Flachdach undicht- nasse alte Dämmung

28.11.2015 Meike



Hallo,
ich habe hier schon häufig qualifizierte Ratschläge bekommen, weshalb ich mich nun auch wieder mit meinem neuen Problem hier an die Community wende.
Wir haben einen Anbau von 1963 mit einem Flachdach, welches wir neu eingedeckt haben lassen. Es liegt eine Gefälledämmung mit Styropor vor.
Nun habe ich beobachtet, dass aus dem Rohr UNTER dem Gully, welches einen Teil des Flachdaches entwässert, die Wand runter Wasser läuft.
Der Dachdecker hat den Gulli nun geöffnet und folgende leider sehr unerfreulichen Fakten vorgefunden:
Der Gulli war im Rohr undicht. Aufgrund eines Wasserrückstaus (Verursacht durch recht dichten Bauschaum) hat sich nun das Wasser UNTER der neuen Dampsperre gesammelt Was wir vorher nicht geahnt haben: Unter dem Gefälleestrich ist noch eine ca 4 cm dicke Styroporschicht und darunter wieder eine alte Dampfsperre. Der Estrich und die alte Dämmung ist völlig durchnässt. Es wurde nun ca 1 Quadratmeter des alten durchnässten zeug entfernt. Leider konnte man gestern das Dach nicht weiter öffnen, bis man alles Nasse entfernt hat, da dies die Witterung nicht zulässt. Der Dachdecker hat alles wieder zugemacht, sodass die Nässe nun ganz klar eingeschlossen ist.Eigentlcih dachte ich, dass er den Gulli nun so einbaut, dass die alte Feuchtigkeit ablaufen kann. Ist leider nicht geschehen.
Nun schlug er vor, mit einer Wärmebildkamera zu schauen, inwieweit die Dämmung eingeschränkt ist, um dann Rückschlüsse auf das Ausmaß des Wasserschadens zu ziehen.
Nun meine Frage:
- Trocknet der Schaden auch irgendwann auch natürlich ab oder bleibt das nun ewig so?
- Könnte man daas auch so lassen, wenn der Dämmwert noch okay ist( wir haben in den Räumen keine Feuchtigkeit- merkwürdigerweise). Ich habe mal gelesen, dass es Untersuchtungen gibt, nach welchen empfohlen wird, Feuchte alte Dämmschichten drin zu lassen.
- sollte auf jeden Fall alles raus?
Ich wäre sehr dankbar für Hinweise.
Viele Grüße,
Meike



Flachdachdämmung erneuern?



Hallo Meike,
Bist du sicher es handelt sich um weißes Styropor/EPS
oder sind es farbige Platten aus Styrodur/XPS?

den Rat, feuchte Dämmung zu belassen habe ich noch nie gehört-
der kann nur von einem faulen Handwerker oder unwissendem Planer kommen.

Feuchte Dämmung hat kaum noch eine nennenswerte Dämmwirkung, kann bei Frost durch Ausdehnung weitere Schäden verurschen und erheblich an Gewicht zunehmen, sodaß auch die Statik betroffen sein kann.

Hier hatte gerade bei einer Fortbildungsveranstaltung ein Sachverständiger von einem erheblichen Schaden bei einem 4 Jahre alten Dach mit für Flachdachdämmumng zugelassenem EPS
berichtet- die 18 cm dicke Platte wog ursprünglich mal 4,6 kg- beim Ausbau wog diese 48 kg- nur durch Wasseraufnahme!

EPS ist im Flachdachbereich sehr schadensträchtig-
nur wenn alles auf Dauer 100 %-ig funktioniert bleibt es schadensfrei- das ist aber kaum anzunehmen.

Kannst du eine Skizze vom Dachaufbau machen und ein Foto der Dachfläche?
Wie groß ist diese? welche Anschlüsse sind vorhanden?
Ggf per mail oder anrufen

Andreas Teich



Dachdämmung



Hallo Meike,
ich glaube mich zu erinnern das es schon mal um den Anbau ging.
Da hatte ich Ihnen u.a. empfohlen statt des schadensanfälligen Flachdaches mit Innenentwässerung ein Kaltdach auf das jetzige Dach zu setzen.

