problem maximal zeitlich verschieben aber nicht lösen.
Doch wenn ich die gleiche wiederkehrende Situation nun vermeiden kann, wie im alten Badezimmer, würde ich das gerne machen. Auch wenn die diffusionsoffene Haussituation zum immer wieder Austrocknen führte und keinen größeren Schaden bisher in 20 Jahren verursachte.
Vermutlich schwingt eine Holzbalkendecke doch immer minimal und dadurch lockern sich Anschlüße oder eine Leitung wird mal etwas undicht. Für diese Theorie spricht auch, dass wir in allen Badezimmern im Haus über mehrere Bodenfließen gehende Haarrisse haben.
Also "weich verbunden" sagen Sie, wie geht das?
Der Handwerker, den wir mit der Installation betrauten, sagt, er sei verpflichtet, die Wanne, ja das ganze Badezimmer mit einer Plastikfolie wie eine Kunststoffwanne auszukleiden. Das machen wir auf keinen Fall.
Danke sehr auch für den Hinweis, dass eine Hinterlüftung bei dem Wandaufbau nicht notwendig ist.
Gruß
Sylvia



@ Zimmerei Schobig:



Meinen Sie mit "Badewanne direkt auf den Boden stellen" eine heute meist übliche Badewanne mit geschlossenem Kastenaufbau oder eine im Retro-Style, die auf Füßen oder entsprechenden Sockeln steht, ähnlich der erwähnten alten Zinkbadewannen?
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Gehen wir mal von ersterem Fall aus, so hätten wir unter der Wanne einen nicht belüfteten Hohlraum. Kann sichergestellt werden, dass es dort wirklich keine Feuchtigkeit gibt, die dem Holz schaden könnte, oder ist regelmäßiges Nachschauen und ggf. Entlüften zum Trocknen obligatorisch?
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Wenn der Wandaufbau ebenfalls nicht hinterlüftet werden muss, wie sieht es aus, wenn man im Bad z.B. eine halbhohe Mauer im Trockenbauverfahren, als Duschkabinenabtrennung oder als Sockel für mittig im Raum installierte Waschbecken bauen möchte? Sicherlich gibt es die üblichen Folien o.ä., um so eine Konstruktion, beklebt mit Mosaikfliesen, gegen Spritzwasser dicht zu bekommen, aber wie sieht es im Hohlraum dahinter aus? Können fiese Moderecken entstehen, weil an den Leitungen Kondenswasser entsteht, oder weil Wasser auf den Bodendielen trotz irgendwelcher Silikon- oder anderer Abdichtungen unter den Hohlraum der Wand gerät und nicht wieder herauskommt?

Sorry, dass ich mich mit weiteren Fragen in diesen Thread hineinhänge, aber ich denke, es passt thematisch und ergänzt das Thema sinnvoll.



Entscheidung



Wie habt Ihr Euch entschieden?

Wir stehen vor der selben Entscheidung.

Uns wurde nun geraten keine Hohlräume entstehen zu lassen. Nun haben wir allerdings die Toilette bereits eingebaut und ALLE armaturen unterputz/ bzw. ebenfalls in einer Vorwandkonstruktion...

Ist der Schimmel nun vorprogammiert? Dann müssten ja fast alle Badezimmer in Deutschland mit Schimmel befallen sein?!

2. Thema Holzboden: Habt Ihr die Wanne nun im Kasten eingebaut oder habt Ihr Euch für eine freistehende Wanne entschieden? Wie sieht der Bodenaufbau unter der Wanne und Dusche aus falls Ihr einen Kasten habt?

Oder habt ihr den Boden unter der Wanne ausgespart, quasi den Holzboden nur bis zum wannenrand?