Feuchte Aussenwand in 200 Jahre altem Haus

19.03.2015



Liebe Forumsmitglieder,

es geht mal wieder um das leidige Thema einer feuchten Wand in einem alten Haus. Ich habe mir schon viele ähnliche Fragen dazu durchgelesen aber bisher nichts für meinen konkreten Fall gefunden. So, here it goes:

Es geht um eine Aussenwand (ca. 80cm dick) welche zur Strassenseite liegt. Zwischen Haus und Strasse ist ein Grünstreifen von ca. 1,5m. An der Fassade sind Salzausblühungen bis ca. 1m Höhe erkennbar. Innen befinden sich 2 Wohnungen mit Feuchtigkeit an dieser Wand und Schimmelbildung. Als Ursache nehmen wir an, dass der Einbau neuer Isolierglasfenster vor einigen Jahren mit für das Problem der Feuchtigkeit verantwortlich ist. So wurde nun ein Lüftungskonzept erstellt und es werden Fensterfalzlüfter eingebaut.
Offensichtlich gibt es jedoch auch aufsteigende Feuchtigkeit (da auch äusserlich das Problem der Salzausblühungen erkennbar ist). Nach Aussage der Mieter, welche schon ca. 30 Jahre in dem Haus wohnen hat sich das Feuchtigkeitsproblem erst nach dem Bau einer neuen Strasse vor ca. 4 Jahren ergeben (vorher Erdstrasse nun Asphalt). Die Meinung der Mieter war dass sich dadurch der Grundwasserspiegel angehoben hat und das Haus seitdem im Wasser steht welches in der Wand aufsteigt. Um der Sache auf den Grund zu gehen haben wir also angefangen die Aussenwand aufzubuddeln. Sie geht ca. 1,20m ins Erdreich und ist nicht verputzt, es handelt sich um eine Bruchsteinwand. Fakt ist nun, die Wand steht nicht im Wasser. Der Untergrund und angrenzende Schichten bestehen aber teilweise aus feuchtem Ton. Da es keinen Keller an dieser Stelle gibt ist es nicht möglich die Wand von der anderen Seite zu behandeln.
Da sich die Salzausblühungen hauptsächlich an der Aussenfassade befinden könnte Spritzwasser die Ursache sein, da im Winter manchmal Salz gestreut wird. Da es sich jedoch um einen alten Schafstall handelt können auch Fakalien nicht ausgeschlossen werden.

Nun die Fragen aller Fragen: Wie behandeln wir diese Wand am besten?
Da wir sie nun schon zur Hälfte aufgebuddelt haben wollen wir wenigstens eine Drainage einbauen und die Wand im Erdreich verputzen. Aber mit was? Muss es ein Sanierputz sein? Auch eine Noppenbahn ist wahrscheinlich sinnvoll. Ist auch ein Bitumenanstrich sinnvoll oder verschlimmern wir damit das Problem? Können wir das Loch wieder mit der alten Erde verfüllen?

Vielen Dank schonmal.





Leider sind immernoch zuviele Aspekte ungeklärt. Warum ist die Wand 80cm stark? War das mal ein Industriebau? Sind es Vollziegel? Vollmauerwerk oder Luftspalt?
Feuchtigkeit: Kann auch von unten kommen, gibt es eine Horizontalsperre? Außerdem ist die Luft unter dem Haus im Lehm-Sand-Boden?? feucht, da kann man Außen dämmen und verhindert dann nur, dass überhaupt noch was raus kann zum verdunsten.
Noppenbahn ist hier erstmal völlig irrelevant...
Sanierputz habe ich noch nie verwendet, musste nach ein paar Jahren wieder abreißen und neu verputzen. Das geht auch anders.
Wohin wird das Dach entwässert?
Grüße



Feuchte Wand



mein Vorschlag:
1. Lassen Sie das mit der Dränung.
2. Lassen Sie sich von einem Fachbetrieb! ein Sockelputzsystem auf Sanierputzbasis bauen.
3. Heizung und Lüftung müssen aufeinander abgestimmt werden.



Feuchte Aussenwand in 200 Jahre altem Haus



Also warum die Wand 80cm dick ist kann ich so auch nicht sagen, ist eben ein altes Haus, um genau zu sein ein alter Schafstall.
Die Wand besteht aus Bruchstein, einige Steine sind sehr gross andere etwas kleiner, die Steine selber sind trocken. Ob es eine Horizontalsperre gibt ist mir nicht bekannt.

Aussen dämmen wollen wir nicht, bei einer 80cm dicker Wand sicher überflüssig und ausserdem steht das Haus unter Denkmalschutz.

Entwässert wird das Dach in die öffentliche Kanalisation, Anschlüsse wurden alle überprüft da ist alles dicht.

"Heizung und Lüftung müssen aufeinander abgestimmt werden" - dies ist sicherlich die beste Lösung, leider schwer durchsetzbar da die Wohnungen vermietet sind.



Unfachliche Überlegungen aufgrund der Informationslage



Beim einem Schloß gab es Salzbelastung von den Kutschpferden und es wurde ein Sand'putz' genommen, der das Salz herauszieht. Da kann es natürlich die Altlast sein, aber warum sollte die jetzt rauskommen?
Üblicherweise sind die Sanierputze Opferputze, auch wenn dies nicht von der Definition getragen wird, weil sie das Salz aufnehmen in Poren ... doch (siehe unten) wenn die Salzbelastung von der Strasse kommt, dann braucht es einen Sperrputz oder einfach eine Wand gegen die Strasse ...

Beim Sandstein am Bürgersteig, der selber 'gesalzt' wurde, sieht man jetzt die Ausblühungen nach dem Winter in der Südpfalz - vielleicht war es ja in Sachsen nicht die Teerung der Strasse, sondern das Räumen und Streuen der neuen Strasse ... zuviel Ordentlichkeit?

Der Ton ist, wenn er feucht ist, ja ein Dichtungsmittel, der verhindert, daß die Feuchtigkeit durchkommt, wie man früher schon bei Löschteichen gemacht hat und www.dernoton.de ist eine Tonmischung, die keine Risse bekommt, wenn sie trocken wird und so sollte der Ton doch eigentlich isolieren. Aber jetzt ist er weg ... doch vielleicht war es ja oberflächliche Osmose ...

Vielleicht hat sich die Abflußsituation durch den Strassenneubau geändert.

So gibt es einfach die Fragen:
Bei Schafurinsalz Entsalzungsputz
Bei Strassensalz Trennung und Entsalzungsputz
Bei sonstiger Feuchtigkeit www.temperierung.net oder www.hypthermal.de , d.h. thermische Sanierung

... aber jetzt zuviel ;-)))