" Der innenliegende Dacheinlauf ist eine potentielle Schadensquelle, ich empfehle die Dachentwässerung umzustellen und eine Rinne davorzuhängen. Dabei kann das Dach gleich mit umgebaut werden, ich würde ein Kaltdach als flaches Pultdach darüber bauen. So fallen die Dichtungsprobleme des Quasi- Pools auf dem Dach weg. ...

Schade das Sie meinem Rat nicht gefolgt sind.
Diesen Satz schreibe ich nicht das erste Mal bei Ihren Fragen.
In so einem Zusammenhang macht es keine Freude den Propheten raushängen zu lassen.





Guten Tag,
danke für die Antworten. Es handelt sich um eine Dachterrasse, weshalb es nicht umgebaut werden konnte. Aus zwei Terassentüren kann man auf das Falchdach heraustreten. Die alten Dämmplatten sind definitiv aus altem Styropor- ca 4 cm dick. Uach die neue Gefälledämmung ist aus Styropor.. Die Dachfläche insgesamt ist 75 Quadratmeter, das hier betroffene Teilstück ca 40 Quadratmeter. Der innenliegende Gulli lässt sich nicht ändern, weil der Aubau eine Mauerkrone hat. AN den meisten Stellen ca 60 cm hoch, an der hier betroffenen Stelle ca 25 cm. Was ist denn mit dem Estrich, der auch feucht geworden ist? Wird der auch so problematisch?
Die entsprechenden Artikel über das beibehalten der alten Dämmung ist zu finden unter DBZ 10/2003 Bautechnik und in der Bau.zeitung24/07.
Meinen SIe denn, das eine Wärmebildkamera Aufschluss geben kann?
Viele Grüße,
Meike Hitpaß



Flachdach



Liebe Meike,
wer billig baut baut teuer (Ihre Dachsanierung)- alter Planerspruch.
Sie haben immer von einem Flachdach geschrieben, NIE von einer Dachterrasse. Ihr geschilderter Aufbau lässt auch keinen anderen Schluß wie ein Flachdach zu; Innenentwässerung und Schaumpolystyrol sind für eine kleine Dachterrasse ungewöhnlich und unpassend.
Ich gebe Ihnen jetzt das letzte Mal einen Rat und hoffe das Sie ihn ernster nehmen als die anderen:
Abbbau des Dachaufbaues bis auf die Rohdecke,
neuer gedämmter Aufbau, diesmal als Dachterrasse und nicht als Flachdach. Brüstungsmauern kann man abbrechen oder durchbohren.
Oder:
Meinem ersten Rat folgen, Terrassentür gegen ein Fenster austauschen.
Und: Endlich einen Bauberater oder Planer nehmen statt selber mit vagen Tipps aus dem Internet die machmal auch noch auf falschen Informationen beruhen selber Bauplaner zu spielen.





Hallo Herr Böttcher,
wir hatten zwei Bauplaner, die das Angebot des Dachdeckers abgenickt haben und in Ordnung fanden. Bei de sind zugelassene Architekten bzw. Bauingenieure aus Solingen! Inzwischen weiß ich, das die beiden nicht gut sind......nun ist es leider zu spät, verstehen Sie?
Unsere Familie mit zwei kleinen Kindern versucht gerade aus dem schlimmen Schlamassel wieder rauszukommen......
Es ging nie darum, billig zu bauen....
Gruß,
Meike Hitpaß



Bauleitung



Waren die beiden für Sie als Bauberater tätig?
Haben Sie von denen eine Ausschreibung fertigen lassen?
Wenn ja dann sind der/die in der Haftung.
Um nochmal ein Grundverständnis zu schaffen:
Aus Sparsamkeitsgründen immer mal einem Planer nur für ein kleines Gebiet einen Teilauftrag zu geben und mit ein paar € vergüten- so läuft das nicht. Entweder richtig oder gar nicht.
Wenn Sie jetzt mal nachdenken wieviel Tausend € Sie sicher schon nutzlos verpulvert haben hätten Sie sich dafür einen Stararchitekten engagieren können und ordentliche Leistungen erhalten.
Wer billig baut baut teuer...



Flachdach-Terrassensanierung



Natürlich sollte zuerst versucht werden, den für den Schaden verantwortlichen zu finden: Dachdecker, Planer, Bauaufsicht?

Die gen. Artikel sind nun schon etwas älter- ich kann mir aber kaum denken, dass es sich bei dem Dämmstoff um nasses EPS gehandelt hat.
Wie soll das jemals austrocknen bei Abdichtungen/Dampfsperren darüber und darunter?

Wie werden die Räumlichkeiten unter dem Dach genutzt?
Sind diese komplett gedämmt und gegen Feuchtigkeitseinträge geschützt?

Eine Dachterrasse ist ja nichts anderes als ein begehbares Flachdach- konstruktiv kommt nur der Bodenaufbau zum Schutz der Abdichtung dazu.

Fotografiere zur besseren Beurteilungsmöglichkeit die gesamte Dachfläche mit den entsprechenden Randbereichen.

Ein konstruktiv richtig gebautes Flachdach/Dachterrasse sollte problemlos mindestens 30 Jahre halten.
Um diesen oder einen längeren Zeitraum zu ermöglichen sollten auch ggf Umbaumaßnahmen vorgenommen werden.

Per se mangelbehaftete, unzuverlässige Konstruktionen und Materialien und immer wieder notwendige Reparaturen sind in jedem Fall teurer als einmal richtig zu bauen.

Andreas Teich



Guten Abend,



waren sie dabei als der Dachdecker, Dach und Gullybereich geöffnet hat?
Die genannten Fakten sind etwas verwunderlich -Rohr im Gully undicht, Wasserrückstau und Bauschaum??? Im Entwässerungsrohr?

Ist den das neue Flachdach auch dicht?
Sind keine Dichtringe in den Rohren / Gully gewesen?
Wurde ein mehrteiliger Gully verwendet ( Grund und Aufstockelement )?

Würde auch zum Rückbau bis auf Rohdecke raten, ist bei 75 qm schonmal nen ganzschönes Unterfangen.



Flachdachsanierung



Die 75 m² sind für mich neu. Ich erinnere mich in dem ersten Threat mal ein Foto gesehen zu haben, da kam mir der Anbau eher wie 35 m² vor und nicht wie 75 m². Das ist die Grundfläche eines Einfamilienhauses oder einer normalen Wohnung.



Flachdach undicht



Hallo,
die Dachterasse (und so der neue Teil des Hauses von 1963) hat eine Fläche von insgesamt 75 Quadratmetern, d.h. die Fläche ist in zwei Teile unterteilt. Sie wird von einer weiteren Mauerkrone unterteilt.
Ich werde versuchen, Bilder einzustellen.
Gruß,
meike Hitpaß



...Bilder in meinem Profil



Hallo,
ich habe einige Bilder der Dachterrasse in meinem Profil hinterlegt.
Gruß,
Meike Hitpaß



Kreativer Dachdecker



Den Ablauf quetscht man eigentlich nicht so in die Wand rein. Wie soll man den an dieser Stelle auch richtig angedichtet kriegen?? Und das Loch daneben (Notüberlauf?) sieht auch sehr improvisiert aus, genau wie das horizontal verlaufende Rohr.
Eure Terrassenmöbel mit den schlanken Füßchen tun auch schon beim hinschauen weh und Zigarettenkippen tritt man auch nicht auf der Dichtbahn aus...
Sorry dass mein Beitrag unproduktiv ist :-(



undichtes Flachdach



Tja,
die Kippen war der Dachdecker, der den Gulli ausgebaut hat....Der andere Gulli (in der Wand)wurde von einem Sachverständigen abgenommen...ich werd bald wahnsinnig...



undichtes Flachdach



Ich schulde noch eine Antwort. Ja, ich war dabei, als der Gulli ausgebaut wurde. Es war ein Hauptgulliteil, auf welchen man dann das Rohr aufgesteckt hatte. In der Wand war das Rohr mit Bauschaum festgeklebt (natürlich außen um das Rohr herum. Nun hatte sich das Rohr, welches auf den Gulli aufgesteckt war, verkeilt, was zu der Undichtigkeit geführt hat.
Gruß,
Meike Hitpaß



Andere Idee



Falls Sie keinen der beteiligten Spezialisten mehr greifen können... haben Sie eine Gebäudeversicherung? Schäden durch "rückstauendes" Regenwasser bei einer innenliegenden Dachentwässerung sind bei meiner glaub ich drin. Würd ich mal melden!



hmm



Die Bauaufsicht (wie Herr Teich vorgeschlagen hat) würd ich mit dem Fall nicht behelligen! Ein selten dummer Vorschlag! Die will dann erstmal eine Statik über das (unvollständige?) Geländer sehen, da wette ich drauf. Übrigens die Geländerfüße sind auch eine Schwachstelle in der Dichtung.



Bauaufsicht?



Bitte im Zusammenhang lesen bevor sich jemand mockiert.
Welche Art von Bauaufsicht hier gemeint sein könnte ist hoffentlich klar.
Aufgaben der (möglicherweise) beteiligten Bauaufsicht:

"Die örtliche Bauaufsicht kontrolliert und steuert die Bauausführung, das bedeutet sie überwacht das Zusammenwirken der beteiligten Unternehmen und die terminliche Einhaltung. Sie vertritt Ihre Interessen als Bauherr und übt das Hausrecht auf der Baustelle aus."

Konkrete Vorschläge helfen dagegen immer weiter

Andreas Teich



Der google Meister hat gesprochen!



...



Warum Herr Teich?



Warum zersabbeln Sie eigentlich JEDEN Thread? Diese scheinheiligen Fragen wie "werden die Räumlichkeiten darunter gegen Feuchteeintrag geschützt?" sind ja ach so kontruktiv! Als Fragesteller käme ich mir verarscht vor!



Im übrigen



würde ich den Gulli flicken lassen und ENDE! Das nichts unten im Zimmer angekommen ist spricht für die Qualität der restlichen Arbeit.



Also ich meine



unter der Voraussetzung dass NUR die alten 4cm der Dämmung betroffen sind und dass keiner von der Bauaufsicht sich den Schuh anzieht und die komplette Sanierung bezahlt.



Alle Aspekte berücksichtigen



- zum Beispiel weil Schäden selten monokausal sind
- weil beim Bauen und bei Baumängeln viele Randbedingungen
berücksichtigt werden müssen
- weil hohe Luftfeuchtigkeitswerte bei unter Flachdächern
liegenden Räumen den Dachaufbau und die Dämmung
beeinflussen können
- weil Feuchtigkeitsschäden oft mehrere Ursachen haben.
- weil solche EPS gedämmten Flachdächer bei obenliegender
Abdichtung auch nur durch Luftfeuchteeintrag durch
undichte Dampfsperren von unten durchfeuchtet werden
können.
- weil es hier auch Leser gibt, die nicht genau dieses
Problem haben, sondern auch an anderen Lösungen
interessiert sein könnten.

Niemand wird gezwungen alle Beiträge zu lesen.
Manche überfliege ich und antworte nur, um Mißverständnisse zu vermeiden.
Weit überwiegend gibt es nur positive Reaktionen.

Andreas Teich



Flachdach als Terrasse



... noch'n Beitrag oder was ich immer schon mal sagen wollte.
Meistens lese ich ja nur hier im Forum.
Und seit einiger Zeit fällt mir auf, dass es hier einen Allrounder gibt, der zu jedem Thema eine fundierte Meinung hat und diese auch kundtut.
Allerdings erregt er regelmäßig den Unmut anderer Fachleute, die im wesentlichen auf ein Gebiet spezialisiert sind.
Aber wahrscheinlich muss ein Planungsbüro nebst Energieberater ja über alles Bescheid wissen.
Übrigens suchte ich jetzt einen Energieberater und habe dazu die Website der dena konsultiert. Einen Andreas Teich habe ich nicht gefunden.



Wasser in der alten FD-Dämmung



Zu dem geschilderten Problem meine Empfehlung:
Die Dachhaut an zwei Stellen (Tiefpunkt) öffnen und bis in die ursprüngliche Dämmung freilegen. Das Wasser absaugen und anschließend Lüfter (wärmegedämmt) zur Dämmschichtentfeuchtung einbauen. Das Austrocknen des Dämmmaterials dauert etwa zwei bis vier Jahre. Danach können die Lüfter wieder demontiert werden (vorher prüfen ob die Dämmschicht trocken ist).
Das ist eine Arbeit für einen Fachmann.
Die Dachbahn ist nicht für eine Terrasse geeignet. Um die Terrasse nutzbar zu machen z.B. Gehwegplatten auf (im Fachhandel erhältliche) Füße verlegen; kann man u. U. selbst machen.
Die FD-Entwässerung ist nicht unbedingt das Gelbe vom Ei. Ggfs. überprüfen ob sie funktioniert und dicht ist.
Viel Erfolg



Feuchtigkeit messen



Hallo Meike

Die Feuchtigkeit im Dämmstoff kann auch einfach mit einem langen Feuchtefühler durch kleine, leicht verschließbare Löcher in den Bitumenbahnen gemessen werden.

Das sollte aber alles vom Schadensverursacher beauftragt und natürlich auch bezahlt werden.

Als Wasserablauf wäre eine an der Traufe hergestellt offene Rinne zuverlässiger gewesen- dabei müßte die Dachhaut nicht durchbrochen werden.

Ich habe zur Dachabdichtung in den letzten Jahren wesentlich lieber EPDM-Folie verwendet, aber früher auch schon Bitumen-Sheddächer beim VW-Werk Baunatal repariert.

Wenn die Terrasse begangen werden soll muß auf jeden Fall die Dachhaut geschützt werden- auch wenn deine nicht stark besonnt ist.
Betonplatten sind günstig aber sehr schwer,
alternativ Gummigranulatplatten oder Terrassendielen auf Unterkonstruktion oder nur Holzroste verlegen.

Ich schreibe dir noch zur Abdichtung- warte aber auf Infos vom Sachverständigenverband, der das Seminar abgehalten hatte.

Andreas Teich



@Herr Teich



Warum schreiben Sie nicht noch Dachdecker, Sachverständiger und Immobilienmakler in ihrern Header? Kein Platz mehr?

...übrigens hat das Dach keine Traufe, sondern eine Attika! Da kann man keine Rinne vorschrauben! Hören Sie auf, den Themenersteller zu ärgern! Und wenn ich schon EPDM Folie nur lese....aaargghhh....



Genau lesen- Rinne und Flachdachabdichtung



Mit Traufe ist natürlich der Tiefpunkt des Gefälles vor der Attika gemeint- wie aus den Bilder ersichtlich ist.
und hier wäre ohne Durchbrechung der Dachabdichtung eine etwas abgesenkt hergestellte Rinne in der Dachfläche zuverlässiger als eine Öffnung mit Fallrohrdurchgang, die in diesem Fall den Schaden verursacht hat.
Wer zB Bauschadensberichte und Gutachten in Fachzeitschriften liest weiß, daß EPDM-Abdichtungen wesentlich zuverlässiger sind und ein viel geringeres Schadenspotential haben als zB Bitumendächer.

Aufgrund der techn Eigenschaften und der Dehnfähigkeit von 400 % und der Tatsache, daß die Folie in einem Stück geliefert wird, also in aller Regel schadensanfällige Nähte entfallen, ist dies nicht verwunderlich.
EPDM ist nur gegen ölige Substanzen empfindlich, dafür umweltfreundlich
und im Bedarfsfall nach 50 Jahren wesentlich einfacher zu entsorgen als dicke Bitumenschichten.

Andreas Teich



Rinne im Flachdach



Eine Rinne im Flachdach ist ein sehr teures Detail, für flache Schwellen im Terrassentürbereich gedacht, um trotzdem Din gerecht zu bauen. Hat hier nichts zu suchen. Ist aber mal wieder typisch für Herrn Teich.
"Mit Traufe ist natürlich der Tiefpunkt des Gefälles vor der Attika gemeint"
Ist klar, würd ich jetzt auch sagen!



Innnliegende Rinne



Kann man machen, muss man aber nicht.
Ist extrem aufwendig und nicht wirklich für ein Schwarzdach geeignet,
Das ist eher was für Metalldächer. In den Flachdachrichtlinien ist sie auch nicht vorgesehen. Die Entwässerung erfolgt entweder über eine Vorhangrinne an der Traufe (wobei das nicht der Tiefpunkt an der Attika ist) oder über Dachabläufe (auch Gully genannt).
Und bei innenliegender Entwässerung immer einen Sicherheitsablauf vorsehen.



Flachdach



Ich weiß, wer jetzt nach der Flachdachrichtlinie googelt und nichts finden wird ;-)



Rinne für Flachdach



Natürlich korrekt- nicht Tiefpunkt der Attika sondern des Flachdachs war gemeint.
Ich würde bei einer solchen Rinne davon ausgehen, dass die nur etwas abgesenkt/abgeschrägt hergestellt wird,
ansonsten aus demselben Material ausgeführt wird wie die Dachdeckung, um es einfacher zu machen.
Bei EPDM ist das problemlos möglich- Bitumenbahnen sind leider etwas schwieriger.

Auch hier muß je nach Dachgröße mindestens ein Notablauf vorgesehen werden,
der sich unterhalb des tiefsten Abdichtungshochzugs befinden muß.

Bei einer umlaufenden Attika heißt das wieder, einen Durchbruch herzustellen und abzudichten-
oder lieber gleich die Attika an einem Punkt abzusenken.

Andreas Teich



@Herr Teich



Kaum zu glauben, es wird immer doller mit ihren verrückten Ideen! Schön Rinne in die Dämmplatte schnitzen und mit Teichfolie (am Stück) auslegen, geht ja, hat ja 400% Dehnungsmöglichkeit.
Hab ich schonmal zu Ihnen gesagt: Da würd ich gerne mal zuschauen!



FD-Rinne



Die FD-Richtlinien, ebenso wie andere Bau-Richtlinien, haben schon ihre Berechtigung. Sie sind nämlich aus dem Fachwissen von Fachleuten entstanden.
Und wenn man eine ordentliche Arbeit abliefern will, hält man sich tunlichst daran.
Wenn man dagegen verstoßen will, dann sollte man wissen was man tut!
Das kluge Missachten von Vorschriften erzeugt Fortschritt.
Aber nicht das Befragen von Tante Kluge.
Und kaum schreibe ich von einem Sicherheitsablauf, erwähnt AT in seinem nächsten Beitrag einen Notüberlauf.
@AT Du hast doch auf alles eine Antwort, warum eigentlich keine auf den lesenswerten Beitrag von PH?

Und hier ist keine EPDM-Dachbahn verlegt, sondern ganz offensichtlich eine Bitumendachbahn.
Das ursprüngliche Problem war die Durchfeuchtung der alten Dämmung.
Wie dieses Problem mit geringem Aufwand zu lösen ist, habe ich bereits erklärt.
Und da jetzt eine Rinne rein schnitzen wollen, soll wohl ein Witz sein. Oder?



Notüberlauf



Zitat H-P E "erwähnt AT in seinem nächsten Beitrag einen Notüberlauf"

Ja in der Tat, und fasst mal eben das gesamte Thema Notüberlauf kurz und bündig auf fatal unvollständige Weise zusammen!
(Zitat AT "der sich unterhalb des tiefsten Abdichtungshochzugs befinden muß")

Könnte mir ja egal sein, aber ich kann es nicht ertragen, wie er hier neunmalklug auf Kundenfang geht und dabei die Leute in die Irre führt.



Wieder genau lesen- Sanierungsmöglichkeiten



.. und hier wäre ohne Durchbrechung der Dachabdichtung eine etwas abgesenkt hergestellte Rinne in der Dachfläche zuverlässiger als eine Öffnung mit Fallrohrdurchgang, die in diesem Fall den Schaden verursacht hat.

das führt doch so überhaupt nicht weiter, wenn die Beiträge entweder nicht richtig gelesen werden oder immer etwas anderes hineininterpretiert wird.

Wenn jemand schreibt "ohne Durchbrechung der Dachabdichtung" kann damit doch unmöglich ein nachträgliches Hineinschnitzen einer Rinne gemeint sein.

Die einzigen Vorschläge waren bisher, Löcher reinschneiden und 2-4 Jahre lang einen Lüfter hineinstellen und das von einer wohl nicht gerade günstigen Fachfirma.

Was kosten solche Maßnahmen?
Wie sieht es dabei mit der Gewährleistung der ausführenden Firma aus, die den Schaden verursacht hat? Gibts die dann überhaupt noch?
Wie wird dabei die Dachfläche genutzt?
Gibts eine Lärmbelastung?
wie hoch sind die Stromkosten bei 4 Jahre Lüftung?

Der andere Vorschlag, wozu dem ich auch tendiere:

alles abräumen und fachgerecht zu erneuern,
Gully, zumindest die Entwässerung, nicht in der Dämmebene verlegen.
Keine derart feuchteempfindlichen Dämmstoffe wie EPS im Flachdachbereich verwenden (besser Schaumglas oder XPS)
Eine Abdichtungsbahn verlegen, die sofort die Dachfläche schließt und leichter verarbeitet werden kann, sowie fehlerresistenter ist.
Auf der Abdichtung einen Terrassenbelag verlegen.

Natürlich ist dies Aufwand- wobei entweder die Gebäudeversicherung oder der Dachdecker den Schaden begleichen müßten, wenn nicht der Planer/Bauaufsichtsführende.

Zuerst müßte das Ausmaß der Durchfeuchtung festgestellt werden- das sollte aber der Schadensverursacher beauftragen
oder ggf die jeweilige Versicherung.

Andreas Teich



Nochmals zum FD



Wer keine Ausrede hat ist selber schuld.

"Die einzigen Vorschläge waren bisher, Löcher reinschneiden und 2-4 Jahre lang einen Lüfter hineinstellen und das von einer wohl nicht gerade günstigen Fachfirma.
Was kosten solche Maßnahmen?
Wie sieht es dabei mit der Gewährleistung der ausführenden Firma aus, die den Schaden verursacht hat? Gibts die dann überhaupt noch?
Wie wird dabei die Dachfläche genutzt?
Gibts eine Lärmbelastung?
wie hoch sind die Stromkosten bei 4 Jahre Lüftung?"

Herr wirf Hirn vom Himmel.

Ich habe da mal ein Bild nebst Text aus einer Broschüre des Landesinstituts für Bauwesen und anverwandte Bauschadensforschung NRW zur Verdeutlichung angefügt.



Dämmschicht-Austrocknung



Es gibt Lüfter mit Gebläse oder ohne.
Ich hatte elektrische Gebläse zur nachträglichen Austrocknung von Dämmungen unter Estrichen, um die es sich in diesem Fall auch handelt.
Da dabei selten mehrere Jahre Trocknungszeit möglich sind und der Wirkungsbereich von nicht motorisch betriebenen Lüftern begrenzt ist, müssen relativ viele Löcher hergestellt werden- laut dem DBZ-Artikel im 1 m Abstand.

Daher sind Gebläse oder Lüfter hier leider kaum anwendbar, da dabei 2 Lagen Bitumenbahnen, die neue Dämmschicht, die Dampfsperre und dann noch die Estrichschicht über dem EPS durchstoßen werden müssen.
Bei elektrischen Gebläsen sind mehrere Abluftöffnungen erforderlich, was hier auch kaum möglich ist.
Da bleibt dann nur:
Feuchtigkeit drin lassen
alles abräumen und erneuern inklusive Estrich
oder eine ganz andere Trocknungmethode finden,sofern es die gibt.

Andreas Teich



Juhuuu



"alles abräumen und erneuern inklusive Estrich"
Der Estrich muss ERNEUERT WERDEN(?), es ist echt nicht mehr witzig. Sind Sie ein Foren-Troll?
Ich glaube, mich an Gefälledämmung erinnern zu können!?! Irgendwann vor 35 Beiträgen war die Rede davon?!?



???



Langsam wird's albern und infantil, aber wenn's Spaß macht...

Unter dem Estrich befindet sich die alte durchfeuchtete EPS-Dämmung, auf dem Estrich die Dampfsperre und darüber die 2 lagige Bitumenabdichtung-
genau wie ich geschrieben hatte.



nächste Woche ist Untersuchung von Gutachter mit hochauflösender Wärmebildkamera



Hallo,
ich habe einen Gutachter eingeschaltet, der die Wärmebildkamera nächste Woche durchführt. Es soll möglich sein, über die Auswertung klare Hinweise zum Wasserschaden zu bekommen. Ich werde die Ergebnisse mitteilen.
Gruß,
Meike